Website Archive
- may contain outdated content -

Wochenbericht des DIW Berlin 13/00

EWU-Konjunktur im Aufwind

Bearbeiter Katja Rietzler
Die spürbare Belebung der Konjunktur in der Europäischen Währungsunion (EWU) im dritten Quartal 1999 setzte sich zum Jahresende fort (Abbildung 1). Nach Berechnungen des DIW stieg das reale Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal - ebenso wie schon im dritten - saisonbereinigt um 0,9 %, was einer laufenden Jahresrate von 3,6 % entspricht. Für den Jahresdurchschnitt errechnet sich ein Zuwachs von 2,3 %. Im Zuge der kräftigen wirtschaftlichen Expansion entspannte sich auch die Lage am Arbeitsmarkt weiter. Im vierten Quartal 1999 sank die Arbeitslosenquote erstmals seit 1992 wieder unter 10 %, und die Zahl der Erwerbstätigen nahm weiter zu.

Steiler Anstieg der Exporte Die Exporte, die im Frühjahr 1999 die konjunkturelle Trendwende herbeigeführt hatten, waren auch im weiteren Jahresverlauf die treibende Kraft des Aufschwungs. Im vierten Quartal legten sie - unter Einschluss des EWU-Binnenhandels - um 3,3 % gegenüber dem Vorquartal zu und erreichten somit wieder ein ähnlich hohes Wachstumstempo wie vor den weltweiten Finanzkrisen. Zwei Faktoren begünstigen derzeit die Exporte. Die weltwirtschaftlichen Aussichten haben sich durch die Erholung in den asiatischen und lateinamerikanischen Ländern, die anhaltende Hochkonjunktur in den USA - dem nach Großbritannien zweitwichtigsten Handelspartner der Eurozone - und die Beschleunigung des Wachstumstempos in Mittel- und Osteuropa weiter verbessert. Infolge der starken Abwertung des Euro bei hoher Preisstabilität hat die Eurozone zudem deutlich an preislicher Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Der reale effektive Außenwert des Euro gegenüber den wichtigsten Handelspartnern sank vom dritten zum vierten Quartal 1999 um 2,1 %; im Vergleich zum Vorjahr resultierte daraus ein Minus von 10 %.

Dies hat dazu geführt, dass sich der reale Außenbeitrag trotz weiterhin hoher Importzuwächse seit Mitte letzten Jahres wieder beschleunigt ausgeweitet hat (Abbildung 2); übers Jahr gesehen war er allerdings wegen der gedämpften Entwicklung in der ersten Jahreshälfte deutlich niedriger als 1998. Im vierten Quartal 1999 belief sich der Exportüberschuss auf 2,2 % des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber 1,8 % im gleichen Zeitraum 1998.

Inlandsnachfrage stabilisiert sich Die Inlandsnachfrage hat sich im zweiten Halbjahr bei laufenden Quartalsraten von etwa 0,7 % stabilisiert. Dabei wurden die Konsumausgaben der privaten Haushalte etwas stärker ausgeweitet als noch zu Jahresbeginn. Die Konsumausgaben der öffentlichen Hand haben sich geringfügig erhöht, nachdem zuvor drastisch gespart worden war, um die Kriterien des Maastricht-Vertrages und des Stabilitäts- und Wachstumspaktes zu erfüllen. Mit 1,3 % blieb der Zuwachs aber auch im vergangenen Jahr deutlich unter dem der übrigen Aggregate.

Die Bruttoanlageinvestitionen nahmen im vierten Quartal um 1,6 % gegenüber dem Vorquartal zu. Während die Ausrüstungsinvestitionen mit dem Exportboom und der Kräftigung der Konsumnachfrage weiter an Dynamik gewannen, belebte sich die Bautätigkeit nur allmählich. Die Schwankungen in den Zuwachsraten bei den Bauinvestitionen (Tabelle 1) sind auch auf merkliche Unterschiede bei der Baukonjunktur in den einzelnen Ländern zurückzuführen. [1]

