Nachrichten des SOEP http://www.diw.de/de/diw_02.c.221179.de/news_and_events.html Nachrichten, Pressemitteilungen und Stellenangebote des SOEP de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/thumbnails/soep-logo_kl.jpeg.458933.jpeg SOEP (DIW Berlin) http://www.diw.de/de/soep Lebenszufriedenheit von Geflüchteten in Deutschland ist deutlich geringer, wenn Kinder im Ausland leben http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602164.de Studie untersucht Familienstruktur und Wohlbefinden von Personen, die zwischen Januar 2013 und Januar 2016 nach Deutschland geflüchtet sind – Vor allem Männer leben häufig von ihren Kindern getrennt – Wohlbefinden der Geflüchteten ist deutlich geringer, wenn minderjährige Kinder im Ausland leben – Erkenntnisse sollten in Debatte um Familiennachzug stärker beachtet werden

Geflüchtete in Deutschland, die minderjährige Kinder im Ausland haben, sind deutlich unzufriedener als andere Geflüchtete. Auch die Frage, ob die Ehepartnerin beziehungsweise der Ehepartner in Deutschland lebt, ist entscheidend für das Wohlbefinden der Geflüchteten. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Hertie School of Governance hervor, die auf Basis einer Befragung von Geflüchteten erstmals detaillierter deren Familienstruktur und das Wohlbefinden unter die Lupe nimmt. Demnach haben neun Prozent aller nach Deutschland Geflüchteten im Alter von 18 bis 49 Jahren mindestens ein minderjähriges Kind, das nicht bei ihnen in Deutschland, sondern im Ausland lebt. Bei zwölf Prozent ist das mit Blick auf die Ehepartnerin beziehungsweise den Ehepartner der Fall. Betrachtet man nur die Geflüchteten, die überhaupt Kinder haben und die überhaupt verheiratet sind, liegen die Anteile derer, die Familienangehörige im Ausland zurückgelassen haben, mit 23 Prozent (Kinder) und 27 Prozent (EhepartnerIn) deutlich höher.


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Wed, 17 Oct 2018 09:38:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602164.de
Beschäftigung und Bildungsinvestitionen von Geflüchteten in Deutschland http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602145.de Im Zentrum der Diskussion über eine Integration von Geflüchteten steht vielfach die erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Eine Untersuchung auf Basis einer repräsentativen Befragung von Geflüchteten zeigt, dass der Einstieg in den Arbeitsmarkt von Geflüchteten, die seit 2010 nach Deutschland kamen, etwa in der gleichen Geschwindigkeit verlief wie im Fall früherer Fluchtzuwanderung: Im dritten Jahr nach Zuwanderung haben etwa die Hälfte der männlichen Geflüchteten erste Arbeitsmarkterfahrungen in Deutschland gesammelt, bei weiblichen Geflüchteten ist es nur etwa ein Viertel. Oftmals liegt die erste Tätigkeit in Deutschland unter dem Tätigkeitsniveau der Beschäftigung im Herkunftsland.

Trotz des schwierigen Arbeitsmarkteinstiegs findet sich unter Geflüchteten eine hohe Motivation, eine Beschäftigung aufzunehmen oder in Bildung zu investieren. Unterschiede innerhalb der Gruppe der Geflüchteten zeigen sich zwischen Geschlechtern, nach dem Grad der selbst eingeschätzten Gesundheit und nach der Erwerbsbiografie im Herkunftsland. Eine besonders hohe Motivation zu Erwerbstätigkeit und Weiterbildung zeigen Personen, die im Herkunftsland bereits erwerbstätig waren. Da ein Großteil der Geflüchteten auch ohne Berufsabschluss über Berufserfahrung in Fachkrafttätigkeiten verfügt und etwa die Hälfte bereit wäre, eine Aus- und Weiterbildung zu absolvieren, sollten schnellere und flexiblere Wege zum formalen Vollabschluss unter Berücksichtigung der Berufserfahrung eingeführt werden.


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Wed, 17 Oct 2018 09:26:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602145.de
David Richter als Faculty-Mitglied des LIFE-Programms berufen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601657.de David Richter, der als Psychologe für das SOEP tätig ist, wurde in die Faculty des internationalen Doktorandenprogramms LIFE ("International Max Planck Research School on the Life Course") berufen.

