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Relative Einkommensposition der westdeutschen Haushaltsgruppen in den achtziger und neunziger Jahren


Bearbeiter

Klaus-Dietrich Bedau



Seit Anfang der achtziger Jahre ist die Zahl der westdeutschen Privathaushalte von knapp 25 Mill. auf reichlich 29 Mill. gestiegen. Die Erwerbstaetigen-Haushalte [1] nahmen um ein Zehntel, die Haushalte von Nichterwerbstaetigen um mehr als ein Drittel zu.

Die durchschnittlich verfuegbaren Einkommen fast aller westdeutschen Haushaltsgruppen entwickelten sich in den achtziger und neunziger Jahren weitgehend parallel; die Haushaltseinkommen der Transferempfaenger hielten mit denen der Arbeitnehmer Schritt. Das Einkommen der SelbstaendigenHaushalte ausserhalb der Landwirtschaft expandierte indes bei konjunkturell bedingten Ausschlaegen wesentlich staerker als die Einkommen der uebrigen Haushaltsgruppen. Fuer die landwirtschaftlichen Haushalte verlief die Einkommensentwicklung weniger guenstig.

Beim Vergleich der Durchschnittseinkommen ist in Rechnung zu stellen, dass aus dem verfuegbaren Haushaltseinkommen der einzelnen Gruppen eine unterschiedliche Zahl von Personen zu versorgen ist. Zu bedenken ist einfach, dass Kleinhaushalte vergleichsweise hohe Kosten fuer einige Bereiche der Wirtschaftsfuehrung zu tragen haben; groessere Haushalte profitieren hier von einre Kostendegression.

Die in diesem Bericht verwendeten Daten entstammen amtlichen Berechnungen [2] zur Einkommensverteilung nach Haushaltsgruppen und Einkommensarten, die neue Ergebnisse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung [3] angepasst wurden. Ausgeklammert bleiben die nichtentnommenen Gewinne der Unternehmen ohne eigene Rechtspersoenlichkeit.


Entwicklung der Haushaltsgruppen

1980 lebten in den alten Laendern der Bundesrepublik Deutschland knapp 62 Mill., 1994 nicht ganz 66 Mill. Menschen. Dabei ist die Zahl der westdeutschen Privathaushalte von 25 Mill. auf 29 Mill. gestiegen. Die durchschnittliche Haushaltsgroesse nahm von Jahr zu Jahr ab. Alleinlebende Personen stellen inzwischen 36 vH (1980: 30 vH) aller Haushalte. Betraechtlich zugenommen hat auch die Zahl der kinderlosen Ehepaare und nichtehelichen Lebensgemeinschaften, waehrend die der Paare mit Kindern zurueckgegangen ist. Alleinerziehende - zum ueberwiegenden Teil Frauen - haben indes an Bedeutung gewonnen [4]. Die einzelnen Haushaltsgruppen (Tabelle 1) entwickelten sich unterschiedlich. Die Zahl der landwirtschaftlichen Haushalte war ruecklaeufig, die der uebrigen SelbstaendigenHaushalte nahm tendenziell zu. Die Angestellten-Haushalte expandierten zahlenmaessig kraeftig, die Beamten-Haushalte schwaecher, die Zahl der Arbeiter-Haushalte ging unter Schwankungen zurueck. Insgesamt war die Zahl der Erwerbstaetigen-Haushalte in Westdeutschland 1994 um ein Zehntel hoeher als 1980.

Wesentlich staerker - um reichlich ein Drittel - ist seit dem Beginn der achtziger Jahre in Westdeutschland die Zahl der Nichterwerbstaetigen- Haushalte gestiegen. Von Arbeitslosenunterstuetzung oder Sozialhilfe lebten 1994 ueber dreimal so viele Haushalte [5] wie 1980. Betraechtlich zugenommen hat auch die Zahl der Rentner-Haushalte. Kaum gestiegen ist die Zahl der Pensionaers-Haushalte. Zwar ist die Zahl der regulaeren Versorgungsempfaenger gewachsen ist, aber die Zahl der nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder beschaeftigten ehemaligen Beamten und ihrer Hinterbliebenen verliert mehr und mehr an Bedeutung, je laenger das Kriegsende zurueckliegt. Betraechtlich verbessert hat sich die Gruppe der uebrigen Nichterwerbstaetigen-Haushalte - sie umfasst neben Haushalten, die ihren Lebensunterhalt aus sonstigen oeffentlichen Uebertragungen oder Unterhaltszahlungen bestreiten, auch solche, die ueberwiegend von Mieteinnahmen oder Ertraegen ihres Geldvermoegens leben [6].

