Nachrichten des SOEP http://www.diw.de/de/diw_02.c.221179.de/news_and_events.html Nachrichten, Pressemitteilungen und Stellenangebote des SOEP de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/thumbnails/soep-logo_kl.jpeg.458933.jpeg SOEP (DIW Berlin) http://www.diw.de/de/soep Hartz IV: Grundlegend neue Wege beim "Fordern"?: Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.608382.de Der Grünen-Chef Robert Habeck hat jüngst dafür plädiert, eine existenzsichernde und sanktionsfreie „Garantiesicherung“ einzuführen: Zahlungen an Langzeitarbeitslose sollen in diesem Modell bedingungslos erfolgen, wenngleich sie auch weiterhin bedarfsgeprüft blieben. Dies wäre ein konsequenter Bruch mit dem bislang geltenden normativen Prinzip, das hinter dem Grundsatz des „Forderns“ im Sozialgesetzbuch steckt. Es wäre letztlich der Einstieg in die Utopie eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger Deutschlands. [...]


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Wed, 28 Nov 2018 09:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.608382.de
Wiederberufung von Jürgen Schupp in den Rat für Kulturelle Bildung http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.608214.de Jürgen Schupp wurde für drei weitere Jahre (bis 2021) als Experte in den „Rat für Kulturelle Bildung e.V.“ wiederberufen. 
Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das die Lage und Qualität kultureller Bildung in Deutschland analysiert und auf der Basis von Denkschriften und Studien Empfehlungen an Politik, Wissenschaft und Praxis ausspricht.


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Mon, 26 Nov 2018 03:09:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.608214.de
Datenreport 2018 mit etlichen Beiträgen auf Basis des SOEP http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607970.de Vielleicht haben Sie es der Presse bereits entnommen:  Anfang November erschien der neue Datenreport mit etlichen Beiträgen auf Basis des SOEP, der auch online abrufbar ist: Datenreport 2018. Ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland.

Der Datenreport als Instrument politischer Bildung entsteht seit vielen Jahren in Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung mit dem Statistischen Bundesamt, dem WZB und dem DIW Berlin (SOEP).

Der Report beschäftigt sich in seinen verschiedenen Kapiteln mit den Themen
Bevölkerung und Demografie (1),
Familie, Lebensformen und Kinder (2),
Bildung (3),
Wirtschaft und öffentlicher Sektor (4),
Arbeitsmarkt und Verdienste (5),
Private Haushalte – Einkommen, Konsum, Wohnen (6),
Sozialstruktur und soziale Lagen (7),
Gesundheit und soziale Sicherung (8),
Politische und gesellschaftliche Partizipation (9),
Werte und Einstellungen (10) sowie
Deutschland in Europan (11).


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Fri, 23 Nov 2018 11:34:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607970.de
SOEPcampus@DIW Berlin 2019 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607954.de Am 5. und 6. März 2019 findet wieder unser jährlicher in-house Workshop zur Einführung in das Sozio-oekonomische Panel statt.

Verschiedene Vorträge zu den Inhalten, der Dokumentation und der Stichprobe des SOEP werden flankiert von verschiedenen hands-on Sessions, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des SOEP durch die verschiedenen Schritte der Datenaufbereitung und -analyse geleitet werden. Als Teilnahmegebühr wird lediglich eine Verpflegungspauschale erhoben.

Details zur Anmeldung finden sich ab dem 7. Januar 2019 auf unserer SOEPcampus-Homepage https://www.diw.de/soepcampus.html


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Thu, 22 Nov 2018 04:21:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607954.de
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Gert G. Wagner http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607914.de Prof. Dr. Gert G. Wagner, langjähriger ehemaliger Vorstand des DIW Berlin, erhielt für sein anhaltendes ehrenamtliches Engagement in der Vermittlung wissenschaftlicher Expertise in Politik und Gesellschaft vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Als Sozialökonom und Berater politischer AkteurInnen in verschiedenen Ämtern prägte Wagner gesellschaftliche und sozialpolitische Debatten maßgeblich mit. Bereits 2008 hatte er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.


