Nachrichten des SOEP http://www.diw.de/de/diw_02.c.221179.de/news_and_events.html Nachrichten, Pressemitteilungen und Stellenangebote des SOEP de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/thumbnails/soep-logo_kl.jpeg.458933.jpeg SOEP (DIW Berlin) http://www.diw.de/de/soep Absolvent des DIW Graduate Centers zum Lebenszeitprofessor an der Cornell University ernannt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569218.de Nicolas R. Ziebarth (35), Mitglied des ersten Doktoranden-Jahrgangs des DIW Graduate Centers, wurde im Department „Policy Analysis and Management” an der renommierten Cornell University (Bundesstaat New York) zum Professor auf Lebenszeit („Associate Professor with indefinite tenure“) ernannt. Nicolas Ziebarth’s Forschungsgebiete sind die angewandte Gesundheits- und Arbeitsmarktökonomie.


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Mon, 13 Nov 2017 03:21:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569218.de
Absolvent des „DIW Graduate Centers“ zum Lebenszeitprofessor an der Cornell University ernannt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.568881.de Nicolas R. Ziebarth (35), Mitglied des ersten Doktoranden-Jahrgang des DIW Graduate Centers, wurde im Department „Policy Analysis and Management” an der renommierten Cornell University (Bundesstaat New York) zum Professor auf Lebenszeit („Associate Professor with indefinite tenure“) ernannt. Nicolas Ziebarth’s Forschungsgebiete sind die angewandte Gesundheits- und Arbeitsmarktökonomie.

„Für einen Wirtschaftswissenschaftler mit einem deutschen Doktortitel ist die Ernennung zum Professor an einer amerikanischen Ivy-League-University außergewöhnlich, zumal Nico Ziebarth seine Lebenszeitprofessur nach der kürzest möglichen Zeit als ‚Assistant Professor‘ erreicht hat“, erklärt der Dekan des Graduate Centers, Professor Georg Weizsäcker (Humboldt Universität zu Berlin und DIW Berlin). „Zugleich zeigt Nicolas Ziebarth‘s Weg, dass die Doktorandenausbildung am DIW Berlin ein international wettbewerbsfähiges hohes Niveau hat“, so Weizsäcker weiter.

Im Jahr 2006 hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit einer strukturierten Doktorandenausbildung im „DIW Graduate Center“ begonnen, das pro Jahr etwa 15 Doktorandinnen und Doktoranden für das Schreiben einer Dissertation an einer Universität vorbereitet und bei der Forschung unterstützt.

„Es ist gelungen, die außeruniversitären Forschungsinstitute mit Hilfe von ‚Graduiertenschulen‘ wie dem DIW GC systematisch in die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden einzubinden“, so DIW-Vorstandsmitglied Gert G. Wagner. „Die Ernennung von Nico Ziebarth an einer Ivy-League Universität zeigt: Die Qualität der Dissertationen und der Forschung hat deutlich davon profitiert.“

Nach seinem Studium an der Humboldt Universität (HU) und der Technischen Universität (TU) in Berlin arbeitete Nicolas Ziebarth im Rahmen der Forschungsinfrastruktur-Einrichtung „Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)“ am DIW Berlin. Seine von Gert G. Wagner an der TU Berlin betreute Dissertation "Sickness Absence and Economic Incentives", die auf Daten des SOEP beruht, erhielt in den USA den „Upjohn Institute Dissertation Award 2011“.

Neben Veröffentlichungen in renommierten ökonomischen Fachzeitschriften (Journal of Public Economics, Journal of Human Resources, The Economic Journal) hat Nicolas Ziebarth auch in multidisziplinären Zeitschriften wie Health Policy und Social Science & Medicine publiziert und dafür mehrere Preise bekommen. Er hat zudem bereits etwa 1,2 Millionen Dollar für Drittmittelprojekte eingeworben.

Nicolas Ziebarth hat frühzeitig selbst Dissertationen von Doktoranden des SOEP am DIW Berlin betreut. So zum Beispiel die 2017 an der Paris School of Economics erfolgreich verteidigte Arbeit von Dr. Christian Krekel, GC-Mitglied der Kohorte 2011 („Evaluating the Non-Monetary Impacts of Major Events, Infrastructure, and Institutions“). Christian Krekel bekam für seine Forschung den renommierten FEEM Award der European Economic Association verliehen.