Verfuegbares Einkommen der Haushaltsgruppen

Einkommensvergleiche zwischen sozialen Gruppen sind nicht ohne Probleme. Primaere Einkommen lassen sich nur fuer die Erwerbstaetigen-Haushalte sinnvoll gegenueberstellen; fuer die Haushalte von Nichterwerbstaetigen haben solche Einkommen falls ueberhaupt vorhanden - nachrangige Bedeutung. Am ehesten als Indikator fuer die materielle Lage der einzelnen Haushaltsgruppen geeignet ist das jeweilig verfuegbare Einkommen, das die um direkte Steuern sowie Sozialbeitraege verminderte Primaereinkommen und die Transfereinkommen wie Arbeitslosenunterstuetzung, Renten, Pensionen, Sozialhilfe, Wohnund Kindergeld einschliesst. Allerdings sind auch die verfuegbaren Haushaltseinkommen nicht gaenzlich vergleichbar: Selbstaendige finanzieren - anders als Arbeitnehmer - aus diesem Einkommen ihre Alters- und Hinterbliebenenvorsorge. Insgesamt betrug das verfuegbare Einkommen der westdeutschen Privathaushalte [7] 1980 rund 924 Mrd. DM. 1994 belief sich auf 1,8 Bill. DM [8]; 50 vH dieses Betrages entfielen auf die Arbeitnehmer- Haushalte, 30 vH auf die Haushalte von Nichterwerbstaetigen, 20 vH auf die Selbstaendigen-Haushalte. Zum Vergleich: Die Arbeitnehmer-Haushalte stellten 1993 49 vH, die Nichterwerbstaetigen-Haushalte 44 vH sind, die Selbstaendigen-Haushalte nicht ganz 7 vH aller westdeutschen Privathaushalte.

Durchschnittliche Haushaltseinkommen

Die Durchschnittseinkommen der meisten westdeutschen Haushaltsgruppen (oberer Teil der Tabelle 2) entwickelten sich in den achtziger und neunziger Jahren ohne groessere Schwankungen und weitgehend parallel. Beachtet werden sollte, dass es sich hier um Haushaltseinkommen handelt, die in vielen Faellen von den Einkuenften mehrerer Haushaltsmitglieder gespeist wurden. Die Zahl der Ehepaare mit zwei erwerbstaetigen Partnern ist seit dem Anfang der achtziger Jahre um ein Sechstel gestiegen; 1992 gab es in rund zwei Dritteln aller westdeutschen Mehrpersonen-Haushalte neben der Bezugsperson mindestens einen weiteren Einkommensbezieher. Hingewiesen sei auch darauf, dass Sonderzahlungen und Vermoegenseinkommen jeweils gleichmaessig auf die Monate der Berichtsjahre verteilt wurden.

Augenfaellig ist die Stabilitaet der Einkommenshierarchie zu erkennen, wenn man die Durchschnittseinkommen der Haushaltsgruppen auf den Durchschnittsbetrag fuer die Gesamtheit der Privathaushalte bezieht (Schaubild 1). Die Haushaltseinkommen der Transferempfaenger hielten grosso modo mit denen der Arbeitnehmer Schritt. Wer allerdings nach Verlust des Arbeitsplatzes von Unterstuetzungszahlungen lebte, musste eine empfindliche Einkommenseinbusse hinnehmen: 1994 betrug das verfuegbare Einkommen eines Arbeitslosen-Haushalts 51 vH (1980: 56 vH), das eines Haushalts von Sozialhilfeempfaengern 44 vH (1980: 39 vH) des Durchschnittseinkommens der Arbeitnehmer-Haushalte. Das Einkommen der Selbstaendigen-Haushalte ausserhalb der Landwirtschaft aber expandierte ueber die achtziger und neunziger Jahre hinweg mit konjunkturell bedingten Schwankungen erheblich staerker als das der uebrigen Haushaltsgruppen. 1980 standen einem Selbstaendigen doppelt, 1994 dreimal so hohe finanzielle Mittel zur Verfuegung wie einem Arbeitnehmer-Haushalt. Hier hat sich niedergeschlagen, dass in der Berichtszeit die Gewinne - wie in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung [9] nachgewiesen - staerker als die Einkommen aus unselbstaendiger Arbeit gestiegen sind; die gesamtwirtschaftliche Lohnquote nahm deutlich ab. Sodann wirkte sich aus, dass die Belastung der Selbstaendigen Einkommen mit direkten Steuern und Sozialbeitraegen ruecklaeufig war, die der Arbeitnehmer-Einkommen - vor allem die der Angestelltenund Arbeiter-Einkommen - dagegen kraeftig zugenommen hat [10]. Beeinflusst wurde die Einkommensentwicklung der Selbstaendigen auch durch den Konzentrationsprozess im Bereich unternehmerischer Taetigkeit: "Grenzunternehmer" gaben ihre selbstaendige Erwerbstaetigkeit auf, in der Berichtszeit allerdings weniger haeufig als in den sechziger und siebziger Jahren.

