Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_02.c.288763.de Nachrichten und Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Katharina Wrohlich: „Erste Frau an Spitze eines DAX-30-Konzerns ist ermutigendes Zeichen“ http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683279.de Zum ersten Mal wird eine Frau ein DAX-30-Unternehmen führen: Jennifer Morgan tritt bei SAP gemeinsam mit Christian Klein die Nachfolge von Bill McDermott an. Dazu ein Statement von Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

Dass mit Jennifer Morgan erstmals eine Frau an die Spitze eines der 30 größten DAX-Unternehmen rückt, ist eine sehr positive und ermutigende Nachricht. Von ihr könnte eine hohe Strahlkraft ausgehen: Eine Vorstandsvorsitzende eines DAX-30-Konzerns ist sehr sichtbar und kann damit Frauen auch ganz allgemein helfen, wenn in der Folge geschlechterstereotype Zuschreibungen schneller abgebaut werden und die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt steigt. Natürlich hängt nicht alles an einer Person und natürlich müssen die Anstrengungen für mehr Frauen in Führungspositionen trotzdem weiterhin verstärkt werden. Denn der Aufholbedarf ist nach wie vor sehr groß: Der Anteil der Vorständinnen in den DAX-30-Unternehmen lag in den vergangenen Jahren konstant unter 15 Prozent, wie das DIW Managerinnen-Barometer zeigt. Die Signalwirkung der SAP-Personale ist dennoch nicht zu unterschätzen.
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Fri, 11 Oct 2019 12:33:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683279.de
Karl Brenke: „Argumente für Rückkehr zur Meisterpflicht sind wenig überzeugend“ http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683079.de Das Bundeskabinett hat die Wiedereinführung der Meisterpflicht für insgesamt zwölf Handwerke beschlossen. Dazu eine Einschätzung von Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

Die Argumente für die Rückkehr zum Meisterzwang sind wenig überzeugend. Ziel sei es, dass „die Qualität im Handwerk gestärkt“ wird; der Meister stehe für „Innovationskraft“. Die Kundinnen und Kunden können jedoch selbst entscheiden, ob die Bäckerei schmackhaften Kuchen anbietet, ob Fliesen und Parkett fachgerecht verlegt oder die Haare wunschgemäß geschnitten werden. Tatsächlich hat die Liberalisierung des Handwerksrechts von 2004 zu einer enormen Gründungswelle geführt – auch von Handwerkern aus anderen Teilen der EU. Dadurch wurde der Wettbewerb belebt und es sind auch zahlreiche neue Arbeitsplätze entstanden. Diese Erfolge sollen nun offenbar rückgängig gemacht werden. Denn durch den Meisterzwang wird der Wettbewerb begrenzt. Das kann nur zu höheren Preisen führen. Da vom drohenden Meisterzwang vor allem Bauhandwerke betroffen sein werden, wird sich das besonders beim Bau und der Renovierung von Wohnungen bemerkbar machen. Die Einschränkung des Marktzugangs ist ein Privileg für bestimmte Anbieter. Und Privilegien stärken nicht die Innovationskraft – sie machen nur träge.
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Wed, 09 Oct 2019 01:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683079.de
Europäische Reduktionsziele für CO2-Emissionen müssen von 40 auf 60 Prozent erhöht werden http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683028.de Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele erfordert höhere Emissionsreduktionsziele in Europa für 2030 – Modellrechnungen zeigen Szenarien, mit denen verschärftes Klimaschutzziel kostenideal erreicht werden kann –­ Anzustrebender Energiemix benötigt zeitnahen und massiven Ausbau erneuerbarer Energien – Atomkraft und CO2-Abscheidetechnologien werden für Klimaschutz nicht benötigt

Um die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten, reicht es nicht, die Emissionen in Europa bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu senken. Stattdessen müssten sie um 60 Prozent reduziert werden, was nur mit einer strikten Transformation des europäischen Energiemix zu erreichen ist. Um dem Pariser Zwei-Grad-Ziel gerecht zu werden, muss im Jahr 2040 fast die gesamte Stromerzeugung aus Solar-, Wind- und Wasserkraft bestritten werden. Auch die jüngsten Beschlüsse der deutschen Klimapolitik werden dieser Verantwortung nicht gerecht. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Modellstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Sie berechnet, wie sich ein zukünftiges europäisches Energieangebot zusammensetzen müsste, um den ambitionierten Klimaschutzzielen gerecht zu werden und die dadurch entstehenden Kosten möglichst gering zu halten.