Deutlicher Anstieg der Importpreise Der Deflator des Bruttoinlandsprodukts blieb im vierten Quartal 1999 konstant; das Niveau vom Vorjahr übertraf er um 1,1 % (Tabelle 2). Der Rückgang der Zuwachsraten im Vorjahresvergleich beim BIP-Deflator seit Anfang 1999 sagt allerdings wenig über die Inflationsentwicklung aus. Da sich der BIP-Deflator aus dem Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts in jeweiligen Preisen zum Bruttoinlandsprodukt in konstanten Preisen errechnet, schlagen sich starke Importpreiserhöhungen in einem geringeren Anstieg des BIP-Deflators nieder, weil höhere Importpreise über höhere nominale Importe zu einem geringeren nominalen Bruttoinlandsprodukt führen. Bei den Aggregaten der Inlandsnachfrage schwächte sich der Preisanstieg auf Quartalsbasis zuletzt sogar leicht ab. Dagegen stiegen neben den Importpreisen auch die Exportpreise deutlich. Die anhaltende Euroschwäche sowie die drastische Ölverteuerung seit dem Frühjahr 1999 schlugen sich in einem spürbaren Anstieg des HVPI nieder, der im vierten Quartal um 1,6 % über dem Vorjahrsniveau lag.

Diese Entwicklung setzte sich zu Beginn dieses Jahres fort. Im Februar 2000 verzeichnete der HVPI erstmals seit Oktober 1996 wieder eine Jahresrate von 2 %. Gleichzeitig beschleunigte sich auch der Anstieg der industriellen Produzentenpreise infolge kräftiger Preiserhöhungen bei den Vorleistungsgütern, primär bei Energie und Rohstoffen. Aufgrund dieser Entwicklung sah die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Inflationsziel eines HVPI unter 2 % gefährdet. Am 16. März erhöhte sie deshalb zum zweiten Mal in diesem Jahr die Leitzinsen um 25 Basispunkte.

Von den Lohnstückkosten geht dagegen bislang kein Inflationsdruck aus. Nach einem leichten Rückgang im dritten Quartal sind sie zuletzt zwar geringfügig gestiegen, waren damit aber um lediglich 0,8 % höher als im Vorjahr (Abbildung 3). [2] Damit besteht bislang anders als in früheren Phasen starker Ölpreiserhöhungen nicht die Gefahr eines sich verfestigenden Inflationsprozesses. Dies wäre nur dann der Fall, wenn sich die Lohnzuwächse in der näheren Zukunft erheblich beschleunigen würden. Hierfür gibt es derzeit keine Anzeichen.

Kräftige Expansion auch im ersten Halbjahr 2000 Da die jüngsten Zinsschritte der EZB erst mit einer zeitlichen Verzögerung wirken werden und die starke Wettbewerbsfähigkeit des Euroraumes infolge des gesunkenen Außenwertes des Euro vorerst anhält, dürfte sich die gute konjunkturelle Entwicklung zunächst mit ähnlichem Tempo fortsetzen, zumal auch das weltwirtschaftliche Klima günstig bleibt.

In die gleiche Richtung weist auch der vom DIW in Zusammenarbeit mit sieben führenden europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten berechnete Euro- Wachstumsindikator (Abbildung 4). [3] Die Unternehmens- und Konsumentenumfragen der Europäischen Kommission deuten ebenfalls auf einen kräftigen Aufschwung hin. Vor allem in der Bauwirtschaft und in der Industrie ist wieder größerer Optimismus zu spüren. Die Auftragseingänge und die Exporterwartungen zeigten zuletzt deutlich aufwärts. Auch der Indikator des Verbrauchervertrauens hat sich im Februar leicht verbessert. Lediglich die Einschätzungen des Einzelhandels haben sich wieder etwas verschlechtert.

Vor allem die Exporte der EWU dürften weiterhin kräftig expandieren. Da bei den Importen aufgrund der relativen Verteuerung nicht mit einem ähnlich starken Anstieg zu rechnen ist, wird der Außenbeitrag der EWU weiter steigen. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte dürften angesichts einer zuletzt etwas abgeschwächten Beschäftigungsdynamik nicht ganz so stark zunehmen wie im zweiten Halbjahr 1999, während bei den staatlichen Konsumausgaben eine unverändert mäßige Entwicklung zu erwarten ist. Infolge der dynamischen Exportkonjunktur und einer stabilen Konsumnachfrage werden auch die Ausrüstungsinvestitionen vorerst noch kräftig ausgeweitet. Bei den Bauinvestitionen zeichnet sich eine Fortsetzung der allmählichen Erholung ab. Starker Preisauftrieb nur temporär? Für den weiteren geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank wird entscheidend sein, inwieweit die drastische Ölpreiserhöhung in den letzten Monaten zu weiteren inflationären Tendenzen führt. Der kräftige Anstieg der industriellen Vorleistungspreise sowie höhere Preissteigerungsraten bei industriell gefertigten Gütern werden bereits als erste Anzeichen für das Übergreifen der importierten Inflation angesehen. Wenn es jedoch nicht zu einer Lohn-Preis-Spirale kommt, bleiben die Preissteigerungen ein temporäres Phänomen. Versuchen die Gewerkschaften aber, entsprechend höhere Lohnforderungen durchzusetzen, und kommt es am Ende zu einem verstärkten Anstieg der Lohnstückkosten, dann wären deutliche Zinsschritte der Europäischen Zentralbank unvermeidlich.