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Thu, 22 Nov 2018 09:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607914.de
Stipendium der Joachim Herz Stiftung für Magdalena Krieger http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607744.de Magdalena Krieger erhält in diesem Jahr das "Add-on Fellowship for Interdisciplinary Economics" der Joachim Herz Stiftung, das mit 12.500 Euro dotiert ist.
Ziel des Fellowships ist es junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlier zu fördern, die ökonomische Forschungsfragen mit fachübergreifendem Bezug bearbeiten.

Magdalena Krieger erhält das Fellowship zur Förderung ihrer Dissertation. Diese beschäftigt sich mit zugewanderten Familien und deren Integration in den deutschen Arbeitsmarkt.


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Mon, 19 Nov 2018 05:13:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.607744.de
Das war die SOEP Konferenz 2018 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.605125.de Auch die SOEP-Konferenz 2018 am 19. und 20. Juli war ein großer Erfolg. Sie fand in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) statt, dem gleichen Ort, an dem Gert Wagner die allererste SOEP-Konferenz vor 25 Jahren (1993) ins Leben gerufen hat.

Aus den fast 100 Einreichungen aus 14 verschiedenen Ländern wählte das wissenschaftliche Programmkommitee dieser Konferenz (bestehend aus Charlotte Bartels, Martin Biewen, Diana Schacht, Fabian Pfeffer, Holger Görg) 64 Beiträge als Vortragspräsentationen und neun als Posterpräsentationen aus.

Die Keynote-Vorträge  wurden von Stephen Jenkins (LSE) zum Thema „How valid are synthetic panel estimates of poverty dynamics? New evidence from HILDA and the BHPS“ und by Armin Falk (briq, Universität Bonn) über „Global Evidence on Economic Preferences“ gehalten.

Einen weiteren Höhepunkt der Konferenz stellte die Würdigung der beruflichen Erfolge von Gert G. Wagner anlässlich seiner Pensionierung dar. Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, stellte in seiner Präsentation die zahlreichen Errungenschaften, die Gert G. Wagner für das SOEP erreicht hat, und dessen hervorragenden Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung heraus.

Die Konferenz endete mit einer Preisverleihung. Zunächst wurde der Felix Büchel Award an Armin Falk verliehen. Für die besten Präsentationen auf der SOEP-Konferenz wurden drei Preise vergeben. Der erste Joachim R. Frick Memorial Prize 2018 ging an Juan Palacios und seinen Ko-Autor Steffen Künn von der Maastricht University. Der zweite Joachim R. Frick Memorial Prize 2018 wurde zum einen an Benjamin Fischer und seinen Kollegen Dominik Hügle von der Freien Universität Berlin verliehen, zum anderen an Stefanie Heyne und Jonas Voßemer von der LMU München bzw. der Universität Bamberg. Der Joachim R. Frick Best Poster Prize 2018 wurde Tanja Fendel für ihr Poster „The effect of housework on migrants' and native-born individuals’ wages“ verliehen.

Mehr zu den Ausgezeichneten und eine Auswahl von Bildern haben wir auf diesen Seiten für Sie bereitgestellt:

Felix Büchel Award

Joachim R. Frick Memorial Prize

Photo Gallery


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Mon, 29 Oct 2018 02:42:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.605125.de
Her mit der „Fair Pay“-Plakette! http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.603876.de Neue Ideen könnten dafür sorgen, dass der Mindestlohn endlich eingehalten wird.

