Nachrichten des SOEP http://www.diw.de/de/diw_02.c.221179.de/news_and_events.html Nachrichten, Pressemitteilungen und Stellenangebote des SOEP de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/thumbnails/soep-logo_kl.jpeg.458933.jpeg SOEP (DIW Berlin) http://www.diw.de/de/soep Studie: Volksvertreter sind risikofreudiger als das Volk http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591515.de Survey von Mitgliedern des Deutschen Bundestags und von Abgeordneten in vier Landtagen zeigt empirisch die erhöhte Risikobereitschaft von Politikerinnen und Politikern

Mitglieder des Deutschen Bundestags und Landtagsabgeordnete sind einer wissenschaftlichen Studie zufolge deutlich risikofreudiger als die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Wie ein Survey von Abgeordneten ergab, liegt die Risikofreude von Volksvertreterinnen und Volksvertretern noch über der von selbständig Berufstätigen, die ihrerseits risikobereiter sind als Angestellte oder Beamtinnen und Beamte. Für die Studie hatten die Befragten ihr Risikoverhalten auf einer Skala von null (= gar nicht risikobereit) bis zehn (= sehr risikobereit) selbst eingeschätzt. Die Politikerinnen und Politiker kamen auf einen Durchschnittwert von 6,2, die Bürger und Bürgerinnen auf einen Durchschnittswert von 4,7. Eine höhere Risikobereitschaft findet sich in sämtlichen Risikobereichen, die für die Studie erfragt wurden: Autofahren, Geldanlagen, Sport und Freizeit, Karriere, Gesundheit und Vertrauen in die Mitmenschen. Für die Studie wurden unter anderem Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin ausgewertet. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Palgrave Communications veröffentlicht.


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Wed, 13 Jun 2018 09:55:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591515.de
SOEPnewsletter 119 veröffentlicht http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591245.de Wir freuen uns, dass der neueste  SOEPnewsletter 119, Juni 2018 erschienen ist.

Mit Informationen zu

  • der Datenweitergabe 2016 der SOEP-IS-Daten, die bereits erhältlich sind,
  • der Teilnahmemöglichkeit an einer Summer School über Migrationsforschung im Rahmen des InGRID-Projektes am DIW Berlin,
  • der Einladung zu einem internationalen Workshop über Längsschittdatenmanagement und -analyse (CNEF-Workshop) am DIW Berlin,
  • einigen Fehlerupdates zur letzten SOEP-Core-Datenweitergabe,
  • Workshops, Neuigkeiten und neue Publikationen mit dem SOEP,

und vielem mehr.


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Tue, 05 Jun 2018 12:41:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591245.de
Fördern statt fordern http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591189.de Der Gastbeitrag von Jürgen Schupp ist am 3. Juni 2018 im Forum der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Ein sozialer Arbeitsmarkt, auf dem Mindestlohn gezahlt wird, könnte Hartz-IV-Beziehern aus der Grundsicherung heraushelfen

An diesem Montag findet im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags eine öffentliche Anhörung zu Hartz IV und insbesondere zur Sanktionspraxis statt. Die Neuordnung des Sozialsystems wird 17 Jahre alt, und man muss festhalten: Im Zweiklang Fördern und Fordern, der Pate der neuen Architektur war, hat das Fordern die Oberhand gewonnen, während das Fördern zunehmend kleingeschrieben wird. Die angestrebte Symmetrie zwischen Rechten ("Ich habe ein Recht darauf, in einer schwierigen Phase meines Lebens finanziell und bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit unterstützt zu werden") und Pflichten ("Ich muss alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit ausschöpfen, um dem Steuerzahler nur so lange wie wirklich nötig auf der Tasche zu liegen") ist seit geraumer Zeit aus der Balance geraten. Die hohe Zahl der jährlich verhängten Sanktionen ist ein Beleg dafür.

