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Wochenbericht des DIW Berlin 40/00

Eurozone im Aufschwung - Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts für die EWU-Länder für das zweite Quartal 2000

Bearbeiterin Katja Rietzler
Die gesamtwirtschaftliche Produktion in den Ländern der Europäischen Währungsunion (EWU) expandierte im ersten Halbjahr überaus kräftig. [1] Der seit einem Jahr anhaltende Aufschwung geht mittlerweile auch mit einer deutlichen Ausweitung der Beschäftigung einher. Getragen wird die Aufschwungsdynamik vor allem von der Exportentwicklung. Die Binnennachfrage hingegen expandiert schon seit längerem mit nahezu unverändertem Tempo.

Die konjunkturelle Entwicklung in den EWU-Ländern war in der ersten Hälfte dieses Jahres deutlich aufwärts gerichtet. Im Vorjahrsvergleich hat die gesamtwirtschaftliche Produktion preisbereinigt um gut 3 % zugenommen (vgl. Tabellen am Ende des Berichts). Dies ist erheblich mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum; seit Mitte 1999 hat sich das Expansionstempo also merklich beschleunigt. Der kräftige Aufschwung geht im Wesentlichen auf die stark gestiegenen Lieferungen ins außereuropäische Ausland zurück, eine Folge der ausgesprochen günstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Entscheidend ist, dass die konjunkturelle Dynamik in Nordamerika nach wie vor außerordentlich robust ist. Hinzu kommt, dass viele Länder in Asien wieder auf einen ausgeprägt hohen Wachstumspfad zurückgekehrt sind, so dass sich die Exporte in diese Region merklich erholt haben. Selbst die Konjunktur in Japan scheint seit Jahresbeginn endlich Tritt gefasst zu haben. Wichtig, vor allem für die Exporteure in Deutschland und Österreich, ist auch, dass die Staaten in Mittelosteuropa sich auf einem soliden Wachstumspfad zu befinden scheinen.

Zusätzlich expansiv wirkt die schwache Notierung des Euro an den Devisenmärkten. Damit hat sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Anbieter erhöht; nicht zuletzt deshalb konnten sie ihre Lieferungen in die USA besonders stark erhöhen.

Inlandsnachfrage robust Die privaten Konsumausgaben in den Ländern der EWU-8 haben im ersten Halbjahr in ähnlichem Tempo wie in den Vorperioden expandiert. [2] In beiden Quartalen wurden die Ausgaben in realer Rechnung merklich ausgeweitet (um 0,7 % bzw. 0,8 %), womit sie maßgeblich zum Wachstum insgesamt beitrugen.

Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen in der ersten Hälfte dieses Jahres in den EWU-8-Ländern schwächer als zuvor (im saisonbereinigten Verlauf gut 2 % nach knapp 3 % im zweiten Halbjahr 1999). Dies ist ausschließlich das Ergebnis der rückläufigen Baukonjunktur in Deutschland.

Das Expansionstempo bei den Ausrüstungsinvestitionen insgesamt hat sich im ersten Halbjahr 2000 auf hohem Niveau fortgesetzt (laufende Rate im zweiten Quartal real +1,8 %). Die dynamische Exportkonjunktur dürfte hier eine wesentliche Rolle gespielt haben. Besonders stark ausgeweitet wurden die Ausrüstungsinvestitionen in Italien und Spanien mit einem Zuwachs von real 3,3 % bzw. 2,4 %, während es in Frankreich und Deutschland nur zu unterdurchschnittlichen Zunahmen kam (Deutschland etwa 1 %, Frankreich 1,6 %). Bei ungebrochener Fortsetzung dieser kräftigen Expansion in den EWU-8- Ländern insgesamt dürften die Kapazitäten so stark ausgelastet werden, dass auch Erweiterungsinvestitionen an Bedeutung gewinnen. Allerdings haben sich die Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen infolge der mehrfachen Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank und durch die Zinssteigerungen in den USA verschlechtert.