Seit 2015 gibt es den gesetzlichen Mindestlohn – zumindest theoretisch. Denn in der Praxis erhalten ihn nach wie vor viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht. Das Ausmaß der Verstöße gegen das Mindestlohngesetz ist immens. Wie eine Studie des DIW Berlin gezeigt hat, lag im Jahr 2016 der Lohn von etwa 1,8 Millionen Personen unter der damals gültigen Untergrenze von 8,50 Euro. Vor einigen Wochen hat der Zoll erstmalig eine bundesweite Kontrolle zur Aufklärung von Mindestlohnverstößen durchgeführt. Doch lässt sich der Betrug auf diese Weise verhindern oder zumindest eindämmen? Nur die Anzahl der Kontrollen zu erhöhen, scheint jedenfalls nicht auszureichen. Denn die dafür zuständige Behörde, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls, ist für die Kontrolle von mehr als zwei Millionen Betrieben mit über 30 Millionen Beschäftigten zuständig. Dafür stehen derzeit nur 6800 Beamtinnen und Beamte zur Verfügung, die parallel noch ganz andere Delikte aufklären müssen. Das kann kaum funktionieren.

Nötig sind also weitergehende Maßnahmen - und da wären durchaus auch innovative Ansätze denkbar. Da ist zunächst die Arbeitszeiterfassung, das Einfallstor für Umgehungsstrategien. In der Praxis gibt es mit Blick auf die aufzuzeichnende Arbeitszeit eine Reihe von Problemen, beispielsweise wenn für Taxifahrer Wartezeiten als Pausen statt als Arbeitszeit abgerechnet werden - entgegen der aktuellen Rechtsprechung. Nicht selten sind Angestellte zudem nachsichtig, wenn der Arbeitgeber sagt, er könne sie sonst nicht bezahlen. Oder sie akzeptieren einen niedrigeren Lohn beziehungsweise arbeiten für den gleichen Lohn mehr, um einer Kürzung anderer Bezüge zu entgehen.

Eine lückenlose Dokumentation der Arbeitszeiten ist die Voraussetzung für einfache und effiziente Kontrollen. Zwar gibt es immer wieder Stimmen, denen zufolge dies die Wirtschaft in unzumutbarem Ausmaß belasten würde. Aber ist es nicht plausibel anzunehmen, dass Arbeitszeiten sowieso festgehalten werden, ob aus Versicherungsgründen oder zur internen Kostenkalkulation? Und wie stichhaltig ist dieses Argument im digitalen Zeitalter?

So bietet etwa die Smartphone-App des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Möglichkeit, die eigenen Arbeitszeiten selbständig festzuhalten und diese direkt per Mail an den Arbeitgeber zu schicken. Die Arbeitszeitkonten, die man beispielsweise durch Kollegen oder den Vorgesetzten gegenzeichnen lassen kann, können im Fall der Fälle vor Gericht sogar als Beweis herangezogen werden. Daher wird das selbständige Führen solcher Stundenaufzeichnungen auch von Gewerkschaften empfohlen. Nun muss es darum gehen, diese Möglichkeiten bekannter und zum obligatorischen Vorgehen zu machen.

Ein zweites mögliches Handlungsfeld sind Anreize für Unternehmen, sich aus eigenem Antrieb korrekt zu verhalten. In Großbritannien werden beispielsweise schwarze Listen mit Unternehmen veröffentlicht, die den Mindestlohn umgehen. Dieser potenzielle Ansehensverlust soll Arbeitgeber davon abhalten, die Lohnuntergrenze zu unterlaufen. Die Frage ist aber, ob tatsächlich so viele Firmen überhaupt gegen den Mindestlohn verstoßen wollen. Vermutlich nicht, denn weil der Mindestlohn in Deutschland eine sehr hohe gesellschaftliche Unterstützung genießt (85 bis 90 Prozent der Bevölkerung finden den Mindestlohn gut), wird es auch viele Unternehmerinnen und Unternehmer geben, die den Mindestlohn gerne zahlen würden. Das Problem ist nur: Wenn die Konkurrenz anderer Meinung ist und den Mindestlohn umgeht, um Lohnkosten zu sparen, entsteht ein Wettbewerbsnachteil für die gesetzeskonform handelnden Firmen.

