Konjunkturbarometer

Aktuelle Ergebnisse vom 27. März 2019

DIW Konjunkturbarometer März: Industrieschwäche hält an

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verharrt im März bei 99 Punkten. Damit signalisiert es für das Auftaktquartal wieder einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt. Dieser dürfte zwar unterdurchschnittlich ausfallen, mit knapp 0,2 Prozent aber wieder etwas dynamischer sein als in den vergangenen beiden Quartalen. Auch wenn die Probleme bei der Umstellung auf das neue Zertifizierungsverfahren WLTP in der Automobilbranche mittlerweile gelöst sein sollten, sind spürbare Aufholeffekte bei der Produktion bislang ausgeblieben. Entsprechend werden derzeit auch keine deutlichen Impulse unterstellt; sollten diese eintreten – zumindest haben sich die Kfz-Umsätze zuletzt etwas belebt und auch die Stimmung in der Branche hat sich aufgehellt – würde dies die Wirtschaftsleistung merklich anschieben.

Ansonsten hat sich das Umfeld für die deutsche Industrie in den vergangenen Monaten zunehmend verschlechtert: die Aufträge sind seit geraumer Zeit rückläufig und die Stimmung hat sich eingetrübt. Die Auslandsnachfrage sendet weiterhin positive, aber schwächer werdende Impulse. Die Dienstleistungsbereiche dagegen entwickeln sich kräftig: Der Arbeitsmarkt läuft weiter rund und die privaten Haushalte profitieren von zusätzlichen Einkommensschüben: Insbesondere durch die Wiederherstellung der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung steht ihnen seit Jahresbeginn mehr Geld zur Verfügung.