Pressemitteilungen

Pressemitteilungen des DIW Berlin mit dem SOEP
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03.02.2016

Die Möglichkeit zur Heimarbeit wird in Deutschland nicht ausgeschöpft

Jeder dritte Arbeitnehmer würde gerne von zu Hause aus arbeiten, aber nur gut jeder Zehnte tut es – Deutschland hinkt im europäischen Vergleich hinterher – Heimarbeiter sind mit ihrer Arbeit zufriedener – Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht das Hauptmotiv

In Deutschland arbeiten nur zwölf Prozent aller abhängig Beschäftigten überwiegend oder teilweise von zu Hause aus, obwohl bei viel mehr Arbeitsplätzen nach eigener Einschätzung der Beschäftigten keine dauernde betriebliche Präsenz erforderlich ist. Viel mehr Beschäftigte würden gerne  – zumindest gelegentlich – im sogenannten Home Office arbeiten, in den meisten Fällen scheitert der Wunsch jedoch an den Arbeitgebern. Würden diese umdenken, so könnte der Anteil der Heimarbeiter auf 30 Prozent steigen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), veröffentlicht im DIW-Wochenbericht 5/2016.

29.01.2016

Risikobereitschaft verändert sich in jungen Jahren und im höheren Alter am stärksten - Langzeitstudie untersucht individuelle und altersbedingte Veränderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen

Erstmals gibt eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Basel, der Yale University und der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin Auskunft darüber, wie und in welchen Bereichen sich unsere Risikobereitschaft mit dem Alter verändert. Die individuelle Risikobereitschaft kann demnach als Teil der Persönlichkeit gesehen werden, der veränderbar ist. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift „Journal of Personality and Social Psychology“ veröffentlicht und sind als SOEPpaper Nr. 816 online verfügbar.

07.01.2016

Studie zur Lebenssituation von Geflüchteten in Deutschland

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) bereiten derzeit eine Befragung von Menschen vor, die in Deutschland Schutz vor politischer Verfolgung und gewaltsamen Konflikten suchen.

06.01.2016

Einkommenskonzentration in Deutschland auf historisch hohem Niveau

Der Einkommensanteil der Top-1-Prozent der Einkommensbezieher in Deutschland ist in den 2000er Jahren angestiegen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „13 Prozent im aktuellsten Beobachtungsjahr 2011 sind im historischen Vergleich ein hoher Wert, wenn man bedenkt, dass über weite Teile der Nachkriegszeit bis zum Jahr 2001 der Einkommensanteil der Topverdiener bei elf Prozent lag“, sagt die Studienautorin Charlotte Bartels.

06.01.2016

Ein von jungen Jahren an sportlich aktives Leben schützt Männer vor Muskelschwund im Alter

Ältere Männer, die seit dem jungen Erwachsenenalter kontinuierlich Sport treiben, haben im Vergleich zu weniger aktiven Altersgenossen ein deutlich geringeres Risiko, an einem die Gesundheit gefährdenden Rückgang der Muskelmasse – der sogenannten Sarkopenie – zu erkranken. Das zeigt eine Studie, die Forschende der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) und der Charité Universitätsmedizin Berlin im Rahmen der Berliner Altersstudie II (BASE II) erstellt haben. „Nur als junger Mann Sport zu treiben, oder erst als Senior damit zu beginnen, reicht hingegen nicht aus, um das Risiko einer Sarkopenie zu verringern“, sagt der Gesundheitsökonom Peter Eibich, einer der Autoren. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind in der Fachzeitschrift „Journal of Gerontology“ veröffentlicht.

10.12.2015

Elternzeit kann noch Jahre später für die Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung von Bedeutung sein

Eine längere Elternzeit von Müttern geht mit traditionellerer Arbeitsteilung einher – Bereits eine kurze Elternzeit von Vätern kann die Strukturen ändern – Dafür ist wichtig, dass Väter während der Elternzeit tatsächlich die Hauptverantwortung übernehmen

Wenn Mütter eine längere Elternzeit nehmen, so ist auch nach der Rückkehr beider Eltern in den Beruf die Arbeitsteilung in der Familie traditioneller als bei einer kürzeren Elternzeit der Mutter. Wenn Väter dagegen auch nur eine kurze Elternzeit nehmen, scheinen sich die traditionellen Strukturen zu verändern, sodass die Familienarbeit auch noch Jahre später gleichmäßiger zwischen den Partnern aufgeteilt wird. Dies trifft zumindest dann zu, wenn die Väter nicht gleichzeitig mit ihrer Partnerin Elternzeit nehmen, sondern eine Zeitlang alleinverantwortlich sind.

