Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_02.c.288763.de Nachrichten und Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Marcel Fratzscher: „Die Inflationszahlen zeigen: Die EZB hat noch große Schwierigkeiten, ihr Mandat zu erfüllen “ http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619472.de Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin, kommentiert die neuesten Inflationszahlen im Euroraum wie folgt:

Die neusten Zahlen zur Inflation für März im Euroraum sind besorgniserregend. Sie zeigen, dass die EZB noch immer große Schwierigkeiten hat, ihr Mandat der Preisstabilität zu erfüllen. Meine größte Sorge ist die zu schwache Verankerung der Inflationserwartungen. Dies zeigt, dass wirtschaftliche Akteure Zweifel haben, dass die EZB ihr Mandat in den nächsten Jahren wird erreichen können. Die schwache Inflationsentwicklung ist eine Folge der wirtschaftlichen Abschwächung in Europa. Auch wenn die Prognosen für das kommende Jahr positiv sind, so dürfen wir nicht vergessen, dass die Risiken enorm hoch sind. Ein Handelskonflikt mit den USA, ein erneutes Aufflammen der Krise in Italien, ein ungeordneter Brexit und Finanzinstabilität in China würden sich alle stark negativ auf die Wirtschaft in Deutschland und im Euroraum auswirken. Die EZB muss weiterhin klug als Risikomanagerin agieren und die vorhandenen Risiken in ihren geldpolitischen Entscheidungen berücksichtigen. Das neue Kreditprogramm TLTRO III ist sinnvoll, um die Banken Europas mit ausreichend Liquidität auszustatten. Sollte es aber zu einer weiteren wirtschaftlichen Abschwächung kommen, dann wird die EZB zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen. Dies könnte auch ein erneutes Anleihenkaufprogramm oder eine Umstrukturierung der bestehenden Anleihenkäufe notwendig machen.
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Wed, 17 Apr 2019 12:19:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619472.de
Rente mit 67: Längere Lebensarbeitszeit birgt sozialpolitische Risiken, die abgefedert werden müssen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619399.de Höhere Altersgrenzen bei der Rente bedeuten nicht unbedingt späteren Erwerbsaustritt – Sollte der Arbeitsmarktboom nicht anhalten, drohen insbesondere Menschen mit geringer Bildung, prekärer Beschäftigung und niedriger Gesundheit große sozialpolitische Risiken – Sozialpolitische Unterstützung für einzelne Gruppen gerade bei weiteren Anhebungen des Renteneintrittsalters notwendig


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Wed, 17 Apr 2019 09:25:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619399.de
"Eine weitere Anhebung der Altersgrenzen ohne flankierende Maßnahmen würde ich sehr kritisch sehen": Interview mit Johannes Geyer http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619394.de Herr Geyer, mit der sogenannten „Rente mit 67“ sollen die Kosten des demografischen Wandels besser bewältigt werden. Sie haben untersucht, wie sich der Rentenzugang in den kommenden Jahren entwickelt. Wie sind Sie dabei vorgegangen?

Wir haben dafür ein empirisches Modell entwickelt, das den Rentenzugang in der Zukunft simulieren soll und haben dafür zwei unterschiedliche Szenarien definiert: einmal mit einem weiteren Anstieg der Beschäftigung und ein nicht ganz so optimistisches Szenario, in dem die Beschäftigung auf dem heutigen Stand verharrt und sich die Erwerbsquoten der Älteren trotz steigender Altersgrenzen nicht mehr anpassen.[...]
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Wed, 17 Apr 2019 09:20:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619394.de
Produktivitätsrückstand ist nicht mehr eine Frage des Ostens: Kommentar von Martin Gornig http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619398.de Der Fall des Eisernen Vorhangs in Europa und der Berliner Mauer liegen nun fast 30 Jahre zurück. Dies wird mit Recht zum Anlass genommen, in nahezu allen gesellschaftspolitischen Bereichen auch Bilanz zu ziehen in den deutsch-deutschen Beziehungen. Was ist erreicht worden, wo besteht noch Hand-lungsbedarf? [...]