Anders als bei den Ausrüstungsinvestitionen zeigt sich im Baubereich insgesamt eine schwache Entwicklung. Nach dem kräftigen Anstieg der Bauinvestitionen im vergangenen Jahr und auch noch zu Beginn dieses Jahres ist es im zweiten Quartal zu einer merklichen Abschwächung gekommen. Dies bedeutet allerdings keine Wende der Bautätigkeit in der EWU insgesamt, sondern ist vor allem das Ergebnis des erheblichen Rückgangs der Bauinvestitionen in Deutschland, die ein hohes Gewicht im EWU-Aggregat haben. Abgesehen von Deutschland gibt es in der EWU nach Jahren der Zurückhaltung im Baubereich einen großen Nachholbedarf. Auch sind in Spanien und Irland, wo die Inflationsraten vergleichsweise hoch sind, die Realzinsen relativ niedrig. Dies dürfte die Bautätigkeit dort stimuliert haben. In Deutschland dagegen machten sich einige Sonderentwicklungen negativ bemerkbar. Einmal wirkt hier - insbesondere in Ostdeutschland - der Aufbau von Überkapazitäten im Wohnungsbestand im letzten Jahrzehnt deutlich nach; zum andern waren die Renditen im Mietwohnungsbau im gesamten Bundesgebiet für die Investoren schwach.

Dynamischer Außenhandel Der Außenhandel der EWU-8-Länder hat sich weiter sehr dynamisch entwickelt. Die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen (unter Einschluss des Binnenhandels [3]) sind nach einer leichten Tempominderung zu Beginn dieses Jahres im zweiten Quartal wieder ebenso kräftig wie im vierten Quartal 1999 gestiegen (Jahresrate 13,6 %). Eine Betrachtung der Warenausfuhr - getrennt nach Intra- und Extrahandel - zeigt, dass die Lieferungen im Intrahandel schwächer als im Extrahandel zugenommen haben (Abbildung 1); dies ist angesichts der günstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Abwertung des Euro - und der dadurch gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit der EWU-Länder - kaum überraschend. Im Extrahandel sind die Exporte von Maschinen und Fahrzeugen aus der EWU weiterhin mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten gestiegen; der Anteil dieser Gütergruppe hat sich hier im Zuge der Abwertung der Währungen der Euro-Länder seit 1997 deutlich erhöht.

Die Einfuhren haben im ersten Halbjahr 2000 mit etwas geringerem Tempo zugenommen als die Ausfuhren. Somit ist der reale Außenbeitrag weiter ausgeweitet worden, auf 2,2 % des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal nach 1,6 % ein Jahr zuvor. Infolge der starken Verteuerung der Energierohstoffe auf dem Weltmarkt sind die Importpreise seit Februar dieses Jahres wesentlich schneller als die Exportpreise gestiegen. Die dadurch bedingte Verschlechterung der Terms of Trade hat die Leistungsbilanz erstmals seit Einführung des Euro deutlich ins Minus sinken lassen.

Beschäftigung kräftig gestiegen Seit dem Frühjahr 1999 ist die Zahl der Beschäftigten in den EWU-Ländern insgesamt gestiegen, bis zum ersten Quartal dieses Jahres um etwa 1,5 % (Abbildung 2). Das zeigt, dass der kräftige Konjunkturaufschwung nun auch auf den Arbeitsmarkt übergegriffen hat. Damit hat sich die Beschäftigtenzahl in der Eurozone seit 1995 um fast 6 % erhöht. Eine wichtige Kennziffer zur Beurteilung der Beschäftigungsentwicklung ist die Elastizität in Bezug auf das Wachstum. [4] Berechnet man diese für den Zeitraum von 1995 bis heute, ergibt sich ein Wert von 0,5. Für den gleichen Zeitraum errechnet sich für die USA ein Wert von 0,57. Die Ausweitung der Beschäftigtenzahl in beiden Regionen war also ähnlich stark ausgeprägt. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die USA schon 1995 in einem lang anhaltenden Aufschwung befanden.
Höhepunkt des Aufschwungs überschritten ? Die weitere konjunkturelle Entwicklung dürfte bis zum Jahresende, entsprechend den von Frühindikatoren angezeigten Tendenzen, etwas an Dynamik verlieren. Zwar ist die Kapazitätsauslastung nach wie vor hoch, und auch die Erwartungen in der Industrie sind unverändert optimistisch (Abbildung 3). Doch ist das allgemeine Vertrauen in die weitere Entwicklung nicht ungebrochen. So verläuft die Entwicklung des Economic Sentiment Indicator, der von der EU-Kommission erhoben wird, seit längerem in der Tendenz sehr flach (Abbildung 4). Das gleiche gilt für das Konsumentenvertrauen. Auch der Euro-Indikator der Financial Times weist auf eine leichte Tempoabnahme hin. [5]