Auch von Nicolas Ziebarth mit betreut wurde die Dissertation von Dr. Peter Eibich zum Thema „Regional Variation and Aging in Health Economics“. Peter Eibich wird ab 1. Dezember 2017 stellvertretender Forschungsgruppenleiter für Arbeitsmarktdemographie am Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock; nach seiner Zeit beim SOEP war er seit 2015 an der University of Oxford tätig.

Homepage von Prof. Dr. Nicolas R. Ziebarth

Homepage von Dr. Peter Eibich

Homepage von Dr. Christian Krekel


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Wed, 08 Nov 2017 08:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.568881.de
Psychologische Studie untersucht Persönlichkeitsunterschiede zwischen VegetarierInnen und Fleisch essenden Personen anhand von repräsentativen Daten des Sozio-oekonomischen Panels http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.567862.de In Deutschland ernähren sich einer großen sozialwissenschaftlichen Erhebung zufolge etwa sechs Prozent der Bevölkerung überwiegend oder auch ausschließlich vegetarisch oder vegan. Diese Gruppe von Menschen hat im Vergleich zu FleischesserInnen eine etwas andere Persönlichkeitsstruktur: Sie sind offener für neue Erfahrungen und liberaler, haben ein größeres politisches Interesse und generell größeres Vertrauen in ihre Mitmenschen. Sie sind aber nach eigenen Angaben auch etwas weniger gewissenhaft. Darüber hinaus sind VegetarierInnen und VeganerInnen oder Menschen, die sich hauptsächlich so ernähren, vorwiegend weiblich, jünger und besser gebildet. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Mainzer PsychologInnen Tamara Pfeiler und Boris Egloff auf Basis von Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Appetite veröffentlicht.


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Thu, 02 Nov 2017 10:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.567862.de
Armut schwächt die sozialen Beziehungen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.567289.de Wenn Menschen finanziell absteigen und nur noch ein Einkommen unter der Armutsgrenze zur Verfügung haben, führt das dazu, dass sich ihre sozialen Beziehungen verschlechtern. Das belegt nun erstmals eine für Deutschland repräsentative Studie auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin. Demnach treffen sich in Armut geratene Menschen seltener als zuvor mit Bekannten, Kollegen und Kolleginnen oder Menschen in ihrer Nachbarschaft. Außerdem verändert sich ihr Freundeskreis. Dort finden sich immer weniger Menschen mit einem festen Job. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „European Sociological Review“ veröffentlicht.


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Mon, 23 Oct 2017 11:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.567289.de
Stadtleben: Wer am Wald wohnt, hat eine gesündere Amygdala http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.566592.de Lärm, Luftverschmutzung und viele Menschen auf engstem Raum: Das Leben in der Stadt kann chronischen Stress verursachen. So laufen Städter häufiger Gefahr an psychischen Leiden wie Depressionen, Angststörungen und Schizophrenie zu erkranken als Landbewohner. Im Vergleich zeigen Städter eine höhere Aktivität des Mandelkerns als Landbewohner – eine kleine Region im Innern des Gehirns, die eine wichtige Rolle bei der Stressverarbeitung und der Reaktion auf Gefahren spielt. Doch welche Faktoren können vorbeugend wirken? Ein Team von Wissenschaftlern um die Psychologin Simone Kühn hat nun untersucht, welchen Einfluss wohnortnahe Natur wie Wald, städtische Grün- oder Wasserflächen sowie Brachland auf stressverarbeitende Hirnareale wie den Mandelkern – in Fachkreisen auch Amygdala genannt – haben.


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Tue, 10 Oct 2017 12:06:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.566592.de
Ihre Forschungsfragen für die SOEP-Innovationsstichprobe (SOEP-IS) 2018 - Bewerben Sie sich jetzt! http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.565617.de Wir würden Sie gern an die Möglichkeiten der SOEP-Innovationsstichprobe auch für Ihre Forschungsfrage erinnern und Sie ermuntern dieses Instrument in Erwägung zu ziehen. SOEP-IS eignet sich für Kurzzeitexperimente, aber vor allem auch für Langzeit-Erhebungen, die im Haupt-SOEP nicht durchführbar sind - sei es, weil die Fragen noch nicht ausreichend getestet sind, sei es, weil es sich um sehr spezielle Forschungsinteressen handelt.

Senden Sie uns Ihre Vorschläge
Wir eröffnen Forscher_innen an Universitäten und Forschungsinstituten weltweit die Möglichkeit, diese Stichprobe für ihre innovativen Forschungsprojekte zu nutzen. Wir können dadurch den Fragenkatalog des SOEP besser anpassen, und bieten Ihnen dafür die erhobenen Daten sehr rasch für eigene Analysen.

