Konjunkturbarometer

Aktuelle Ergebnisse vom 31. Juli 2018

DIW Konjunkturbarometer stabilisiert sich im Juli – Deutsche Wirtschaft wächst weiter, allerdings mit etwas geringerem Tempo

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat sich im Juli etwas aufgehellt und verharrt für das zweite und dritte Quartal bei rund 104 Punkten. Die deutsche Wirtschaft dürfte also weiterhin überdurchschnittlich wachsen, auch wenn sie nicht an die hohen Raten des vergangenen Jahres anknüpfen kann. „Der Aufschwung setzt sich im Umfeld des Handelskonflikts zwischen den USA, der Europäischen Union und China zunächst noch in gemächlicherer Gangart fort, auch wenn sich zuletzt zwischen den USA und der EU zumindest eine gegenseitige Gesprächsbereitschaft abgezeichnet hat“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Im zweiten Vierteljahr dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent höher ausgefallen sein als im Auftaktquartal (erste Zahlen veröffentlicht das Statistische Bundesamt am 14. August). Im laufenden dritten Quartal wird der Zuwachs dann wohl bei gut 0,4 Prozent liegen.

„Die Industrie dürfte die Konjunktur im Sommer wieder spürbarer antreiben als zum Jahresauftakt“, so Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland. Auf dem Arbeitsmarkt deuten die jüngsten Zahlen ebenfalls auf eine Fortsetzung des Aufschwungs hin, allerdings bei geringerem Tempo. Viele Unternehmen werden angesichts der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten rund um den Handelsstreit und den Brexit aber eher vorsichtig disponieren. „Bereits diese Unwägbarkeiten dürften sich in den kommenden Monaten wie Mehltau auf die deutschen Ausfuhren legen“, warnt Junker.

Abbildung 1


Im Sommerhalbjahr kommen aus der Industrie wieder verstärkt positive Signale (Abbildung 1), und auch die Beiträge vom Arbeitsmarkt verharren auf überdurchschnittlichem Niveau. Die Dienstleister tragen derzeit zwar immer weniger zum Barometerstand bei, trotz einiger verhaltener Nachrichten bei den Umsätzen, etwa im Einzelhandel (Abbildung 2), tragen aber positive Erwartungen in einigen Dienstleistungsbranchen positiv zum Barometer bei.


Abbildung 2

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