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Wochenbericht des DIW Berlin 21/04

Gestiegene berufliche Mobilität geprägt von Frauen und Jüngeren

Erfolgreiche Arbeitssuche durch private Initiative

Bearbeiter Elke Holst
Jürgen Schupp
In Deutschland hat die Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Nach Berechnungen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) stieg von 1992 bis 2002 die Zahl jener, die innerhalb eines Jahres eine Arbeitsstelle neu angetreten haben, um mehr als 30 % auf knapp 6,3 Mill. Personen. Bei einer insgesamt sinkenden Erwerbstätigenzahl geht diese Dynamik vor allem auf Frauen und Jüngere zurück.

Während die Erwerbsorientierung von Frauen stieg, zogen sich Männer vielfach vorzeitig vom Arbeitsmarkt zurück und nahmen dabei arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in Anspruch, die zur Reduzierung des Arbeitsangebots dienen. In Ostdeutschland ist die Erwerbsorientierung der Frauen nach wie vor deutlich höher als in Westdeutschland. Zugleich sinkt deren Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt vor allem aufgrund der Abwanderung jüngerer Frauen.

Für eine erfolgreiche Stellensuche spielte die Vermittlung über das Arbeitsamt eine vergleichsweise geringe Rolle. Von der Stelle erfahren hatten die Bewerberinnen und Bewerber vor allem von Freunden und Verwandten.

Der vorliegende Beitrag untersucht die Dynamik beruflicher Veränderungen vor dem Hintergrund der Entwicklung am Arbeitsmarkt in den letzten zehn Jahren. Hierunter werden inner- und zwischenbetriebliche Stellenwechsel mit und ohne Unterbrechung sowie die Neuaufnahme einer Erwerbsarbeit verstanden. Im Fokus der Studie stehen Erwerbstätige in West- und Ostdeutschland, die in den zwölf Monaten vor den Befragungszeitpunkten im Frühjahr 1992, 1997 und 2002 eine berufliche Veränderung vollzogen oder eine Stelle neu aufgenommen haben. Dargestellt werden auch die Art der Stellensuche, die Informationsquellen, über die die neue Stelle gefunden wurde, sowie Beurteilungen der neuen Stelle im Vergleich zur alten. Datengrundlage für diese Analysen ist - soweit nicht anders genannt - das vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhobene Sozio-oekonomische Panel (SOEP). [1]

Sozio-demographische Rahmenbedingungen Auf dem Arbeitsmarkt traten in den letzten zehn Jahren zwei gravierende sozio-demographische Strukturveränderungen zutage:

• Die Alterung der erwerbsfähigen Bevölkerung schritt deutlich voran. Während zu Beginn der 90er Jahre der Übergang vom (beruflichen) Bildungssystem ins Erwerbsleben noch durch geburtenstärkere Jahrgänge geprägt war, stehen dem Arbeitsmarkt jetzt immer weniger Jüngere zur Verfügung. So nahm in Deutschland die Zahl der 16- bis 34-Jährigen innerhalb von zehn Jahren um annähernd 4,8 Mill. ab (Tabelle 1). Die geburtenstarken Jahrgänge prägen zunehmend die mittlere Altersgruppe der 35- bis 55-Jährigen (Zunahme um knapp 2,2 Mill. Personen). Insgesamt ging die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 1992 bis 2002 um reichlich 2,4 Mill. auf 52,3 Mill. Personen zurück.

• Bei sinkender Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter nahm der Anteil der Frauen zu, unter den Jüngeren sogar überdurchschnittlich. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf Veränderungen in Westdeutschland zurückzuführen. In Ostdeutschland hingegen sank der Anteil der Frauen. Alarmierend für die langfristige Entwicklung in den betroffenen Regionen ist der starke Wegzug jüngerer Frauen. [2] Zum Teil sind sie nach Westdeutschland umgezogen, was dort zum vergleichsweise geringen Rückgang des Frauenanteils in dieser Altersgruppe beitrug. Eine wesentliche Ursache für die relativ hohe Mobilität der jüngeren ostdeutschen Frauen liegt in der schwierigen Arbeitsmarktlage. Nach der deutschen Vereinigung waren die Arbeitslosenquoten bei jüngeren Frauen zeitweise doppelt so hoch wie bei den Männern. [3] Erst in den letzten Jahren haben sich diese Raten weitgehend angenähert.

Beschäftigungs-
zuwachs nur bei den Frauen in Westdeutschland
Der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Zeitraum 1992 bis 2002 ging mit einer abnehmenden Zahl Erwerbstätiger einher (Tabelle 2). Eine wichtige Ausnahme von der allgemeinen Entwicklung bildeten dabei die Frauen in Westdeutschland. Sie erzielten in diesem Zeitraum einen Beschäftigungsgewinn von über 1 Million Personen. In Ostdeutschland reduzierte sich die Zahl der Erwerbstätigen bei beiden Geschlechtern, jedoch fiel im Unterschied zur Bevölkerungsentwicklung der Rückgang bei den Männern deutlich stärker aus als bei den Frauen.