26.11.2015

Carolin Stolpe mit Auszubildenden-Preis der Leibniz-Gemeinschaft geehrt

Carolin Stolpe, Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), ist gestern mit dem Auszubildenden-Preis der Leibniz-Gemeinschaft ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Ehrung als zweitplatzierte Preisträgerin beim Eröffnungsempfang der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin. Überreicht wurde der Preis in Höhe von 600 Euro von Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, und dem Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner.

12.11.2015

Je verbitterter Menschen sind, umso eher machen sie sich Sorgen wegen Zuwanderung – Dies gilt in allen gesellschaftlichen Schichten

Je verbitterter Menschen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich wegen Zuwanderung nach Deutschland Sorgen machen. Das gilt für Frauen und Männer aus allen gesellschaftlichen Schichten. So lauten die zentralen Ergebnisse einer Studie auf der Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), die Ökonomen des Ifo Instituts in München und der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg erstellt haben. Die Studie wurde jetzt als 800. SOEPpaper veröffentlicht.

20.10.2015

Erstgeborene, Sandwichkinder und Nesthäkchen: Geschwisterposition hat nur sehr geringen Einfluss auf die Persönlichkeit

Welche Persönlichkeit uns als Erwachsene auszeichnet, hängt kaum damit zusammen, wo wir – wenn wir Geschwisterkinder sind   –  in der Geburtenreihenfolge zwischen unseren Geschwistern stehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine international vergleichende Studie von Psychologen der Universitäten Leipzig und Mainz, die unter anderem auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) erstellt wurde. Die Studie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS) veröffentlicht.

12.10.2015

Frauen: Längere Job-Pausen führen zu weniger Lust auf Karriere

Sozialforscher legen Ergebnisse einer Studie vor – Veröffentlichung in der neuen Ausgabe von „American Journal of Sociology”

Familienpolitik beeinflusst nicht nur das Verhalten von Familien, sondern setzt auch deutliche normative Signale, an denen Menschen ihre individuellen Lebensentwürfe orientieren: Je länger Mütter nach der Geburt eines Kindes im Job pausieren, umso stärker verlieren sie das Interesse an der eigenen Karriere: Das zeigt eine Studie auf Basis der Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), die die Soziologen Markus Gangl und Andrea Ziefle von der Goethe-Universität Frankfurt erstellt haben. Soeben ist der Aufsatz „The Making of a Good Woman: Extended Parental Leave Entitlements and Mothers’ Work Commitment in Germany” in dem international renommierten „American Journal of Sociology” (Jg. 121, Heft 2) erschienen. 

06.10.2015

Vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien bekommen nach einer Trennung der Eltern Schulprobleme

Sie schaffen seltener den Schulwechsel auf ein Gymnasium und haben schlechtere Schulnoten

Bei Kindern aus bildungsferneren Elternhäusern verringert eine Trennung der Eltern die durchschnittlichen Chancen, dass sie den Schulwechsel auf ein Gymnasium schaffen. In höher gebildeten Familien hat eine Trennung der Eltern hingegen in der Regel keinen Einfluss auf die Schullaufbahn der Söhne und Töchter. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie auf der Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), die der Soziologe Michael Grätz vom Nuffield College der Universität von Oxford erstellt hat. „Familien aus höheren sozialen Schichten können den negativen Einfluss einer Trennung auf den Schulerfolg ihrer Kinder besser abfangen als andere“, erklärt Grätz. Die Studie wurde kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift European Sociological Review veröffentlicht.

09.09.2015

25 Jahre Deutsche Einheit: Politische Orientierungen in Ost- und Westdeutschland immer noch unterschiedlich

Diskrepanz vor allem bei der Parteibindung und der Wahlbeteiligung – Annäherung bei der Einstellung zum Sozialstaat – Linke bleibt im Westen Randerscheinung

25 Jahre nach der Wiedervereinigung unterscheiden sich Ost- und Westdeutsche nach wie vor deutlich im Hinblick auf ihre politischen Präferenzen. Das geht aus einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor. Sie umfasst die Jahre 1990 bis 2014 und beruht insbesondere auf den aktuellsten vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit TNS Infratest Sozialforschung erhobenen Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), offiziellen Daten der Bundes- und Landeswahlleiter sowie auf Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage (ALLBUS). „Auch wenn mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Bundespräsidenten Joachim Gauck gleich zwei Ostdeutsche die politischen Spitzenämter Deutschlands innehaben, ist die politische Einheit keineswegs in den Einstellungen der Bürger zur Politik und zur Beteiligung am politischen Prozess vollzogen“, bilanziert Martin Kroh, stellvertretender Leiter des SOEP am DIW Berlin, Professor für Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität und mitverantwortlich für die Untersuchung.

