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Wochenbericht des DIW Berlin 9/01

Unbefristete Vollzeitbeschäftigung nach wie vor dominierende Erwerbsform in Europa

Bearbeiter Lutz C. Kaiser
Auf den Arbeitsmärkten der Europäischen Union (EU) dominieren nach wie vor unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse. Gleichwohl sind auch andere Erwerbsformen (befristete Tätigkeiten, Teilzeitarbeit, Selbständigkeit) von erheblicher Bedeutung. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Besonders ausgeprägt sind die Differenzen bei der Erwerbstätigkeit von Frauen: Deutschland liegt bei der Erwerbstätigenquote im oberen und in Bezug auf den Anteil unbefristeter Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse im unteren Mittelfeld der EU. Hier weisen die skandinavischen Länder, aber auch Frankreich und Luxemburg, die höchsten Anteile auf. In Dänemark wird dabei gleichzeitig die höchste Erwerbstätigenquote bei Frauen innerhalb der EU erreicht.

In Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden und Österreich sind die Anteile von Männern in unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnissen besonders hoch. Dabei weisen die Niederlande die höchste Erwerbstätigenquote auf. Dort ist dagegen bei den weiblichen Erwerbstätigen - bei durchschnittlicher Erwerbstätigenquote - der Anteil unbefristeter Vollzeitarbeitsverhältnisse am geringsten. Dem steht ein entsprechend hohes Gewicht anderer Erwerbsformen gegenüber; geringfügige Beschäftigung ist in den Niederlanden wesentlich stärker verbreitet als in den anderen EU-Ländern. [1] Insgesamt gesehen kann aber von einer "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses" in Europa nicht gesprochen werden.

Untersuchungen des DIW zu Arbeitszeitwünschen zeigen, dass in Deutschland unter den Vollzeitbeschäftigten der Anteil derjenigen, die Überstunden leisten wollen, zunimmt und dass die Neigung nach Teilzeitarbeit tendenziell sinkt. Dies gilt in besonderem Maße für Männer, ist aber auch bei Frauen erkennbar. [2]

Gleichwohl wird Teilzeitarbeit weit überwiegend von Frauen ausgeübt. Deren Wunsch, mehr zu arbeiten, ist in Westdeutschland geringer ausgeprägt (ca. 8 %) als in Ostdeutschland (über 30 %). Dort steigt der Wunsch von teilzeitbeschäftigten Frauen, eher Vollzeit zu arbeiten, seit Jahren. Damit ist insgesamt mit einer zunehmenden Erwerbsneigung von Frauen zu rechnen. [3]

Auch in anderen europäischen Ländern ist in den 90er Jahren eine Steigerung der Erwerbsbeteilung, vor allem bei Frauen, zu beobachten gewesen. Da der zunehmende Arbeitsmarkteintritt von Frauen in erster Linie über Teilzeitbeschäftigungen stattfindet, geht der relative Anteil von unbefristeten Vollzeitarbeitsplätzen an der Gesamtbeschäftigung zurück. In absoluten Größen betrachtet nimmt die Zahl der unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnisse allerdings nicht wesentlich ab; in einigen Ländern steigt sie sogar. [4] Dies spricht gegen die Erosions-These. [5]

Vor diesem Hintergrund werden hier Daten zu Formen der Erwerbstätigkeit in den Ländern der EU präsentiert. Grundlage ist das Europäische Haushaltspanel (European Community Household Panel, im Folgenden: ECHP [6]), welches im Auftrag des Statistischen Amts der Europäischen Gemeinschaften (EUROSTAT) in den jeweiligen Ländern von staatlichen oder nicht-staatlichen Institutionen erhoben wird. Bisher stehen Informationen in Form von Mikrodaten aus den ersten drei Jahren des ECHP (Wellen 1-3, 1994-1996) zur Verfügung. [7] Mit aktuelleren Daten ist erst im Laufe des Jahres 2001 zu rechnen. [8] Box 1 zeigt die im Folgenden benutzte Kategorisierung von Erwerbsformen . Die einzelnen Kategorien werden zusammengefasst zu standardisierten, entstandardisierten und selbständigen Erwerbsformen (Box 2). [9]

Anteile von Erwerbsformen In Deutschland hatten im Jahre 1996 rund 77 % aller erwerbstätigen Männer im Alter von 16 bis 64 Jahren eine unbefristete Vollzeitbeschäftigung. Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sind hier gering. In Westdeutschland betrug der Anteil 76 %, in Ostdeutschland 79 %. Mit diesen Quoten, die weit über dem europäischen Durchschnitt von 65 % liegen (Tabelle 1) [10], nimmt Deutschland nach Luxemburg den zweiten Platz in der EU ein. Unter dem europäischen Durchschnitt liegen die vier mediterranen Länder und Irland.