Da die beruflichen Veränderungen in einem Zeitraum von zwölf Monaten vor der Befragung näher untersucht werden, ist auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Jahr vor den jeweiligen Befragungszeitpunkten 1992, 1997 und 2002 von Interesse. In Westdeutschland war die Situation 1991/1992, also kurz nach der deutschen Vereinigung, für beide Geschlechter günstig. Sowohl Männer als auch - in noch stärkerem Maße - Frauen verzeichneten Beschäftigungszuwächse. In Ostdeutschland war die Lage dagegen durch einen massiven Beschäftigungsabbau geprägt, der besonders die Frauen traf. 1996 und 1997 waren die Beschäftigungsverluste in Ostdeutschland deutlich geringer und für beide Geschlechter etwa gleich hoch. In Westdeutschland kam es bei Männern in diesem Zeitraum ebenfalls zu einem Beschäftigungsabbau; ihre Situation verschlechterte sich nochmals in den Jahren 2001 und 2002. Frauen hingegen erzielten hier in jeder der betrachteten Perioden einen Beschäftigungszuwachs, wenn auch in den letzten beiden Zeiträumen nur noch moderat. Die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland war in allen Jahren wesentlich höher als in Westdeutschland. [4] Dramatisch ist die Lage der Älteren, die kaum noch eine neue Beschäftigung finden.

Häufigkeit beruflicher Veränderungen deutlich gestiegen Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ermöglicht tiefer gehende Analysen von beruflichen Veränderungen. Diese sind in Deutschland bei tendenziell sinkender Zahl von Erwerbstätigen in den letzten zehn Jahren viel häufiger geworden. Hochgerechnet gaben im Jahre 2002 rund 6,3 Mill. Erwerbstätige mindestens eine berufliche Veränderung in den vorangegangenen zwölf Monaten an; 1992 waren es erst 4,8 Mill. Personen gewesen (Tabelle 3).

Der Arbeitgeberwechsel stellt die häufigste Form der im SOEP erfragten beruflichen Veränderungen dar. Weiterhin sind Berufseintritte von Bedeutung. Im Jahre 2002 hatten hochgerechnet knapp 4,7 Mill. Personen angegeben, in den letzten zwölf Monaten ihren Arbeitgeber gewechselt oder nach einer Unterbrechung wieder eine Erwerbstätigkeit aufgenommen zu haben. Gegenüber 1992 entspricht dies einem Anstieg um mehr als 40 %. Diese Dynamik ist vor allem durch die Frauen in Westdeutschland geprägt. Die Zahl der Stellenwechslerinnen hat sich im Beobachtungszeitraum weit mehr als verdoppelt und ist auf über 2 Mill. gestiegen. Bei den Männern hatten "nur" reichlich 50 % mehr ihren Arbeitgeber gewechselt; hier gab es bis 2002 einen Anstieg auf insgesamt 1,6 Mill. Personen (Tabelle 4). Überdurchschnittlich häufig kehrten Personen nach einer Unterbrechung wieder auf den Arbeitsmarkt zurück.

In Westdeutschland hatte im Jahre 2002 mehr als jede achte Frau im erwerbsfähigen Alter angegeben, auf irgendeine Weise ihre Stelle in den letzten zwölf Monaten gewechselt oder eine neue Erwerbsarbeit aufgenommen zu haben; zehn Jahre zuvor, während der wesentlich günstigeren Zeit des Vereinigungsbooms, war es erst jede Sechzehnte gewesen. Im Vergleich zu den beiden Vorjahreszeiträumen waren somit im Jahre 2002 unter den Frauen erstmals mehr Personen mit beruflichen Veränderungen zu finden als bei den Männern.

Am höchsten war allerdings die Dynamik bei den Jugendlichen. Auch hier dürfte die schwierige Arbeitsmarktlage eine Rolle gespielt haben. Etwa ein Fünftel von ihnen berichtete im Jahre 2002 über einen Stellenwechsel oder einen Neueinstieg in den vorangegangenen zwölf Monaten. Dabei waren Frauen überdurchschnittlich vertreten; in Westdeutschland bedeutete dies gegenüber 1992 einen Anstieg um 11 Prozentpunkte auf 21 % (jüngere Männer: plus 4 Prozentpunkte auf 17 %). Insgesamt hat es bei den Jüngeren in Westdeutschland im Hinblick auf die beruflichen Veränderungen eine Angleichung an ostdeutsche Verhältnisse gegeben.