Fuer die landwirtschaftlichen Haushalte dagegen verlief die Einkommensentwicklung weniger guenstig. Ausschlaege im Witterungsverlauf, beim Ernteergebnis, bei Vorleistungspreisen und bei Verkaufserloesen fuehrten zu einem Auf und Ab der Gewinne. Auch politische Entscheidungen wirkten sich auf die Einkommensentwicklung der Landwirte aus. Seit dem Ende der achtziger Jahre hat sich die materielle Lage der landwirtschaftlichen Haushalte in Westdeutschland augenfaellig verschlechtert und erst in juengster Zeit wieder etwas gebessert [11].

Pro-Kopf-Einkommen?

Beim Vergleich der Durchschnittsbetraege ist zu bedenken, dass aus den verfuegbaren Haushaltseinkommen der einzelnen Gruppen eine unterschiedliche Zahl von Personen versorgt werden muss. In 100 westdeutschen Haushalten von Selbstaendigen lebten 1994 durchschnittlich 282 Personen, in 100 Arbeitnehmer-Haushalten 254 Personen, in 100 Haushalten von Nichterwerbstaetigen 173 Personen. Bei der Haelfte der Nichterwerbstaetigen-Haushalte, aber nur einem Viertel der Erwerbstaetigen- Haushalte handelt es sich um alleinlebende Personen; groessere Familien mit nichterwerbstaetigen Bezugspersonen sind vergleichsweise selten.

Bezieht man das verfuegbare Haushaltseinkommen auf die jeweilige Zahl der Haushaltsmitglieder (mittlerer Teil der Tabelle 2), so ruecken die Durchschnittsbetraege der Haushaltsgruppen enger zusammen (Schaubild 2) als in der haushaltsbezogenen Rechnung. Gleichzeitig gewinnen die Haushalte von Rentnern und Pensionaeren - hier ist die durchschnittliche Haushaltsgroesse vergleichsweise gering - in der Rangordnung der Haushaltsgruppen nach der Einkommenshoehe. Die materielle Lage der in landwirtschaftlichen Haushalten lebenden Personen ist - so zeigt die Pro-Kopf-Einkommensrechnung - noch unguenstiger, als es die durchschnittlichen Haushaltseinkommen anzeigen.

Verfuegbares Einkommen je Verbrauchereinheit

Doch es ist auch in Rechnung zu stellen, dass Kleinhaushalte vergleichsweise hohe Kosten fuer einige Bereiche der Wirtschaftsfuehrung zu tragen haben, groessere Haushalte hier von einer Kostendegression profitieren. Fuer Wohnungsmiete und Haushaltsenergie etwa gaben die von der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 1988 erfassten Einpersonen-Haushalte ein Viertel, die Ehepaare mit zwei Kindern aber nur ein Sechstel ihres Nettoeinkommens aus.

Um die Kostendegression der Wirtschaftsfuehrung bei wachsender Haushaltsgroesse zu beruecksichtigen, wurden in einer bedarfsbezogenen Rechnung die Haushaltsmitglieder in "Verbrauchereinheiten" umgesetzt. Dabei fanden die in der amtlichen Statistik [12] gebraeuchlichen Aequivalenzziffern Verwendung: Die Bezugsperson eines Haushalts wird mit dem Faktor 1, jedes weitere Haushaltsmitglied ab 14 Jahren mit 0,7 und jedes Kind unter 14 Jahren mit 0,5 gewichtet.