Völlig anders war zuletzt, im Jahre 1996, die Struktur bei den erwerbstätigen Frauen. In Ostdeutschland war - als eine Erbschaft der DDR - der Anteil der unbefristet Vollzeitbeschäftigten bei den Frauen mit 72 % ungewöhnlich hoch - fast so hoch wie bei den Männern (79 %). In Westdeutschland war dieser Anteil mit 45 % beträchtlich niedriger. Nur wenig höher war - wegen des dominierenden Gewichts Westdeutschlands - der Anteil der unbefristet vollzeitbeschäftigten Frauen in Deutschland insgesamt. Mit einer Quote von nur 50 % lag Deutschland unter dem EU- Durchschnitt von 53 % und damit auf dem neunten Platz. Wie groß in jüngster Zeit der Abstand zu den Spitzenreitern war, zeigen die Quoten von 68 % für Finnland, 66 % für Frankreich, 64 % für Dänemark und 61 % für Luxemburg. [11] Freilich gab es auch das andere Extrem: In den Niederlanden, dem Land mit dem weltweit höchsten Anteil der Teilzeitbeschäftigungen von Frauen, waren nur 35 % der erwerbstätigen Frauen unbefristet vollzeitbeschäftigt. Dementsprechend liegen die Niederlande beim Anteil von Frauen in entstandardisierten Beschäftigungsverhältnissen mit 59 % an erster Stelle.

Bei der Bewertung der Daten ist zu beachten, dass auch die Erwerbsbeteiligung der Frauen in der EU sehr unterschiedlich ist. In den skandinavischen Ländern und in Frankreich sind die Anteile der Frauen, die in standardisierten Erwerbsverhältnissen arbeiten, sehr hoch, und gleichzeitig liegt die Erwerbstätigenquote der Frauen dort über dem europäischen Durchschnitt. [12]

Bei den männlichen Erwerbstätigen nimmt Spanien in Bezug auf den Anteil von entstandardisierten Erwerbsformen mit einem Anteil von 28 % den Spitzenplatz ein. Ebenfalls über dem europäischen Durchschnitt von 15 % liegt Dänemark. Bei den übrigen Ländern sind die Abweichungen vom Durchschnitt nicht groß.

Bezüglich der verschiedenen Formen entstandardisierter Erwerbstätigkeit gibt es große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Männliche Erwerbstätige in entstandardisierten Beschäftigungsverhältnissen üben meist befristete Vollzeittätigkeiten aus. Deutschland liegt hier mit 71 % knapp über dem EU-Durchschnitt von 69 % (Tabelle 2). [13] Bei den Frauen hat dagegen die unbefristete Teilzeittätigkeit mit 39 % das höchste Gewicht. Deutschland liegt dabei mit 47 % deutlich über dem EU-Durchschnitt. Befristete Teilzeitarbeit spielt hingegen sowohl bei den europäischen Frauen insgesamt (12 %), als auch bei deutschen Frauen (7 %) nur eine untergeordnete Rolle. Von erheblicher Bedeutung im Segment der entstandardisierten Erwerbsformen ist dagegen die geringfügige Beschäftigung mit einem durchschnittlichen Anteil von 21 % bei Frauen und 13 % bei den Männern. Deutschland liegt hier mit einem Anteil von 29 % bei den Frauen und 19 % bei den Männern über dem EU-Durchschnitt. Spitzenwerte bei Frauen (41 %) und Männern (33 %) weisen die Niederlande auf. Der mit Hilfe von mehr Teilzeit erreichte beschäftigungspolitische Erfolg in den Niederlanden beruht demnach wesentlich nur auf geringfügiger Beschäftigung.

Selbständige Erwerbstätigkeit ist in allen Ländern unter Männern deutlich weiter verbreitet als unter Frauen. Deutschland liegt hier mit 9 % (Männer) und 6 % (Frauen) weit unter dem EU-Durchschnitt (20 % bzw. 12 %) (Tabelle 1).