In Ostdeutschland waren im Beobachtungszeitraum insgesamt häufiger Personen mit beruflichen Veränderungen anzutreffen als in Westdeutschland. Auch der Beschäftigungsabbau war in allen drei betrachteten Zeiträumen in Relation zur Bevölkerung höher als in Westdeutschland. Im Unterschied zu den alten Bundesländern verzeichneten Männer in Ostdeutschland aber häufiger berufliche Veränderungen als Frauen, was auf ihre besseren Chancen am Arbeitsmarkt hindeutet.

Ältere haben schlechte Chancen - Befristete Beschäftigung bei Jüngeren

Sehr schwierig ist die Situation der Älteren auf dem Arbeitsmarkt. Die Altersgruppe der 56- bis unter 65-Jährigen vollzog am seltensten berufliche Wechsel; sie weist zudem die höchsten Arbeitslosenraten auf. [5] Vor diesem Hintergrund nahmen viele aus dieser Altersgruppe Maßnahmen in Anspruch, die zu einer Reduzierung des Arbeitsangebots aufgelegt worden waren (z. B. Vorruhestandsregelungen). [6] Schon aufgrund der höheren Erwerbsbeteiligung waren dies vor allem Männer. [7]

Die im Zuge der Maßnahmen zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes entstandenen befristeten Beschäftigungen können den Arbeitsmarkteintritt erleichtern. Wer eine Beschäftigung neu antrat, ging auch tatsächlich besonders häufig ein befristetes Beschäftigungsverhältnis ein (Tabelle 5). Während unter allen Beschäftigten in Deutschland der Anteil befristeter Beschäftigungen im Jahre 2002 bei 13 % lag, [8] hatten unter den Neuzugängen auf dem Arbeitsmarkt in Westdeutschland mehr als ein Drittel, in Ostdeutschland sogar fast die Hälfte einen derartigen Arbeitsvertrag. Immer öfter sind jüngere abhängig Beschäftigte befristet beschäftigt. [9] Diese Entwicklung dürfte nicht ohne Einfluss auf die Strukturen am Arbeitsmarkt und auf den Lebenslauf der Betroffenen bleiben. Wie das Statistische Bundesamt anmerkt, "ist nicht auszuschließen, dass von der Befristung von Arbeitsstellen auch ein eigener Effekt in Richtung unsteter Beschäftigungskarrieren ausgehen kann". [10]

Jüngere und Frauen haben besonders häufig vor Stellenantritt aktiv gesucht

Mehr als die Hälfte derjenigen, die eine neue Stelle gefunden hatten, berichtete im Jahre 2002, zuvor aktiv gesucht zu haben (Tabelle 6). Für die Übrigen hatte sich die neue Stelle "so ergeben". Wer das erste Mal eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hatte, musste vor dem Hintergrund der schwierigen Arbeitsmarktlage wesentlich häufiger aktiv suchen (66 %). Im Unterschied dazu scheint die Aufnahme einer Selbständigkeit keine erklärte Strategie zu sein, sondern hat sich meistens "so ergeben" (72 %).

Für die berufliche Veränderung ist die Bedeutung der aktiven Stellensuche für Männer in Westdeutschland im Zeitverlauf zurückgegangen, während sie bei allen anderen Gruppen zunahm. Am häufigsten ging im Jahre 2002 bei den Frauen in Ostdeutschland eine aktive Suche der Einstellung voraus. Dies zeigt die nach wie vor hohe Bedeutung der Erwerbstätigkeit für Frauen in Ostdeutschland. [11]

Arbeitsamt spielt relativ geringe Rolle bei der Jobvermittlung - Neue Stelle meist über soziale Kontakte

Eine neue Arbeitsstelle wurde vorwiegend über private Kontakte gefunden. Das Arbeitsamt spielte im Untersuchungszeitraum mit einem Anteil von 11 % nur eine untergeordnete Rolle (Tabelle 7). Die meisten (35 %) berichteten, von ihrer neuen Stelle über Bekannte, Freunde und Angehörige oder auch über eine Stellenanzeige in der Zeitung (14 %) erfahren zu haben. Für zuvor Arbeitslose war das Arbeitsamt immerhin noch zu 30 % direkt an der erfolgreichen Stellensuche beteiligt; [12] gleichwohl hatten Bekannte, Freunde, Angehörige oder die Zeitung auch für Arbeitslose eine höhere Bedeutung (insgesamt 37 %). Wer nach der Schulzeit oder Beendigung einer Ausbildung eine Stelle fand, hatte davon meistens über seine sozialen Kontakte (Bekannten, Freunden oder Angehörigen) erfahren. Die Bedeutung des Internets ist für die erfolgreiche Stellensuche insgesamt noch sehr gering; es wird vor allem von bereits Erwerbstätigen genutzt.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine neue Arbeitsstelle in Deutschland gewöhnlich über private Initiativen gefunden wird. Dies ist keine neue Entwicklung, sondern war - wie Ergebnisse des SOEP zeigen - auch schon vor zehn Jahren der Fall.