Neben diesen Indikatoren sprechen auch die härtere Geldpolitik, deren Wirkungen sich zum Jahresende hin allmählich entfalten dürften, und die allgemein erwartete Abflachung der Konjunktur in den USA für ein leicht gedämpftes Wachstum in der Eurozone. Zudem belastet der Ölpreisschock die Verbrauchskonjunktur. Dies dürfte mittlerweile Eingang in die Erwartungen gefunden haben. Eine Kurskorrektur auf den Devisenmärkten - mit einer wieder höheren Bewertung des Euro, die durch die jüngsten Interventionen der Zentralbanken in Gang gesetzt werden könnte - wird in diesem Jahr allerdings keinerlei Auswirkungen auf das Wachstum mehr haben.

Für das Jahr 2000 ist in den EWU-Ländern eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von real etwa 3 1/2 % zu erwarten, eine Rate, die seit Mitte der neunziger Jahre nicht annähernd mehr erreicht wurde. Bei einer Fortsetzung dieser Entwicklung gäbe es die Chance für eine nachhaltige Überwindung der Arbeitslosigkeit. Angesichts der härteren Geldpolitik und der nicht mehr so günstigen außenwirtschaftlichen Bedingungen sind allerdings Zweifel angebracht, ob die Wachstumsmöglichkeiten auch realisiert werden.

Kasten: Zur Methodik Bei den Berechnungen der VGR seitens des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaft, Eurostat, stellen sich derzeit noch zwei gravierende Probleme:

-Zum einen basieren die Berechnungen der VGR in konstanten Preisen auf den Werten von 1995. Das gilt aber nicht nur für die Preise, sondern auch für die Wechselkurse. Gerade 1995 traten, ausgelöst durch die sog. Peso-Krise, weltweit starke Verwerfungen bei den Wechselkursentwicklungen auf, die in Europa zu einer starken Aufwertung der D-Mark und einer ebenso starken Abwertung der italienischen Lira führten. Die Verwendung ausgerechnet dieser Kurse zur Berechnung des Bruttoinlandsprodukts und seiner Komponenten hatte erhebliche Niveauverzerrungen zur Folge. Um dem zu begegnen, verwendet das DIW in dieser Analyse die für die Währungsunion gewählten Umstellungskurse, die auch als langfristige Gleichgewichtskurse interpretiert werden können. Dies entspricht dem Verfahren, das die EZB bei der Berechnung der EWU-Geldmenge anwendet. Durch die Verwendung derselben festen Umrechnungskurse für die Reihen in jeweiligen Preisen wird außerdem gewährleistet, dass die Deflatoren für den Zeitraum vor dem Beginn der Währungsunion nicht - wie bei der Eurostat-Methode variabler Kurse - durch Wechselkurseffekte verzerrt werden.

-Zum andern besteht ein Problem in der Verwendung unterschiedlicher Saisonbereinigungsverfahren. Aus diesem Grund hat das DIW bei der vorliegenden Rechnung die Ursprungsdaten der Länder weitgehend einheitlich bereinigt. Zur Ausschaltung von Arbeitstageeffekten wurde das TRAMO- Verfahren verwendet. Um die saisonalen Effekte zu eliminieren, wurde das BV4-Verfahren eingesetzt. Für Deutschland wurde die arbeitstägliche Bereinigung allerdings mit Hilfe von Arbeitstagefaktoren durchgeführt, da die vorhandenen Zeitreihen zu kurz für eine sinnvolle Anwendung des TRAMO- Verfahrens sind. Das gleiche gilt für Spanien, für das daher die vom nationalen statistischen Amt bereinigten Reihen verwendet wurden.

[1] Nach wie vor erschweren gravierende methodische Probleme die Berechnung einer konsistenten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für den europäischen Währungsraum. Aus diesem Grund werden hier lediglich die acht größten Länder der EWU-8 berücksichtigt: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Belgien, Österreich und Finnland. Diese Länder haben einen Anteil von fast 97 % am Bruttoinlandsprodukt der EWU. Für diese Länder wird eine stärkere methodische Vereinheitlichung angestrebt, als dies in der amtlichen Statistik geschieht.