27.07.2015

Eine Wirkung des Elterngeldes: Mehr Babys werden länger gestillt

Mehr Mütter stillen ihre Kinder für die empfohlene Mindestdauer von vier Monaten – eine kürzlich veröffentlichte Studie von Forscherinnen des DIW Berlin führt das auf die Einführung des Elterngeldes zurück

Stillen ist für die Gesundheit Neugeborener von großer Bedeutung und kann auch das Wohlbefinden von Müttern fördern. Die nationale Stillkommission empfiehlt das ausschließliche Stillen Neugeborener für mindestens vier Monate. Unklar war bislang, ob das im Jahr 2007 eingeführte Elterngeld Auswirkungen auf das Stillverhalten von Müttern hat. Eine für Deutschland repräsentative Studie von Forscherinnen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis der SOEP-Erhebung zeigt nun: Das Elterngeld hat dazu beigetragen, dass mehr Mütter der Empfehlung der nationalen Stillkommission folgen. „Der Anteil von Müttern, die mindestens vier Monate stillen, hat signifikant zugenommen, aber nur unter den Müttern, die von dem Elterngeld im Vergleich zum Erziehungsgeld profitieren“, sagt C. Katharina Spieß, Leiterin der Abteilung Bildung und Familie im DIW Berlin.

07.07.2015

Studie: Von Riester-Rente profitieren insbesondere Bezieher höherer Einkommen

Nach Berechnung von Wissenschaftlern der Freien Universität und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung entfallen fast 40 Prozent der Gesamtförderung auf die oberen zwei Zehntel der Einkommensverteilung

Die Riester-Altersvorsorge kommt nach Berechnung von Wissenschaftlern der Freien Universität und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vor allem Bezieherinnen und Beziehern höherer Einkommen zugute. Wie eine Auswertung von repräsentativen Daten der Bundesbank (Panel of Household Finances) ergab, verteilen sich rund 38 Prozent der Gesamtförderung auf die obersten zwei Zehntel der verfügbaren Einkommen in der Gesamtbevölkerung. Würden lediglich die Riester-Sparer betrachtet, so seien es rund 32 Prozent der Gesamtförderung, die sich auf die oberen zwei Zehntel der verfügbaren Einkommen erstreckten. Wie Professor Giacomo Corneo und Johannes König von der Freien Universität sowie Professor Carsten Schröder vom DIW Berlin weiter zeigen, entfielen lediglich rund sieben Prozent der Gesamtfördersumme auf die unteren beiden Zehntel der verfügbaren Einkommen. Bezogen auf aktive Riester-Sparer kamen rund 15 Prozent der Fördersumme des Programms bei den unteren beiden Zehnteln der verfügbaren Einkommen an. Die Studie wurde in der Diskussionspapierreihe des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität veröffentlicht.

20.05.2015

Wer regelmäßig zum Gottesdienst geht, leidet weniger unter einem Jobverlust

Menschen, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, leiden weniger unter einem Jobverlust als andere. Außerdem gewöhnen sie sich schneller an ein Leben ohne Arbeit. Das belegt eine Studie, die kürzlich Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Amsterdam auf der Basis von Daten der Längsschnitterhebung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) erstellt haben. „Wer einmal pro Woche eine Kirche, Moschee oder Synagoge besucht, ist nach drei Jahren Arbeitslosigkeit nahezu genauso zufrieden mit seinem Leben wie zuvor“, sagt der Jenaer Psychologe Clemens Lechner, einer der Autoren. Weniger religiöse Menschen leiden hingegen deutlich unter einer Arbeitslosigkeitserfahrung. Die Studie wurde kürzlich im Journal for the Scientific Study of Religion veröffentlicht.

01.04.2015

Pflegebedürftige hängen stark von Transferzahlungen ab

Geringes Vermögen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung – Alleinlebende besonders betroffen

Sogenannte Pflegehaushalte verfügen über ein ähnlich hohes Haushaltseinkommen wie Haushalte, in denen keine pflegebedürftige Person lebt. Allerdings sind Pflegebedürftige stärker von öffentlichen Transferleistungen abhängig. Darüber hinaus ist ihr Vermögen erheblich geringer als das Vermögen von Personen ohne Pflegebedarf. Insbesondere alleinlebende Pflegebedürftige haben vergleichsweise geringe finanzielle Ressourcen, stellen zugleich aber über 40 Prozent aller Pflegehaushalte dar. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis seiner Langzeiterhebung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). „Diese stärkere Abhängigkeit von öffentlichen Transfers birgt Risiken für künftige Generationen, da das Rentenniveau in Zukunft sinken wird“, sagt DIW-Rentenexperte Johannes Geyer, der die Einkommens- und Vermögenssituation von Pflegebedürftigen in Privathaushalten untersuchte und mit der übrigen Bevölkerung ab 60 Jahren verglich.

