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Leichte Belebung der Konjunktur in der Europäischen Währungsunion
Bearbeiter Katja Rietzler
Mit der Einführung des Euro ist die Bedeutung der Europäischen Währungsunion (EWU) als ökonomischer Gesamtheit deutlich gestiegen. So sind Analysen zur Geldpolitik und in einem wesentlichen Ausmaß auch zur Finanz- und Lohnpolitik nur noch im europäischen Kontext möglich. Folglich ist die Erstellung einer konsistenten EWU-Datenbasis im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) von grundlegender Bedeutung. Daher wird das DIW zusätzlich zu den Analysen für einzelne Länder nunmehr auch regelmäßig auf der Basis der vierteljährlichen VGR über die wirtschaftliche Entwicklung der EWU insgesamt berichten. Da die von Eurostat veröffentlichten VGR-Daten, insbesondere bei der ersten Schätzung, die aktuelle Entwicklung in den einzelnen Ländern nur unzureichend erfassen, stützt sich das DIW bei seinen Analysen für die EWU auf eigene Schätzungen und Berechnungen. [1]

Nach den Berechnungen des DIW ist die konjunkturelle Entwicklung in der EWU derzeit etwas besser als zu Jahresanfang, ein dynamischer Aufschwung ist jedoch noch nicht erkennbar. Im zweiten Vierteljahr erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 % gegenüber dem ersten Quartal - nach nur 0,2 % zuvor - und lag damit um 1,8 % über dem Vorjahreswert. Dabei nahm auch die Industrieproduktion in der Eurozone erstmals seit dem dritten Quartal 1998 wieder zu. Günstiger als noch im ersten Quartal entwickelten sich auch die realen Einzelhandelsumsätze. Die Erwerbstätigenzahl stieg dagegen zuletzt nur noch geringfügig. Im zweiten Quartal waren 10,3 % aller Erwerbspersonen ohne Arbeit; im Juli sank die Arbeitslosenquote auf 10,2 %. Zu Beginn des Jahres waren noch 10,5 % der Erwerbspersonen ohne Beschäftigung gewesen.

Exportbeschleunigung trägt konjunkturelle Belebung Der höhere Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes der EWU im zweiten Quartal ist primär auf die bessere Exportkonjunktur zurückzuführen. So sind vor allem die Güterexporte nach Asien deutlich gestiegen. Auch die Ausfuhren in die USA erhöhten sich spürbar. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres nahmen die Exporte der EWU-Länder unter Einschluß des Binnenhandels innerhalb der EWU um 1,5 % zu. Gleichzeitig expandierten die Importe deutlich stärker als zuvor. Auch im zweiten Vierteljahr verzeichnete die Eurozone insgesamt einen positiven Außenbeitrag gegenüber dem Rest der Welt; dieser hat sich jedoch seit Ende 1997 kontinuierlich verringert. In konstanten Preisen von 1995 lag er im zweiten Quartal 1999 bei knapp 20 Mrd. Euro oder 1,4 % des Bruttoinlandsproduktes, nachdem es im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch 2,3 % gewesen waren.

Der private Konsum [2] stieg wieder etwas kräftiger - um 0,5 % nach 0,3 % im ersten Jahresviertel. Damit blieben die Konsumausgaben der privaten Haushalte eine Stütze der Konjunktur. [5]

Die verbesserten Exportaussichten, die sich in einem Anstieg des EU- Indikators der Exporterwartungen widerspiegeln, sowie die anhaltende Expansion des privaten Konsums stabilisierten im ersten Halbjahr 1999 die Investitionstätigkeit. Die Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich mit 1,1 % etwas schwächer als noch im ersten Quartal. Der Verlauf wird hier jedoch durch einzelne Großprojekte, insbesondere in den Niederlanden, verzerrt; die beiden Quartalsergebnisse weichen deshalb vom "normalen" Pfad etwas nach oben bzw. nach unten ab.

Der Staat trägt mit seinem Konsum dagegen seit Jahren nur wenig zum Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes bei. Abgesehen vom ersten Quartal dieses Jahres erhöhten sich die staatlichen Konsumausgaben in jüngster Zeit stets mit einer unterdurchschnittlichen Rate. Infolge weiterer Konsolidierungsbemühungen im Rahmen des zwischen der Europäischen Kommission und den nationalen Regierungen vereinbarten Stabilisierungspfades dürfte sich dieser Trend grundsätzlich fortsetzen.