Im multidisziplinären Graduate Program LIFE arbeiten das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB), die FU und HU Berlin, das SOEP und das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) in Berlin mit der University of Michigan (Ann Arbor), der University of Virginia (Charlottesville) und der Universität Zürich zusammen.


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Mon, 15 Oct 2018 09:35:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601657.de
DIW Berlin beteiligt sich im Rahmen eines neuen Exzellenzclusters an Forschung zu weltweiten Herausforderungen für liberale Demokratie und Marktwirtschaft http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601326.de Das DIW Berlin beteiligt sich am neuen, in Berlin angesiedelten Exzellenzcluster Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS). Prof. Martin Kroh vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin ist unter den 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die im Rahmen dieses Clusters die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um die liberale Ordnung aus historischer, globaler und vergleichender Perspektive untersuchen werden.

25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges befindet sich das liberale Ordnungsmodell in einer tiefen Krise. Welche Ursachen haben die aktuellen Auseinandersetzungen um das liberale Skript, und welche Auswirkungen ergeben sich für die globalen Probleme des 21. Jahrhunderts? Diesen Fragen wird sich das Exzellenzcluster widmen. Das Cluster verbindet die in Berlin vorhandene Expertise in den Sozialwissenschaften und Regionalstudien und überbrückt dadurch vorherrschende methodische und institutionelle Trennungen. Auch am Cluster beteiligt sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Wissenschaftszentrum Berlin sowie die Hertie School of Governance, das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, das German Institute of Global and Area Studies und das Leibniz-Zentrum Moderner Orient beteiligt. Über Forschungskooperationen in allen Weltregionen adressiert SCRIPTS die Vielfalt der Herausforderungen und ihre Verbindungen. Gleichzeitig setzt die Initiative auf eine enge Zusammenarbeit mit Praxisinstitutionen aus Politik und Kultur.

Exzellenzcluster sind große Verbundforschungsprojekte, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zu einem zukunftsträchtigen Thema zusammenarbeiten. Sie werden von Bund und Ländern gefördert.


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Thu, 11 Oct 2018 08:45:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.601326.de
Organspende: Pflicht zur Entscheidung ist die bessere Alternative – aber mit Kontrolle: Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.599132.de Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine überfällige Debatte angestoßen. Wieso werden in Deutschland trotz des enormen Bedarfs an Spenderorganen so wenige Organentnahmen vorgenommen, obwohl die generelle Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung bei 84 Prozent liegt? Um aus dieser grundsätzlichen Bereitschaft eine signifikante Erhöhung der Organspenden zu erzielen, will Spahn die sogenannte Widerspruchslösung einführen. Dabei bliebe die autonome individuelle Entscheidungsfreiheit bestehen, aber statt wie gegenwärtig explizit zuzustimmen, müsste man künftig einer Organentnahme explizit widersprechen. [...]


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Wed, 26 Sep 2018 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.599132.de
Das SOEP sucht neue MitarbeiterInnen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.598410.de Das SOEP hat gerade zwei neue Stellen ausgeschrieben.

Wir freuen uns freuen uns auf die eingehenden Bewerbungen.

DoktorandIn (m/w/div)
Wissenschaftliche Mitarbeit im BMBF-Projekt „Ergänzung der Dateninfrastruktur des SOEP um eine Stichprobe von Lesben, Schwulen und Bisexuellen (SOEP-LGB)“, hier: Untersuchung surveymethodischer Fragen

Wissenschaftliche/r MitarbeiterIn (w/m/div)
Verantwortlich für die Erstellung von Gewichtungsvariablen, Stichprobenziehungen und Imputation; Beratungsaufgaben im Bereich der Surveystatistik nach innen und Vertretung der Themen Gewichtung, Stichprobenziehung und Imputation nach außen.