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Wed, 09 Oct 2019 11:08:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683028.de
Neue Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 4/2018 über die europäische Bankenlandschaft erschienen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683051.de ]]> Wed, 09 Oct 2019 10:50:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.683051.de Modernes Rollenverständnis verbessert die Zufriedenheit der Eltern http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679878.de Dank der zunehmenden Freiheit, zwischen Elternschaft und Erwerbstätigkeit zu wählen und die Kinderbetreuung individuell zu gestalten, sind Mütter und Väter heute zufriedener mit ihrem Leben als vor 20 oder 30 Jahren. Das zeigt eine Studie auf Basis von Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin, die eine Forschungsgruppe um den Schweizer Soziologen Klaus Preisner erstellt hat. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Gender & Society online veröffentlicht.


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Tue, 08 Oct 2019 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679878.de
The Berlin School of Economics welcomes the new Ph.D. students with a welcome Event at DIW Berlin http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.682557.de ]]> Fri, 04 Oct 2019 12:28:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.682557.de Vermögen in Deutschland legen deutlich zu, Ungleichheit verharrt auf hohem Niveau http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679995.de Individuelle Nettovermögen legen zwischen 2012 und 2017 im Schnitt um ein Fünftel an Wert zu – Vor allem Immobilien und Betriebsvermögen tragen zur Wertsteigerung bei  – Ungleichheit bleibt auch im internationalen Vergleich hoch – Ostdeutsche nur halb so vermögend wie Westdeutsche

Die Deutschen werden reicher: Nachdem das Nettovermögen zwischen 2002 und 2012 nominal nur wenig gestiegen war, hat es in den Jahren ab 2012 wieder deutlich zugelegt. Die Bevölkerung ab 17 Jahren verfügte im Jahr 2017 durchschnittlich über 22 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren: Waren es im Jahr 2012 noch knapp 85.000 Euro, stieg es bis 2017 auf knapp 103.000 Euro. Ostdeutsche liegen mit einem individuellen Nettovermögen von 55.000 Euro im Jahr 2017 weit unter diesem Schnitt. 


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Wed, 02 Oct 2019 10:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679995.de
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019: Konjunktur kühlt weiter ab – Industrie in der Rezession http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679943.de Pressemitteilung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München in Kooperation mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel), RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungs­institute haben ihre Konjunkturprognose für Deutschland deutlich nach unten korrigiert. Waren sie im Frühjahr noch von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,8% im Jahr 2019 ausgegangen, erwarten sie nun nur noch 0,5%. Gründe für die schwache Entwicklung sind die nachlassende weltweite Nachfrage nach Investitionsgütern, auf deren Export die deutsche Wirtschaft spezialisiert ist, politische Unsicherheit und strukturelle Veränderungen in der Automobilindustrie. Die Finanzpolitik stützt hingegen die gesamtwirtschaftliche Expansion. Für das kommende Jahr senken die Konjunkturforscher ebenfalls ihre Prognose auf 1,1% nach noch 1,8% im Frühjahr.


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Wed, 02 Oct 2019 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679943.de
CfP Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2-3/2020: Möglichkeiten, Bedeutung und Grenzen von Förderbanken http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679730.de Förderbanken sind in den letzten Jahren sowohl in Deutschland als auch in Europa immer wichtiger geworden. Über zehn Jahre nach Ausbruch der Großen Finanzkrise, bald zehn Jahre seit Beginn der Europäischen Staatsschuldenkrise und mitten in der gesellschaftlichen Diskussion um die notwendigen Investitionen zur Begrenzung des Klimawandels und zur Verbesserung von Infrastrukturen ist es notwendig, Rolle und Bedeutung der Förderbanken für Wirtschaft und Gesellschaft sowie deren Zukunft eingehend zu beleuchten und wirtschaftspolitische Empfehlungen über die Gestaltung der Rolle von Förderbanken im Wirtschaftsleben herauszuarbeiten.

In diesen Vierteljahrsheften geht es um die ursprüngliche und möglicherweise in den letzten zehn Jahren gewandelte Rolle der Förderbanken, die ökonomischen und gesellschaftlichen Gründe für Förderbanken, die Nutzen dieses Banktyps, diverse Gestaltungsformen und ihre angemessene Regulierung. Zentrale Themen können u.a. sein:

  • Ökonomische und gesellschaftliche Gründe für die Einrichtung von Förderbanken (historisch und in der Gegenwart)
  • Förderbanken und Finanzkrisen (z.B Rolle von Fannie Mae, Freddie Mac für das Entstehen der Großen Finanzkrise)
  • Entwicklung der Förderbanken auf nationaler und europäischer Ebene
  • Finanzierungsbeschränkungen und Förderbanken (mögliches Marktversagen und eingeschränkter Zugang zu Krediten und Beteiligungsfinanzierung für Unternehmen und bei Krediten auch für Privathaushalte)
  • Förderbanken und Green/Sustainable Finance („grüne“ und nachhaltige Anleihen, „grüne“ Kreditvergabe von Geschäftsbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken)
  • Förderbanken und Innovation
  • Förderbanken und das Entstehen und die Förderung neuer Produkte und Märkte
  • Zusammenhang zwischen Förderbanken und Wirtschaftswachstum
  • Förderbanken und ihre Bedeutung für die Europäische Union bzw. die Eurozone
  • Rolle von supranationalen Förderbanken (Weltbank, Europäische Investitionsbank etc)
  • Effizienz und Kosten von Förderbanken im Vergleich zur anderen staatlichen Hilfsprogrammen
  • Dienstleistungen von Förderbanken und strategische Aktionsfelder für die Verbesserung des Förderinstrumentariums in Zeiten von sehr niedrigen bzw. sogar negativen Zinssätzen
  • Förderbanken und die Internationalisierung von Unternehmen
  • Rolle von Förderbanken in Transformations- und Entwicklungsländern
  • Förderbanken und Geldpolitik (Niedrigzinsphase, Liquiditätsüberfluss)
  • Förderbanken und Kommunalfinanzierung
  • Förderbanken und ihre Rolle für die unterschiedlichen Bankengruppen (Sparkassen, Geschäftsbanken und Genossenschaftsbanken)
  • Förderbanken und Kapitalmarktunion

HerausgeberInnen: Andreas Pfingsten und Dorothea Schäfer


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Mon, 30 Sep 2019 11:18:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679730.de
CO2-Differenzverträge für innovative Klimalösungen in der Industrie http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679391.de Die Klimaziele können nur mit einem Wechsel hin zu neuen Technologien und Praktiken für die Produktion und Nutzung von Grundstoffen, wie Zement, Stahl und Chemikalien, erreicht werden. Die Produktion solcher Grundstoffe macht nämlich rund 16 Prozent der europäischen und 25 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Der moderate CO2-Preis im europäischen Emissionshandel (EU-ETS) und die unsichere Preisentwicklung bieten jedoch nicht genügend Anreize für Investitionen in und den Einsatz von innovativen klimafreundlichen Optionen. Hierfür sind neue Politikinstrumente notwendig. Projekt-basierte CO2-Differenzverträge sind, in Kombination mit einem Klimapfand, besonders geeignet: Sie senken die Finanzierungskosten von klimafreundlichen Investitionen, setzen die richtigen Anreize für Emissionsminderungen und wären ein klares Signal des Engagements der Regierungen für langfristige politische Ziele.


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Thu, 26 Sep 2019 01:06:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679391.de
DIW Konjunkturbarometer September: Industrieschwäche bleibt Hauptproblem http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679515.de Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verharrt im September bei 89 Punkten. Damit signalisiert es für das dritte Quartal weiterhin eine um 0,2 Prozent schrumpfende Wirtschaftsleistung im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Der Abwärtstrend in der Industrie setzt sich zunächst fort: Bis zuletzt hat sich die Stimmung der Unternehmen eingetrübt, die Zahl der Neuaufträge ist mittlerweile jedoch stabiler als noch zuletzt. Unter dem Strich wird die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe aber auch im dritten Quartal zurückgehen.


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Thu, 26 Sep 2019 10:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679515.de
Schwerpunkt nichtkognitive Fähigkeiten: Neue Ausgabe des Bildungs- und Familiennewsletters http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679457.de ]]> Wed, 25 Sep 2019 02:32:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679457.de Wahl des Studienfachs hängt auch mit Persönlichkeits-eigenschaften zusammen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679408.de Studie auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigt Zusammenhang von Persönlichkeitseigenschaften und Studienentscheidungen – Zielgenauere Informationsangebote könnten Abiturientinnen und Abiturienten Entscheidung über weiteren Bildungsweg erleichtern

Ob sich Abiturientinnen und Abiturienten für ein Studium entscheiden und wenn ja, welches Fach sie dann studieren, hängt nicht nur mit Merkmalen wie dem familiären Hintergrund zusammen, sondern auch mit Persönlichkeitseigenschaften. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Demnach beeinflussen die Gewissenhaftigkeit und Offenheit einer Person deren Studienabsicht sowie Studienaufnahme und sind darüber hinaus auch bedeutend für die Studienfachwahl. Je offener eine Abiturientin oder ein Abiturient beispielsweise ist, desto wahrscheinlicher studiert sie oder er eine geisteswissenschaftliche Fachrichtung. Sind sie eher kommunikativ, entscheiden sie sich häufiger für Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und seltener für MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.