Sanktionen werden im gegenwärtigen Grundsicherungssystem bei Pflichtverletzungen verhängt, und zwar in Form von Leistungskürzungen. Wie bereits vor drei Jahren bei einer ähnlichen Veranstaltung dürfte auch am Montag im Bundestag die Sinnhaftigkeit der Strafmaßnahmen infrage gestellt werden. Gerade die negativen Folgen drastischer Strafen gegenüber jungen Menschen dürften thematisiert werden. Auch eine viel grundsätzlichere Frage steht auf der Tagesordnung, nämlich, ob man von einem Existenzminimum überhaupt etwas kürzen darf. Das Bundesverfassungsgericht überprüft die Mechanismen ebenfalls.

Es gibt zahlreiche Studien zu den Auswirkungen von Sanktionen, aber keine beantwortet zuverlässig die Frage, ob diese wirklich einen Beitrag zu einer nachhaltigen Eingliederung in den Arbeitsmarkt leisten. Hinzu kommen weitere Fragen zu den sozialen, gesundheitlichen sowie psychosozialen Nebeneffekten der Sanktionspraxis, von der Angst bislang nicht Sanktionierter ganz zu schweigen.

Im vergangenen Jahr wurden rund 950 000 Sanktionen verhängt. In 639 000Fällen wurde dagegen Widerspruch eingelegt, dem in rund einem Drittel der Fälle stattgegeben wurde. Die Bundesregierung gibt zu, keine Erkenntnisse darüber zu haben, wie viel Personal- und Sachkosten durch die Klage- und Widerspruchsbearbeitungen jährlich entstehen.

Belegt ist allerdings, dass Sanktionen tatsächlich dazu führen, dass mehr Menschen eine Beschäftigung aufnehmen. Ob dies auch nachhaltig zu einer besseren beruflichen Integration führt als sanktionsfreie Förderung, wissen wir nicht. Fast zwei Drittel der Mittel der Bundesagentur für Arbeit fließen in die Verwaltung und lediglich 38 Prozent in die Vermittlung von Arbeit, auch dies ist ein Beleg dafür, dass die Balance nicht mehr stimmt.

Vier Milliarden Euro sollen jenen zugutekommen, die seit sechs Jahren arbeitslos sind

Zwar ist nicht zu erwarten, dass die Sanktionspraxis in dieser Legislaturperiode grundsätzlich infrage gestellt oder gar abgeschafft wird, aber es wäre für künftige Diskussionen viel gewonnen, wenn die Öffentlichkeit besser und umfassender über Wirkungen, Kosten und Nutzen von Sanktionen informiert würde. Modellprojekte sowohl mit einer milderen Sanktionspraxis als auch mit einer befristeten Aussetzung der Strafen könnten hierzu wertvolle Erkenntnisse liefern.

Nicht nur beim Fordern muss sich etwas ändern, auch die Mechanismen des Förderns müssen weiterentwickelt werden. Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil will im Sommer eine Reform der Grundsicherung für Arbeitssuchende vorlegen. Ziel ist es, den Hartz-IV-Bezieherinnen und -Beziehern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis mit langfristiger Perspektive anzubieten - anstelle von "kurzatmigen Maßnahmen, die nichts bringen". Vier Milliarden Euro zusätzliche Mittel sollen denjenigen zugutekommen, die bereits mindestens sechs Jahre arbeitslos sind, in Form von rund 150 000 Stellen auf einem neuen sozialen Arbeitsmarkt. Gerade Langzeitarbeitslose stehen oft vor großen Hemmnissen, was die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit angeht, und brauchen dabei ein gezieltes Coaching.

Warum aber warten, bis jemand sechs Jahre ohne Arbeit gewesen ist, bevor er oder sie Anspruch auf eine solche Stelle hat? Es wird argumentiert, dass das Angebot sich in erster Linie an diejenigen richten soll, die auf dem regulären, dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt, praktisch nicht mehr zu vermitteln sind. Das mag plausibel sein, aber auch oder gerade "frische" Langzeitarbeitslose - Menschen, die seit maximal zwei Jahren ohne Job sind - sollten die Chance bekommen, rasch aus dem Leistungsbezug herauszukommen, der sich für die Betroffenen allzu oft zur Dauerschleife entwickelt.