Im Vergleich mit den von Eurostat vorgelegten Schätzungen ergeben sich beträchtliche Unterschiede im Verlauf. [6] Während Eurostat für das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im zweiten Quartal eine rückläufige Zuwachsrate ausweist, sprechen die Berechnungen des DIW für eine leichte Beschleunigung. Eine divergierende Einschätzung ergibt sich auch für die privaten Konsumausgaben und die Bruttoanlageinvestitionen. Hier zeigen die Eurostat-Daten einen drastischen Rückgang in den Verlaufsraten beider Aggregate, während das DIW für die Konsumausgaben eine Belebung und für die Bruttoanlageinvestitionen nur eine geringfügige, auf Sondereffekte zurückzuführende Abnahme feststellt.

Deutlicher Anstieg der Importpreise Der Deflator des Bruttoinlandsproduktes erhöhte sich im Verlauf des zweiten Quartals wie zuvor um 0,3 %; im Vorjahresvergleich ergibt sich ein Anstieg um 2 %. [7] Dabei stieg der Deflator des privaten Verbrauchs mit 0,5 % etwas stärker als noch zu Jahresbeginn. Hier spielen vor allem die gestiegenen Energiepreise eine Rolle. Dies zeigt sich auch in einem kräftigen Anstieg des Deflators der Importe, der aus den nunmehr wesentlich höheren Preisen für Rohstoffe herrührt. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Abwertung des Euro im ersten Halbjahr. Die Preise für exportierte Güter und Dienstleistungen erhöhten sich ebenfalls spürbar.
Fortsetzung des moderaten Aufschwungs im zweiten Halbjahr Im zweiten Halbjahr 1999 dürfte sich die etwas günstigere Entwicklung, die sich im zweiten Quartal abzeichnete, fortsetzen. Vor allem von den Exporten werden noch spürbare Impulse ausgehen; dies ist auf ein günstigeres weltwirtschaftliches Klima sowie auf die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone aufgrund der realen Abwertung des Euro um 7,4 % seit Dezember 1998 zurückzuführen. So zeigt auch der Indikator der Europäischen Kommission für die Exporterwartungen in der Eurozone in den letzten Monaten deutlich nach oben. Setzt sich diese Entwicklung fort, so werden die Exporte kräftig steigen. Damit könnte der Außenbeitrag der Eurozone schon bald wieder zunehmen.

Durch den Anstieg der langfristigen Zinsen um rund einen Prozentpunkt seit April 1999 haben sich die Investitionsbedingungen etwas verschlechtert. Die monetären Rahmenbedingungen bleiben jedoch angesichts der im langfristigen Vergleich eher niedrigen Realzinsen und der Abwertung des Euro insgesamt noch relativ günstig. Vor allem die besseren Exportaussichten lassen auch in den kommenden Monaten eine etwas regere Investitionstätigkeit, insbesondere im Bereich der Ausrüstungen, erwarten. Für die Bauinvestitionen zeichnet sich nach dem Indikator der Europäischen Kommission für das Vertrauen in der Bauwirtschaft eine leichte Aufwärtstendenz ab.

Bei voraussichtlich weiter leicht steigender Beschäftigung in der Eurozone dürften die privaten Konsumausgaben im zweiten Halbjahr mit ähnlichem Tempo expandieren wie im ersten. Dazu dürften auch die steuerlichen Entlastungen in einigen Ländern beitragen.

Die Auftragslage im verarbeitenden Gewerbe hat sich in den vergangenen Monaten nur leicht verbessert. Dennoch zeigen die Produktionserwartungen der Unternehmen in der Eurozone deutlich nach oben. Dies spricht dafür, daß es gegen Ende dieses Jahres zu einem stärkeren Aufschwung kommt.

Insgesamt dürfte sich das gesamtwirtschaftliche Wachstumstempo im zweiten Halbjahr weiter leicht beschleunigen. Für das Bruttoinlandsprodukt der EWU- Länder würde dies für 1999 insgesamt einen Zuwachs um knapp 2 % bedeuten.