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Wed, 17 Apr 2019 09:01:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619398.de
Sprachkompetenz von Kindern: Unterschied nach Bildung der Eltern im unteren Leistungsbereich besonders groß http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619390.de von  Ludovica Gambaro, Tobias Linberg, Frauke Peter

Sprachliche Fähigkeiten unterscheiden sich bei Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren mitunter deutlich nach der Bildung der Eltern. Die meisten bisherigen Studien – und damit auch viele bildungspolitische Maßnahmen – orientierten sich mit Blick auf die Sprachkompetenzwerte am Durchschnitt innerhalb der verschiedenen Bildungsgruppen. Dieser Bericht zeigt, dass dies zu kurz greift und mögliche Ungleichheitsmuster im Verborgenen bleiben. Als einer von wenigen untersucht er die Verteilung der Sprachkompetenzen detaillierter. Dabei zeigt sich auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), dass die Unterschiede nach der Bildung der Eltern im unteren Sprachleistungsbereich deutlich größer sind. Kinder mit niedrigerem Bildungshintergrund sind also stärker benachteiligt und müssen sehr viel mehr aufholen als bisher gedacht. Die Ergebnisse sind insbesondere vor dem Hintergrund relevant, dass jährlich mehrere Millionen Euro in Förderprogramme zum Spracherwerb fließen. Um Unterschiede nach der Bildung der Eltern zu reduzieren, sollten Programme so ausgestaltet sein, dass leistungsschwächere Kinder aus bildungsferneren Familien deutlich gezielter unterstützt werden.


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Wed, 17 Apr 2019 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619390.de
Forschungsprojekt zu Stranded Assets im fossilen Ressourcensektor eröffnet http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619173.de Am 23. März 2019 haben das DIW Berlin, das ifo-Institut München und der Lehrstuhl für Ressourcenökonomik der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer öffentlichen Tagung das FoReSee-Projekt eröffnet. Im FoReSee-Projekt „Fossile Ressourcenmärkte und Klimapolitik: Stranded Assets, Erwartungen, und die politische Ökonomie des Klimawandels“ werden die Interaktionen von fossilen Ressourcenmärkten und Klimapolitik aus verschiedenen Perspektiven untersucht. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Ökonomie des Klimawandels“ gefördert (2018-2021).

Bei der Auftaktveranstaltung an der Humboldt-Universität zu Berlin wurden gemeinsam mit dem Projektbeirat und Experten aus Wissenschaft, Ministerien und Stiftungen diskutiert, welche Strategien Ressourcenbesitzer anwenden, um trotz des notwendigen Ausstiegs aus dem fossilen Ressourcenverbrauchs weiterhin Erlöse aus Kohle, Erdöl und Erdgas zu ziehen. Der drohende Wertverlust ihrer Ressourcen, der als „Asset Stranding“ bezeichnet werden kann, führt zu Abwehrreaktionen der Ressourcenbesitzer, die bei der Gestaltung von Klimapolitikmaßnahmen mitbedacht werden müssen. Das FoReSee-Projekt wird durch ökonomische, spieltheoretische, polit-ökonomische und modellierungsbasierte Forschung klimapolitische Maßnahmen für den fossilen Ressourcensektor untersuchen. Bei der Tagung wurde festgestellt, dass die Erfassung und Definition der möglichen „stranded assets“ bisher noch unzureichend ist und dies wird daher ein erster Arbeitsschritt im Projekt sein.


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Mon, 15 Apr 2019 12:15:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619173.de
Europäisches SET-Nav-Projekt erfolgreich beendet http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619172.de Das DIW Berlin hat gemeinsam mit 14 weiteren Forschungspartnern aus ganz Europa am 21. März 2019 das dreijährige Forschungsprojekt „SET-Nav: Navigating the Roadmap for Clean, Secure and Efficient Energy Innovation” mit einer Abschlusskonferenz in Brüssel erfolgreich beendet. Dabei wurde aufgezeigt, dass für eine erfolgreiche Dekarbonisierung des Energiebedarfs im Strom-, Wärme-, Industrie- und Verkehrssektor verschiedene Technologieoptionen existieren, die gleichermaßen effektiv zum Erreichen der Klimaziele in Europa führen können.

Das SET-Nav-Projekt wurde zwischen 2016 und 2019 von der EU-Kommission im Rahmen des Förderprogramms Horizon 2020 unterstützt. 15 Projektpartner haben sowohl auf Sektorenebene als auch für das europäische Innovationssystem untersucht, inwiefern einzelne Technologien ausgebaut oder gefördert werden müssen, um die europäischen Klimaziele zu erreichen. Dabei wurde ein Fokus auf Technologieoptionen gelegt, die im SET-Plan adressiert werden, wie Atomkraft, CCS (Carbon Capture and Storage) und Stromnetzausbau. Unter Nutzung von computergestützten Modellen der betroffenen Sektoren, die in innovativen Forschungsansätzen gekoppelt wurden, wurden Handlungsempfehlungen für die europäische Energie- und Klimapolitik abgeleitet. Das DIW Berlin hat sich u.a. mit CCTSMOD und dem Global Gas Model beteiligt.