Ein Modell für solche Passiv-Aktiv-Transfers, die es Menschen erlauben, nicht mehr nur passiv Leistungen zu empfangen, sondern für eine Tätigkeit entlohnt zu werden, hat der Berliner Bürgermeister Michael Müller vorgeschlagen. Ähnliche Modellprojekte haben in einigen Bundesländern bereits durchaus Erfolge gezeigt. Wird Mindestlohn gezahlt und wird die Tätigkeit in Vollzeit ausgeübt - ganz anders als bei den bestehenden Ein-Euro-Jobs -, gelingt es in der Regel den Betroffenen, aus dem System der Grundsicherung herauszukommen.

Wenn aber dieser soziale Arbeitsmarkt erst nach mehreren Jahren zugänglich ist, sollten die Erwartungen der großen Koalition an die gesellschaftliche Akzeptanz der Reform nicht zu hoch sein. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein solches Angebot ausschließlich freiwillige Teilnahme voraussetzt, aber auch dann, wenn die Nicht-teilnahme sanktioniert wird.

Die Inanspruchnahme dieses neuen Instruments sollte nicht nur ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen, sondern auch eine Selbstverpflichtung zur Weiterqualifizierung enthalten. So hätten die Betroffenen eine faire Chance, rasch in den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln und auch nicht auf einer subventionierten Stelle mit Mindestlohn "kleben zu bleiben". Die bisherige Länge der Erwerbskarriere könnte - wollte man nicht allen Langzeitarbeitslosen ein Angebot unterbreiten - auch zu den Anspruchskriterien zählen: Das würde sicherlich das in den letzten Jahren verloren gegangene Empfinden sozialer Gerechtigkeit stärken, denn der abrupte Übergang in Hartz IV, egal wie lange man davor gearbeitet hat, wird als unfair empfunden.


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Tue, 05 Jun 2018 10:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591189.de
SOEP-IS-Datenweitergabe 2016 ist verfügbar http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591038.de Die SOEP-IS-Datenweitergabe 2016 enthält die Daten von Haushalten ab 1998 und bis 2016 und die Daten der innovativen Module von 2011 bis 2015.

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung. Unser Bestellformular finden Sie hier.

Die genauere Informationen zum Datenzugang, zur Stichprobenentwicklungen, den innovativen Modulen und den enthaltenen Datensätzen finden Sie hier.


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Fri, 01 Jun 2018 04:32:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.591038.de
Fehlerupdate SOEP v33.1 (1984-2016) http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584388.de In der aktuellen Datenweitergabe-Version wurden Fehler entdeckt, die über Skripte korrigiert werden können. Weiter Informationen finden Sie  hier


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Fri, 01 Jun 2018 04:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584388.de
Wer mehr Zeit mit seinen Mitmenschen verbringt, kann das eigene Wohlbefinden stärken. http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584818.de Wer mehr Zeit mit seinen Mitmenschen verbringt, kann das eigene Wohlbefinden stärken. Diese These stützt eine repräsentative Untersuchung auf Basis der SOEP-Daten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Psychological Science“ veröffentlich.


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Thu, 24 May 2018 03:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584818.de
Realeinkommen sind in Deutschland zwischen 1991 und 2015 gestiegen, niedrige Einkommensklassen haben aber nicht profitiert http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584771.de Die verfügbaren Einkommen der Personen in privaten Haushalten sind in Deutschland im Durchschnitt und für die meisten Einkommensklassen gestiegen – Die Einkommen bei den 20 Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen allerdings nicht – Steigender Anteil älterer Menschen und Zuwanderung entscheidend für diese Entwicklung – Zielgenauere Unterstützung von Zuwanderinnen und Zuwanderern ab dem Zeitpunkt ihrer Ankunft erforderlich