Stellenwechsel führt häufig zu Verbesserungen - Nachteile werden jedoch auch hingenommen

Nach einem Arbeitsplatzwechsel berichteten die im SOEP Befragten häufig über Verbesserungen gegenüber der alten Stelle (Tabelle 8). Dies betrifft beispielsweise die Art der Tätigkeit (44 %), den Verdienst (43 %), die Aufstiegschancen (41 %) oder die Arbeitszeitregelungen (43 %). Jedoch hat auch ein nicht zu vernachlässigender Teil nach eigenen Angaben eine Verschlechterung im neuen Job hingenommen oder hinnehmen müssen, z. B. beim Verdienst (24 %), der Länge des Arbeitsweges (28 %) oder den Arbeitsbelastungen (20 %). Nicht verwunderlich ist, dass Personen, deren Stellenwechsel eine Erwerbsunterbrechung vorausging, sich weniger häufig besser und öfter schlechter stellten als jene, bei denen sich ohne Erwerbsunterbrechung die neue Beschäftigung anschloss. Besonders groß sind die Unterschiede bei den Zukunftschancen in Form von Aufstiegsmöglichkeiten, beim Verdienst [13] und bei der Art der Tätigkeit. Die Ansprüche an den neuen Job werden von den Wiedereinsteiger/-innen in einer schwierigen Arbeitsmarktlage offenbar deutlich heruntergeschraubt. Interessant ist, dass Selbständige im Vergleich zu den abhängig beschäftigten Stellenwechslern/-innen offenbar wesentlich häufiger mit der Art ihrer neuen Tätigkeit zufrieden waren (58 %) und sich auch häufiger im Verdienst verbessert haben (52 %).

Fazit Auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland werden die sozio-demographischen Veränderungen immer deutlicher. Dies betrifft sowohl den Rückgang der Zahl der Jüngeren als auch den ständigen Bedeutungsgewinn der "Arbeitsmarktressource Frau" in Westdeutschland. Frauen wollen oder müssen heute mehr als früher erwerbstätig sein. In Ostdeutschland ist die Erwerbsorientierung der Frauen nach wie vor sehr hoch; dies zeigt auch die einer beruflichen Veränderung vorangegangene besonders häufige aktive Stellensuche. Offenbar aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktlage wandern vor allem jüngere Frauen aus Ostdeutschland ab. Wird dem nicht durch eine Verbesserung der Berufschancen entgegengewirkt, sind langfristig negative Auswirkungen für betroffene Regionen nicht zu vermeiden.

Von 1992 bis 2002 ist die berufliche Mobilität deutlich gestiegen. Dies kann als Indikator für die Flexibilität des Arbeitsmarktes gedeutet werden. Trotzdem gelang es nur unzureichend, der gestiegenen Arbeitslosigkeit durch die Vermittlung neuer Arbeitsplätze zu begegnen. Der Erfolg der Stellensuche kam eher durch Eigeninitiative als durch die Vermittlung des Arbeitsamtes zustande. Wichtig waren soziale Kontakte, denn über Freunde und Verwandte wurde am häufigsten eine Stelle gefunden. Verloren Ältere ihre Arbeit, war die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt schwer.

Gelingt ein Stellenwechsel direkt im Anschluss an eine Beschäftigung, ist die neue Stelle oft mit Verbesserungen verbunden, zum Beispiel beim Verdienst oder bei der Art der Tätigkeit. Gab es jedoch zuvor eine Erwerbsunterbrechung, müssen in der neuen Stelle häufig Einschränkungen hingenommen werden, z. B. bei den Aufstiegsmöglichkeiten, beim Verdienst und der Art der Tätigkeit. Somit haben Stellenwechsel die größten Vorteile für jene, die gar nicht erst erwerbslos geworden sind.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass Personen, die bislang (noch) nicht fest auf dem Arbeitsmarkt verankert sind ("Outsider"), von den Flexibilisierungsmaßnahmen in Form befristeter Beschäftigung häufiger betroffen sind als andere. Der Anteil befristet Beschäftigter nimmt in großem Umfang bei den jüngeren Neuzugängen auf dem Arbeitsmarkt zu. Einerseits stellt dies eine Chance zur Verankerung in das Erwerbsleben dar. Andererseits ist aber gerade für diese Generation eine längerfristig "unstete Beschäftigung" aufgrund der Flexibilisierungsmaßnahmen nicht auszuschließen. Die Selbständigkeit kann hier möglicherweise in manchen Fällen eine Erwerbsalternative darstellen. Eine solche Entwicklung würde allerdings neue Herausforderungen an die soziale Sicherungssysteme stellen.