Deadlines
Bis spätestens 30. November 2017 sollten Sie das SOEP Survey Management kontaktieren und Ihren Vorschlag präsentieren, wenn Sie daran denken, eigene Forschungsfragen oder -designs einzubringen. Wenn Ihr Projekt aus surveymethodologischer Sicht im SOEP durchführbar erscheint, folgt der offizielle Antrag auf Aufnahme. Dieser muss bis 31. Dezember 2017 vorliegen. Bitte senden Sie ihn auf Englisch an soep-surveymanagement@diw.de.

Weitere Informationen erhalten Sie hier und auf unserer Webseite.


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Thu, 28 Sep 2017 03:04:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.565617.de
Does more education protect against mental health problems? http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.565260.de Mental health conditions are a leading cause of disability-adjusted life years (DALYs) and health costs worldwide: They account for 199 million DALYs or 37 percent of healthy life years lost from non-communicable diseases. The sum of direct and indirect costs worldwide were estimated to amount to 2.5 trillion US dollars in 2010 and projected to increase to 6 trillion US dollars in 2030 (Bloom et al., 2010).
The heavy financial and societal burdens of mental health impairments also mean that prevention measures to alleviate these problems will have high financial and societal returns. Education has been theorized to be such a prevention measure. This DIW Roundup reviews contemporaneous research on the causal effect of education on mental health.


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Thu, 28 Sep 2017 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.565260.de
Erfolgsmodell FAMS im SOEP – im September hat der siebte Ausbildungsjahrgang begonnen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569955.de Seit Herbst 2011 werden in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung (FAMS) betrieblich ausgebildet, die in der Regel eine dreijährige duale Ausbildung durchlaufen. Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung übernehmen organisatorische und operative Aufgaben in vielen Anwendungsfeldern der empirischen Sozialforschung, wie zum Beispiel der Durchführung von Befragungen und anderen Formen der Datenerhebung. Im September diesen Jahres hat der siebte Jahrgang begonnen: Martin Gerike aus Berlin und Omar Alshafai, der aus Damaskus in Syrien nach Deutschland gekommen ist, sind die neuen.


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Thu, 21 Sep 2017 03:08:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569955.de
Erfolgsmodell FAMS im SOEP – im September hat der siebte Ausbildungsjahrgang begonnen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.565061.de Auf dem Bild zu sehen sind von links (Vergrößern durch Anklicken): Knut Wenzig (Ausbildungsleiter im SOEP), Stefan Zimmermann, Omar Alshafai, Selin Kara, Martin Gerike und Jürgen Schupp (SOEP-Direktor)

Seit Herbst 2011 werden in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung (FAMS) betrieblich ausgebildet, die in der Regel eine dreijährige duale Ausbildung durchlaufen. Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung übernehmen organisatorische und operative Aufgaben in vielen Anwendungsfeldern der empirischen Sozialforschung, wie zum Beispiel der Durchführung von Befragungen und anderen Formen der Datenerhebung. Im September diesen Jahres hat der siebte Jahrgang begonnen: Martin Gerike aus Berlin und Omar Alshafai, der aus Damaskus in Syrien nach Deutschland gekommen ist, sind die neuen.

Die beiden AbsolventInnen der ersten Kohorte, Janine Napieraj und Florian Griese, sind nach Abschluss ihrer Ausbildung im Sommer 2014 als Fachangestellte übernommen worden. Sie unterstützen nun die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SOEP-Teams im Survey Management sowie in einem Drittmittelprojekt. Die beiden Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS) des zweiten und dritten Jahrgangs, Marius Pahl und Carolin Stolpe, haben nach ihrer Ausbildung im Bereich Datendokumentation und Datengenerierung des SOEP gearbeitet. Nun studieren beide Wirtschafts- bzw. Medieninformatik in Berlin und unterstützen das SOEP als studentische Hilfskräfte. Marvin Petrenz aus dem vierten Jahrgang arbeitet heute im Bereich Datenaufbereitung, Dokumentation und Prüfung der Rohdaten für das SOEP. Selin Kara und Stefan Zimmermann, die 2015 im fünften Ausbildungsjahrgang ihre Ausbildung begonnen haben, sind derzeit in ihrem dritten Ausbildungsjahr. Philipp Kaminsky, der seit letztem Jahr die Ausbildung im sechsten Jahrgang durchläuft, hat gerade sein zweites Ausbildungsjahr begonnen.