Auf der Abschlusskonferenz in Brüssel am 21. März 2019 wurden die Forschungsergebnisse und Politikempfehlungen mit weiteren Experten und Vertretern der EU-Kommission diskutiert. So empfiehlt das SET-Nav-Konsortium, weiterhin ein diversifiziertes Technologieportfolio anzustreben, und die Förderung der Technologieinnovation noch stärker in kollaborativen Prozessen zwischen öffentlicher Hand, Unternehmen und Wissenschaft zu organisieren.


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Mon, 15 Apr 2019 12:13:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.619172.de
Schwerpunkt Zentren für Familien: Neue Ausgabe des Newsletters "Bildung und Familie @ DIW Berlin" erschienen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618948.de Die neueste Ausgabe des Newsletters "Bildung und Familie @ DIW Berlin" ist erschienen, dieses Mal mit dem Schwerpunktthema Zentren für Familien. Darüber hinaus gibt es unter anderem neue Publikationen und ein spannendes Interview mit Mathias Huebener, in dem er unter anderem über nichtmonetäre Bildungserträge spricht. Und: Ein prominenter Gast am DIW Berlin - schauen Sie einfach mal rein!

Den Newsletter und die Möglichkeit, diesen als E-Mail-Version zu abonnieren, finden Sie hier.


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Thu, 11 Apr 2019 02:38:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618948.de
Wer kann der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens am meisten etwas abgewinnen? Studie zeichnet Profil der Befürworterinnen und Befürworter http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618785.de Repräsentative Umfragen zeigen: 45 bis 52 Prozent in Deutschland befürworten ein bedingungsloses Grundeinkommen –­­ Zustimmung eher bei jungen und besser gebildeten Menschen, Menschen mit niedrigen Einkommen und politisch links orientierten Personen – Nicht nur die persönliche Situation, auch grundsätzliche Gerechtigkeitseinstellungen spielen eine Rolle


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Wed, 10 Apr 2019 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618785.de
"Für viele klingt die Idee erst einmal sympathisch": Interview mit Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618854.de Herr Schupp, wie groß ist die Ablehnung, beziehungsweise die Befürwortung eines bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland?

Wenn man die Fehlerintervalle mit berücksichtigt, schwankt die Anzahl der Personen, die einer solchen Idee zugeneigt sind, in einem Korridor von 45 bis 52 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass die Schweiz im Jahr 2016 eine Volksabstimmung zum Grundeinkommen durchgeführt hat, bei der lediglich 26 Prozent der Idee zugestimmt haben, überrascht es dann schon, dass in Deutschland offensichtlich so viele Menschen dieser Idee grundsätzlich zustimmen. [...]


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Wed, 10 Apr 2019 09:21:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618854.de
Skepsis gegenüber steuerlicher Forschungsförderung bleibt angebracht: Kommentar von Heike Belitz http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618856.de Um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, soll die Forschung von Unternehmen künftig auch steuerlich gefördert werden. So hat es die Regierung im Koalitionsvertrag festgelegt und arbeitet derzeit an einer entsprechenden Gesetzesvorlage. Dennoch bestehen weiterhin Zweifel, sowohl an der Notwendigkeit einer steuerlichen Förderung als auch an ihrer Eignung gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Deutschland ist zwar inzwischen eines der wenigen Länder, in denen es keine steuerliche Forschungsförderung gibt. Dennoch sind die privaten Forschungsinvestitionen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt höher als in den USA, Frankreich und Großbritannien. Kleine forschungsstarke Länder wie die Schweiz, Schweden und Österreich haben eine deutlich geringere private Forschungsintensität als Baden-Württemberg und Bayern. Im Jahr 2017 sind die Forschungsausgaben der Unternehmen in Deutschland um sagenhafte 9,3 Prozent gestiegen. Eine zusätzliche breite steuerliche Forschungsförderung erscheint auf dieser Grundlage nicht notwendig. [...]


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Wed, 10 Apr 2019 09:15:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618856.de
Hans Walter Steinhauer Mitglied des SOEP-Teams http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618781.de Seit 1. April unterstützt Hans Walter Steinhauer das SOEP-Team im Bereich Surveymethodik und –management.
Hans wird den Bereich bei Themen der Stichprobenziehung, Gewichtung und Imputation unterstützen. Hierbei wird er Erfahrungen aus dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) sowie weiteren Studien des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe einbringen. Hans ist promovierter Survey-Statistiker mit Forschungsschwerpunkten in den Bereichen Item- und Unit-Nonresponse sowie Panelattrition.