Es gibt allerdings erhebliche Strukturunterschiede im Bereich der Selbständigkeit (Tabelle 3). Deutschland weist unter den selbständigen Frauen im Vergleich zur gesamten EU einen überdurchschnittlichen Anteil von Selbständigen mit weniger als 15 Arbeitsstunden pro Woche (28 %), einen etwa gleich hohen Anteil bei Selbständigen ohne Beschäftigte (fast 30 %), einen höheren Anteil bei Selbständigen mit Beschäftigten (40 %) und einen wesentlich geringeren Anteil von in der Landwirtschaft selbständigen Frauen auf.

Dagegen sind in Deutschland etwa so viele Männer (10 %) unterhalb von 15 wöchentlichen Arbeitsstunden selbständig erwerbstätig wie im EU- Durchschnitt; wesentlich weniger (19 %) als im Durchschnitt (29 %) sind jedoch im Bereich der Selbständigen ohne Beschäftigte zu finden. Hier nehmen die Niederlande (44 %) und Spanien (41 %) die Spitzenplätze ein. Gut 62 % der männlichen Selbständigen in Deutschland beschäftigen Mitarbeiter; im EU-Durchschnitt ist das nur bei 39 % der Fall. Der Anteil der selbständigen Landwirte liegt hingegen in Deutschland mit 9 % ähnlich wie im Vereinigten Königreich erheblich unter dem EU-Gesamtniveau (22 %).

Schlussfolgerungen Das in Deutschland nahezu geflügelte Wort von der "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses" hält einem Blick auf die Realität des deutschen Arbeitsmarktes nicht stand. Zwar ist es richtig, dass in den letzten Jahrzehnten der Anteil von Teilzeitbeschäftigung und befristeten Arbeitsverhältnissen an allen Arbeitsverhältnissen gestiegen ist. Dadurch werden jedoch keine Vollzeitarbeitsplätze verdrängt. Vielmehr haben Gruppen, die in der Vergangenheit nicht erwerbstätig waren - insbesondere Frauen - eine Teilzeitbeschäftigung aufgenommen. Der Anstieg der Erwerbstätigenquote war mit einer Strukturveränderung der Erwerbsarbeit verbunden. Unbefristete Vollzeitarbeitsplätze zeigen dadurch jedoch keinen nennenswerten Rückgang.

Ein Blick auf die Arbeitsmärkte in der europäischen Union zeigt dasselbe Ergebnis: Die unbefristete Vollzeitbeschäftigung bildet nach wie vor den Kern der Arbeitsmärkte, auch wenn in den mediterranen Ländern und in Irland der Anteil der selbständigen Erwerbstätigen eine größere Rolle spielt.

In ganz Europa befinden sich die Anteile der einzelnen Erwerbsformen in Relation zur Gesamtbeschäftigung in einem Wandel, welcher jedoch nicht durch eine "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses" zu erklären ist, sondern mit dem Rückgang nichterwerbstätiger Frauen. Insbesondere der hohe Teilzeitanteil in den Niederlanden ist - wie in Westdeutschland - das Ergebnis von steigenden Erwerbsquoten von Frauen. Der europäische Vergleich zeigt freilich auch, dass eine steigende Frauenerwerbstätigkeit keineswegs nur mit Hilfe von Teilzeitbeschäftigung realisierbar ist. Die skandinavischen Länder beweisen, dass eine überdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Hilfe von unbefristeten Vollzeitarbeitsplätzen möglich ist, wobei in Dänemark der Anteil dieser Erwerbsform in den letzten Jahren sogar angestiegen ist und einen EU-weiten Spitzenwert annimmt.

Die dänische Organisation von Arbeit zeigt dabei, dass hohe Erwerbstätigenquoten mit einer gezielten Integration von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt durch innovative Instrumente, wie das Modell der Jobrotation, verbunden werden können. [14] Ein weiteres wichtiges Element ist das in Dänemark gut ausgebaute System der Kinderbetreuung und ein durchdachter Maßnahmenkatalog für die Beschäftigungsförderung von Frauen und Müttern. Insgesamt würden hohe Erwerbstätigenquoten für Frauen und Männer bei hohen Anteilen von (unbefristeten) Vollzeitbeschäftigungen eher den Erwerbswünschen in Ostdeutschland entgegenkommen. Dies dürfte bei einer bedarfsgerechten institutionellen Kinderbetreuung auch möglich sein. [15]

Das dänische Modell zeigt auch, dass ein hoher Anteil unbefristeter Stellen auch durch einen wenig ausgebauten Kündigungsschutz gefördert wird. [16] Die Kombination mit einer guten sozialen Absicherung bei Arbeitslosigkeit macht den dänischen Weg der Arbeitsmarktflexibilität offensichtlich sozial verträglich.