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Fri, 14 Sep 2018 01:10:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.598410.de
Niedrige Löhne empfindet die große Mehrheit als ungerecht http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597905.de DIW-Studie untersucht auf Umfragebasis, als wie gerecht Erwerbseinkommen in Deutschland wahrgenommen werden – Dass Einkommen ungleich verteilt ist, wird grundsätzlich akzeptiert – Überwältigende Mehrheit der Befragten nimmt aber untere Arbeitseinkommen als zu niedrig wahr – Um Gefühl der Gerechtigkeit in der Bevölkerung zu erhöhen, muss Politik bei niedrigen Löhnen ansetzen

Die allermeisten befragten Erwerbstätigen empfinden vor allem niedrige, aber auch mittlere Arbeitseinkommen als zu gering und ungerecht. Das ist ein zentrales Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) von Jule Adriaans und Stefan Liebig, Direktor der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Befragt wurden hierfür in einer repräsentativen Umfrage (LINOS-2) Beschäftigte zu ihrer Gerechtigkeitswahrnehmung bestimmter Einkommensklassen (hohe, mittlere und niedrige Erwerbseinkommen). Hohe Einkommen (6.100 Euro brutto im Monat im Durchschnitt) werden von etwa der Hälfte der Befragten als gerecht bewertet, 38 Prozent finden sie zu hoch. Mittlere Einkommen (durchschnittlich 2.700 Euro im Monat) empfinden 81 Prozent als zu niedrig, geringe Einkommen von etwa 1.200 Euro im Monat nehmen gar 96 Prozent der Befragten als zu niedrig wahr.  


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Wed, 12 Sep 2018 10:35:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597905.de
„Die Konsequenz von empfundener Ungerechtigkeit kann ein Rückzug sein“: Interview mit Stefan Liebig http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597925.de Herr Liebig, es wird öffentlich viel über eine ungerechte Einkommensverteilung diskutiert. Ist das nur eine subjektive Wahrnehmung oder auch statistisch, wissenschaftlich belegbar?

Die Einkommensungleichheit können wir sehr gut messen. Aber wir können wissenschaftlich nicht bestimmen, ab wann eine Einkommensungleichheit ungerecht ist. Dafür gibt es keine klaren wissenschaftlichen Kriterien, weil Gerechtigkeit ein Wertmaßstab ist. Wir können aber die Menschen fragen, welche Einkommensungleichheit sie als gerecht oder ungerecht empfinden, und das kann man dann mit statistischen Verfahren wissenschaftlich bearbeiten. [...]


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Wed, 12 Sep 2018 10:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597925.de
Rentennahe Jahrgänge haben große Lücke bei der Sicherung ihres Lebensstandards im Ruhestand http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597882.de Mehr als der Hälfte der 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen reichen derzeitige Rentenanwartschaften nicht, um aktuellen Konsum vollständig zu decken – Private Versicherungen reduzieren diesen Anteil nur geringfügig – Potentielle Versorgungslücke beträgt durchschnittlich rund 700 Euro im Monat

58 Prozent der Erwerbstätigen aus rentennahen Jahrgängen könnten ihren Konsum nicht aus Anwartschaften aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge oder Beamtenpensionen decken, wenn sie jetzt in den Ruhestand gingen. Sie hätten im Schnitt eine potentielle Versorgungslücke von monatlich rund 700 Euro. Private Versicherungen wie die Riester- und Rürup-Rente würden den Anteil der 55- bis 64-Jährigen mit einer potentiellen Versorgungslücke lediglich um zwei Prozentpunkte senken. Auch wenn sie zusätzlich ihr privates Vermögen einsetzten, könnten gut 40 Prozent ihren aktuellen Konsum nicht decken. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die von der Hans-Böckler-Stiftung finanziert wurde.


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Wed, 12 Sep 2018 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597882.de
Michaela Engelmann tritt ihren Ruhestand an http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597021.de Vielen Datennutzenden und auch Befragten ist die Stimme von Michaela Engelmann bestens vertraut. Seit 2005 hat sie telefonische Anfragen von SOEP-Nutzerinnen und Nutzern beantwortet und bei Fragen an Expertinnen und Experten im SOEP-Team weitergeleitet. Seit 2008 war sie auch die Ansprechpartnerin für die SOEP-Befragten am DIW Berlin. Mehr als ein Dutzend Wellen der SOEP-Daten hat sie an Forschende entweder als DVD verschickt oder seit einigen Jahren verschlüsselt digital bereitgestellt und damit unzählige Passwörter übermittelt.