Um das gesetzeskonforme Verhalten zu unterstützen, könnte man daher eine weiße Liste mit Firmen einführen, die sich freiwillig und vollständig dazu bereit erklären, einem Kontrollorgan ihre Buchhaltung und ihre Arbeitszeiten vorzulegen sowie bestätigende Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzulassen. Für ein Unternehmen, das sich regelmäßig kontrollieren lässt, sollen dadurch klare Wettbewerbsvorteile entstehen. Zum Beispiel sollten nur diese Unternehmen an der öffentlichen Auftragsvergabe teilnehmen können. Gleichzeitig muss für alle Beteiligten klar erkennbar sein, dass Unternehmen diese Mindeststandards einhalten. Denkbar wäre eine Plakette, die beispielsweise ein Restaurant an der Tür platzieren kann, oder mit der es auf der Homepage werben kann, um zu signalisieren, dass es faire Löhne an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlt. Idealerweise würde sogar bei Online- Vergleichsportalen angezeigt werden, welche Restaurants diese Plakette besitzen. Mit entsprechender Werbung erhielte die Plakette Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und gesellschaftliches Ansehen. Neben dem schon bekannten “Fair Trade”-Siegel gäbe es dann eben auch eine “Fair Pay”-Plakette.

Vor dem Hintergrund der breiten gesellschaftlichen Unterstützung für den Mindestlohn wird es vielen nicht egal sein, ob ihre Kellnerin oder ihr Kellner fair bezahlt wird oder nicht. Und gerade in der Gastronomiebranche sind Mindestlohnverstöße weit verbreitet. Studien haben zudem gezeigt, dass Kunden bereit sind, höhere Preise für Produkte mit vergleichbaren “Bio”- oder “Fair Trade”-Siegeln zu zahlen. Bei gleichem Effekt für die “Fair Pay”-Plakette könnten die höheren Lohnkosten auf diesem Wege ausgeglichen werden. Das Ganze hätte natürlich auch seine Kosten, weil eine freiwillige Zertifizierung ebenfalls Ressourcen benötigt. Nur wird sie per Definition weniger Aufwand für die Kontrollorgane als die jetzigen Zollkontrollen bereiten, denn Unternehmen werden freiwillig und eigenhändig ein Unterlagenpaket für die Zertifizierung vorbereiten müssen.

Möchte man alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor unangemessen niedrigen Löhnen schützen, wie vom Mindestlohngesetz ursprünglich vorgesehen, sollten solche Maßnahmen diskutiert und in Erwägung gezogen werden. Es liegt im gemeinsamen Interesse von Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmern und Unternehmen, dass das Mindestlohngesetz nicht der zahnlose Tiger bleibt, das es derzeit noch ist. Eine “Fair Pay”-Plakette könnte die entsprechenden Anreize schaffen, dass am Ende alle Gruppen profitieren.

Der Gastbeitrag von Alexandra Fedorets und Mattis Beckmannshagen ist am 21. Oktober 2018 bei der Süddeutschen Zeitung erschienen.


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Mon, 22 Oct 2018 01:36:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.603876.de
Lebenszufriedenheit von Geflüchteten in Deutschland ist deutlich geringer, wenn Kinder im Ausland leben http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602164.de Studie untersucht Familienstruktur und Wohlbefinden von Personen, die zwischen Januar 2013 und Januar 2016 nach Deutschland geflüchtet sind – Vor allem Männer leben häufig von ihren Kindern getrennt – Wohlbefinden der Geflüchteten ist deutlich geringer, wenn minderjährige Kinder im Ausland leben – Erkenntnisse sollten in Debatte um Familiennachzug stärker beachtet werden