„Die FAMS beherrschen am Ende ihrer Ausbildung das gesamte Aufgabenspektrum einer Infrastruktureinrichtung für Forschungsdaten – von der Fragebogenentwicklung über die Datenaufbereitung und -dokumentation bis hin zur Unterstützung der Datennutzerinnen und -nutzer aus der ganzen Welt“, sagt Ausbilder Knut Wenzig. „Das SOEP profitiert sehr von ihrem Können und ihrer Verlässlichkeit. Und die Auszubildenden profitieren von einem exzellenten wissenschaftlichen Umfeld.“

„Wir haben bereits sehr früh als Forschungsinfrastruktur innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft begonnen nicht nur den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, sondern auch die berufliche Ausbildung auszubauen“ sagt SOEP-Leiter Jürgen Schupp. Er ist überzeugt, dass eine exzellente Forschungsinfrastruktureinrichtung auch top-qualifizierte Fachangestellte braucht, die auf hohem Niveau wisssenschaftsorientiert arbeiten. „Die beiden neuen Auszubildenden ergänzen in idealer Weise unser Team. Unsere Nutzerinnen und Nutzer schätzen sie immer mehr als kompetente und verlässliche AnsprechpartnerInnen für Dienstleistungen im SOEP“, sagt er.


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Thu, 21 Sep 2017 03:07:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.565061.de
Die Lebenssituation von Lesben, Schwulen und Bisexuellen: Bevölkerungsrepräsentative Befunde zur Vielfalt in Deutschland http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563725.de Homo- und Bisexuelle in Deutschland unterscheiden sich bei ausgeübten Berufen von Heterosexuellen, homosexuelle Männer verdienen weniger – Auch bei sozialen Beziehungen, den politischen Präferenzen und hinsichtlich der Lebenszufriedenheit gibt es Unterschiede, bei der Persönlichkeit dagegen kaum

Die Lebenslagen von Homo- und Bisexuellen (Lesbians, Gays und Bisexuals, zusammenfassend als LGBs bezeichnet) hat erstmalig das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet, das als eine der wenigen repräsentativen Befragungen in Deutschland die sexuelle Orientierung der Befragten erhebt.

Homo- und Bisexuelle in Deutschland unterscheiden sich demnach von Heterosexuellen hinsichtlich ihres Bildungsgrades und ihres Berufes. Sie haben seltener eine mittlere Reife/Hauptschule mit Berufsausbildung und dafür häufiger ein Abitur (auch Fachabitur) als Heterosexuelle, sind seltener als Arbeiterinnen und Arbeiter und häufiger als Angestellte beschäftigt.


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Thu, 31 Aug 2017 09:39:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563725.de
IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten: Annähernd zwei Drittel der Geflüchteten haben einen Schulabschluss http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563763.de Unter erwachsenen Geflüchteten, die vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Januar 2016 nach Deutschland eingereist sind, hatten eigenen Angaben zufolge 64 Prozent bei Ankunft einen Schulabschluss, 20 Prozent davon einen Hochschul- oder beruflichen Bildungsabschluss. Einen Integrationskurs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben fast 40 Prozent der befragten Flüchtlinge besucht. So lauten die zentralen Ergebnisse der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, die Forscherinnen und Forscher des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), des Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) und des Forschungszentrums des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) gemeinsam erstellt haben.


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Wed, 30 Aug 2017 11:12:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563763.de
IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten: Annähernd zwei Drittel der Geflüchteten haben einen Schulabschluss http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563500.de von Herbert Brücker (IAB) und Jürgen Schupp (SOEP)

Unter Berufung auf eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) meldete die BILD-Zeitung, dass 59 Prozent der Geflüchteten keinen Schulabschluss besitzen. Dabei werden auf Grundlage einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu den arbeitsuchenden Geflüchteten, die angeben, über keine abgeschlossene Schulbildung zu verfügen (34 Prozent), alle arbeitsuchenden Geflüchteten addiert, für die keine Angaben zum Schulabschluss vorliegen (25 Prozent). Zu beachten ist jedoch, dass es viele Gründe gibt, warum in der BA-Statistik keine Angaben zum Schulabschluss vorliegen. Diese Personen dürfen daher nicht pauschal der Gruppe ohne Schulabschluss hinzugerechnet werden. In einer repräsentativen Erhebung  des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und des Sozio-oekonomischen Panels (IAB, BAMF, SOEP) geben 64 Prozent der Geflüchteten an, einen mittleren oder weiterführenden Schulabschluss zu besitzen.