[1] Vgl. SOEP Group: The German Socio-Economic Panel (GSOEP) after More than 15 Years - Overview. In: Elke Holst, Dean R. Lillard und Thomas A. DiPrete (Hrsg.): Proceedings of the 2000 Fourth International Conference of German Socio-Economic Panel Study Users (GSOEP2000). Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung des DIW Berlin, Jg. 70, Nr. 1, 2001, S. 7-14.

[2] Vgl. Steffen Kröhnert et al.: Deutschland 2020 - Die demografische Zukunft der Nation. Berlin-Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung. Berlin 2004.

[3] Vgl. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (Hrsg.): Zahlen-Fibel. IAB online.

[4] Vgl. IAB, a. a. O.

[5] Vgl. IAB, a. a. O.

[6] Vgl. Matthias Herfurth et al. (Hrsg.): Arbeiten in einer alternden Gesellschaft. Opladen 2003.

[7] Vgl. Gerhard Bäcker et al.: Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland. Wiesbaden 2000, S. 237 ff.

[8] Vgl. Statistisches Bundesamt: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit 2002. Fachserie 1, Reihe 4.1.1. Wiesbaden 2003, S. 93.

[9] Vgl. Statistisches Bundesamt: Leben und Arbeiten in Deutschland. Ergebnisse des Mikrozensus 2003. Wiesbaden 2004, S. 42.

[10] Vgl. Statistisches Bundesamt 2004, a. a. O., S. 43.

[11] Vgl. hierzu auch: Erwerbsverhalten von Frauen: Trotz Annäherung immer noch deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Bearb.: Elke Holst und Jürgen Schupp. In: Wochenbericht des DIW Berlin, Nr. 42/2001, S. 648-658.

[12] Vgl. hierzu auch: Arbeitsvermittlung durch das Arbeitsamt: Reform des Berichtssystems dringend erforderlich. Bearb.: Rainer Pischner, Jürgen Schupp und Gert G. Wagner. In:
Wochenbericht des DIW Berlin, Nr. 9/2002.

[13] Vgl. hierzu auch Miriam Beblo und Elke Wolf: Sind es die Erwerbsunterbrechungen? Ein Erklärungsbeitrag zum Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Heft 4/2003, S. 560-572.

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Tabelle 1

Bevölkerung in Deutschland 1992 und 2002 (1)
In 1 000 Personen

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Alter von ... bis   
unter ... Jahre (2)            Deutschland             Westdeutschland

                        Gesamt   Frauen   Männer   Gesamt   Frauen   Männer

Im Jahre 1992

  16 bis 35             21 783   10 519   11 265   17 871    8 632    9 240
  35 bis 56             23 421   11 470   11 951   18 857    9 212    9 644
  56 bis 65              9 517    4 841    4 676    7 605    3 842    3 763
  16 bis 65             54 721   26 830   27 892   44 332   21 686   22 646

Im Jahre 2002

  16 bis 35             17 005    8 306    8 699   13 914    6 858    7 056
  35 bis 56             25 566   12 532   13 034   21 051   10 335   10 716
  56 bis 65              9 736    4 908    4 828    7 943    3 989    3 955
  16 bis 65             52 308   25 747   26 561   42 908   21 182   21 726

Veränderung 2002
gegenüber 1992

  16 bis 35             -4 778   -2 212   -2 566   -3 958   -1 774   -2 184
  35 bis 56              2 145    1 062    1 083    2 194    1 123    1 071
  56 bis 65                219       67      153      339      147      192
  16 bis 65             -2 414   -1 083   -1 330   -1 425     -504     -920

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Alter von ... bis   
unter ... Jahre (2)           Ostdeutschland

                        Gesamt   Frauen   Männer

Im Jahre 1992

  16 bis 35              3 912    1 887    2 025
  35 bis 56              4 565    2 258    2 307
  56 bis 65              1 912      999      913
  16 bis 65             10 389    5 144    5 245

Im Jahre 2002

  16 bis 35              3 092    1 449    1 643
  35 bis 56              4 515    2 197    2 319
  56 bis 65              1 793      919      874
  16 bis 65              9 400    4 565    4 836

Veränderung 2002
gegenüber 1992

  16 bis 35               -820     -439     -382
  35 bis 56                -49      -61       11
  56 bis 65               -119      -80      -39
  16 bis 65               -989     -579     -410

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(1) Auf Basis der fortgeschriebenen Werte des Jahres 2001.
(2) Stand: jeweils am Jahresende.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 1994 und 2003.