Zur Berechnung der vierteljährlichen VGR für die Europäische Währungsunion

Die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für die Länder der Europäischen Währungsunion befinden sich im Zuge der Einführung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG95) noch immer im Umbruch. Es stehen noch nicht für alle Länder Vierteljahreswerte zur Verfügung. Auch bei den Jahreswerten gibt es noch Lücken. Für das DIW, das am Aufbau einer konsistenten vierteljährlichen Gesamtrechnung für die EWU arbeitet, bedeutet dies, dass bei deren Berechnung Schätzungen vorgenommen werden müssen. Dies gilt vor allem für die drei kleinsten Volkswirtschaften des Währungsraumes (Portugal, Irland und Luxemburg). So wurden die saisonbereinigten Reihen für die EWU auf der Basis der mit BV4 saisonbereinigten Ursprungswerte der nationalen Statistiken für die acht größten Länder, die knapp 97 % der Wirtschaftsleistung der EWU repräsentieren, sowie der Jahresdaten für die gesamte EWU geschätzt. Dazu wurde das Programm ECOTRIM eingesetzt - eine ökonometrisch fundierte Anwendung zur temporalen Disaggregation von Zeitreihen, die Eurostat entwickelt hat und ebenfalls bei der Schätzung der VGR-Reihen für die EWU verwendet. [4]

Da nur für Deutschland, Frankreich, Spanien und die Niederlande die Aggregate der Verwendungsseite bis zum vierten Quartal vorlagen, wurde das vierte Quartal 1999 für Italien, Belgien, Österreich und Finnland auf der Basis von aktuellen Indikatoren geschätzt. Für Portugal, Irland und Luxemburg (zusammen rund 3 % der Wirtschaftsleistung in der Eurozone) wurden mangels geeigneter Daten Prognosewerte für 1999 eingesetzt.

Gegenüber der jüngsten Veröffentlichung von Eurostat haben die Zeitreihen des DIW folgende Vorteile: Sie wurden mit einem einheitlichen Verfahren saisonbereinigt, und sie weisen eine Untergliederung der Bruttoanlageinvestitionen nach Bauten und Ausrüstungen aus. Zudem wurde die jüngste Entwicklung in Belgien, Österreich und Finnland durch Schätzungen, für die aktuelle Konjunkturindikatoren herangezogen wurden, berücksichtigt.

Die Lohnstückkosten wurden aufgrund der unzureichenden Datenlage auf der Basis der Arbeitnehmerentgelte und des realen Bruttoinlandsprodukts der acht größten EWU-Länder geschätzt. Da nicht für alle Länder die entsprechenden Arbeitsmarktdaten vorliegen, konnten Strukturverschiebungen zwischen abhängig Beschäftigten und Selbständigen nicht berücksichtigt werden; dies ist für kurzfristige Betrachtungen jedoch unerheblich. Dadurch sowie durch die unterschiedlichen Saisonbereinigungsverfahren unterscheiden sich die Ergebnisse des DIW geringfügig von den Berechnungen der EZB, die zurzeit nur bis zum dritten Quartal 1999 vorliegen und auch auf der Basis der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der acht größten EWU-Länder hochgerechnet werden.

[1] Für eine Analyse der Bruttoanlageinvestitionen in den Ländern der Europäischen Währungsunion vgl.: Ausrüstungs- und Bauinvestitionen in der Europäischen Währungsunion deutlich ausgeweitet. Bearb.: Ulrich Fritsche. In diesem Wochenbericht, S. 180 ff.