Die Jobcenter und Arbeitsagenturen erheben Daten zur Qualifikation von Arbeitsuchenden vor allem zu Zwecken der Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktpolitik. Die Ursachen, warum keine Angaben zu den Schulabschlüssen vorliegen, sind vielfältig: fehlende oder nicht vollständige Angaben der Arbeitsuchenden, fehlende Zertifikate und andere Dokumente, Probleme der Zuordnung aufgrund unvollkommener Informationen über im Ausland erworbene Abschlüsse, o.ä. Im Durchschnitt liegen für gut 11 Prozent der Arbeitsuchenden keine Angaben zu den Schulabschlüssen vor, bei ausländischen Staatsbürgern ist der Anteil deutlich höher. Vor diesem Hintergrund ist die Schlussfolgerung, dass Personen, für die keine Angaben zu den Schulabschlüssen vorliegen, über keine Schulabschlüsse verfügen, nicht korrekt.

Darüber hinaus bezieht sich die zitierte Statistik der BA nur auf die arbeitsuchenden Geflüchteten, nicht auf die Geflüchteten insgesamt. Da die erwerbstätigen Geflüchteten im Durchschnitt besser als die als arbeitsuchend registrierten Geflüchteten qualifiziert sind, ergibt sich folglich ein verzerrtes Bild, das die tatsächliche Qualifikation der Geflüchteten unterschätzt.

Ein repräsentatives Bild über die Schulbildung der Geflüchteten lässt sich aus der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten ableiten.[1] Die erste Welle dieser Erhebung umfasst 4.816 Geflüchtete im Alter von 18 Jahren und älter, die vom 1.1.2013 bis zum 31.1.2016 nach Deutschland zugezogen sind und im zweiten Halbjahr 2016 befragt wurden. Nach den Ergebnissen dieser Befragung verfügen 64 Prozent der erwachsenen Geflüchteten, die Angaben zu ihrer Schulbildung gemacht haben, über eine abgeschlossene Schulbildung. 25 Prozent haben mittlere, 35 Prozent weiterführende und 4 Prozent sonstige Schulabschlüsse erworben.

Es haben allerdings knapp 8 Prozent der Befragten keine Angaben zu ihrem Schulbesuch und -abschlüssen gemacht. Selbst unter der extrem unwahrscheinlichen Annahme, dass in dieser Gruppe niemand einen Schulabschluss erworben hat, beliefe sich der Anteil der Personen mit abgeschlossener Schulbildung in der Grundgesamtheit der erwachsenen Geflüchteten immer noch auf 59 Prozent. Es ist folglich sehr wahrscheinlich, dass zwischen 60 Prozent und zwei Dritteln der Geflüchteten einen Schulabschluss erworben haben.

Bei der Interpretation der vorliegenden Zahlen ist zu berücksichtigen, dass viele Geflüchtete über ein geringes Durchschnittsalter verfügen und durch Krieg, Verfolgung und Flucht häufig ihre Bildungsbiografien unterbrechen mussten. Dies schlägt sich, im Vergleich zu den Anteilen der Personen, die Schulabschlüsse erworben haben, in deutlich höheren Anteilen von Geflüchteten nieder, die mittlere oder weiterführende Schulen besucht haben: So haben 78 Prozent der Geflüchteten, die Angaben zur Schulbildung gemacht haben, weiterführende, mittlere und sonstige Schulen besucht. Allerdings haben auch 11 Prozent nur eine Grundschule und 11 Prozent gar keine Schule besucht. Im Durchschnitt haben die Geflüchteten, die eine Schule besucht haben, zehn Schuljahre absolviert. Auch diese Anteile können leicht verzerrt sein, weil 7 Prozent der Befragten keine Angaben zum Schulbesuch gemacht haben.

Insgesamt zeichnet sich also eine Polarisierung in der Schulbildung ab: vergleichsweise hohe Anteile von Personen, die weiterführende Schulen abgeschlossen oder besucht haben, stehen ebenfalls hohen Anteilen gegenüber, die nur eine Grundschule oder gar keine Schule besucht haben. Auch bei denjenigen, die mittlere oder weiterführende Schulen besucht haben, muss davon ausgegangen werden, dass aufgrund von Unterschieden in der Qualität und Struktur der Bildungssysteme Defizite bestehen, die eine besondere Förderung, etwa beim Übergang in Ausbildung und Hochschulbildung, erforderlich machen.