Geflüchtete in Deutschland, die minderjährige Kinder im Ausland haben, sind deutlich unzufriedener als andere Geflüchtete. Auch die Frage, ob die Ehepartnerin beziehungsweise der Ehepartner in Deutschland lebt, ist entscheidend für das Wohlbefinden der Geflüchteten. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Hertie School of Governance hervor, die auf Basis einer Befragung von Geflüchteten erstmals detaillierter deren Familienstruktur und das Wohlbefinden unter die Lupe nimmt. Demnach haben neun Prozent aller nach Deutschland Geflüchteten im Alter von 18 bis 49 Jahren mindestens ein minderjähriges Kind, das nicht bei ihnen in Deutschland, sondern im Ausland lebt. Bei zwölf Prozent ist das mit Blick auf die Ehepartnerin beziehungsweise den Ehepartner der Fall. Betrachtet man nur die Geflüchteten, die überhaupt Kinder haben und die überhaupt verheiratet sind, liegen die Anteile derer, die Familienangehörige im Ausland zurückgelassen haben, mit 23 Prozent (Kinder) und 27 Prozent (EhepartnerIn) deutlich höher.


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Wed, 17 Oct 2018 09:38:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602164.de
Beschäftigung und Bildungsinvestitionen von Geflüchteten in Deutschland http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602145.de Im Zentrum der Diskussion über eine Integration von Geflüchteten steht vielfach die erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Eine Untersuchung auf Basis einer repräsentativen Befragung von Geflüchteten zeigt, dass der Einstieg in den Arbeitsmarkt von Geflüchteten, die seit 2010 nach Deutschland kamen, etwa in der gleichen Geschwindigkeit verlief wie im Fall früherer Fluchtzuwanderung: Im dritten Jahr nach Zuwanderung haben etwa die Hälfte der männlichen Geflüchteten erste Arbeitsmarkterfahrungen in Deutschland gesammelt, bei weiblichen Geflüchteten ist es nur etwa ein Viertel. Oftmals liegt die erste Tätigkeit in Deutschland unter dem Tätigkeitsniveau der Beschäftigung im Herkunftsland.

Trotz des schwierigen Arbeitsmarkteinstiegs findet sich unter Geflüchteten eine hohe Motivation, eine Beschäftigung aufzunehmen oder in Bildung zu investieren. Unterschiede innerhalb der Gruppe der Geflüchteten zeigen sich zwischen Geschlechtern, nach dem Grad der selbst eingeschätzten Gesundheit und nach der Erwerbsbiografie im Herkunftsland. Eine besonders hohe Motivation zu Erwerbstätigkeit und Weiterbildung zeigen Personen, die im Herkunftsland bereits erwerbstätig waren. Da ein Großteil der Geflüchteten auch ohne Berufsabschluss über Berufserfahrung in Fachkrafttätigkeiten verfügt und etwa die Hälfte bereit wäre, eine Aus- und Weiterbildung zu absolvieren, sollten schnellere und flexiblere Wege zum formalen Vollabschluss unter Berücksichtigung der Berufserfahrung eingeführt werden.


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Wed, 17 Oct 2018 09:26:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602145.de
David Richter als Faculty-Mitglied des LIFE-Programms berufen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601657.de David Richter, der als Psychologe für das SOEP tätig ist, wurde in die Faculty des internationalen Doktorandenprogramms LIFE ("International Max Planck Research School on the Life Course") berufen.

Im multidisziplinären Graduate Program LIFE arbeiten das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB), die FU und HU Berlin, das SOEP und das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) in Berlin mit der University of Michigan (Ann Arbor), der University of Virginia (Charlottesville) und der Universität Zürich zusammen.


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Mon, 15 Oct 2018 09:35:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601657.de
DIW Berlin beteiligt sich im Rahmen eines neuen Exzellenzclusters an Forschung zu weltweiten Herausforderungen für liberale Demokratie und Marktwirtschaft http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601326.de Das DIW Berlin beteiligt sich am neuen, in Berlin angesiedelten Exzellenzcluster Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS). Prof. Martin Kroh vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin ist unter den 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die im Rahmen dieses Clusters die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um die liberale Ordnung aus historischer, globaler und vergleichender Perspektive untersuchen werden.