Auch die am Bedarf der Haushaltsmitglieder orientierte Rechnung (unterer Teil der Tabelle 2) laesst die weitgehende Stabilitaet der westdeutschen Einkommensverteilung erkennen (Schaubild 3). Aber es wird auch erneut deutlich, dass sich der Einkommensvorsprung der Selbstaendigen-Haushalte ausserhalb der Landwirtschaft vor den uebrigen Haushaltsgruppen in den achtziger und neunziger Jahren exorbitant vergroessert hat.

[1] Die Gliederung der Haushalte nach sozialen Gruppen oder anderen Kriterien wird in der Statistik nach den Merkmalen der "Bezugsperson" im Haushalt vorgenommen; frueher wurde diese als "Haushaltsvorstand" bezeichnet. In Haushaltsbefragungen gilt als Bezugsperson ueblicherweise diejenige Person, die von den Haushaltsmitgliedern als solche genannt und im Erhebungsbogen an der ersten Stelle aufgefuehrt wird, insbesondere weil sie den groessten Teil zum Haushaltseinkommen beitraegt.

[2] Statistisches Bundesamt: Einkommensverteilung nach Haushaltsgruppen und Einkommensarten. Wiesbaden 1993 (als Tabellensatz vervielfaeltigt). Verfuegbares Einkommen, Zahl der Haushalte und Haushaltsmitglieder nach Haushaltsgruppen. Wiesbaden 1994 (als Tabellensatz vervielfaeltigt). Eine Differenzierung nach Einkommensgroessenklassen gibt es in diesen Datenquellen nicht.

[3] Fachserie 18: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Reihe 1.1: Konten und Standardtabellen, Erste Ergebnisse der Inlandsproduktsberechnung 1994, Stuttgart 1995.

[4] Vgl. Hermann Voit: Haushalts- und Familientypen 1972 und 1990. In: Wirtschaft und Statistik, Heft 4/1992, S. 223 ff.

[5] Sie machten 1994 reichlich 6 vH aller westdeutschen Privathaushalte aus.

[6] Auf die Einkommensentwicklung dieser heterogenen Gruppe wird im folgenden nicht eingegangen; Durchschnittswerte waeren wenig aussagekraeftig.

[7] Das Einkommen der in Gemeinschaftsunterkuenften lebenden Personen und das der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (1994 schaetzungsweise 64 Mrd. DM) bleibt hier ausser Betracht.

[8] Ein erheblicher Teil der Nominaleinkommensexpansion wurde von Preissteigerungen aufgezehrt: Der Preisindex des privaten Verbrauchs lag 1994 um 47 vH ueber dem Stand von 1980. In juengster Zeit gab es (wie in den fruehen achtziger Jahren) Realeinkommensverluste.

[9] Einer neuerlichen Kritik an der Gewinnermittlung in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (Oskar de la Chevallerie: Unternehmensgewinne in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung - Eine ergaenzende Analyse. In: Vierteljahreshefte zur Wirtschaftsforschung, Heft 3/4 - 1993, S. 204 ff.) kann hier nicht nachgegangen werden.

[10] Vgl. Bernd Fritzsche: Wer finanziert die deutsche Einheit? - Zur Diskussion um die "Gerechtigkeitsluecke". In: RWI Konjunkturbrief, Nr. 3/1992, S. 1 ff. - Hartmut Tofaute: Steuerverteilung in der Schieflage: Steigende Lohnsteuerquote - sinkende Gewinnsteuerbelastung. In: WSI- Mitteilungen, Nr. 3/1995, S. 197 ff.

[11] Vgl. Agrarbericht der Bundesregierung 1995, S. 3.

[12] Vgl. Klaus Schueler und Mitarbeiter: Verfuegbares Einkommen nach Haushaltsgruppen in erweiterter Haushaltsgliederung 1972 bis 1988. In: Wirtschaft und Statistik, Heft 3/1990, S. 182 ff. und S. 126* ff.