Die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte sind in Deutschland im Zeitraum von 1991 bis 2015 um 15 Prozent gestiegen. Die meisten Einkommensgruppen haben davon profitiert, die untersten aber nicht. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis der letzten verfügbaren Daten der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Unterteilt man die Bevölkerung in zehn gleich große Gruppen nach Höhe des Einkommens (Dezile), so haben die acht oberen Dezile Einkommenszuwächse erfahren – zwischen fünf Prozent für das dritte und 30 Prozent für das oberste Dezil, also die einkommensstärksten zehn Prozent. Bei den zehn Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen, die monatlich im Durchschnitt real über rund 640 Euro verfügen, waren die Einkommen im Vergleich zum Jahr 1991 rückläufig; im zweiten Dezil haben sie stagniert. „Das heißt nicht zwangsläufig, dass die Menschen, die in den 1990er Jahren niedrige Einkommen erzielten, heute individuell schlechter gestellt sind, denn sie können sich mittlerweile in einer anderen Einkommensgruppe befinden,“ erklärt Studienautor Markus Grabka. „Aber es zeigt, dass bei weitem nicht alle von der positiven Einkommensentwicklung, die in den letzten Jahren im Wesentlichen dank der boomenden Wirtschaft und dem Rückgang der Arbeitslosigkeit stattgefunden hat, profitiert haben.“


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Thu, 24 May 2018 10:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584771.de
„Seit den Neunzigerjahren ist der Anteil an Menschen mit niedrigen Einkommen deutlich gestiegen“: Interview mit Markus M. Grabka http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584739.de Herr Grabka, wie hat sich das Durchschnittseinkommen der Personen in privaten Haushalten in Deutschland entwickelt?

Wenn wir den Zeitraum von 1991 bis 2015 betrachten, so ist die Entwicklung recht positiv. Im Durchschnitt können wir eine Steigerung um 15 Prozent beobachten. 80 Prozent der Einkommensgruppen haben reale Einkommenssteigerungen. Bei den oberen zehn Prozent sind es etwa 30 Prozent, und selbst im dritten Einkommensdezil verzeichnen wir eine reale Steigerung von rund fünf Prozent. Die unteren zehn Prozent der Einkommensgruppen haben real in den letzten Jahren leider verloren.

Das Interview mit Markus M. Grabka wurde im Wochenbericht 21/2018 veröffentlicht. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und als Podcast.


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Thu, 24 May 2018 09:56:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584739.de
Soziale Mobilität in Deutschland: Durchlässigkeit hat sich in den letzten 30 Jahren kaum verändert http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584241.de DIW-Studie untersucht relative und absolute soziale Mobilität im Berufsstatus der Jahrgänge 1939 bis 1971 in Westdeutschland – Vor allem für untere Statusgruppe verringert sich die soziale Durchlässigkeit hinsichtlich des Berufsstatus – In allen untersuchten Geburtsjahrgängen stiegen absolut betrachtet mehr Personen auf als ab – Männer steigen öfter ab als früher, Frauen steigen öfter auf

Von starker sozialer Durchlässigkeit mit Blick auf den Berufsstatus ist Deutschland immer noch weit entfernt. Das ist das Fazit einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die die soziale Mobilität in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg auf Basis der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) untersucht hat. Dabei haben Autorin Sandra Bohmann und Autor Nicolas Legewie nicht nur die absolute soziale Mobilität unter die Lupe genommen, also inwieweit sich die tatsächliche soziale Stellung im Vergleich zu den Eltern verändert hat. Sie betrachteten auch die relative soziale Mobilität, also inwiefern Kinder im Vergleich zu anderen aus der gleichen Generation besser gestellt sind, als dies bei ihren Eltern der Fall war. So können die verhältnismäßigen Aufstiegswahrscheinlichkeiten in einer Gesellschaft untersucht werden.


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Wed, 16 May 2018 10:03:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584241.de
„Sozialer Auf- und Abstieg: Angleichung bei Männern und Frauen.“ Interview mit Nicolas Legewie http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584337.de Herr Legewie, Sie haben die soziale Mobilität im Berufsstatus untersucht. Was versteht man unter dem Begriff soziale Mobilität?