25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges befindet sich das liberale Ordnungsmodell in einer tiefen Krise. Welche Ursachen haben die aktuellen Auseinandersetzungen um das liberale Skript, und welche Auswirkungen ergeben sich für die globalen Probleme des 21. Jahrhunderts? Diesen Fragen wird sich das Exzellenzcluster widmen. Das Cluster verbindet die in Berlin vorhandene Expertise in den Sozialwissenschaften und Regionalstudien und überbrückt dadurch vorherrschende methodische und institutionelle Trennungen. Auch am Cluster beteiligt sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Wissenschaftszentrum Berlin sowie die Hertie School of Governance, das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, das German Institute of Global and Area Studies und das Leibniz-Zentrum Moderner Orient beteiligt. Über Forschungskooperationen in allen Weltregionen adressiert SCRIPTS die Vielfalt der Herausforderungen und ihre Verbindungen. Gleichzeitig setzt die Initiative auf eine enge Zusammenarbeit mit Praxisinstitutionen aus Politik und Kultur.

Exzellenzcluster sind große Verbundforschungsprojekte, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zu einem zukunftsträchtigen Thema zusammenarbeiten. Sie werden von Bund und Ländern gefördert.


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Thu, 11 Oct 2018 08:45:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601326.de
Organspende: Pflicht zur Entscheidung ist die bessere Alternative – aber mit Kontrolle: Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.599132.de Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine überfällige Debatte angestoßen. Wieso werden in Deutschland trotz des enormen Bedarfs an Spenderorganen so wenige Organentnahmen vorgenommen, obwohl die generelle Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung bei 84 Prozent liegt? Um aus dieser grundsätzlichen Bereitschaft eine signifikante Erhöhung der Organspenden zu erzielen, will Spahn die sogenannte Widerspruchslösung einführen. Dabei bliebe die autonome individuelle Entscheidungsfreiheit bestehen, aber statt wie gegenwärtig explizit zuzustimmen, müsste man künftig einer Organentnahme explizit widersprechen. [...]


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Wed, 26 Sep 2018 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.599132.de
Das SOEP sucht neue MitarbeiterInnen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.598410.de Das SOEP hat gerade zwei neue Stellen ausgeschrieben.

Wir freuen uns freuen uns auf die eingehenden Bewerbungen.

DoktorandIn (m/w/div)
Wissenschaftliche Mitarbeit im BMBF-Projekt „Ergänzung der Dateninfrastruktur des SOEP um eine Stichprobe von Lesben, Schwulen und Bisexuellen (SOEP-LGB)“, hier: Untersuchung surveymethodischer Fragen

Wissenschaftliche/r MitarbeiterIn (w/m/div)
Verantwortlich für die Erstellung von Gewichtungsvariablen, Stichprobenziehungen und Imputation; Beratungsaufgaben im Bereich der Surveystatistik nach innen und Vertretung der Themen Gewichtung, Stichprobenziehung und Imputation nach außen.


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Fri, 14 Sep 2018 01:10:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.598410.de
Niedrige Löhne empfindet die große Mehrheit als ungerecht http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597905.de DIW-Studie untersucht auf Umfragebasis, als wie gerecht Erwerbseinkommen in Deutschland wahrgenommen werden – Dass Einkommen ungleich verteilt ist, wird grundsätzlich akzeptiert – Überwältigende Mehrheit der Befragten nimmt aber untere Arbeitseinkommen als zu niedrig wahr – Um Gefühl der Gerechtigkeit in der Bevölkerung zu erhöhen, muss Politik bei niedrigen Löhnen ansetzen