[2] Vgl.: Verbrauchskonjunktur insgesamt robust. Bearb.: Jochen Schmidt. In diesem Wochenbericht, S. 656.

[3] In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der EWU-Länder wird der Extrahandel bisher nicht getrennt ausgewiesen.

[4] Diese Kennziffer gibt an, um wieviel Prozent sich die Zahl der Beschäftigten ändert, wenn das Bruttoinlandsprodukt um 1 % wächst.

[5] Dieser Indikator wird vom OFCE unter Mitwirkung von DIW, IfW (Kiel), ETLA (Helsinki), Wifo (Wien) und Prometeia (Bologna) berechnet und von der Financial-Times-Gruppe veröffentlicht.


                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 1
                                                                       
Verwendung des realen Bruttoinlandsprodukts im Euro-Raum (1)                    
Mill. Euro zu Preisen von 1995 (kalender- und saisonbereinigt)                  
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
          Brutto- Private  Staatl.Brutto-      Invest. in Exporte Importe Vor-  
         inlands-  Konsum- Konsum-anlage-  Bau-   Ausrüs- von Gütern und rats-  
         produkt  ausgaben ausgaben investitionen tungen u.   Dienst- veränder. 
                                                Sonstige   leistungen u. Netto- 
                                                 Anlagen              zugang an 
                                                                     Wertsachen 
                                                    (einschl. stat. Diskrepanz) 
                                                                                
1995 I  1 274653  717234  261777  263390  150355  113035  363248  339708  8712  
    II  1 277455  723178  263161  262024  147709  114315  369041  344666  4717  
   III  1 278787  723085  264174  261351  146455  114896  369411  345322  6088  
    IV  1 282963  724667  266172  261955  145876  116079  370447  345602  5324  
1996 I  1 286271  730910  266500  260991  143174  117817  373823  348487  2535  
    II  1 290172  729486  267860  264985  146556  118429  375221  348268   888  
   III  1 298482  734118  269275  267375  147534  119841  382994  353827 -1453  
    IV  1 300321  735336  269582  266399  146230  120169  394188  361540 -3643  
1997 I  1 304296  735966  270262  265782  144586  121197  400963  366476 -2201  
    II  1 321450  742671  270766  269720  145602  124118  416790  379531  1035  
   III  1 328150  743494  271037  270513  144981  125532  430675  390926  3357  
    IV  1 339794  748777  270919  274908  146089  128819  438873  400412  6728  
1998 I  1 351631  755824  272140  280612  148044  132568  448491  413022  7585  
    II  1 353141  760028  272821  279667  145251  134415  450027  416953  7551  
   III  1 361470  766789  273592  285106  147324  137782  447979  419691  7695  
    IV  1 365809  772464  274891  287908  147942  139965  446174  422535  6908  
1999 I  1 372940  777266  275533  290646  148934  141712  448640  427141  7996  
    II  1 382750  780827  276477  296266  151914  144352  458287  436581  7474  
   III  1 393280  786505  277418  299626  152654  146972  469831  446466  6365  
    IV  1 407936  790898  278484  304247  154322  149925  485610  459900  8597  
2000 I  1 418607  796236  280224  307465  155425  152040  497118  468059  5623  
    II  1 429158  802224  280745  309018  154235  154782  514265  482592  5498  
                                                                                