Unter sozialer Mobilität verstehen wir den Unterschied zwischen dem beruflichen Status von Personen und dem beruflichen Status ihrer Eltern. Wir haben untersucht, inwieweit sich der berufliche Status von Personen in Deutschland zum beruflichen Status ihrer Eltern unterscheidet. Dabei interessiert uns zum Beispiel die absolute soziale Mobilität, das heißt, wie viele Personen im Vergleich zu ihren Eltern einen höheren oder einen niedrigeren oder den gleichen beruflichen Status erreichen. Uns interessiert aber auch die relative soziale Mobilität, das heißt, inwiefern sich die Wahrscheinlichkeiten einen bestimmten beruflichen Status zu erreichen unterscheiden, je nachdem welchen beruflichen Status die Eltern innehatten.

Das Interview mit Nicolas Legewie wurde im DIW Wochenbericht 20/2018 veröffentlicht. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und als Podcast


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Wed, 16 May 2018 09:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584337.de
Ehemaliger SOEP-Interimsleiter gestorben - Trauer um Wolfgang Zapf http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584082.de Ende April verstarb Wolfgang Zapf kurz nach seinem 81. Geburtstag. Die Längsschnittstudie SOEP verliert einen langjährigen Förderer und stets verlässlicher Unterstützer.

Wolfgang Zapf hat das SOEP in den frühen 80er Jahren gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Soziologie und Ökonomie aus der Taufe gehoben und auf dessen Messkonzepte nachhaltig eingewirkt. Wolfgang Zapf prägte mit dem von ihm propagierten Lebensqualitätskonzept ganz wesentlich die Inhalte der Langzeitstudie SOEP. Nach dem Weggang von Hans-Jürgen Krupp im Jahr 1988 aus dem DIW Berlin stand Wolfgang Zapf wie selbstverständlich für rund ein Jahr -  trotz seiner vielfältigen Verpflichtungen als Präsident des WZB - als wissenschaftlicher Interimsleiter solidarisch hinter der am DIW angesiedelten damaligen SOEP-Projektgruppe. Als langjähriges SOEP-Beiratsmitglied konnten wir stets auf seinen Rat und Expertise zählen.


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Tue, 08 May 2018 03:16:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.584082.de
Ehemaliger SOEP-Interimsleiter gestorben - Trauer um Wolfgang Zapf http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.583926.de Ende April verstarb Wolfgang Zapf kurz nach seinem 81. Geburtstag. Die Längsschnittstudie SOEP verliert einen langjährigen Förderer und stets verlässlichen Unterstützer.

Wolfgang Zapf hat das SOEP in den frühen 80er Jahren gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Soziologie und Ökonomie aus der Taufe gehoben und auf dessen Messkonzepte nachhaltig eingewirkt. Er prägte mit dem von ihm propagierten Lebensqualitätskonzept ganz wesentlich die Inhalte der Langzeitstudie SOEP. Nach dem Weggang von Hans-Jürgen Krupp im Jahr 1988 aus dem DIW Berlin stand Wolfgang Zapf wie selbstverständlich für rund ein Jahr -  trotz seiner vielfältigen Verpflichtungen als Präsident des WZB - als wissenschaftlicher Interimsleiter solidarisch hinter der am DIW angesiedelten damaligen SOEP-Projektgruppe. Als langjähriges Beiratsmitglied konnten wir stets auf seinen Rat und Expertise zählen.


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Tue, 08 May 2018 12:16:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.583926.de
4,3 Prozent der in Deutschland lebenden Erwachsenen sind Muslime http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.582774.de Die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet in ihrer heute erschienenen Ausgabe unter dem Titel „Wie viele Muslime leben in Deutschland?“ über Zahlen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin. Demnach lebten im Jahr 2016 in Deutschland 2,7 Millionen erwachsene Muslime – ein Anteil von 4,3 Prozent der gesamten erwachsenen Bevölkerung. Zur Einordnung der Zahlen erklärt SOEP-Forscher Jannes Jacobsen:

„Die SOEP-Zahlen zur Anzahl der Muslime in Deutschland beinhalten aus methodischen Gründen nur die erwachsene Bevölkerung, während das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auch Minderjährige in seine Zahl einrechnet. Berücksichtigt man diesen Unterschied in der Erhebung, liegt zwischen der SOEP- und BAMF-Zahl vermutlich kein wirklich großer Unterschied, der die Aussage verschiedener Medienberichte, in Deutschland lebten deutlich weniger Muslime als gedacht, rechtfertigen würde.“