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Tabelle 1

Zahl der Privathaushalte in Westdeutschland nach Haushaltsgruppen

in 1000

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Haushalte von

Selbstaendigen

Jahr in ausserhalb Ange- Beamten Arbeitern Arbeits-

der Landwirtschaft stellten losen (1)

1980 377 1 400 5 279 1 498 6 425 284

1981 370 1 412 5 387 1 531 6 329 431

1982 362 1 427 5 436 1 567 6 151 639

1983 353 1 440 5 449 1 588 6 035 818

1984 349 1 458 5 568 1 594 6 003 817

1985 345 1 477 5 650 1 599 6 020 824

1986 336 1 500 5 736 1 594 6 077 800

1987 319 1 497 5 861 1 602 6 029 814

1988 308 1 508 6 032 1 611 6 023 856

1989 298 1 546 6 161 1 624 6 121 819

1990 289 1 577 6 383 1 632 6 307 709

1991 275 1 617 6 617 1 618 6 377 651

1992 267 1 649 6 772 1 595 6 314 751

1993 261 1 677 6 850 1 589 6 100 1 037

1994 254 1 695 6 943 1 584 5 928 1 177

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Haushalte von

Jahr Rent- Pensio- Sozial- Privat-

nern naeren hilfe- haushalte

empfaen- insge-

gern samt (2)

1980 7 178 935 299 24 568

1981 7 215 923 303 24 854

1982 7 320 909 329 25 129

1983 7 464 907 367 25 425

1984 7 611 907 387 25 669

1985 7 732 907 421 25 930

1986 7 751 913 485 26 172

1987 7 810 920 536 26 382

1988 7 854 921 562 26 763

1989 7 940 920 588 27 155

1990 8 082 916 611 27 770

1991 8 230 917 614 28 211

1992 8 384 922 661 28 689

1993 8 470 924 692 29 135

1994 8 557 926 721 29 415

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(1) Haushalte, deren Bezugspersonen ueberwiegend von Arbeitslosengeld oder

-hilfe leben.

(2) Einschliesslich der Haushalte, deren Bezugspersonen ueberwiegend von

sonstigen oeffentlichen Uebertragungen, Unterhaltszahlungen, Mietein-

nahmen oder Vermoegenseinkommen u.ae. leben.

Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW.

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Tabelle 2

Durchschnittlich verfuegbares Einkommen

in Westdeutschland nach Haushaltsgruppen

in DM je Monat

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Haushalte von

Selbstaendigen

Jahr in ausserhalb Ange- Beamten Arbeitern Arbeits-

der Landwirtschaft stellten losen (1)

Durchschnittseinkommen je Haushalt

1980 4 192 7 292 3 567 4 150 3 000 1 883

1981 4 183 7 758 3 733 4 350 3 158 2 033

1982 4 650 7 450 3 817 4 383 3 192 2 017

1983 4 175 7 983 3 900 4 467 3 225 1 925

1984 4 475 9 417 3 975 4 533 3 258 1 900

1985 4 317 9 900 4 050 4 658 3 317 1 917

1986 4 950 9 867 4 200 4 792 3 450 2 000

1987 4 533 10 725 4 317 4 917 3 533 2 108

1988 5 167 10 950 4 425 5 058 3 642 2 150

1989 5 500 11 450 4 592 5 192 3 733 2 192

1990 5 333 12 847 4 921 5 562 4 047 2 408

1991 5 333 15 170 5 108 5 865 4 190 2 500

1992 5 225 14 865 5 387 6 272 4 408 2 600

1993 4 906 15 348 5 460 6 446 4 457 2 628

1994 5 372 16 477 5 455 6 471 4 447 2 636

Durchschnittseinkommen je Haushaltsmitglied

1980 968 2 345 1 346 1 407 977 756

1981 973 2 519 1 419 1 490 1 039 820

1982 1 092 2 459 1 468 1 517 1 064 823

1983 989 2 679 1 523 1 556 1 093 812

1984 1 073 3 214 1 577 1 596 1 123 823

1985 1 048 3 483 1 627 1 658 1 164 844

1986 1 210 3 462 1 694 1 724 1 228 893

1987 1 128 3 790 1 762 1 775 1 266 941

1988 1 305 3 911 1 829 1 833 1 315 986

1989 1 418 4 134 1 913 1 895 1 357 1 006

1990 1 382 4 672 2 068 2 030 1 472 1 080

1991 1 385 5 577 2 164 2 133 1 524 1 116

1992 1 379 5 526 2 292 2 281 1 603 1 161

1993 1 298 5 706 2 343 2 353 1 621 1 173

1994 1 421 6 148 2 341 2 370 1 623 1 182

Durchschnittseinkommen je Verbrauchereinheit (3)