                        Veränderung gegenüber dem Vorquartal in %     % des BIP 
                                                                                
1995 I                                                                          
    II       0,2     0,8     0,5    -0,5    -1,8     1,1     1,6     1,5   0,4  
   III       0,1     0,0     0,4    -0,3    -0,8     0,5     0,1     0,2   0,5  
    IV       0,3     0,2     0,8     0,2    -0,4     1,0     0,3     0,1   0,4  
1996 I       0,3     0,9     0,1    -0,4    -1,9     1,5     0,9     0,8   0,2  
    II       0,3    -0,2     0,5     1,5     2,4     0,5     0,4    -0,1   0,1  
   III       0,6     0,6     0,5     0,9     0,7     1,2     2,1     1,6  -0,1  
    IV       0,1     0,2     0,1    -0,4    -0,9     0,3     2,9     2,2  -0,3  
1997 I       0,3     0,1     0,3    -0,2    -1,1     0,9     1,7     1,4  -0,2  
    II       1,3     0,9     0,2     1,5     0,7     2,4     3,9     3,6   0,1  
   III       0,5     0,1     0,1     0,3    -0,4     1,1     3,3     3,0   0,3  
    IV       0,9     0,7     0,0     1,6     0,8     2,6     1,9     2,4   0,5  
1998 I       0,9     0,9     0,5     2,1     1,3     2,9     2,2     3,1   0,6  
    II       0,1     0,6     0,3    -0,3    -1,9     1,4     0,3     1,0   0,6  
   III       0,6     0,9     0,3     1,9     1,4     2,5    -0,5     0,7   0,6  
    IV       0,3     0,7     0,5     1,0     0,4     1,6    -0,4     0,7   0,5  
1999 I       0,5     0,6     0,2     1,0     0,7     1,2     0,6     1,1   0,6  
    II       0,7     0,5     0,3     1,9     2,0     1,9     2,2     2,2   0,5  
   III       0,8     0,7     0,3     1,1     0,5     1,8     2,5     2,3   0,5  
    IV       1,1     0,6     0,4     1,5     1,1     2,0     3,4     3,0   0,6  
2000 I       0,8     0,7     0,6     1,1     0,7     1,4     2,4     1,8   0,4  
    II       0,7     0,8     0,2     0,5    -0,8     1,8     3,4     3,1   0,4  
                                                                                
                      Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in %           
                                                                                
1996 I       0,9     1,9     1,8    -0,9    -4,8     4,2     2,9     2,6    X   
    II       1,0     0,9     1,8     1,1    -0,8     3,6     1,7     1,0    X   
   III       1,5     1,5     1,9     2,3     0,7     4,3     3,7     2,5    X   
    IV       1,4     1,5     1,3     1,7     0,2     3,5     6,4     4,6    X   
1997 I       1,4     0,7     1,4     1,8     1,0     2,9     7,3     5,2    X   
    II       2,4     1,8     1,1     1,8    -0,7     4,8    11,1     9,0    X   
   III       2,3     1,3     0,7     1,2    -1,7     4,7    12,4    10,5    X   
    IV       3,0     1,8     0,5     3,2    -0,1     7,2    11,3    10,8    X   
1998 I       3,6     2,7     0,7     5,6     2,4     9,4    11,9    12,7    X   
    II       2,4     2,3     0,8     3,7    -0,2     8,3     8,0     9,9    X   
   III       2,5     3,1     0,9     5,4     1,6     9,8     4,0     7,4    X   
    IV       1,9     3,2     1,5     4,7     1,3     8,7     1,7     5,5    X   
1999 I       1,6     2,8     1,2     3,6     0,6     6,9     0,0     3,4    X   
    II       2,2     2,7     1,3     5,9     4,6     7,4     1,8     4,7    X   
   III       2,3     2,6     1,4     5,1     3,6     6,7     4,9     6,4    X   
    IV       3,1     2,4     1,3     5,7     4,3     7,1     8,8     8,8    X   
2000 I       3,3     2,4     1,7     5,8     4,4     7,3    10,8     9,6    X   
    II       3,4     2,7     1,5     4,3     1,5     7,2    12,2    10,5    X   
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Ohne Portugal, Irland und Luxemburg; der Anteil dieser Länder am realen     
Bruttoinlandsprodukt des Euro-Raums betrug 1999 3,2 %.                          
Die Umrechnung erfolgte mit dem endgültigen Eurokurs.                           
Quellen: Eurostat; nationale Statistiken; Berechnungen und Schätzungen des DIW. 
=============================================================================== 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 2
                                                                       
Verwendung des nominalen Bruttoinlandsprodukts im Euro-Raum (1)                 
Mill. Euro zu jeweiligen Preisen (kalender- und saisonbereinigt)                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
          Brutto- Private  Staatl.Brutto-      Invest. in Exporte Importe Vor-  
         inlands-  Konsum- Konsum-anlage-  Bau-   Ausrüs- von Gütern und rats-  
         produkt      ausgaben     investitionen tungen u.   Dienst- veränder.  
                                                Sonstige   leistungen u. Netto- 
                                                 Anlagen              zugang an 
                                                                     Wertsachen 
                                                    (einschl. stat. Diskrepanz) 
                                                                                