DIW Berlin 2004

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Tabelle 2

Erwerbstätigkeit in Deutschland 1991 bis 2002
In 1 000 Personen

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                                             Bestand

                        1991     1992     1996     1997     2001     2002

Deutschland            37 445   36 940   35 983   35 805   36 815   36 536
  Frauen               15 570   15 317   15 277   15 256   16 186   16 200
  Männer               21 875   21 623   20 706   20 549   20 629   20 336

Westdeutschland        29 684   30 094   29 277   29 200   30 307   30 123
  Frauen               11 965   12 249   12 275   12 299   13 226   13 252
  Männer               17 719   17 854   17 002   16 901   17 081   16 880

Ostdeutschland          7 761    6 846    6 706    6 605    6 508    6 404
  Frauen                3 605    3 068    3 002    2 957    2 960    2 948
  Männer                4 156    3 778    3 704    3 649    3 548    3 456

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                                            Veränderung

                        97/92     02/97    02/92    92/91    97/96    02/01

Deutschland            -1 135      731     -404     -505     -178     -279
  Frauen                  -61      944      883     -253      -21       14
  Männer               -1 074     -213   -1 287     -252     -157     -293

Westdeutschland          -894      923       29      410      -77     -184
  Frauen                   50      953    1 003      284       24       26
  Männer                 -953      -21     -974      135     -101     -201

Ostdeutschland           -241     -201     -442     -915     -101     -104
  Frauen                 -111       -9     -120     -537      -45      -12
  Männer                 -129     -193     -322     -378      -55      -92

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Quelle: Statistisches Bundesamt, FS 1, Reihe 4.1.1, verschiedene Jahrgänge.

DIW Berlin 2004

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Tabelle 3

Art der beruflichen Veränderung (1) in Deutschland in den letzten zwölf
Monaten vor der Befragung (2)
In 1 000 Personen

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                                                     1992    1997    2002

Erstmals im Leben Erwerbstätigkeit aufgenommen        560     746     837

Arbeitgeberwechsel insgesamt                        3 259   3 912   4 675

  Davon:

  Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nach
  Unterbrechung                                       987   1 700   1 809
  Stelle bei neuem Arbeitgeber angetreten           2 272   2 212   2 866

Neue Tätigkeit als Selbständiger                       90     476     340

Vom Nachfolgebetrieb/neuer Dienststelle
übernommen worden (3)                                 291      82      95

Innerhalb des Unternehmens die Stelle gewechselt      614     663     344

Berufliche Veränderungen insgesamt                  4 814   5 879   6 291

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(1) Stellenwechsel oder Neuaufnahme der Erwerbstätigkeit in den letzten
zwölf Monaten vor der Befragung.
(2) Frage: "Welche Art von beruflicher Veränderung war das? Falls Sie
mehrfach die Stelle gewechselt haben, sagen Sie es bitte für den letzten
Wechsel."
(3) Diese Frage wurde 1992 nur den ostdeutschen Befragten gestellt.

Quellen: SOEP 1992, 1997 und 2002, gewichtet; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 4

Personen mit mindestens einer beruflichen Veränderung (1)
in West- und Ostdeutschland 1992, 1997 und 2002

-------------------------------------------------------------------------------
                                  Westdeutschland          Ostdeutschland
Alter von ... bis
unter ... Jahre                 1992    1997    2002    1992    1997    2002

In 1 000 Personen

Frauen

  16 bis 35                      510     892   1 063     238     182     231
  35 bis 56                      392     480     912     317     167     192
  56 bis 65                       /       /       72      /       /       /
  16 bis 65                      902   1 407   2 047     555     349     439

Männer

  16 bis 35                      726   1 061     769     312     225     226
  35 bis 56                      292     512     791     401     296     291
  56 bis 65                       42      /      [52]    [29]    [47]    [61]
  16 bis 65                    1 060   1 577   1 611     742     569     578

Männer und Frauen

  16 bis 35                    1 237   1 953   1 831     550     407     457
  35 bis 56                      683     992   1 703     718     463     483
  56 bis 65                       42     [39]    123     [29]    [59]    [77]
  16 bis 65                    1 962   2 984   3 658   1 297     928   1 017

In % der jeweiligen
Bevölkerungsgruppe

Frauen

  16 bis 35                       10      17      21      19      15      21
  35 bis 56                        5       8      10      20      10       9
  56 bis 65                        /       /       2       /       /       /
  16 bis 65                        6      10      12      16      10      11

Männer

  16 bis 35                       13      21      17      22      20      22
  35 bis 56                        4       8      10      26      15      14
  56 bis 65                       [1]      /      [2]     [5]     [6]     [6]
  16 bis 65                        7      11      11      20      15      15

Männer und Frauen

  16 bis 35                        12     19      19      20      18      22
  35 bis 56                         5      8      10      23      12      12
  56 bis 65                        [1]    [1]      2      [3]     [3]     [4]
  16 bis 65                         7     10      11      18      12      13

-------------------------------------------------------------------------------
/ Weniger als zehn Fälle.
[ ] Werte in Klammern: weniger als 30 Fälle.

(1) Jedwede berufliche Veränderung (Wechsel oder Neuaufnahme der
Erwerbstätigkeit) in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung.