Box: Zur Schätzung der Verwendungsseite des Bruttoinlandsproduktes für die Europäische Währungsunion (EWU) Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) hat vor kurzem seine erste Schätzung für die Verwendungsseite [3] des Bruttoinlandsproduktes der Länder der EWU für das zweite Quartal 1999 veröffentlicht. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht für alle Länder amtliche Ergebnisse vorlagen, hat Eurostat von den für vier Länder [4] bekannten Daten auf die gesamte EWU hochgerechnet. Dieser schematischen Vorgehensweise ist die Schätzung der Aggregate mit Hilfe von aktuellen Konjunkturindikatoren aus den entsprechenden Ländern vorzuziehen. Die Länderaggregate werden ohnehin benötigt, um eine konsistente Datenbasis sowohl für die gesamte EWU als auch für die einzelnen Länder zu erstellen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eigener Berechnungen. Für Deutschland wurden hier die mit dem Berliner Verfahren saison- und arbeitstäglich bereinigten amtlichen Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) herangezogen. Diese unterscheiden sich deutlich von den mit dem Census X11 Verfahren bereinigten Daten der Deutschen Bundesbank, die Eurostat als Datenbasis für Deutschland verwendet. Auch für Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande waren Ergebnisse der amtlichen Statistik für das zweite Quartal verfügbar. Für die übrigen EWU-Länder mit Ausnahme von Irland und Luxemburg wurden die vierteljährlichen Zeitreihen, die dem DIW aus der Datenbank von Eurostat und nationalen Statistiken bis zum ersten Quartal vorlagen, durch Schätzungen für das zweite Quartal ergänzt. Die Schätzungen erfolgten anhand von Konjunkturindikatoren, die mit den jeweiligen Aggregaten der VGR in einem signifikanten Zusammenhang stehen. Dies geschah zum Teil unter Zuhilfenahme ökonometrischer Methoden. Für Portugal mußte auch das erste Quartal 1999 geschätzt werden, da keine aktuelleren VGR-Daten zur Verfügung standen. Irland und Luxemburg veröffentlichen bislang keine vierteljährlichen VGR-Reihen. Hier wurden die vorliegenden Jahreswerte mit Hilfe des Programmes "Ecotrim" - einer ökonometrisch fundierten Anwendung zur temporalen Disaggregation von Zeitreihen, die dem DIW von Eurostat zur Verfügung gestellt wurde - interpoliert. Wie das Eurostat-Aggregat für die EWU basiert auch das vom DIW berechnete Aggregat auf den (noch) mit unterschiedlichen Verfahren saisonbereinigten Daten der einzelnen Länder. Die Daten für Deutschland, Frankreich und Spanien sind darüber hinaus arbeitstäglich bereinigt. Ein weiterer Nachteil der momentan verfügbaren Datenbasis ist, daß erst sieben der elf EWU-Länder ihre VGR nach der neuen Methodik des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 95) erstellen. So basiert das EWU-Aggregat des DIW - wie auch das von Eurostat veröffentlichte - derzeit noch auf zwei unterschiedlichen Konzepten.

[1] Zur Methodik siehe Box.

[2] Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck.

[3] Daten über die Entstehung des Bruttoinlandsproduktes nach Wirtschaftsbereichen liegen nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG95) noch nicht für alle Länder vor.

[4] Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande. Die kompletten amtlichen Zahlen standen Eurostat jedoch nur für Deutschland und Frankreich zur Verfügung.

[5] Für eine Analyse der Konsumausgaben der privaten Haushalte in den Ländern der EWU vgl. Der private Konsum in der Europäischen Währungsunion zur Jahresmitte 1999. Bearb.: Jochen Schmidt. In diesem Wochenbericht, S. 706 ff.

[6] Dies ist unter anderem auf die unterschiedliche Datenbasis für Deutschland zurückzuführen. Eurostat verwendet die von der Bundesbank mit dem Census X11 Verfahren saison- und arbeitstäglich bereinigten Reihen, während das DIW die Ursprungswerte mit dem BV4 saison- und arbeitstäglich bereinigt hat.

[7] Da die Aggregate in jeweiligen Preisen auch zum jeweils gültigen Ecu/Euro-Kurs umgerechnet wurden, spiegelt die Entwicklung der Deflatoren insbesondere vor 1998 teilweise auch Wechselkursbewegungen wider.



                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Vierteljährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die EWU-Länder         
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                           1997     1998                  1997                  
                                                                                
                                               I       II      III       IV     
                                                                                
          Verwendung des Inlandsprodukts in Preisen von 1995 (saisonbereinigt)  
                                                in Mrd. Euro                    
                                                                                
Privater Konsum (1)      3105,9   3198,3    769,8    775,1    777,6    783,4    
Staatskonsum (2)         1084,5   1096,3    270,6    270,8    271,4    271,7    
Anlageinvestitionen      1122,1   1168,3    274,5    280,8    281,4    285,4    
Vorratsveränderung         24,7     52,5      2,4      5,8      6,3     10,2    
Inlandsnachfrage         5337,2   5515,5   1317,4   1332,5   1336,6   1350,7    
Außenbeitrag              143,3    116,1     32,5     34,6     39,3     36,8    
  Ausfuhr                1751,6   1859,4    417,0    430,6    447,0    457,0    
  Einfuhr                1608,4   1743,3    384,5    396,0    407,8    420,1    
Bruttoinlandsprodukt     5480,5   5631,6   1349,9   1367,2   1375,9   1387,6    
                                                                                