Michaela Engelmann begann im Anschluss an ihre abgeschlossene Lehre bereits im Jahr 1978 ihre Tätigkeit im DIW Berlin. Sie war in mehreren Abteilungen als Teamassistentin und später als technische Redakteurin im DIW tätig, bevor sie 2005 zum SOEP wechselte. Hier betreute sie seitdem die SOEP-Hotline, baute vor allem das SOEP-Vertragsmanagement neu auf, arbeitete bei Konzeption und Durchführung von SOEP-Nutzerbefragungen mit und konzipierte und erstellte etliche nutzerfreundliche Onlinedokumentationen. Von 2011 bis 2015 war sie als Ausbildungsleiterin auch für die Einhaltung des Ausbildungsplans der SOEP-Auszubildenden zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS) zuständig.

Nach rund 40 Jahren Tätigkeit im DIW Berlin  wünscht das SOEP-Team Michaela alles, alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand.

Ab 1. September 2018 wird dann Janine Napieraj die SOEP-Hotline betreuen und darüber hinaus für SOEP-Datennutzende die erste Ansprechpartnerin in Vertragsangelegenheiten sein.


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Fri, 31 Aug 2018 09:24:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.597021.de
Michaela Engelmann tritt ihren Ruhestand an http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596968.de Vielen Datennutzenden und auch Befragten ist die Stimme von Michaela Engelmann bestens vertraut. Seit 2005 hat sie telefonische Anfragen von SOEP-Nutzerinnen und Nutzern beantwortet und bei Fragen an Expertinnen und Experten im SOEP-Team weitergeleitet. Seit 2008 war sie auch die Ansprechpartnerin für die SOEP-Befragten am DIW Berlin. Mehr als ein Dutzend Wellen der SOEP-Daten hat sie an Forschende entweder als DVD verschickt oder seit einigen Jahren verschlüsselt digital bereitgestellt und damit unzählige Passwörter übermittelt.

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Michaela Engelmann begann im Anschluss an ihre abgeschlossene Lehre bereits im Jahr 1978 ihre Tätigkeit im DIW Berlin. Sie war in mehreren Abteilungen als Teamassistentin und später als technische Redakteurin im DIW tätig, bevor sie 2005 zum SOEP wechselte. Hier betreute sie seitdem die SOEP-Hotline, baute vor allem das SOEP-Vertragsmanagement neu auf, arbeitete bei Konzeption und Durchführung von SOEP-Nutzerbefragungen mit und konzipierte und erstellte etliche nutzerfreundliche Onlinedokumentationen. Von 2011 bis 2015 war sie als Ausbildungsleiterin auch für die Einhaltung des Ausbildungsplans der SOEP-Auszubildenden zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS) zuständig.

Nach rund 40 Jahren Tätigkeit im DIW Berlin  wünscht das SOEP-Team Michaela alles, alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand.

Ab 1. September 2018 wird dann Janine Napieraj die SOEP-Hotline betreuen und darüber hinaus für SOEP-Datennutzende die erste Ansprechpartnerin in Vertragsangelegenheiten sein.


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Thu, 30 Aug 2018 03:15:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596968.de
Mutterschaft geht häufig mit verringertem Wohlbefinden einher http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596711.de Anteil an Frauen mit psychischen und gesundheitlichen  Belastungssymptomen nimmt nach der Geburt zu – Mentales Wohlbefinden reduziert sich bei vielen Frauen im Verlauf der Mutterschaft weiter  –  vor allem institutionelle Entlastungsmaßnahmen gefordert

30 Prozent der untersuchten Mütter in Deutschland erfahren eine substanzielle Verschlechterung des gesundheitsbezogenen Wohlbefindens innerhalb der ersten sieben Jahre nach der Geburt. Gleichzeitig profitieren aber auch 19 Prozent von einer substanziellen Verbesserung. In einer vergleichbaren Gruppe von kinderlosen Frauen nimmt das mentale Wohlbefinden im Altersverlauf ebenfalls ab, jedoch weniger stark. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basieren.


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Wed, 29 Aug 2018 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596711.de
"Tradierte klassische Leitbilder von Mutterschaft müssten aufgeweicht werden": Interview mit Marco Gießelmann http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596778.de Herr Giesselmann, Sie haben untersucht, wie sich das mentale Wohlbefinden von Müttern nach der Geburt verändert. Was ist der Hintergrund dieser Fragestellung?