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Wed, 25 Sep 2019 10:20:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679408.de
Neues DFG-Projekt: SOEP-Forscher untersuchen die Rolle der Gesundheit für die Integration von Geflüchteten http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679349.de Wie unterscheiden sich Geflüchtete in Bezug auf ihre Gesundheit? Und in welchem Zusammenhang stehen die Ungleichheiten in der Gesundheit mit ihren Lebensbedingungen und dem Gesundheitssystem? Diesen Fragen geht ab diesem Herbst für zunächst drei Jahre die Forschungsgruppe Fluchtmigration nach Deutschland: ein „Vergrößerungsglas“ für umfassendere Herausforderungen im Bereich Public Health“ (PH-LENS) nach, zu der auch Jürgen Schupp, Vize-Direktor des SOEP, sowie Hannes Kröger, Post-Doc im SOEP, gehören. Im Teilprojekt „Longitudinal aspects of the interaction between health and integration of refugees in Germany (LARGE)“ entwickeln sie auf Grundlage der IAB-BAMF-SOEP-Stichprobe Geflüchteter ein Indikatorenset zur physischen und mentalen Gesundheit. Darüber hinaus untersuchen sie, welche Rolle diese Indikatoren im Laufe der Zeit für die Integration der Geflüchteten in die deutsche Gesellschaft spielen. Die beiden Sozialwissenschaftler nutzen dafür neben längsschnittlichen auch quasi-experimentelle Analysemethoden.

Die Einrichtung der Forschungsgruppe hat der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Empfehlung des Senats im Juli 2019 bewilligt. Das Teilprojekt wird ab 1. Oktober mit insgesamt 425.436 Euro gefördert.

Pressemitteilung der DFG zu den neu bewilligten DFG-Forschungsgruppen

PH-LENS mit allen Teilprojekten in der Projektedatenbank der DFG


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Tue, 24 Sep 2019 03:37:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679349.de
Karsten Neuhoff: „Das Klimapaket ist ein erster wichtiger Schritt“ http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679179.de Das von der Koalition beschlossene Klimapaket kommentiert Karsten Neuhoff, Leiter der Abteilung Klimapolitik am DIW Berlin, wie folgt:

Das nun von der Koalition beschlossene Klimapaket ist ein wichtiger erster Schritt. Das Paket beinhaltet Anreize für klimafreundliche Investitionen durch einen, wenn auch recht langsamen, Einstieg in die CO2-Bepreisung für Gebäudewärme und Verkehr. Die Anreize werden kombiniert mit einem notwendigen Maßnahmenpaket, zum Beispiel für energetische Gebäudesanierungen oder die Förderung des öffentlichen Personenverkehrs. Die konkrete Umsetzung wirft sicher noch Fragen auf. Werden einzelne Maßnahmen einer energetischen Gebäudesanierung auch aufeinander abgestimmt? Werden also zum Beispiel beim steuerlich geförderten Fenstertausch die Fenster so eingebaut, dass später die Wände auch gedämmt werden können? Ohne diese Kopplung, zum Beispiel durch einen verpflichtenden Sanierungsfahrplan, wird es schwer, die Klimaziele für 2050 zu erreichen. Ebenfalls erschwerend wäre es, wenn der Vorschlag umgesetzt wird, dass alle Windanlagen mindestens einen Kilometer von Wohngebieten entfernt sein müssen. Auch wenn es für die Bundesländer Möglichkeiten gibt, diese Regelung zu umgehen, erschwert solch eine Vorgabe das Erreichen des Ziels, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 65 Prozent auszubauen. Die sicherlich größte Verbesserung besteht in der klaren Definition von Emissionspfaden für jeden Sektor und der Schaffung eines unabhängigen Gremiums für die jährliche Überprüfung des Fortschrittes in den einzelnen Sektoren wie Verkehr und Gebäude. So kann jedes Ministerium seine Erfolge präsentieren und bei Bedarf nachsteuern. Das jetzt als permanente Institution etablierte Klimaschutzkabinett bietet dabei Flexibilität für den Austausch und die Koordination zwischen den Sektoren.
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Fri, 20 Sep 2019 04:32:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679179.de
Die gefährliche Abhängigkeit vom Öl http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679190.de ]]> Fri, 20 Sep 2019 02:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.679190.de Geschlechterquoten in Europa: Frauenanteil steigt am schnellsten, wenn harte Sanktionen drohen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678713.de Daten des European Institute for Gender Equality ausgewertet – Frauenanteil in höchsten Kontroll- beziehungsweise Entscheidungsgremien ist in europäischen Ländern mit Geschlechterquoten und harten Sanktionen auf knapp 40 Prozent gestiegen – Entwicklung in Ländern mit moderaten Sanktionen wie Deutschland deutlich langsamer – Freiwillige Selbstverpflichtungen helfen fast gar nicht