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Thu, 19 Apr 2018 02:22:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.582774.de
Wenn der Job zur Persönlichkeit passt, ist das Gehalt höher http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581765.de Wer in einem Job arbeitet, dessen Anforderungen seiner Persönlichkeit entsprechen, verdient mehr als andere. Vor allem Menschen, die genau das für ihre Arbeit erforderliche Maß an Offenheit für Neues mitbringen, werden besser bezahlt als ihre KollegInnen. Das belegt nun erstmals eine Studie auf Basis der Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin. Die Untersuchung wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „Psychological Science“ veröffentlicht.


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Thu, 12 Apr 2018 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581765.de
Mit einem sozialen Arbeitsmarkt die Eingliederung Langzeitarbeitsloser verbessern: Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.582044.de Das von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller vorgeschlagene solidarische Grundeinkommen stellt einem Alternative zum passiven Leistungsbezug all derjenigen dar, die langzeitarbeitslos sind, aber eine Erwerbstätigkeit aufnehmen wollen. In der Bevölkerung stieß sein Vorschlag überwiegend auf breite Zustimmung und auch der neue Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil hat angekündigt, den Kern des Vorschlags umzusetzen. Langzeitarbeitslose sollen gesellschaftlich sinnvolle Aufgaben in Form von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen mit längerfristiger Perspektive angeboten werden. Vier Milliarden Euro umfasst das im Koalitionsvertrag verabredete Programm zur Schaffung eines „sozialen Arbeitsmarktes“. [...]

Der volständige Kommentar von Jürgen Schupp aus dem DIW Wochenbericht


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Wed, 11 Apr 2018 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.582044.de
New version of Soep-Core data 1984-2016 (v.33.1) is available now http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581758.de Recently an update for SOEP-Data 1984-2016 (v33.1) is available.  The update fixes the following bugs:

  • Deletion of incorrectly conducted interviews of the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees
  • Incorrectly assigned interviewer IDs have been corrected
  • Inconsistencies between key variables on population assignment in the PPFAD and $$KIND datasets were corrected. There was an error of one year in the definition of the target population in the $$KIND datasets from 2014 to 2016
  • the $$NETTO codes in PPFAS were compared and corrected. In survey years 2014 to 2016, some children had been incorrectly assigned the code 20 instead of 30 on the variable $$NETTO in the PPFAD dataset
  • In BIOAPREN, a number of missing values in the flag variables for parental (professional) education and the years of death of the parents were updated and filled in.
  • The algorithm for imputation of missing dates in the spells were optimized. The changes affected a total of 349 of 15,640 spells.

More information you will find here

More Information on the dataset you will find here

You want to order the dataset? Please click here


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Mon, 09 Apr 2018 10:03:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581758.de
Neue Version der SOEP-Core-Daten 1984-2016 (v33.1) verfügbar http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581734.de Neue Version der SOEP-Core-Daten 1984-2016 (v33.1) verfügbar

Seit kurzem ist ein Update der SOEP-Daten 1984-2016 (v33.1) verfügbar. Durch das Update wurden folgende Fehler behoben:

  • Löschung nicht korrekt durchgeführter Interviews in der IAB-BAMF-SOEP Befragung Geflüchteter
  • Fehlerhaft zugewiesene Interviewer-IDs wurden korrigiert
  • Fehler bezügich der Abgrenzung der Zielpopulation um ein Jahr bei $$Kind. Korrigierte Anzahl an Einträgen in $$Kind (2014-2016)
  • In den Befragungsjahren 2014 bis 2016 wurden fälschlich 96 Kinder auf der Variable $$NETTO im Datensatz PPFAD der Code "20" statt "30" zugewiesen.
  • In BIOAPREN konnten einige Werte bei den Flag-Variablen für die (Berufs-)Ausbildung der Eltern und ggf. deren Todesjahre ergänzt werden.
  • Optimierung der Imputation fehlender Datumsangaben in den Spells bei MIGSPELL. Die Änderungen betrafen insgesamt 349 von 15.640 Spells.