Arbeiten aus den Gender Studies haben gezeigt, dass es ein Spannungsverhältnis zwischen den sozialen Leitbildern von Mutterschaft gibt. Auf der einen Seite ist die versorgende Mutter mit starken sozialen Erwartungen besetzt, andererseits gibt es das Leitbild der erwerbstätigen Mutter. Dazu gibt es überwiegend interviewgestützte, qualitative Arbeiten, die gezeigt haben, dass es aus diesem Spannungsverhältnis heraus bei vielen Müttern zu Einschränkungen im gesundheitlichen, mentalen Wohlbefinden kommt. Die Sichtbarmachung dieses Phänomens hat dann im Jahr 2015 durch den Diskurs unter dem Hashtag #regrettingmotherhood eine Verstärkung erfahren, insbesondere durch die gleichnamige Studie von Orna Donath. Wir haben uns dann gefragt, finden wir diesen Effekt auf Basis bestehender quantitativer Arbeiten mit repräsentativen Stichproben wieder? Und das war nicht so. Das war für uns der Ausgangspunkt zu untersuchen, woran das liegt und wie man das so modellieren kann, dass diese Phänomene auch im Rahmen standardisierter Designs aufgegriffen und getestet werden können. [...]


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Wed, 29 Aug 2018 09:25:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596778.de
Neuer Referenz-Artikel für die SOEP-Daten erschienen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596070.de Soeben online erschienen: Ein Zeitschriften-Artikel, der das SOEP beschreibt und sich damit gut als Referenz eignet.

Jan Goebel, Markus M. Grabka, Stefan Liebig, Martin Kroh, David Richter, Carsten Schröder, Jürgen Schupp. 2018. The German Socio-Economic Panel Study (SOEP). Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik / Journal of Economics and Statistics (online first), doi: 10.1515/jbnst-2018-0022


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Fri, 10 Aug 2018 02:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.596070.de
Call: InGRID Summer school ‘EU-SILC training workshop: Comparative research on migration’ http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.595723.de An additional call for an InGRID Summer school
25 - 26 October 2018
at DIW Berlin
is open.

Deadline for applications: 3 September 2018
Information on applications: 11 September 2018

General information

The ‘EU-SILC trainings workshop: Comparative research on migration’ aims at training doctoral students or early-career researchers. It is also open to academics, policy practitioners and other interested users, who want to provide participants with opportunities to discuss their projects and to network with leading international experts and other colleagues in the field.

The summer school will take place in the center of Berlin, at the German Institute for Economic Research (DIW Berlin) and will be hosted by the Socio-Economic Panel Study (SOEP) at the DIW Berlin. The SOEP will provide and organize logistics for the week (practical information will be given soon). 

bFor more information please see here.


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Fri, 03 Aug 2018 02:11:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.595723.de
Endlich! Fördern statt nur fordern: Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.595042.de Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil hat kürzlich seine Vorschläge für eine Reform der Grundsicherung für Arbeitssuchende vorgelegt. Auch wenn es dabei durchaus Anlass zur Kritik gibt, der Schritt war lange überfällig. Denn 17 Jahre nach der Neuordnung des deutschen Sozialsystems muss man festhalten: Im Zweiklang Fördern und Fordern hat vielfach das Fordern die Oberhand gewonnen, das Fördern wird zunehmend kleingeschrieben. Die angestrebte Symmetrie zwischen Rechten („Ich habe ein Recht darauf, in einer schwierigen Phase meines Lebens finanziell und bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit unterstützt zu werden“) und Pflichten („Ich muss alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit ausschöpfen, um der Gemeinschaft nur so lange wie wirklich nötig auf der Tasche zu liegen“) ist aus der Balance geraten. [...]


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Wed, 25 Jul 2018 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.595042.de
SOEP-Konferenz 2018: Wie ungleich ist das Leben in Deutschland? http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593875.de Auf der 13. interdisziplinären SOEP-Nutzerkonferenz am 19. und 20. Juli in Berlin präsentieren Forschende aus aller Welt aktuelle Ergebnisse auf Basis der SOEP-Daten.