Von freiwilligen Selbstverpflichtungen zur Erhöhung des Frauenanteils in Spitzengremien der Privatwirtschaft oder sanktionslosen Geschlechterquoten ist wenig zu erwarten. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach ist der Erfolg einer Geschlechterquote eindeutig damit verbunden, wie genau diese ausgestaltet ist. Drohen den Unternehmen bei Nichteinhaltung der Quote harte Sanktionen, wie beispielsweise in Norwegen die Zwangsauflösung oder hohe Geldstrafen, steigt der Frauenanteil deutlich stärker als in Ländern mit moderaten Sanktionen wie Deutschland. Eine völlig sanktionslose Quote ist derweil immer noch wirkungsvoller als gar keine Quote oder eine bloße Empfehlung zur freiwilligen Erhöhung des Frauenanteils.


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Wed, 18 Sep 2019 11:35:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678713.de
Strenge Regulierung des Mietmarkts kann zulasten der MieterInnen gehen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678598.de Analyse der Mietmarktregulierung der vergangenen 100 Jahre in 27 Ländern – Je strenger reguliert der Mietmarkt, desto mehr Haushalte legen sich ein eigenes Heim zu – Regulierung, die Mieterhaushalte schützen soll, führt dazu, dass das Angebot an Mietwohnungen schrumpft – Aktuell angedachte Regulierungsmaßnahmen dürfen Interessen von Investoren und VermieterInnen nicht außer Acht lassen

Dank eines neuen, historischen Datensatzes analysiert eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) den Zusammenhang zwischen der Regulierung des Mietmarkts und der Eigenheimquote in 27 Ländern der OECD über einen Zeitraum von 100 Jahren. Zentrales Ergebnis: Je strenger der Mietmarkt reguliert wird, desto mehr steigt der Anteil der Haushalte, die im eigenen Heim leben. Dieser Befund gilt unabhängig von den Faktoren, die den Anstieg der Eigenheimquote in allen untersuchten Ländern in den vergangenen Jahrzehnten grundsätzlich begünstigt haben, zum Beispiel die Alterung der Gesellschaft und die Liberalisierung der Finanzmärkte.


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Wed, 18 Sep 2019 11:02:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678598.de
Mit einem Emissionshandel wird das nichts http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678590.de ]]> Wed, 18 Sep 2019 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678590.de Marcel Fratzscher: „Die EZB hatte keine andere Wahl, als die Geldpolitik nochmal zu lockern“ http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678288.de DIW-Präsident Marcel Fratzscher kommentiert die heutigen Beschlüsse des EZB-Rats:

Die EZB hat viele auf dem falschen Fuß erwischt und mit ihrer Entscheidung überrascht. Die Entscheidung ist ein starkes Signal, dass die EZB ihr Mandat ernst nimmt und sich von politischem Druck nicht beeinflussen lässt, sondern ihre Unabhängigkeit schützt. Sie hat mit ihrer Entscheidung einen unvermeidbaren Kurswechsel vollzogen. Die EZB hatte vor dem Hintergrund der schwachen europäischen Wirtschaft und der viel zu niedrigen Inflationserwartungen keine andere Wahl, als die Geldpolitik zu lockern. Die erneuten Anleihenkäufe und das Versprechen, die Zinsen so lange niedrig zu halten, bis die EZB ihr Mandat der Preisstabilität erfüllt, dürfte viele weitere Jahre der Nullzinsen bedeuten. Das beschlossene Paket reduziert den Erwartungsdruck an die künftige EZB-Präsidentin Christine Lagarde, bald nach Amtsantritt handeln zu müssen. Die Bundesregierung sollte die Aufforderung der EZB ernst nehmen, selbst durch eine expansivere Finanzpolitik auch ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität in Deutschland und Europa zu leisten. Deutschland will diese Hilfe nicht leisten – zum Beispiel indem es die Investitionen erhöht und seinen Handelsüberschuss herunterfährt -, andere Länder können es nicht. Deutschland ist mit seiner exzessiven Ersparnis mit verantwortlich für die niedrigen Zinsen. Nicht die EZB, sondern Politik und Regulierung sind verantwortlich um die Nebenwirkungen der Geldpolitik zu adressieren.
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Thu, 12 Sep 2019 03:39:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.678288.de