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Tue, 09 Apr 2019 02:51:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618781.de
Steinmeier diskutiert mit deutschen und französischen ÖkonomInnen zu EU-Reformen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618712.de Gestern, 08. April, hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue zu einem Gespräch mit deutschen und französischen Ökonominnen und Ökonomen getroffen, darunter Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin. Thema waren die deutsch-französischen Reformvorschläge zur Vertiefung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, die eine Gruppe von 14 Ökonominnen und Ökonomen aus Deutschland und Frankreich im vergangenen Jahr vorlegte. Deren Umsetzung würde den Euroraum robuster und krisenresistenter machen, für solidere Staatsfinanzen sorgen und mehr Wirtschaftswachstum ermöglichen.

„Wenn die Währungsunion ihr Wohlstandsversprechen halten und für zukünftige Krisen gewappnet sein will, sind Reformen im Euroraum dringend geboten. Dies gilt umso mehr angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten.“, so Marcel Fratzscher. „Daher haben wir begrenzte und realistische Maßnahmen vorgeschlagen, die aber das Potential haben, sehr effektiv zu sein.“

Die Autorinnen und Autoren der Vorschläge sind Agnès Bénassy-Quéré (Paris School of Economics und Université Paris 1), Markus Brunnermeier (Princeton University), Henrik Enderlein (Hertie School of Governance und Jacques Delors Institut Berlin), Emmanuel Farhi (Harvard University), Marcel Fratzscher (DIW und Humboldt Universität Berlin), Clemens Fuest (ifo Institut und Universität München), Pierre-Olivier Gourinchas (University of California at Berkeley), Philippe Martin (Sciences Po und Conseil d'Analyse Économique), Jean Pisani-Ferry (Bruegel, EUI, Hertie School of Governance und Sciences Po), Hélène Rey (London Business School), Isabel Schnabel (Universität Bonn und Sachverständigenrat zur Begutachtung des gesamtwirtschaftlichen Entwicklung), Nicolas Véron (Bruegel und Peterson Institute for International Economics), Beatrice Weder di Mauro (INSEAD und Universität Mainz) und Jeromin Zettelmeyer (Peterson Institute for International Economics). Alle Autorinnen und Autoren haben sich im eigenen Namen beteiligt.


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Tue, 09 Apr 2019 10:55:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618712.de
Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2019: Konjunktur deutlich abgekühlt - Politische Risiken hoch http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618415.de Pressemitteilung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München in Kooperation mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel), RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungs­institute haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 deutlich gesenkt. Für Deutschland erwarten sie eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent. Das ist mehr als ein Prozent­punkt weniger als im Herbst 2018, als man noch mit 1,9 Prozent rechnete. Hingegen bestätigen die Institute ihre vorherige Prognose für das Jahr 2020: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann um 1,8 Prozent zuneh­men. Das geht aus dem Frühjahrsgutachten der Gemeinschaftsdia­gnose hervor, das am Donnerstag in Berlin vorgestellt wird.


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Thu, 04 Apr 2019 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618415.de
Trotz Arbeitsmarktboom: Bei einem Viertel aller abhängigen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland werden Niedriglöhne von unter 10,80 Euro gezahlt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618224.de Anteil der Niedriglohnbeschäftigten stagniert seit 2008 bei etwa einem Viertel – Rund neun Millionen Beschäftigungsverhältnisse mit Niedriglöhnen, inklusive Nebentätigkeiten – Besonders junge Erwachsene, Frauen, MigrantInnen und Ostdeutsche erhalten überdurchschnittlich häufig Niedriglöhne – Neue Minijobregelungen, bessere Qualifizierung und offensivere Lohnpolitik können helfen, den Niedriglohnsektor einzudämmen


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Wed, 03 Apr 2019 10:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618224.de
Abschaffung der Frauenrente: mehr Beschäftigung, aber auch mehr soziale Risiken http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618173.de DIW Berlin untersucht die Auswirkungen der Reform auf die Erwerbstätigkeit von Frauen und zieht eine gemischte Bilanz 

Die Abschaffung der Altersrente für Frauen für die Geburtsjahrgänge ab 1952 hat zur Folge, dass mehr Frauen über 60 erwerbstätig bleiben. Auf der anderen Seite bleiben durch die Erhöhung der Altersgrenze jetzt auch mehr Frauen dieser Altersgruppe längere Zeit arbeitslos oder beruflich inaktiv. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zieht deshalb eine gemischte Bilanz der Reform. „Viele berufstätige Frauen haben Ihren Rentenzugang verschoben. Insofern war die Reform erfolgreich: Erwerbstätige Frauen bleiben länger erwerbstätig“, sagt Studienautor Johannes Geyer. Für arbeitslose oder nichterwerbstätige Frauen verlängere sich dagegen nur die Zeit bis zum Renteneintritt ohne eine Chance auf Wiederbeschäftigung. Bei künftigen Reformen der Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung sollte daher auf eine längere Anpassungszeit geachtet werden und die berufliche Wiedereingliederung von älteren Menschen mehr im Mittelpunkt stehen.