[2] Zur Berechnung der Lohnstückkosten vgl. Box.

[3] Neben dem DIW sind dies: CPB (Den Haag), ETLA (Helsinki), IfW (Kiel), NIESR (London), OFCE (Paris), Prometeia (Bologna) und WIFO (Wien). Vgl. Financial Times Deutschland, 10.3.2000, Seite 20.

[4] Vgl. R. Barcellan, G.L. Mazzi: Methodology for the estimation of totals for the European Economic and Monetary Union (EUR-11) and for the European Union (EU-15). In: Quarterly National Accounts ESA, Fourth Quarter 1997, 1- 1998, Eurostat.

                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 1                                                                        
Vierteljährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die EWU-Länder         
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                         1998      1999           1997               1998 
                                                                                
                                              III       IV        I        II 
                                                                                
                         Verwendung des Inlandsprodukts zu Preisen von 1995 
                                                                                
                                            in Mrd. Euro 
                                                                                
Privater Verbrauch    3 172,17  3 251,45    771,22    777,34    784,48   789,43 
Staatsverbrauch       1 132,63  1 147,40    280,03    280,49    282,17   282,87 
Anlageinvestitionen   1 176,74  1 231,89    282,67    286,49    292,31   289,97 
  Bauten                610,84    631,67    151,95    152,88    154,46   150,47 
  Ausrüstungen          565,91    600,22    130,72    133,61    137,86   139,50 
Vorratsveränderung       44,87     46,91      5,56      9,81      9,74    11,46 
Inlandsnachfrage      6 703,16  6 909,54  1 622,14  1 640,62  1 661,01 1 663,71 
Außenbeitrag            124,54    100,93     40,79     38,10     36,76    33,57 
  Ausfuhr             1 915,01  1 997,94    459,53    468,30    479,01   478,19 
  Einfuhr             1 790,47  1 897,01    418,74    430,20    442,25   444,62 
Bruttoinlandsprodukt  5 650,95  5 778,58  1 380,26  1 392,23  1 405,46 1 407,30 
                                                                                
                                 Veränderung gegenüber der Vorperiode in % 
                                                                                
Privater Verbrauch        2,9       2,5       0,2       0,8       0,9      0,6 
Staatsverbrauch           1,2       1,3       0,2       0,2       0,6      0,2 
Anlageinvestitionen       4,4       4,7       0,1       1,4       2,0     -0,8 
  Bauten                  0,3       3,4      -0,8       0,6       1,0     -2,6 
  Ausrüstungen            9,1       6,1       1,1       2,2       3,2      1,2 
Inlandsnachfrage          3,5       3,1       0,3       1,1       1,2      0,2 
Ausfuhr                   6,5       4,3       2,9       1,9       2,3     -0,2 
Einfuhr                   8,7       6,0       2,6       2,7       2,8      0,5 
Bruttoinlandsprodukt      2,8       2,3       0,5       0,9       0,9      0,1 
                                                                                
                            Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in % 
                                                                                
Privater Verbrauch        2,9       2,5       1,2       1,9       2,8      2,5 
Staatsverbrauch           1,2       1,3       0,4       0,5       1,2      1,2 
Anlageinvestitionen       4,4       4,7       1,5       3,3       5,9      2,7 
  Bauten                  0,3       3,4      -1,7       0,0       2,2     -1,7 
  Ausrüstungen            9,1       6,1       5,4       7,3      10,3      7,9 
Inlandsnachfrage          3,5       3,1       1,6       2,8       4,1      2,8 
Ausfuhr                   6,5       4,3      11,9      11,3      12,9      7,1 
Einfuhr                   8,7       6,0      10,2      11,2      13,3      8,9 
Bruttoinlandsprodukt      2,8       2,3       2,3       3,0       3,9      2,4 
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                               1998                         1999                
                                                                                