Die allermeisten befragten Erwerbstätigen empfinden vor allem niedrige, aber auch mittlere Arbeitseinkommen als zu gering und ungerecht. Das ist ein zentrales Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) von Jule Adriaans und Stefan Liebig, Direktor der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Befragt wurden hierfür in einer repräsentativen Umfrage (LINOS-2) Beschäftigte zu ihrer Gerechtigkeitswahrnehmung bestimmter Einkommensklassen (hohe, mittlere und niedrige Erwerbseinkommen). Hohe Einkommen (6.100 Euro brutto im Monat im Durchschnitt) werden von etwa der Hälfte der Befragten als gerecht bewertet, 38 Prozent finden sie zu hoch. Mittlere Einkommen (durchschnittlich 2.700 Euro im Monat) empfinden 81 Prozent als zu niedrig, geringe Einkommen von etwa 1.200 Euro im Monat nehmen gar 96 Prozent der Befragten als zu niedrig wahr.  


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Wed, 12 Sep 2018 10:35:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597905.de
„Die Konsequenz von empfundener Ungerechtigkeit kann ein Rückzug sein“: Interview mit Stefan Liebig http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597925.de Herr Liebig, es wird öffentlich viel über eine ungerechte Einkommensverteilung diskutiert. Ist das nur eine subjektive Wahrnehmung oder auch statistisch, wissenschaftlich belegbar?

Die Einkommensungleichheit können wir sehr gut messen. Aber wir können wissenschaftlich nicht bestimmen, ab wann eine Einkommensungleichheit ungerecht ist. Dafür gibt es keine klaren wissenschaftlichen Kriterien, weil Gerechtigkeit ein Wertmaßstab ist. Wir können aber die Menschen fragen, welche Einkommensungleichheit sie als gerecht oder ungerecht empfinden, und das kann man dann mit statistischen Verfahren wissenschaftlich bearbeiten. [...]


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Wed, 12 Sep 2018 10:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597925.de
Rentennahe Jahrgänge haben große Lücke bei der Sicherung ihres Lebensstandards im Ruhestand http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597882.de Mehr als der Hälfte der 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen reichen derzeitige Rentenanwartschaften nicht, um aktuellen Konsum vollständig zu decken – Private Versicherungen reduzieren diesen Anteil nur geringfügig – Potentielle Versorgungslücke beträgt durchschnittlich rund 700 Euro im Monat

58 Prozent der Erwerbstätigen aus rentennahen Jahrgängen könnten ihren Konsum nicht aus Anwartschaften aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge oder Beamtenpensionen decken, wenn sie jetzt in den Ruhestand gingen. Sie hätten im Schnitt eine potentielle Versorgungslücke von monatlich rund 700 Euro. Private Versicherungen wie die Riester- und Rürup-Rente würden den Anteil der 55- bis 64-Jährigen mit einer potentiellen Versorgungslücke lediglich um zwei Prozentpunkte senken. Auch wenn sie zusätzlich ihr privates Vermögen einsetzten, könnten gut 40 Prozent ihren aktuellen Konsum nicht decken. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die von der Hans-Böckler-Stiftung finanziert wurde.


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Wed, 12 Sep 2018 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597882.de
Michaela Engelmann tritt ihren Ruhestand an http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597021.de Vielen Datennutzenden und auch Befragten ist die Stimme von Michaela Engelmann bestens vertraut. Seit 2005 hat sie telefonische Anfragen von SOEP-Nutzerinnen und Nutzern beantwortet und bei Fragen an Expertinnen und Experten im SOEP-Team weitergeleitet. Seit 2008 war sie auch die Ansprechpartnerin für die SOEP-Befragten am DIW Berlin. Mehr als ein Dutzend Wellen der SOEP-Daten hat sie an Forschende entweder als DVD verschickt oder seit einigen Jahren verschlüsselt digital bereitgestellt und damit unzählige Passwörter übermittelt.