Wie sind die Einkommen in Deutschland verteilt? Welche Folgen für den Arbeitsmarkt hat der 2015 eingeführte Mindestlohn nach sich gezogen? Wie wirkt sich ein als ungerecht empfundenes Einkommen auf das Wohlbefinden und auf die Bereitschaft zu kündigen aus? Und welche Folgen für die Gesundheit hat es, wenn Menschen keine Arbeit haben? Welchen Einfluss hat das Einkommen der Väter auf das der Söhne? Welche Rolle spielt der familiäre Hintergrund für den schulischen Erfolg der Kinder?


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Mon, 09 Jul 2018 01:27:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593875.de
Call for Papers: Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung 1/2019 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593894.de „Zukunft der kapitalgedeckten Alterssicherung in Deutschland – zwischen Staatsfonds und individuellem Vermögenskonto“

Herausgeber: Timm Bönke, Markus M. Grabka und Carsten Schroeder
(DIW Berlin / FU Berlin)

Das Arbeitsministerium hat im Mai 2018 die Rentenkommission "Verlässlicher Generationenvertrag" einberufen. Ziel dieser Kommission ist es „Wege zu einer nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme ab dem Jahr 2025 zu finden und damit das Fundament zu schaffen für einen neuen, verlässlichen Generationenvertrag“.

Dabei sind die Herausforderungen für die Alterssicherung in Deutschland groß. Das Rentenniveau in der Gesetzlichen Rentenversicherung liegt bereits heute unter 50 Prozent und soll bis 2030 auf 43 Prozent weiter sinken. Parallel dazu wird nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der Altenquotient – d.h. die Quote der 60-Jährigen und Älteren zu den 20- bis unter 60-Jährigen – von 49,7 in 2013 auf 74,5 in 2030 deutlich steigen. Dabei belaufen sich die Bundesmittel zur Finanzierung der Gesetzlichen Rentenversicherung in 2017 bereits auf etwa 91 Mrd. Euro und sind damit der größte Posten innerhalb des Haushalts des Arbeitsministeriums.

In der Vergangenheit wurde mit der Rürup-Kommission Weichen für eine ausgewogenere Finanzierung von Alterssicherungsleistungen über verschiedene Generationen hinweg eingeleitet. Insbesondere wurde eine Neujustierung des 3-Säulen Modells der Alterssicherung in Deutschland beschlossen und mit der Einführung der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge, den so genannten Riester- und Rürup-Rentenversicherungen, etabliert. Zwar ist die Zahl der abgeschlossenen Riester-Verträge auf zuletzt rund 16,5 Mio. gestiegen. Aber es gibt eine grundlegende Kritik gegen diese Form der Altersvorsorge, da die Produkte sehr komplex, die Renditen gering und gleichzeitig die Verwaltungskosten relativ hoch sind. Zudem werden die unteren Einkommensschichten, die von späterer Altersarmut zunehmend bedroht sind, nicht ausreichend erreicht. Viele Analysten bewerten daher die Maßnahmen zur Förderung der privaten Altersvorsorge als unzureichend. Andererseits besteht weiterhin ein Interesse daran, neben einer umlagebasierten Säule der Alterssicherung auch einen starken und ertragreichen kapitalgedeckten Pfeiler der Alterssicherung in Deutschland zu haben.

Ein mögliches Instrument, die Alterssicherung auf eine breitere Basis zu stellen sind Staatsfonds in der Form von Pensionsfonds. Hier lohnt sich der Blick ins Ausland. In vielen Ländern wurden Staatsfonds (Sovereign Wealth Funds, SWF) zu diesem Zweck etabliert. Pensionsfonds investieren in Kapitalmärkten, um mit der Rendite einen Teil der steigenden Rentenzahlungen in der Zukunft zu decken und so den Folgen des demografischen Wandels entgegenzuwirken. Die seit Ende der 1990er Jahre gegründeten Versorgungsrücklagen des Bundes und der einzelnen Bundesländer zum Ausgleich der steigenden Pensionsforderungen bei Beamten sind bereits existierende Ansätze dieses Pensionsfondstypus in Deutschland.

Ein anderer Weg ist es, ein staatlich verwaltetes oder staatlich reguliertes Standardprodukt zu schaffen, um zu möglichst geringen Verwaltungskosten einen transparenten und einfachen Zugang zum Kapitalmarkt zu ermöglichen und gleichzeitig eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Auch hier existieren zahlreiche Vorbilder im Ausland (bspw. Schweden).