Nähere Informationen finden Sie hier

Weitere Informationen über den Datensatz finden Sie hier

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Mon, 09 Apr 2018 09:43:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581734.de
Wie arbeitet man richtig mit Spell-Daten? http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581729.de Spell-Daten, die Lebensereignisse und deren Dauer darstellen, werden häufig in den Sozialwissenschaften genutzt. Die Handhabung dieser Daten kann sehr mühsam sein. Vor allem wenn die Spell-Daten mit Panel-Daten angereichert werden sollen und umgekehrt. Die Nutzungsmöglichkeiten der Spell-Daten sind genauso umfangreich wie deren Aufbereitungsprozess.

Um Ihnen den Arbeitseinstieg zu erleichtern, bieten wir fünf Do-Files mit einer umfassenden Dokumentation an.

Eine kurze Einführung finden Sie hier

Die Do-Files finden Sie hier

Die ausführliche Dokumentation finden Sie hier


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Fri, 06 Apr 2018 04:25:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581729.de
„Solidarisches Grundeinkommen“: Gute Idee mit falschem Namen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581657.de Dieser Gastbeitrag von Jürgen Schupp ist am 30. März 2018 bei „Fazit – das Wirtschaftsblog“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erschienen.

Seitdem der Regierende Bürgermeister von Berlin unter dem Namen „solidarisches Grundeinkommen“ einen entsprechenden Vorschlag gemacht hat, wird die Idee einer Alternative zu Hartz IV eifrig diskutiert. Der Mechanismus soll Langzeitarbeitslosen helfen, sich wieder aktiv am Erwerbsleben zu beteiligen.

BezieherInnen eines solidarischen Grundeinkommens sollen zwar nur den gesetzlichen Mindestlohn verdienen, könnten aber ohne Befristung in Vollzeit arbeiten und hätten damit rund 20 Prozent mehr in der Tasche, als wenn sie nur Leistungen empfangen – und ein ganzes Stück Würde und Selbstachtung obendrauf. Hier, in der Rückkehr von Langzeitarbeitslosen in die Erwerbstätigkeit, liegt der Pfiff des Vorschlags. Die Glücksforschung belegt, dass selbst schlecht bezahlte Jobs die Lebenszufriedenheit anheben – im Gegensatz zum Verlust des Arbeitsplatzes und dem Bezug von Hartz IV. Für Hartz IV schämen sich viele, und Stigma und Scham werden, das belegt auch die Forschung, an Kinder und Kindeskinder vererbt.

Ein Grundeinkommen ist das nicht

Ob der Begriff „Grundeinkommen“ glücklich gewählt ist, mag man allerdings bezweifeln. Denn es geht ja gerade nicht um ein Einkommen ohne Bedingungen und ohne Gegenleistung, sondern um vom Staat zur Verfügung gestellte niedrig bezahlte Jobs. Vielleicht wäre „solidarischer Beschäftigungssektor“ der treffendere Begriff.

Als Arbeitgeber würden die Kommunen im Grunde nur die gemäß dem neoliberalen Ideal eines schlanken Staats jahrelang abgebauten Stellen wieder aufbauen, vorwiegend im personenbezogenen Dienstleistungssektor, und sie Langzeitarbeitslosen anbieten. Die Einführung eines solchen Modells wäre seitens der Politik und der Gesellschaft das Eingeständnis, dass der freie Markt nicht alles regeln kann. Und dass die Bereitstellung steuerlich finanzierter Beschäftigungsverhältnisse einen wichtigen – und im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung zunehmend wichtigen – Teil einer kommunalen Daseinsfürsorge darstellt.

Die Idee, vom passiven Leistungsbezug wegzukommen zugunsten einer aktiven Hilfe durch Erwerbstätigkeit ist alles andere als neu. Sie wird bereits in einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg praktiziert, bislang ist aber die Finanzierungsfrage unbefriedigend geregelt.