1995 I   1260942  710088  259522  261691  149248  112443  359281  336749  7108  
    II   1274404  721741  262687  262127  147785  114342  368410  344836  4274  
   III   1284946  726179  265584  262344  147097  115247  371120  346874  6592  
    IV   1293837  733340  267762  262920  146682  116238  374345  347688  3157  
1996 I   1305458  743749  270885  262558  144222  118336  377187  350178  1257  
    II   1315249  746759  273337  266920  147800  119120  379135  350252  -649  
   III   1328049  754113  275664  269690  148989  120701  386483  355030 -2871  
    IV   1334593  758699  277614  268653  148168  120485  398090  365583 -2880  
1997 I   1344283  763699  278862  269715  147659  122056  408997  375333 -1658  
    II   1366268  773453  280508  273742  148651  125091  426313  390156  2408  
   III   1378097  779282  282162  275328  148392  126936  442431  405253  4147  
    IV   1396683  787670  282991  280514  149932  130581  454137  416529  7900  
1998 I   1414241  797354  285250  286598  152449  134149  462115  425971  8895  
    II   1422081  803950  286984  286383  150209  136174  463372  426003  7395  
   III   1434954  812590  288612  292084  152335  139749  458439  424453  7682  
    IV   1442904  819898  291605  294805  153464  141341  452560  421178  5214  
1999 I   1454781  826980  294396  297830  154604  143226  453327  424637  6886  
    II   1468490  834317  297119  303737  158503  145234  464641  438487  7163  
   III   1483322  843638  299825  308909  160479  148430  479828  456069  7191  
    IV   1501735  852230  302112  314228  162905  151323  501708  479564 11021  
2000 I   1516181  862343  304591  319563  165781  153782  521985  500618  8316  
    II   1531202  871491  305535  323139  166218  156921  545091  526185 12132  
                                                                                
                      Veränderung gegenüber dem Vorquartal in %       % des BIP 
                                                                                
                                                                                
1995 I                                                                          
    II       1,1     1,6     1,2     0,2    -1,0     1,7     2,5     2,4   0,3  
   III       0,8     0,6     1,1     0,1    -0,5     0,8     0,7     0,6   0,5  
    IV       0,7     1,0     0,8     0,2    -0,3     0,9     0,9     0,2   0,2  
1996 I       0,9     1,4     1,2    -0,1    -1,7     1,8     0,8     0,7   0,1  
    II       0,7     0,4     0,9     1,7     2,5     0,7     0,5     0,0   0,0  
   III       1,0     1,0     0,9     1,0     0,8     1,3     1,9     1,4  -0,2  
    IV       0,5     0,6     0,7    -0,4    -0,6    -0,2     3,0     3,0  -0,2  
1997 I       0,7     0,7     0,4     0,4    -0,3     1,3     2,7     2,7  -0,1  
    II       1,6     1,3     0,6     1,5     0,7     2,5     4,2     3,9   0,2  
    III      0,9     0,8     0,6     0,6    -0,2     1,5     3,8     3,9   0,3  
    IV       1,3     1,1     0,3     1,9     1,0     2,9     2,6     2,8   0,6  
1998 I       1,3     1,2     0,8     2,2     1,7     2,7     1,8     2,3   0,6  
    II       0,6     0,8     0,6    -0,1    -1,5     1,5     0,3     0,0   0,5  
    III      0,9     1,1     0,6     2,0     1,4     2,6    -1,1    -0,4   0,5  
    IV       0,6     0,9     1,0     0,9     0,7     1,1    -1,3    -0,8   0,4  
1999 I       0,8     0,9     1,0     1,0     0,7     1,3     0,2     0,8   0,5  
    II       0,9     0,9     0,9     2,0     2,5     1,4     2,5     3,3   0,5  
   III       1,0     1,1     0,9     1,7     1,2     2,2     3,3     4,0   0,5  
    IV       1,2     1,0     0,8     1,7     1,5     1,9     4,6     5,2   0,7  
2000 I       1,0     1,2     0,8     1,7     1,8     1,6     4,0     4,4   0,5  
    II       1,0     1,1     0,3     1,1     0,3     2,0     4,4     5,1   0,8  
                                                                                