                              Veränderung gegenüber der Vorperiode in %         
                                                                                
Privater Konsum (1)         1,4      3,0      0,2      0,7      0,3      0,8    
Staatskonsum (2)            0,3      1,1     -0,3      0,1      0,2      0,1    
Anlageinvestitionen         2,3      4,1     -0,6      2,3      0,2      1,4    
Inlandsnachfrage            1,7      3,3      0,1      1,2      0,3      1,1    
Ausfuhr                     9,8      6,2      1,7      3,2      3,8      2,2    
Einfuhr                     8,6      8,4      1,5      3,0      3,0      3,0    
Bruttoinlandsprodukt        2,3      2,8      0,2      1,3      0,6      0,9    
                                                                                
                             Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %    
                                                                                
Privater Konsum (1)         1,4      3,0      0,7      1,7      1,3      2,0    
Staatskonsum (2)            0,3      1,1      0,6      0,3      0,1      0,1    
Anlageinvestitionen         2,3      4,1      1,5      2,6      1,8      3,4    
Inlandsnachfrage            1,7      3,3      0,8      1,9      1,7      2,6    
Ausfuhr                     9,8      6,2      6,3      9,6     11,7     11,5    
Einfuhr                     8,6      8,4      4,9      8,4     10,1     10,9    
Bruttoinlandsprodukt        2,3      2,8      1,3      2,4      2,3      3,0    
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
                                             1998                      1999     
                                                                                
                                I       II        III      IV        I      II  
                                                                                
          Verwendung des Inlandsprodukts in Preisen von 1995 (saisonbereinigt)  
                                                   in Mrd. Euro                 
                                                                                
Privater Konsum (1)         790,2    796,2    803,4    808,6    811,3    815,2  
Staatskonsum (2)            273,6    274,1    274,1    274,6    276,1    276,9  
Anlageinvestitionen         290,0    288,4    293,7    296,2    300,6    304,0  
Vorratsveränderung           12,3     13,1     12,6     14,4     11,8     11,4  
Inlandsnachfrage           1366,1   1371,7   1383,9   1393,8   1399,8   1407,5  
Außenbeitrag                 32,4     31,5     28,8     23,4     20,7     20,3  
  Ausfuhr                   462,7    467,6    466,7    462,3    461,2    468,3  
  Einfuhr                   430,4    436,1    437,9    438,9    440,5    448,0  
Bruttoinlandsprodukt       1398,5   1403,3   1412,7   1417,2   1420,5   1427,9  
                                                                                
                                  Veränderung gegenüber der Vorperiode in %     
                                                                                
Privater Konsum (1)           0,9      0,8      0,9      0,6      0,3      0,5  
Staatskonsum (2)              0,7      0,2      0,0      0,2      0,5      0,3  
Anlageinvestitionen           1,6     -0,6      1,9      0,9      1,5      1,1  
Inlandsnachfrage              1,1      0,4      0,9      0,7      0,4      0,6  
Ausfuhr                       1,3      1,1     -0,2     -0,9     -0,2      1,5  
Einfuhr                       2,4      1,3      0,4      0,2      0,4      1,7  
Bruttoinlandsprodukt          0,8      0,3      0,7      0,3      0,2      0,5  
                                                                                
                              Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %   
                                                                                
Privater Konsum (1)           2,6      2,7      3,3      3,2      2,7      2,4  
Staatskonsum (2)              1,1      1,2      1,0      1,1      0,9      1,1  
Anlageinvestitionen           5,6      2,7      4,4      3,8      3,6      5,4  
Inlandsnachfrage              3,7      2,9      3,5      3,2      2,5      2,6  
Ausfuhr                      11,0      8,6      4,4      1,2     -0,3      0,2  
Einfuhr                      11,9     10,1      7,4      4,5      2,4      2,7  
Bruttoinlandsprodukt          3,6      2,6      2,7      2,1      1,6      1,8  
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen       
ohne Erwerbszweck.                                                              
(2) Konsumausgaben des Staates.                                                 
Quelle: Berechnungen des DIW auf der Basis von Daten von Eurostat,              
der OECD, der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank sowie       
nationalen Statistiken.                                                         
=============================================================================== 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Vierteljährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die EWU-Länder         
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                          1997      1998                     1997               
                                                                                
                                                I        II       III       IV  
                                                                                
        Preisniveau der Verwendungsseite des Inlandsprodukts (saisonbereinigt)  
                                               1995 = 100                       
                                                                                