                            III      IV        I       II       III      IV     
                                                                                
                           Verwendung des Inlandsprodukts zu Preisen von 1995   
                                                                                
                                            in Mrd. Euro                        
                                                                                
Privater Verbrauch       796,45   801,81   805,07   809,25   815,70   821,43    
Staatsverbrauch          283,28   284,31   285,83   286,13   287,49   287,94    
Anlageinvestitionen      295,66   298,80   301,01   306,37   309,79   314,72    
  Bauten                 152,44   153,47   154,83   157,80   158,81   160,23    
  Ausrüstungen           143,22   145,33   146,18   148,57   150,98   154,49    
Vorratsveränderung        11,55    12,12    14,10    13,71    11,50     7,60    
Inlandsnachfrage       1 682,59 1 695,85 1 707,02 1 721,83 1 734,27 1 746,41    
Außenbeitrag              29,10    25,11    21,61    21,83    25,88    31,62    
  Ausfuhr                478,77   479,03   480,14   491,26   504,98   521,56    
  Einfuhr                449,67   453,92   458,53   469,43   479,10   489,95    
Bruttoinlandsprodukt   1 416,04 1 422,16 1 427,62 1 437,30 1 450,36 1 463,31    
                                                                                
                                Veränderung gegenüber der Vorperiode in %       
                                                                                
Privater Verbrauch         0,9      0,7      0,4      0,5      0,8      0,7     
Staatsverbrauch            0,1      0,4      0,5      0,1      0,5      0,2     
Anlageinvestitionen        2,0      1,1      0,7      1,8      1,1      1,6     
  Bauten                   1,3      0,7      0,9      1,9      0,6      0,9     
  Ausrüstungen             2,7      1,5      0,6      1,6      1,6      2,3     
Inlandsnachfrage           1,1      0,8      0,7      0,9      0,7      0,7     
Ausfuhr                    0,1      0,1      0,2      2,3      2,8      3,3     
Einfuhr                    1,1      0,9      1,0      2,4      2,1      2,3     
Bruttoinlandsprodukt       0,6      0,4      0,4      0,7      0,9      0,9     
                                                                                
                           Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %      
                                                                                
Privater Verbrauch         3,3      3,1      2,6      2,5      2,4      2,4     
Staatsverbrauch            1,2      1,4      1,3      1,2      1,5      1,3     
Anlageinvestitionen        4,6      4,3      3,0      5,7      4,8      5,3     
  Bauten                   0,3      0,4      0,2      4,9      4,2      4,4     
  Ausrüstungen             9,6      8,8      6,0      6,5      5,4      6,3     
Inlandsnachfrage           3,7      3,4      2,8      3,5      3,1      3,0     
Ausfuhr                    4,2      2,3      0,2      2,7      5,5      8,9     
Einfuhr                    7,4      5,5      3,7      5,6      6,5      7,9     
Bruttoinlandsprodukt       2,6      2,1      1,6      2,1      2,4      2,9     
------------------------------------------------------------------------------ 
Quelle: Berechnungen des DIW auf der Basis von Daten von Eurostat, der OECD,    
der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank sowie nationaler      
Statistiken.                                                                    
=============================================================================== 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 2                                                                        
Vierteljährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die EWU-Länder         
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                          1998     1999         1997             1998           
                                                                                
                                            III      IV        I       II       
                                                                                
                   Preisniveau der Verwendungsseite des Inlandsprodukts         
                                                                                
                                            1995 = 100                          
                                                                                
Privater Verbrauch       104,5    106,5    103,5    103,7    103,8    104,2     
Staatsverbrauch          103,7    106,5    102,4    102,7    102,7    103,2     
Anlageinvestitionen      101,0    102,4    100,4    100,6    100,5    100,9     
  Bauten                 101,6    103,7    100,3    100,7    100,9    101,2     
  Ausrüstungen           100,4    101,0    100,5    100,5    100,1    100,5     
Inlandsnachfrage         103,0    104,9    102,3    102,4    102,5    102,8     
Ausfuhr                  101,0    100,9    101,5    101,9    101,5    101,3     
Einfuhr                   99,8    100,2    102,1    102,0    101,5    100,4     
Bruttoinlandsprodukt     103,8    105,6    102,4    102,7    102,9    103,5     
                                                                                
                              Veränderung gegenüber der Vorperiode in %         
                                                                                
Privater Verbrauch         0,9      2,0      0,1      0,2      0,1      0,4     
Staatsverbrauch            1,1      2,7     -0,3      0,3      0,1      0,5     
Anlageinvestitionen        0,4      1,4     -0,2      0,2     -0,1      0,4     
  Bauten                   1,0      2,1     -0,2      0,3      0,3      0,3     
   Ausrüstungen           -0,3      0,6     -0,2      0,0     -0,4      0,4     
Inlandsnachfrage           0,7      1,8      0,0      0,2      0,1      0,3     
Ausfuhr                   -0,6     -0,1      0,1      0,3     -0,3     -0,2     
Einfuhr                   -1,9      0,4      0,5     -0,1     -0,5     -1,1     
Bruttoinlandsprodukt       1,2      1,8     -0,1      0,3      0,2      0,5     
                                                                                