Die berufliche Qualifikation der Geflüchteten ist deutlich geringer als die Schulbildung: 12 Prozent der Geflüchteten, für die Angaben zur beruflichen Bildung vorliegen, haben ein (Fach-)Hochschulstudium und 8 Prozent eine berufliche Ausbildung abgeschlossen. Weitere 8 Prozent haben eine berufliche Ausbildungseinrichtung oder eine (Fach-)Hochschule besucht, aber nicht abgeschlossen. 72 Prozent verfügen über gar keine Berufs- oder Hochschulausbildung. Da nur knapp 2 Prozent keine Angaben zur Berufs- und Hochschulbildung gemacht haben, dürften diese Angaben allenfalls geringfügig verzerrt sein.

Vor diesem Hintergrund besteht ein erheblicher Qualifizierungsbedarf. Dies ist auch den Geflüchteten selbst bewusst: Nach der IAB-BAMF-SOEP-Befragung wollen 25 Prozent der Geflüchteten sicher und weitere 20 Prozent vielleicht eine Schule besuchen, 42 Prozent sicher und 25 Prozent vielleicht eine berufliche Ausbildung oder ein Hochschulstudium in Deutschland aufnehmen. Die Integration der Geflüchteten wird künftig wesentlich davon abhängen, inwieweit dieses Bildungspotenzial realisiert werden kann.

Literatur

BILD-Zeitung (2017): Die echten Zahlen: So viele Flüchtlinge haben keinen Bildungsabschluss, 22.8.2017.

Brücker, Herbert, Rother, Nina, Schupp, Jürgen (Hrsg.) (2017): IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten 2016:  Studiendesign, Feldergebnisse sowie Analysen zu schulischer wie beruflicher Qualifikation, Sprachkenntnissen sowie kognitiven Potenzialen. DIW Politikberatung kompakt 123 und IAB-Forschungsbericht (im Erscheinen).

Brücker, Herbert, Rother, Nina, Schupp, Jürgen (Hrsg.) (2016): IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten: Überblick und erste Ergebnisse, DIW Politikberatung kompakt 116, auch veröffentlicht als IAB-Forschungsbericht 14/2016.
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.547162.de/diwkompakt_2016-116.pdf
http://www.iab.de/185/section.aspx/Publikation/k161111302

Bundesagentur für Arbeit (2017), Migrationsmonitor Arbeitsmarkt – Prozess- und Strukturkennzahlen,  Bundesagentur für Arbeit, Statistik, download: 23.8.2017.

Schier, Friedel (2017), Welche schulische Vorbildung bringen Geflüchtete für die Berufsausbildung mit?, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn. https://www.bibb.de/dokumente/pdf/a21_schier_schulische_vorbildung_2017.pdf

 


[1] Vgl. zur Erhebung Brücker et al., 2016. Die hier präsentierten Ergebnisse weichen geringfügig von den 2016 publizierten Daten ab, weil inzwischen die volle Erhebung mit 4.816 Befragten zur Verfügung steht. Die aktualisierten Daten der Studie stehen der Öffentlichkeit in Kürze in den Reihen  DIW Politikberatung und IAB-Forschungsbericht (Brücker et al. 2017) zur Verfügung.


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Thu, 24 Aug 2017 05:19:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563500.de
Ein Jobverlust führt bei Berufseinsteigern und -einsteigerinnen zu einer langfristigen Politikverdrossenheit http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563268.de Vor allem bei Berufseinsteigern und -einsteigerinnen verringert sich das Interesse an Politik, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Das hat langfristige Folgen: Auch zehn Jahre danach sind sie noch stärker politikverdrossen als andere – und zwar selbst dann, wenn sie wieder Arbeit gefunden haben. So lautet das Ergebnis einer Studie, die Forscher aus der Schweiz und Dänemark auf Basis der für Deutschland repräsentativen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) erstellt haben. Die Studie wurde kürzlich in der „Zeitschrift für Soziologie“ veröffentlicht.


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Thu, 24 Aug 2017 08:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.563268.de
SOEPnewsletter 116 veröffentlicht http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562824.de Wir freuen uns, dass der neue SOEPnewsletter 116, Juli 2017 erschienen ist.

Er informiert über

  • die Möglichkeit, Fragen in den Geflüchtetenstichproben einzubringen,
  • die Möglichkeit, Innovationsmodule (Fragen und Experimente) in die SOEP-Innovationsstichprobe einzubringen,
  • die Feldarbeit der Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE),
  • die Teilnahme des SOEP am europäischen InGRID-2-Projekt (und die Möglichkeit, in diesem Rahmen u.a. am SOEP zu forschen)

und einiges mehr.