Quellen: SOEP 1992, 1997 und 2002, gewichtet; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 5

Anteil befristeter Verträge bei Neuzugängen in Beschäftigung (1)
im Jahre 2002
In %

-------------------------------------------------------------------------------
                            Westdeutschland             Ostdeutschland
Alter von ... bis
unter ... Jahre         Gesamt   Frauen   Männer   Gesamt   Frauen   Männer

16 bis 35                 37       33       42       49       37       62
35 bis 56                 31       29       34       45       55       38
56 bis 65                  /        /        /        /        /        /

Insgesamt                 35       31       38       48       46       50

-------------------------------------------------------------------------------
/ Weniger als zehn Fälle.

(1) Anteil der befristeten Stellen aller zum Befragungszeitpunkt abhängig
Erwerbstätigen, die in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung ihre
berufliche Stelle gewechselt oder eine Erwerbstätigkeit neu aufgenommen
haben.

Quellen: SOEP 2002, gewichtet; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 6

Stellensuche (1) von Personen mit einer beruflichen Veränderung
in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung 1992, 1997 und 2002
In %

-------------------------------------------------------------------------------
                                    Im Jahre 1992          Im Jahre 1997

                                  Aktiv     Hat sich     Aktiv     Hat sich
                                 gesucht   so ergeben   gesucht   so ergeben

Insgesamt                           46          54         56          44

  Erstmals erwerbstätig             73          27         63          37
  Erwerbstätigkeit wieder
  aufgenommen                       58          43         66          35
  Neuer Arbeitgeber                 56          44         59          41
  Arbeitgeberwechsel (2)            56          44         62          38
  Selbständig gemacht               /          [68]        41          59
  Übernommen worden                 /           92         (3)
  Innerbetrieblich gewechselt      [17]         83         26          74

Westdeutschland

  Frauen                            50          51         59          41
  Männer                            57          43         54          46

Ostdeutschland

  Frauen                            43          57         61          39
  Männer                            45          55         49          50

-------------------------------------------------------------------------------
                                    Im Jahre 2002

                                  Aktiv      Hat sich
                                 gesucht    so ergeben

Insgesamt                           53          47

  Erstmals erwerbstätig             66          34
  Erwerbstätigkeit wieder
  aufgenommen                       54          47
  Neuer Arbeitgeber                 56          44
  Arbeitgeberwechsel (2)            55          45
  Selbständig gemacht              [28]         72
  Übernommen worden                 (3)
  Innerbetrieblich gewechselt       34          66

Westdeutschland

  Frauen                            52          48
  Männer                            53          47

Ostdeutschland

  Frauen                            63          37
  Männer                            52          48

-------------------------------------------------------------------------------
/ Weniger als zehn Fälle.
[ ] Werte in Klammern: weniger als 30 Fälle.

(1) Bei Stellenwechsel oder Neuaufnahme der Erwerbstätigkeit in den letzten
zwölf Monaten vor der Befragung. Frage: "Bevor Sie Ihre jetzige Stelle
angetreten haben, haben Sie da aktiv nach einer Stelle gesucht, oder hat
sich das so ergeben?"
(2) Die Kategorie "Arbeitgeberwechsel" fasst "Wiederaufnahme der
Erwerbstätigkeit nach Unterbrechung" und "Stelle bei neuem Arbeitgeber
angetreten" zusammen.
(3) 1997 und 2002 wird die Kategorie "Übernommen worden" aufgrund zu
geringer Fallzahlen in der Stichprobe ausgelassen.

Quellen: SOEP 1992, 1997 und 2002, gewichtet; Berechnungen des
DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 7

Quelle der Information über die neue Stelle (1) und
vorheriger Erwerbsstatus (2) im Jahre 2002
In %

-------------------------------------------------------------------------------
                                               Deutschland gesamt

Quelle der Information (3)              Arbeits-             In     Sonstige
                               Insge-     los    Erwerbs-  Schule/   Nicht-
                                samt     gemel-   tätige   Ausbil-  erwerbs-
                                          det               dung     tätige

Arbeitsamt                       11       30        8       [15]      [5]

Stellenanzeige in der Zeitung    14       11       16       [15]     [13]

Bekannte, Freunde, Angehörige    35       26       40        35       32

Rückkehr zu früherem Arbeit-
geber                             8       [6]       8         /       29

Private Stellenvermittlung/
Agentur                           2        /       [2]        /        /

Stellenanzeige im Internet        4       [6]       4        [5]       /

Sonstiges/trifft nicht zu        25       19       22        26       16

Hochgerechnet (in 1 000)      4 598      735    2 787       502      574
Fallzahl                      1 498      254      862       176      206

-------------------------------------------------------------------------------
                                             Westdeutschland