                     Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in %            
                                                                                
1996 I       3,5     4,7     4,4     0,3    -3,4     5,2     5,0     4,0    X   
    II       3,2     3,5     4,1     1,8     0,0     4,2     2,9     1,6    X   
   III       3,4     3,8     3,8     2,8     1,3     4,7     4,1     2,4    X   
    IV       3,2     3,5     3,7     2,2     1,0     3,7     6,3     5,1    X   
1997 I       3,0     2,7     2,9     2,7     2,4     3,1     8,4     7,2    X   
    II       3,9     3,6     2,6     2,6     0,6     5,0    12,4    11,4    X   
   III       3,8     3,3     2,4     2,1    -0,4     5,2    14,5    14,1    X   
    IV       4,7     3,8     1,9     4,4     1,2     8,4    14,1    13,9    X   
1998 I       5,2     4,4     2,3     6,3     3,2     9,9    13,0    13,5    X   
    II       4,1     3,9     2,3     4,6     1,0     8,9     8,7     9,2    X   
   III       4,1     4,3     2,3     6,1     2,7    10,1     3,6     4,7    X   
    IV       3,3     4,1     3,0     5,1     2,4     8,2    -0,3     1,1    X   
1999 I       2,9     3,7     3,2     3,9     1,4     6,8    -1,9    -0,3    X   
    II       3,3     3,8     3,5     6,1     5,5     6,7     0,3     2,9    X   
   III       3,4     3,8     3,9     5,8     5,3     6,2     4,7     7,4    X   
    IV       4,1     3,9     3,6     6,6     6,2     7,1    10,9    13,9    X   
2000 I       4,2     4,3     3,5     7,3     7,2     7,4    15,1    17,9    X   
    II       4,3     4,5     2,8     6,4     4,9     8,0    17,3    20,0    X   
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Ohne Portugal, Irland und Luxemburg; der Anteil dieser Länder am nominalen  
Bruttoinlandsprodukt des Euro-Raums betrug 1999 3,4 %.                          
Die Umrechnung erfolgte mit dem endgültigen Eurokurs.                           
Quellen: Eurostat; nationale Statistiken; Berechnungen und Schätzungen des DIW. 
=============================================================================== 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 3
                                                                       
Verwendung des Bruttoinlandsprodukts im Euro-Raum (1)                           
Deflatoren (1995 = 100, kalender- und saisonbereinigt)                          
=============================================================================== 
                                                                                
        Brutto-  Private Staatliche  Brutto-      Investitionen Exporte Importe 
        inlands- Konsum-   Konsum-   anlage-   Bau- in Ausrüs-  von Gütern und  
        produkt ausgaben  ausgaben    investitionen tungen u.  Dienstleistungen 
                                                     Sonstige                   
                                                      Anlagen                   
                                                                                
1995 I     98,9     99,0     99,1     99,4     99,3     99,5     98,9     99,1  
    II     99,8     99,8     99,8    100,0    100,1    100,0     99,8    100,0  
   III    100,5    100,4    100,5    100,4    100,4    100,3    100,5    100,4  
    IV    100,8    101,2    100,6    100,4    100,6    100,1    101,1    100,6  
1996 I    101,5    101,8    101,6    100,6    100,7    100,4    100,9    100,5  
    II    101,9    102,4    102,0    100,7    100,8    100,6    101,0    100,6  
   III    102,3    102,7    102,4    100,9    101,0    100,7    100,9    100,3  
    IV    102,6    103,2    103,0    100,8    101,3    100,3    101,0    101,1  
1997 I    103,1    103,8    103,2    101,5    102,1    100,7    102,0    102,4  
    II    103,4    104,1    103,6    101,5    102,1    100,8    102,3    102,8  
   III    103,8    104,8    104,1    101,8    102,4    101,1    102,7    103,7  
    IV    104,2    105,2    104,5    102,0    102,6    101,4    103,5    104,0  
1998 I    104,6    105,5    104,8    102,1    103,0    101,2    103,0    103,1  
    II    105,1    105,8    105,2    102,4    103,4    101,3    103,0    102,2  
   III    105,4    106,0    105,5    102,4    103,4    101,4    102,3    101,1  
    IV    105,6    106,1    106,1    102,4    103,7    101,0    101,4     99,7  
1999 I    106,0    106,4    106,8    102,5    103,8    101,1    101,0     99,4  
    II    106,2    106,9    107,5    102,5    104,3    100,6    101,4    100,4  
   III    106,5    107,3    108,1    103,1    105,1    101,0    102,1    102,2  
    IV    106,7    107,8    108,5    103,3    105,6    100,9    103,3    104,3  
2000 I    106,9    108,3    108,7    103,9    106,7    101,1    105,0    107,0  
    II    107,1    108,6    108,8    104,6    107,8    101,4    106,0    109,0  
                                                                                