24.03.2015

Sommerzeit: Wenn die Uhren vorgestellt werden, sinkt die Lebenszufriedenheit

Wenn die Uhren beim Übergang auf die Sommerzeit um eine Stunde vorgestellt werden, sinkt die Lebenszufriedenheit der Menschen in der ersten Woche nach der Umstellung. Das belegt eine Studie, die kürzlich Ökonomen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf Basis von Daten der Längsschnittbefragung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) sowie einer britischen Langzeitstudie erstellt haben. „Vor allem das Wohlbefinden von Eltern kleiner Kinder leidet unter der alljährlichen Umstellung auf die Sommerzeit“, sagt Daniel Kühnle, einer der Autoren. Werden die Uhren im Herbst wieder zurück gestellt, habe das hingegen keine messbaren Auswirkungen auf die Zufriedenheit. Die Studie wurde jetzt als SOEPpaper 744 veröffentlicht.

23.03.2015

Internetkriminalität wird in Deutschland stark unterschätzt

Der aktuelle DIW-Wochenbericht stellt die Kernergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten WISIND-Projektes vor – Abschlusskonferenz in Berlin

Identitätsdiebstahl, Phishing, Onlinebetrug mit Waren- und Dienstleistungen sowie Angriffe mit Schadsoftware kosten die Privatbürger in Deutschland pro Jahr rund 3,4 Milliarden Euro. Das ist eines der Kernergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes „Wirtschaftswissenschaftlicher Sicherheitsindikator für Deutschland“ (WISIND), das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) gemeinsam mit dem Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) durchgeführt hat. Weitere Erkenntnisse: Alleinlebende fürchten sich weniger vor Kriminalität als in Gemeinschaft lebende, Alte nur wenig mehr als Junge. Trotz ähnlicher Kriminalitätsbelastung fürchten Berliner mehr als Menschen aus dem Ruhrgebiet, Opfer einer Straftat zu werden. Für das Projekt wurden im Sommer 2014 gut 12.000 Personen telefonisch ausführlich zu ihrem Sicherheitsempfinden sowie gut 2.500 Personen und 200 Experten zur Gewichtung verschiedener Straftaten online befragt. Die Angaben wurden nach soziodemografischen Faktoren und Regionen geordnet und mit Daten der amtlichen Kriminalitätsstatistik verglichen. Die Forscher schufen durch eine Vielzahl klassischer sowie neuer Methoden eine komplett neue Datengrundlage und fanden überraschende Erkenntnisse. Zur Abschlusskonferenz, die am 23. März am DIW Berlin stattfand, wurde die Online-Seite des Projektes (www.sicherheitsindikator.de) als interaktive Plattform in Betrieb genommen, über die sich Politiker, Wissenschaftler und interessierte Bürger auch über Daten ihrer Region informieren können.

23.03.2015

Das Alter wird jünger: Heute 75-Jährige sind geistig fitter und glücklicher als 75-Jährige vor 20 Jahren - Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie belegt positive Veränderungen im Alterungsprozess

Geistige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bleiben im Alter länger erhalten als noch vor 20 Jahren. Das zeigt eine gemeinsame Studie mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen, darunter die Humboldt-Universität zu Berlin, die Charité Universitätsmedizin Berlin, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) und das Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Die Ergebnisse der Studie werden in der Fachzeitschrift „Psychology and Aging“ veröffentlicht und sind vorab als SOEPpaper online verfügbar.

16.03.2015

Gender Pay Gap in Führungspositionen der Privatwirtschaft: Frauen verdienten im Jahr 2013 etwa 22 Prozent weniger als Männer

Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern hat etwas abgenommen, liegt aber nach wie vor auf hohem Niveau: Im Jahr 2013 erhielten in Vollzeit angestellte Frauen in Führungspositionen der Privatwirtschaft mit 22 Prozent rund ein Fünftel weniger Bruttogehalt als Männer mit solchen Tätigkeiten. Im Jahr 2012 lag die geschlechtsspezifische Verdienstlücke, der sogenannte Gender Pay Gap, bei 24 Prozent, im Jahr 2002 bei 26 Prozent. Das zeigen Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) anlässlich des Equal Pay Day am 20. März. „Die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und ihre höhere Belastung, Familien- und Berufsleben zu vereinbaren, sind wichtige Gründe für den Gender Pay Gap, die unsere Gesellschaft dringend beheben muss“, erklärt Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin für Gender Studies. Der Verdienstunterschied zwischen allen in Vollzeit erwerbstätigen Frauen und Männern insgesamt lag bei den Bruttostundenlöhnen nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2013 bei 17 Prozent.

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