Michaela Engelmann begann im Anschluss an ihre abgeschlossene Lehre bereits im Jahr 1978 ihre Tätigkeit im DIW Berlin. Sie war in mehreren Abteilungen als Teamassistentin und später als technische Redakteurin im DIW tätig, bevor sie 2005 zum SOEP wechselte. Hier betreute sie seitdem die SOEP-Hotline, baute vor allem das SOEP-Vertragsmanagement neu auf, arbeitete bei Konzeption und Durchführung von SOEP-Nutzerbefragungen mit und konzipierte und erstellte etliche nutzerfreundliche Onlinedokumentationen. Von 2011 bis 2015 war sie als Ausbildungsleiterin auch für die Einhaltung des Ausbildungsplans der SOEP-Auszubildenden zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS) zuständig.

Nach rund 40 Jahren Tätigkeit im DIW Berlin  wünscht das SOEP-Team Michaela alles, alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand.

Ab 1. September 2018 wird dann Janine Napieraj die SOEP-Hotline betreuen und darüber hinaus für SOEP-Datennutzende die erste Ansprechpartnerin in Vertragsangelegenheiten sein.


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Fri, 31 Aug 2018 09:24:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597021.de
Michaela Engelmann tritt ihren Ruhestand an http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596968.de Vielen Datennutzenden und auch Befragten ist die Stimme von Michaela Engelmann bestens vertraut. Seit 2005 hat sie telefonische Anfragen von SOEP-Nutzerinnen und Nutzern beantwortet und bei Fragen an Expertinnen und Experten im SOEP-Team weitergeleitet. Seit 2008 war sie auch die Ansprechpartnerin für die SOEP-Befragten am DIW Berlin. Mehr als ein Dutzend Wellen der SOEP-Daten hat sie an Forschende entweder als DVD verschickt oder seit einigen Jahren verschlüsselt digital bereitgestellt und damit unzählige Passwörter übermittelt.

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Michaela Engelmann begann im Anschluss an ihre abgeschlossene Lehre bereits im Jahr 1978 ihre Tätigkeit im DIW Berlin. Sie war in mehreren Abteilungen als Teamassistentin und später als technische Redakteurin im DIW tätig, bevor sie 2005 zum SOEP wechselte. Hier betreute sie seitdem die SOEP-Hotline, baute vor allem das SOEP-Vertragsmanagement neu auf, arbeitete bei Konzeption und Durchführung von SOEP-Nutzerbefragungen mit und konzipierte und erstellte etliche nutzerfreundliche Onlinedokumentationen. Von 2011 bis 2015 war sie als Ausbildungsleiterin auch für die Einhaltung des Ausbildungsplans der SOEP-Auszubildenden zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS) zuständig.

Nach rund 40 Jahren Tätigkeit im DIW Berlin  wünscht das SOEP-Team Michaela alles, alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand.

Ab 1. September 2018 wird dann Janine Napieraj die SOEP-Hotline betreuen und darüber hinaus für SOEP-Datennutzende die erste Ansprechpartnerin in Vertragsangelegenheiten sein.


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Thu, 30 Aug 2018 03:15:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596968.de
Mutterschaft geht häufig mit verringertem Wohlbefinden einher http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596711.de Anteil an Frauen mit psychischen und gesundheitlichen Belastungssymptomen nimmt nach der Geburt zu – Mentales Wohlbefinden reduziert sich bei vielen Frauen im Verlauf der Mutterschaft weiter  –  vor allem institutionelle Entlastungsmaßnahmen gefordert

30 Prozent der untersuchten Mütter in Deutschland erfahren eine substanzielle Verschlechterung des gesundheitsbezogenen Wohlbefindens innerhalb der ersten sieben Jahre nach der Geburt. Gleichzeitig profitieren aber auch 19 Prozent von einer substanziellen Verbesserung. In einer vergleichbaren Gruppe von kinderlosen Frauen nimmt das mentale Wohlbefinden im Altersverlauf ebenfalls ab, jedoch weniger stark. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basieren.


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Wed, 29 Aug 2018 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596711.de