    Veränderung gegenüber dem Vorquartal in %                                   
                                                                                
1995 I                                                                          
    II      0,8      0,8      0,7      0,7      0,8      0,5      0,9      0,9  
   III      0,7      0,6      0,7      0,3      0,4      0,3      0,6      0,4  
    IV      0,4      0,8      0,1      0,0      0,1     -0,2      0,6      0,2  
1996 I      0,6      0,6      1,0      0,2      0,2      0,3     -0,2     -0,1  
    II      0,4      0,6      0,4      0,1      0,1      0,1      0,1      0,1  
   III      0,3      0,3      0,3      0,1      0,1      0,1     -0,1     -0,2  
    IV      0,4      0,4      0,6      0,0      0,3     -0,5      0,1      0,8  
1997 I      0,4      0,6      0,2      0,6      0,8      0,4      1,0      1,3  
    II      0,3      0,4      0,4      0,0      0,0      0,1      0,3      0,4  
   III      0,4      0,6      0,5      0,3      0,3      0,3      0,4      0,8  
    IV      0,5      0,4      0,3      0,3      0,3      0,2      0,7      0,3  
1998 I      0,4      0,3      0,3      0,1      0,3     -0,2     -0,4     -0,9  
    II      0,4      0,3      0,4      0,3      0,4      0,1     -0,1     -0,9  
   III      0,3      0,2      0,3      0,0      0,0      0,1     -0,6     -1,0  
    IV      0,2      0,2      0,6     -0,1      0,3     -0,4     -0,9     -1,4  
1999 I      0,3      0,2      0,7      0,1      0,1      0,1     -0,4     -0,3  
    II      0,2      0,4      0,6      0,0      0,5     -0,5      0,3      1,0  
   III      0,2      0,4      0,6      0,6      0,8      0,4      0,7      1,7  
    IV      0,2      0,5      0,4      0,2      0,4     -0,1      1,2      2,1  
2000 I      0,2      0,5      0,2      0,6      1,0      0,2      1,6      2,6  
    II      0,2      0,3      0,1      0,6      1,0      0,2      0,9      1,9  
                                                                                
                    Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in %             
                                                                                
1996 I      2,6      2,8      2,5      1,3      1,5      1,0      2,0      1,4  
    II      2,2      2,6      2,2      0,7      0,8      0,6      1,2      0,5  
   III      1,8      2,3      1,8      0,5      0,5      0,4      0,4     -0,1  
    IV      1,8      2,0      2,4      0,5      0,8      0,1     -0,1      0,5  
1997 I      1,6      2,0      1,5      0,9      1,4      0,3      1,1      1,9  
    II      1,4      1,7      1,5      0,8      1,2      0,2      1,2      2,2  
   III      1,5      2,0      1,7      0,9      1,4      0,4      1,8      3,3  
    IV      1,6      2,0      1,4      1,2      1,3      1,1      2,5      2,9  
1998 I      1,5      1,7      1,6      0,6      0,8      0,5      1,0      0,7  
    II      1,6      1,6      1,5      0,9      1,3      0,5      0,7     -0,6  
   III      1,6      1,1      1,3      0,7      1,0      0,3     -0,4     -2,4  
    IV      1,3      0,9      1,6      0,3      1,1     -0,4     -2,0     -4,2  
1999 I      1,3      0,9      1,9      0,3      0,8     -0,1     -1,9     -3,6  
    II      1,1      1,0      2,2      0,1      0,9     -0,7     -1,5     -1,7  
   III      1,0      1,2      2,5      0,6      1,7     -0,4     -0,2      1,0  
    IV      1,0      1,5      2,3      0,9      1,8     -0,1      1,9      4,6  
2000 I      0,9      1,8      1,7      1,4      2,8      0,1      3,9      7,6  
    II      0,9      1,7      1,3      2,0      3,3      0,8      4,5      8,6  
                                                                                
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(1) Ohne Portugal, Irland und Luxemburg.                                        
Die Umrechnung erfolgte mit dem endgültigen Eurokurs.                           
Quellen: Eurostat; nationale Statistiken; Berechnungen und Schätzungen des DIW. 
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© DIW Berlin
Wochenbericht 40/99