                           Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %      
                                                                                
Privater Verbrauch         0,9      2,0     -0,1      0,1      0,3      0,8     
Staatsverbrauch            1,1      2,7     -0,5     -0,3      0,1      0,6     
Anlageinvestitionen        0,4      1,4     -1,1     -0,7     -0,4      0,3     
  Bauten                   1,0      2,1     -1,2     -0,5      0,0      0,7     
  Ausrüstungen            -0,3      0,6     -1,0     -0,9     -0,9     -0,1     
Inlandsnachfrage           0,7      1,8     -0,4     -0,2      0,2      0,5     
Ausfuhr                   -0,6     -0,1      0,3      0,9      0,1     -0,1     
Einfuhr                   -1,9      0,4      1,3      1,1      0,2     -1,2     
Bruttoinlandsprodukt       1,2      1,8     -0,5     -0,2      0,3      0,9     
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                               1998                        1999                 
                                                                                
                            III      IV         I      II        III      IV    
                                                                                
                          Preisniveau der Verwendungsseite des Inlandsprodukts  
                                                                                
                                               1995 = 100                       
                                                                                
Privater Verbrauch         104,6    105,2    105,8    106,4    106,8    107,2   
Staatsverbrauch            104,0    104,9    105,6    106,3    106,9    107,3   
Anlageinvestitionen        101,1    101,4    101,9    102,1    102,6    102,8   
  Bauten                   101,7    102,4    102,9    103,5    104,1    104,3   
  Ausrüstungen             100,4    100,5    100,9    100,7    101,1    101,3   
Inlandsnachfrage           103,1    103,6    104,1    104,7    105,3    105,6   
Ausfuhr                    100,9    100,2    100,1    100,5    101,1    101,8   
Einfuhr                     99,2     98,3     97,7     99,0    101,1    102,8   
Bruttoinlandsprodukt       104,0    104,7    105,3    105,6    105,8    105,8   
                                                                                
                               Veränderung gegenüber der Vorperiode in %        
                                                                                
Privater Verbrauch           0,4      0,5      0,6      0,6      0,4      0,4   
Staatsverbrauch              0,8      0,8      0,7      0,7      0,5      0,4   
Anlageinvestitionen          0,2      0,3      0,5      0,2      0,5      0,2   
  Bauten                     0,5      0,6      0,5      0,6      0,6      0,3   
   Ausrüstungen             -0,1      0,0      0,5     -0,2      0,4      0,2   
Inlandsnachfrage             0,3      0,5      0,5      0,5      0,6      0,3   
Ausfuhr                     -0,4     -0,6     -0,1      0,4      0,6      0,7   
Einfuhr                     -1,2     -1,0     -0,5      1,3      2,1      1,6   
Bruttoinlandsprodukt         0,6      0,6      0,6      0,3      0,2      0,0   
                                                                                
                              Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %   
                                                                                
Privater Verbrauch           1,1      1,4      1,9      2,1      2,1      1,9   
Staatsverbrauch              1,6      2,1      2,8      3,0      2,7      2,4   
Anlageinvestitionen          0,7      0,8      1,4      1,2      1,5      1,4   
  Bauten                     1,4      1,7      1,9      2,2      2,3      1,9   
  Ausrüstungen              -0,1     -0,1      0,8      0,2      0,7      0,8   
Inlandsnachfrage             0,9      1,2      1,6      1,8      2,1      1,9   
Ausfuhr                     -0,6     -1,6     -1,4     -0,8      0,3      1,6   
Einfuhr                     -2,8     -3,7     -3,7     -1,4      1,9      4,6   
Bruttoinlandsprodukt         1,6      1,9      2,3      2,1      1,7      1,1   
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Quelle: Berechnungen des DIW auf der Basis von Daten von Eurostat, der OECD,    
der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank sowie nationaler      
Statistiken.                                                                    
=============================================================================== 

© DIW Berlin
Wochenbericht 13/00