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Wed, 03 Apr 2019 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618173.de
"Für erwerbslose Frauen ist die Reform problematisch": Interview mit Johannes Geyer http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618198.de Herr Geyer, Im Jahr 1999 wurde die sogenannte „Altersrente für Frauen“ für die Jahrgänge ab 1952 abgeschafft. Sie hatte es Frauen ermöglicht, bereits mit 60 Jahren eine Altersrente zu beziehen. Inwieweit hat diese Anhebung des frühestmöglichen Rentenalters zur Erhöhung der Erwerbstätigkeit beigetragen? 

Man hat bei dieser großen Reform von einer Kohorte auf die andere das Rentenzugangsalter um drei Jahre erhöht. Das hat stark dazu beigetragen, dass die Erwerbstätigkeit der betroffenen Frauen schätzungsweise um acht Prozentpunkte gestiegen ist. Aber das gilt nicht nur für die Kohorte 1952, die wir unter-sucht haben, sondern auch für alle folgenden Kohorten.[...]
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Wed, 03 Apr 2019 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618198.de
Nachhaltiger Verkehr schafft wirtschaftliche Chancen: Kommentar von Claudia Kemfert http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618200.de Der Verkehrssektor ist derzeit für etwa ein Fünftel der Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich. Während in anderen Sektoren seit 1990 zum Teil deutliche Emissionsminderungen erzielt wurden, sind die Emissionen des Verkehrs im gleichen Zeitraum leicht angestiegen. Der größte Teil der Treibhausgasemissionen stammt dabei aus dem Straßenverkehr. [...]


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Wed, 03 Apr 2019 08:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.618200.de
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen legt Bericht zum Energieverbrauch 2018 vor http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.617901.de Das DIW Berlin erstellt gemeinsam mit der EEFA GmbH und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) jedes Jahr die Energiebilanzen für die Bundesrepublik Deutschland. Diese Energiebilanzen werden von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. veröffentlicht, der das DIW Berlin angehört.

2018 ist der Energieverbrauch in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Anfang der 1970er Jahre gefallen. Mit einer Gesamthöhe von 12.963 Petajoule (PJ) oder 442,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) lag der Verbrauch zudem um 3,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Verantwortlich für diese Entwicklung sind, wie die Arbeitsgemeinschaft in ihrem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2018 ausführt, die deutlich gestiegenen Energiepreise, die mildere Witterung sowie ein starker Anstieg der Energieproduktivität. Die verbrauchssteigernden Faktoren Wirtschaftsentwicklung und Bevölkerungszuwachs traten dagegen in den Hintergrund. Ohne den verbrauchsmindernden Einfluss der milden Witterung wäre der Energieverbrauch nach Berechnungen der AG Energiebilanzen um 2,4 Prozent gesunken.

Die Energiebilanzen bieten eine Übersicht der energiewirtschaftlichen Verflechtungen. Sie erlauben damit nicht nur Aussagen über den Verbrauch von Energieträgern in den einzelnen Sektoren, sondern geben ebenso Auskunft über ihren Fluss von der Erzeugung bis zur Verwendung in den unterschiedlichen Erzeugungs-, Umwandlungs- und Verbrauchsbereichen.

Die Energiebilanzen sind auf den Internetseiten der AG Energiebilanzen e.V. zu finden, die Pressemitteilung hierzu finden ebenfalls dort.


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Thu, 28 Mar 2019 03:41:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.617901.de
Stefan Liebig übernimmt Professur für empirische Sozialstrukturanalyse an der Freien Universität Berlin http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.617801.de Der Direktor des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und Vorstandsmitglied im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin Professor Stefan Liebig tritt am 1. April 2019 eine Professur für empirische Sozialstrukturanalyse an der Freien Universität Berlin an. Stefan Liebig wurde gemeinsam von der Freien Universität und dem DIW Berlin berufen.


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Thu, 28 Mar 2019 09:41:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.617801.de