Das Ziel des geplanten Vierteljahrshefts ist es, Erfahrungen sowohl mit kapitalgedeckten Staatsfonds und individuellen Vermögenskonten als auch mit Mischformen in unterschiedlichen Ländern zu präsentieren, und der Frage einer möglichen Implementation und deren Herausforderungen in Deutschland nachzugehen. Hierbei sollen Aspekte beleuchtet werden, wie der des abgedeckten Personenkreises, die Notwendigkeit einer obligatorischen Teilnahme und die Finanzierungsgrundlage, Renditen und Anlagestrategien, Verwaltung, Rechtssicherheit und wettbewerbsrechtliche Implikationen, etc.

Willkommen sind theoretische wie auch empirisch fundierte Beiträge. Politische Implikationen der Analysen sollen vorgestellt und diskutiert werden. Auch Positionspapiere aus Verbänden, Politik und Wirtschaft können eingereicht werden. Von Interesse sind vorrangig konkrete Beispiele von aktuellen oder ehemals existierenden Staatsfonds und individuellen Vermögenskonten.

Für das Vierteljahrsheft zeichnet das Herausgeberteam verantwortlich. Autorinnen und Autoren, die einen Beitrag einreichen möchten (in Deutsch oder Englisch), schicken bitte bis zum 31. August 2018 einen Abstrakt über den geplanten Beitrag (maximal 1 Seite) an Markus M. Grabka (mgrabka@diw.de). Die Autorinnen und Autoren erhalten kurzfristig eine Rückmeldung ob der Beitrag angenommen wird. Die fertigen Beiträge, die eine Länge von ca. 30.000 Zeichen nicht überschreiten sollen, müssen bis zum 15. Dezember 2018 eingereicht werden. Es schließt sich ein mehrstufiger Lektorats- und Überarbeitungsprozess an. Das Vierteljahrsheft soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 erscheinen.


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Mon, 09 Jul 2018 10:17:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593894.de
Wenn die Medien negativ berichten, sinkt die Risikobereitschaft der Menschen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593084.de Wenn Zeitungen, Hörfunk- und TV-Sender verstärkt negativ über die wirtschaftliche Lage berichten, sinkt die Risikobereitschaft der Menschen. Zeichnen die Medien hingegen ein positives Bild, sind sie eher bereit, Wagnisse einzugehen. Das belegt eine kürzlich erschienene Studie auf Basis der Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Economic Behavior and Organization“ veröffentlicht.


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Wed, 04 Jul 2018 09:43:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593084.de
Mindestlohn lässt Stundenlöhne in Deutschland steigen, aber Monatsverdienste nicht im selben Maße http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593464.de Stundenlöhne, vor allem niedrige Löhne, dank Einführung des Mindestlohns gestiegen – Für viele ist die Arbeitszeit aber gleichzeitig zurückgegangen, so dass Monatsverdienste nicht entsprechend zugenommen haben – Mindestlohn hat Einkommen und Lebensunterhalt von Niedriglohnbeschäftigten nicht spürbar verbessert 

Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 hat zu einer Steigerung insbesondere niedriger Stundenlöhne geführt. Im Schnitt haben aber Niedriglohnbeschäftigte am Ende des Monats nicht spürbar mehr in der Tasche, weil die Arbeitszeit vielerorts zurückgegangen ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Universität Potsdam auf Basis von Daten der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Bei den zehn Prozent der Beschäftigten mit den niedrigsten Löhnen (unterstes Dezil der Lohnverteilung) sind die Stundenlöhne zwischen 2014 und 2015 um sieben Prozent und zwischen 2015 und 2016 nochmal um rund sechs Prozent gestiegen – in den Jahren 2012 bis 2014, vor Einführung des Mindestlohns, betrug das Lohnwachstum im Durchschnitt nur 0,3 Prozent pro Jahr. In diesem untersten Dezil haben vor 2015 alle weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde (der Höhe des zum 1. Januar 2015 eingeführten Mindestlohns) verdient. Am oberen Ende der Verteilung ist das Bild ein anderes: Sind bei den zehn Prozent mit den höchsten Löhnen diese zwischen 2012 und 2014 im Durchschnitt um zwei Prozent gestiegen, war der Anstieg zwischen 2015 und 2016 unter einem Prozent.


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Wed, 04 Jul 2018 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593464.de