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Mon, 31 Jul 2017 06:09:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562824.de
Einladung ins Schloss Bellevue: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt das Sozio-oekonomische Panel http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562490.de Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) ausdrücklich gewürdigt. Anlass war ein Treffen Ende Juni in Schloss Bellevue, zu dem Bundespräsident Steinmeier SOEP-Direktor Jürgen Schupp, DIW-Vorstandsmitglied Gert G. Wagner sowie eine Interviewerin und eine Befragte der Studie eingeladen hatte. Mit dieser Einladung würdigte der Bundespräsident die mehr als 30.000 Befragten, die seit Jahren oder teilweise sogar Jahrzehnten ihre Zeit für die wissenschaftliche Erhebung des SOEP zur Verfügung stellen.

Wichtige Themen des Gesprächs waren Forschungsergebnisse auf Basis der SOEP-Daten –­ vor allem zur Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung und zur Lebenssituation von geflüchteten Menschen in Deutschland. Der Bundespräsident interessierte sich aber auch für den praktischen Ablauf der SOEP-Erhebung und wurde darüber von der Interviewerin und der Befragten aus erster Hand informiert. Jürgen Schupp und Gert G. Wagner erläuterten zudem die Bedeutung, die Erhebungen wie das SOEP als Teil der Forschungs-Infrastruktur inzwischen weltweit haben. Sie stellten auch die forschungspolitische Bedeutung der Leibniz-Gemeinschaft heraus, unter deren Dach – auch in enger Zusammenarbeit mit Universitäten – wichtige Infrastruktureinrichtungen der Forschung wie das „Nationale Bildungspanel (NEPS)“ und der deutsche Teil des „European Social Surveys (ESS)“ angesiedelt sind. Schupp und Wagner betonten ausdrücklich, dass die regelhafte Förderung solcher großen sozialwissenschaftlichen Studien durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Länder vor allem im Rahmen der Leibniz Gemeinschaft, aber auch der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren weltweit forschungspolitischen Vorbildcharakter hat.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist der dritte Bundespräsident, nach Horst Köhler und Joachim Gauck, der sich im Schloss Bellevue über das SOEP informiert hat.

SOEP_beim_Bundespraesidenten_2017.jpg

Copyright: Bundesregierung / Jesco Denzel


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Tue, 25 Jul 2017 03:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562490.de
Einladung ins Schloss Bellevue: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt das Sozio-oekonomische Panel http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569953.de Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) ausdrücklich gewürdigt. Anlass war ein Treffen Ende Juni in Schloss Bellevue, zu dem Bundespräsident Steinmeier SOEP-Direktor Jürgen Schupp, DIW-Vorstandsmitglied Gert G. Wagner sowie eine Interviewerin und eine Befragte der Studie eingeladen hatte. Mit dieser Einladung würdigte der Bundespräsident die mehr als 30.000 Befragten, die seit Jahren oder teilweise sogar Jahrzehnten ihre Zeit für die wissenschaftliche Erhebung des SOEP zur Verfügung stellen.


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Tue, 25 Jul 2017 02:57:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569953.de
Menschen in den oberen Einkommensschichten sind zunehmend in regulären Arbeitsverhältnissen, in den unteren Schichten verbreiteten sich seit 1995 atypische Erwerbsformen zu Lasten der Nicht-Erwerbstätigkeit http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561006.de DIW Berlin untersucht Entwicklung der Einkommensschichtung im Zusammenspiel mit Entwicklung der Erwerbsformen – Anteil der Bevölkerung in Deutschland mit mittlerem Einkommen ist zwischen 1995 und 2015 gesunken, Anteil der Armutsbedrohten und der Reichen hat zugenommen – In unteren Einkommensschichten sind niedrig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse mehr verbreitet als noch vor 20 Jahren, in oberen Schichten haben mehr Menschen reguläre Stellen 

Nicht alle in Deutschland haben vom Beschäftigungsboom der letzten Jahre gleich profitiert. Trotz deutlichem Rückgang der Arbeitslosigkeit sind die Einkommen heute ungleicher verteilt als noch vor 20 Jahren, was im Wesentlichen an einer Zunahme der Ungleichheit bis zum Jahr 2005 liegt. Zudem sind in unteren Einkommensschichten Niedriglöhne weiter verbreitet als früher, während reguläre Arbeitsverhältnisse in den oberen Einkommensschichten häufiger sind als vor 20 Jahren. Das sind die Kernergebnisse einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die frühere Analysen des DIW Berlin und anderer Forscher aufgreift und verfeinert.

Auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) haben die Autoren Peter Krause, Christian Franz und Marcel Fratzscher die Entwicklung der Einkommensverteilung sowie der Erwerbsformen der Menschen in Deutschland zwischen 1995 und 2015 untersucht. Die Verknüpfung der Einkommens- und Erwerbsbetrachtung erlaubt es, Verschiebungen der Erwerbsformen innerhalb der Einkommensgruppen zu identifizieren. Hierbei wurde sehr feinmaschig mit 15 verschiedenen Erwerbsformen gearbeitet. Eine Besonderheit der Studie ist auch, dass sie die gesamte Bevölkerung betrachtet, und nicht, wie in Bezug auf Erwerbsformen oft der Fall, nur 25- bis 64-Jährige.


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Wed, 05 Jul 2017 10:22:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561006.de
In Deutschland werden zwischen 2012 und 2027 bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr verschenkt und vererbt werden, gut ein Viertel mehr als bisher angenommen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560993.de DIW-Studie schätzt Erbvolumen für einen Zeitraum von 15 Jahren unter Berücksichtigung von regelmäßigem Sparen und wahrscheinlichen Wertänderungen

Bisherige Studien und Schätzungen zum Erbvolumen in Deutschland berücksichtigen weder Wertänderungen des Vermögens noch das regelmäßige Sparen der Erblasserinnen und Erblasser. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung bezieht diese Elemente ein und kommt zu dem Ergebnis, dass in einem Zeitraum von 15 Jahren (2012 bis 2027) vermutlich bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr vererbt und verschenkt werden könnten. Das ist über ein Viertel mehr als bislang in entsprechenden Studien angenommen wurde.

Für die Studie wurde als Basisszenario der Vermögensbestand der über 70-Jährigen im Jahr 2012 betrachtet, ausgehend von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Aus diesem Szenario ergibt sich ein potentielles Erbvolumen von 87 Milliarden Euro pro Jahr für die nächsten 15 Jahre. Unter Berücksichtigung regelmäßigen Sparens, das nach Einkommenssituation der Betroffenen variiert – die Wohlhabendsten sparen mehr als die, die wenig Einkommen zur Verfügung haben – und einer angenommenen Wertsteigerung des Vermögens von jährlich zwei Prozent, erhöht sich dieses Volumen bis 2027 um 28 Prozent auf 112 Milliarden Euro pro Jahr. Hochgerechnet auf die ganze Bevölkerung – denn es vererben und verschenken nicht nur über 70-Jährige – ergibt sich, basierend auf existierende Schätzungen, ein Erbvolumen von bis zu 400 Milliarden pro Jahr.


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Wed, 05 Jul 2017 09:44:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560993.de
„Reguläre Arbeitsverhältnisse haben weiterhin eine hohe Bedeutung“: Interview mit Peter Krause und Christian Franz http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561001.de Herr Krause, Sie haben die Schichtung der Einkommen in Deutschland untersucht. Was war die Zielsetzung dieser Untersuchung?

Peter Krause: Zielsetzung dieser Untersuchung war, zwei Diskussionsstränge zusammenzubringen. Der eine Diskussionsstrang beschäftigt sich mit der langfristigen Entwicklung der Ungleichheit bei der Verteilung der Haushaltseinkommen, der andere mit Veränderungen in der Erwerbsbeteiligung. Bis Mitte der 2000er Jahre gab es bei den verfügbaren Haushaltseinkommen eine zunehmende Ungleichheit, die seitdem auf dem erhöhten Niveau stagnierte. Gleichzeitig sehen wir bei der Erwerbsbeteiligung einen starken Zuwachs. Es sind viel mehr Menschen in Arbeit als vorher. Die Frage ist dabei: Wie haben sich die Erwerbsformen in den jeweiligen Einkommensschichten verändert? [...]

Das Interview mit Peter Krause und Christian Franz ist aus dem DIW Wochenbericht 27/2017


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Wed, 05 Jul 2017 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561001.de
Soeben veröffentlicht: Der SOEP Wave Report 2016 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560582.de Wir haben soeben den SOEP Wave Report 2016 veröffentlicht. Er enthält einen Blick auf die wichtigen Entwicklungen bei den SOEP-Studien im letzten Jahr, die aktuellen Methodenberichte von Kantar Public, Projekte und Aktivitäten des Forschungsdatenzentrums des SOEP und ausgewählte Publikationen des letzten Jahres, die die SOEP-Daten nutzen - alles in englischer Sprache.

Bitte hier herunterladen.


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Tue, 27 Jun 2017 02:48:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560582.de