Mindestens 5000 Euro Kosten pro Arbeitsplatz

Modellrechnungen des DIW Berlin haben ergeben, dass jede geschaffene „solidarische“ Stelle Nettozusatzkosten (also abzüglich der eingesparten Leistungen) von 5.000 bis 7.500 Euro pro Jahr bedeuten würde. Geht man von 100.000 Menschen aus, die in den Genuss der Maßnahme kommen – angesichts der aktuellen Arbeitsmarktverhältnisse eine realistische Zahl – kommt man auf eine Summe von bis zu 750 Millionen Euro. Der aktuelle Koalitionsvertrag sieht eh Mittel in Höhe von jährlich etwa einer Milliarde für Langzeitarbeitslose vor, sodass eine Umsetzung der „solidarischen Beschäftigung“ rasch realisierbar wäre.

Was passiert aber, wenn aus derzeit 100.000 Langzeitarbeitslosen bei der nächsten Wirtschaftskrise das Vielfache wird? Dann würden die Kosten in die Höhe schießen, monieren SkeptikerInnen. Aber genau weil es uns derzeit gut geht, müssen solche neuen Wege jetzt gegangen werden – mit der nötigen Analyse begleitet, damit man in der nächsten Krise weiß, was funktioniert und was nicht.

Als nächster Schritt muss eine konsensfähige „Positivliste“ an geförderten Tätigkeiten aufgestellt werden, auch um Befürchtungen über eine Konkurrenz mit dem regulären Arbeitsmarkt und einem Stellenabbau im öffentlichen Dienst zu zerstreuen. Es gibt jede Menge gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten, etwa in der Kranken- oder Altenpflege, bei denen Fachkräfte Entlastung für einfache Arbeiten dringend nötig hätten. Vieles davon wurde früher von Zivildienstleistenden geleistet, die es nicht mehr gibt. In Alten- und Pflegeheimen hat das Personal keine Zeit, den PatientInnen einfach nur zuzuhören oder mit ihnen an die frische Luft zu gehen. Aber es gibt keinen Grund, warum sich eine Gesellschaft hierfür ganz auf Familienangehörige oder Ehrenamtliche verlassen sollte. Die Übernahme solcher Dienstleistungen würde kein Lohndumping darstellen, keine reguläre Beschäftigung beeinträchtigen oder bedrohen. Für den Rentner, mit dem jemand spazieren geht, die Alleinerziehende, die für einige Stunden auf ein Babysitter zurückgreifen kann, verbessert sich das Leben. Ebenso für die ehemals Langzeitarbeitslosen, die dadurch wieder in ein bescheidenes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis kommen. Wenn dies noch die Sozialgerichte entlastet, die einer Flut von Hartz IV-Prozessen ausgesetzt sind, wäre das ein zusätzlicher erfreulicher Nebeneffekt.


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Wed, 04 Apr 2018 01:12:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.581657.de
Trotz des Gender Pay Gaps empfinden Frauen ihren Verdienst häufig als gerechter als Männer – Der Grund dafür liegt auch in einer in typische Männer- und Frauenberufe unterteilten Arbeitswelt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.580340.de Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen betrug bei Vollbeschäftigten zuletzt immer noch 16 Prozent. Doch obwohl die meisten Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer, bewerten sie häufig ihr eigenes Einkommen als gerechter als dies Männer tun. Ein wesentlicher Grund für diesen Befund liegt in einer immer noch weitgehend in typische Männer- und Frauenberufe unterteilten Arbeitswelt. Dies zeigt nun erstmals eine für Deutschland repräsentative Untersuchung auf Basis der Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin. „Frauen haben kein grundsätzlich anderes Gerechtigkeitsempfinden als Männer“, sagt der Soziologe Peter Valet, Autor der Studie. „Aber ein überwiegend frauendominiertes berufliches Umfeld führt offenbar dazu, dass sie die Gerechtigkeit ihrer Löhne nach anderen Vergleichsmaßstäben bewerten als Männer“. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „Work and Occupations“ veröffentlicht.


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Thu, 15 Mar 2018 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.580340.de