1980 1 327 3 090 1 740 1 861 1 299 971

1981 1 328 3 315 1 830 1 959 1 373 1 048

1982 1 486 3 211 1 890 1 983 1 400 1 051

1983 1 342 3 486 1 950 2 040 1 433 1 029

1984 1 453 4 185 2 008 2 089 1 468 1 033

1985 1 415 4 439 2 066 2 156 1 515 1 059

1986 1 634 4 465 2 154 2 239 1 597 1 111

1987 1 521 4 897 2 225 2 308 1 643 1 178

1988 1 757 5 046 2 317 2 386 1 702 1 229

1989 1 903 5 326 2 417 2 461 1 761 1 253

1990 1 858 6 031 2 618 2 636 1 909 1 353

1991 1 865 7 190 2 732 2 780 1 986 1 397

1992 1 853 7 112 2 896 2 973 2 079 1 453

1993 1 740 7 344 2 951 3 070 2 112 1 468

1994 1 912 7 922 2 949 3 081 2 108 1 473

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Haushalte von

Privat-

Jahr Rent- Pensio- Sozialhilfe- haushalte

nern naeren empfaengern insgesamt (2)

Durchschnittseinkommen je Haushalt

1980 2 167 3 083 1 317 3 133

1981 2 300 3 300 1 367 3 300

1982 2 417 3 433 1 392 3 350

1983 2 433 3 400 1 400 3 400

1984 2 492 3 458 1 450 3 533

1985 2 550 3 558 1 550 3 625

1986 2 625 3 658 1 608 3 725

1987 2 717 3 750 1 658 3 850

1988 2 808 3 867 1 717 3 967

1989 2 967 4 025 1 808 4 125

1990 3 106 4 221 1 933 4 444

1991 3 324 4 502 2 083 4 765

1992 3 498 4 791 2 217 4 946

1993 3 537 4 901 2 271 5 002

1994 3 548 4 920 2 279 5 061

Durchschnittseinkommen je Haushaltsmitglied

1980 1 305 1 903 596 1 274

1981 1 386 2 037 624 1 352

1982 1 456 2 132 641 1 390

1983 1 466 2 112 654 1 435

1984 1 501 2 148 684 1 510

1985 1 536 2 210 738 1 563

1986 1 581 2 258 762 1 620

1987 1 637 2 301 782 1 689

1988 1 702 2 372 802 1 755

1989 1 798 2 469 826 1 833

1990 1 894 2 590 855 1 984

1991 2 015 2 762 918 2 127

1992 2 120 2 939 985 2 218

1993 2 144 2 988 1 009 2 263

1994 2 150 3 018 1 017 2 300

Durchschnittseinkommen je Verbrauchereinheit (3)

1980 1 484 2 156 770 1 615

1981 1 575 2 308 804 1 710

1982 1 667 2 418 824 1 754

1983 1 666 2 394 838 1 799

1984 1 707 2 418 873 1 889

1985 1 747 2 488 939 1 949

1986 1 798 2 558 969 2 014

1987 1 861 2 604 999 2 104

1988 1 937 2 685 1 028 2 180

1989 2 046 2 795 1 064 2 279

1990 2 142 2 931 1 111 2 469

1991 2 292 3 126 1 190 2 647

1992 2 412 3 327 1 282 2 763

1993 2 439 2 403 1 313 2 810

1994 2 447 3 417 1 317 2 843

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(1) Haushalte, deren Bezugspersonen ueberwiegend von Arbeitslosengeld oder

-hilfe leben.

(2) Einschliesslich derjenigen Haushalte, deren Bezugspersonen ueberwiegend

von sonstigen oeffentlichen Uebertragungen, Unterhaltszahlungen, Mietein-

nahmen oder Vermoegenseinkommen u.ae. leben.

(3) Bei der Umrechnung der Haushaltsmitglieder in Verbrauchereinheiten werden

die Bezugsperson eines Haushalts mit dem Faktor 1, jedes weitere Haus-

haltsmitglied ab 14 Jahren mit 0,7 und jedes Kind unter 14 Jahren mit 0,5

gewichtet, um den unterschiedlichen Bedarf der Haushaltsmitglieder zu

beruecksichtigen.

Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW.

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DIW Berlin

Wochenbericht 18/95