Privater Konsum (1)      103,5     104,4     103,3     103,3     103,4    103,8 
Staatskonsum (2)         103,0     104,2     103,0     102,9     102,7    103,3 
Anlageinvestitionen      100,6     100,9     100,7     100,5     100,5    100,9 
Inlandsnachfrage         102,8     103,6     102,7     102,6     102,7    103,0 
Ausfuhr                  101,4     100,8     101,2     101,3     101,5    101,7 
Einfuhr                  101,7      99,7     101,3     101,4     102,0    102,1 
Bruttoinlandsprodukt     102,7     103,9     102,6     102,6     102,5    102,9 
                                                                                
                                   Veränderung gegenüber der Vorperiode in %    
                                                                                
Privater Konsum (1)        0,2       0,8      -0,3       0,0       0,1      0,4 
Staatskonsum (2)           0,1       1,2      -0,3      -0,1      -0,2      0,6 
Anlageinvestitionen       -0,7       0,3      -0,4      -0,3       0,0      0,4 
Inlandsnachfrage          -0,1       0,8      -0,4      -0,0       0,1      0,3 
Ausfuhr                    0,3      -0,6       0,2       0,2       0,2      0,2 
Einfuhr                    0,7      -2,0       0,4       0,1       0,6      0,1 
Bruttoinlandsprodukt      -0,2       1,2      -0,5       0,0       0,0      0,3 
                                                                                
                                  Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in 
                                                                                
Privater Konsum (1)        0,2       0,8       0,9       0,0      -0,2      0,2 
Staatskonsum (2)           0,1       1,2       0,7       0,2      -0,5      0,0 
Anlageinvestitionen       -0,7       0,3      -0,7      -0,9      -1,1     -0,3 
Inlandsnachfrage          -0,1       0,8       0,4      -0,1      -0,5     -0,1 
Ausfuhr                    0,3      -0,6      -0,1       0,1       0,4      0,7 
Einfuhr                    0,7      -2,0       0,4       0,3       1,0      1,1 
Bruttoinlandsprodukt      -0,2       1,2       0,3      -0,2      -0,6     -0,2 
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
                                        1998                          1999      
                                                                                
                            I        II      III        IV         I        II  
                                                                                
        Preisniveau der Verwendungsseite des Inlandsprodukts (saisonbereinigt)  
                                                                                
Privater Konsum (1)      103,6    104,1     104,5     105,2     105,5     106,1 
Staatskonsum (2)         103,1    103,8     104,6     105,4     106,1     106,7 
Anlageinvestitionen      100,4    100,7     100,9     101,6     101,6     101,9 
Inlandsnachfrage         102,9    103,3     103,7     104,4     104,7     105,3 
Ausfuhr                  101,1    100,9     100,7     100,4     100,1     100,6 
Einfuhr                  100,8    100,1      99,4      98,5      97,9      99,4 
Bruttoinlandsprodukt     102,9    103,5     104,1     104,9     105,3     105,6 
                                                                                
                                  Veränderung gegenüber der Vorperiode in %     
                                                                                
Privater Konsum (1)       -0,2      0,5       0,4       0,6       0,3       0,5 
Staatskonsum (2)          -0,2      0,7       0,8       0,8       0,7       0,6 
Anlageinvestitionen       -0,5      0,3       0,2       0,6       0,0       0,4 
Inlandsnachfrage          -0,2      0,4       0,4       0,6       0,3       0,6 
Ausfuhr                   -0,5     -0,2      -0,2      -0,3      -0,3       0,5 
Einfuhr                   -1,2     -0,8      -0,7      -0,9      -0,6       1,6 
Bruttoinlandsprodukt       0,0      0,6       0,6       0,8       0,3       0,3 
                                                                                
                               Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %  
                                                                                
Privater Konsum (1)        0,3      0,8       1,0       1,3       1,8       1,9 
Staatskonsum (2)           0,1      0,8       1,9       2,1       3,0       2,9 
Anlageinvestitionen       -0,3      0,3       0,5       0,7       1,2       1,2 
Inlandsnachfrage           0,2      0,7       1,0       1,3       1,7       1,9 
Ausfuhr                    0,0     -0,4      -0,8      -1,3      -1,1      -0,3 
Einfuhr                   -0,5     -1,3      -2,5      -3,5      -2,9      -0,6 
Bruttoinlandsprodukt       0,3      0,9       1,5       2,0       2,3       2,0 
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen       
ohne Erwerbszweck.                                                              
(2) Konsumausgaben des Staates.                                                 
Quelle: Berechnungen des DIW auf der Basis von Daten von Eurostat, der OECD,    
der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank sowie nationalen      
Statistiken.                                                                    
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© DIW Berlin
Wochenbericht 39/99