Quelle der Information (3)             Arbeits-              In    Sonstige
                               Insge-    los    Erwerbs-   Schule/   Nicht-
                                samt    gemel-   tätige    Ausbil-  erwerbs-
                                          det               dung     tätige

Arbeitsamt                        9       23        7       [13]      [4]

Stellenanzeige in der Zeitung    17       17       18       [15]     [14]

Bekannte, Freunde, Angehörige    37       24       41        35       34

Rückkehr zu früherem Arbeit-
geber                             8        /        6         /       25

Private Stellenvermittlung/
Agentur                          [1]       /       [1]        /        /

Stellenanzeige im Internet        5        /        4        [5]       /

Sonstiges/trifft nicht zu        22      [23]      22        28       18

Hochgerechnet (in 1 000)      3 664      434    2 295       415      520
Fallzahl                      1 123      135      674       138      176

-------------------------------------------------------------------------------
                                                 Ostdeutschland

Quelle der Information (3)            Arbeits-               In     Sonstige
                               Insge-    los    Erwerbs-   Schule/   Nicht-
                                samt    gemel-   tätige    Ausbil-  erwerbs-
                                         det                dung     tätige

Arbeitsamt                       22       39      [12]        /        /

Stellenanzeige in der Zeitung     6        /       [6]        /        /

Bekannte, Freunde, Angehörige    33       30       37       [33]       /

Rückkehr zu früherem Arbeit-
geber                            16      [12]     [16]        /      [61]

Private Stellenvermittlung/
Agentur                           /        /        /         /        /

Stellenanzeige im Internet       [4]       /       [4]        /        /

Sonstiges/trifft nicht zu        17      [12]      21         /        /

Hochgerechnet (in 1 000)        933      301      491        86       55
Fallzahl                        375      119      188        38       30

-------------------------------------------------------------------------------
/ Weniger als zehnFälle.
[ ] Werte in Klammern: weniger als 30 Fälle.

(1) Bei Stellenwechsel bzw. Neuaufnahme einer Erwerbstätigkeit (ohne inner-
betrieblichen Wechsel) in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung.
(2) Erwerbsstatus aus dem Vorjahr.
(3) Frage: "Wie haben Sie von dieser Stelle erfahren?"

Quellen: SOEP 2002, gewichtet; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 8

Beurteilung der neuen Stelle im Vergleich zur alten Stelle im Jahre 2002 (1)
In %

-------------------------------------------------------------------------------
                              Arbeitgeberwechsel

                                    Davon:             Selbständig   Inner-
                    Insge-         Erwerbs-    Davon:    gemacht    betrieb-
                     samt    Zu-    tätig-     Neuer                lich ge-
                           sammen  keit nach   Arbeit-              wechselt
                                    Unter-     geber
                                   brechung
                                    wieder
                                  aufgenommen

Art der Tätigkeit

  Verbessert          47     44       36         49        58          61
  Etwa gleichwertig   44     46       49         44       [24]         37
  Verschlechtert      10     10       15          7       [18]          /

Verdienst

  Verbessert          44     43       30         50        52          38
  Etwa gleichwertig   34     34       41         30       [23]         49
  Verschlechtert      23     24       29         21       [26]        [13]

Aufstiegs-
möglichkeiten

  Verbessert          30     41       18         33        41          41
  Etwa gleichwertig   54     53       59         55       [27]         53
  Verschlechtert      16      6       23         12       [32]         [6]

Arbeitsbelastungen

  Verbessert          30     31       24         35       [27]         22
  Etwa gleichwertig   50     50       54         49        49          50
  Verschlechtert      20     19       22         17        25          28

Länge des Arbeitsweges

  Verbessert          30     31       29         33        30         [17]
  Etwa gleichwertig   42     40       45         38        41          64
  Verschlechtert      27     28       26         29       [29]        [19]

Arbeitszeitregelung

  Verbessert          41     43       41         45        42         [19]
  Etwa gleichwertig   42     40       44         38       [37]         67
  Verschlechtert      17     17       16         17       [21]          /

Betriebliche
Sozialleistungen

  Verbessert          25     28       22         31        11           8
  Etwa gleichwertig   58     57       63         55        36          85
  Verschlechtert      16     15       15         14        53           7

Sicherheit des
Arbeitsplatzes

  Verbessert          27     27       20         31       [17]         26
  Etwa gleichwertig   60     60       61         60        45          73
  Verschlechtert      13     12       19          9       [38]          /

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/ Weniger als zehn Fälle.
[ ] Werte in Klammern: weniger als 30 Fälle.

(1) Frage: "Wie beurteilen Sie Ihre heutige Stelle im Vergleich zur letzten?
In welchen Punkten haben Sie sich verbessert, welche sind etwa gleichwertig,
und in welchen haben Sie sich eher verschlechtert? Wie ist dies in Bezug
auf ..."

Quellen: SOEP 2002, gewichtet; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

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© 21/04