In den Niederlanden kann man brückenbildende Maßnahmen für aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzte Gruppen (Arbeitslose, Personen in der Stillen Reserve) studieren, z. B. anhand bestimmter Eingliederungsprogramme für arbeitslose Jugendliche. [17] Angesicht der immer noch hohen Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland, sind dort derartige Maßnahmen einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik besonders erforderlich.

Auch wenn die Arbeitsmärkte in Dänemark und in den Niederlanden institutionell anders verfasst sind als in Deutschland, was eine unmittelbare Übertragung unmöglich macht [18], sollten die arbeitsmarktpolitischen Erfahrungen von europäischen Nachbarn genutzt werden.

Box 1 Formen der Erwerbstätigkeit nach dem Europäischen Haushaltspanel (ECHP)
Vollzeitarbeit

(>= 30 Stunden/Woche)

- Unbefristete Vollzeittätigkeit

- Befristete Vollzeittätigkeit

Reguläre Teilzeitarbeit

(15-29 Stunden/Woche)

- Unbefristet

- Befristet

Geringfügige Beschäftigung

(< 15 Stunden/Woche)

Selbständige Arbeit

- In der Landwirtschaft

- Außerhalb der Landwirtschaft

- mit abhängig Beschäftigten

- ohne abhängig Beschäftigte

- < 15 Arbeitsstunden/Woche

Box 2: Zusammenfassung von Erwerbsformen
Standardisierte Erwerbsformen

- Unbefristete Vollzeittätigkeit

Entstandardisierte Erwerbsformen

- Befristete Vollzeittätigkeit

- Unbefristete reguläre Teilzeitarbeit

- Befristete reguläre Teilzeitarbeit

- Geringfügige Teilzeitarbeit

Selbständigkeit

Die in Box 1 noch untergliederten selbständigen Erwerbsformen wurden zu nur einer Kategorie der Selbständigkeit zusammengefasst, da Selbständigkeit an sich im Vergleich zur abhängigen Erwerbstätigkeit grundsätzlich nicht als standardisiert oder entstandardisiert bezeichnet werden kann. Eine Ausnahme wäre allerdings die Zuordnung der sog. Scheinselbständigkeit zur Kategorie der entstandardisierten Erwerbsformen, da sich dahinter letztendlich eine besondere Art von entstandardisierter abhängiger Beschäftigung verbirgt. Außer der vagen Kategorisierung als "selbständige Beschäftigung ohne Mitarbeiter", unter welche das Gros der Scheinselbständigen fallen wird, lassen sich jedoch auch im ECHP keine weiteren Informationen zur Identifizierung dieser Beschäftigungsgruppe finden.[1][2]

[1] Zum allgemeinen Problem der empirischen Erfassung von Scheinselbständigkeit mit dem derzeit vorhandenem Datenmaterial vgl. für Deutschland H. Dietrich (1998): Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Erfassung von Scheinselbständigkeit. In: J. Schupp (Hrsg.), Arbeitsmarktstatistik zwischen Fiktion und Realität, Berlin, S. 131-165.

[2] Gleichwohl existieren neben den deutschen Bestimmungen zur Scheinselbständigkeit nach § 7 Abs. 4 SGB IV ähnliche Regelungen bereits seit 1991 in Belgien, seit 1997 in Italien und seit 1998 in Griechenland (OECD (2000): Employment Outlook, Paris, S. 177).

Box 3: Zur Kategorisierung von Erwerbsformen
Im Gegensatz zur allgemeinen ILO-Definition von Erwerbstätigkeit [1] unterscheidet das ECHP mittels des sog. Main-Activity-Konzepts zwischen Erwerbstätigkeit als Hauptaktivität, falls wenigstens 15 wöchentliche Arbeitsstunden in einer dem Befragungszeitpunkt vorangehenden Referenzwoche vorliegen, und einer Reihe von Hauptaktivitäten, bei welchen die hauptsächliche Zeitverwendung nicht auf Erwerbstätigkeit gerichtet ist (z. B. Haus- und Familienarbeit). Falls im letztgenannten Segment Erwerbstätigkeit auftritt, handelt es sich gemäß dem Main-Activity-Konzept um geringfügige Teilzeitarbeit von weniger als 15 wöchentlichen Arbeitsstunden. [2]

Das Europäische Haushaltspanel (ECHP), das diesem Bericht zugrunde liegt, bezieht sich auf Personen in Privathaushalten; bei den hier vorgestellten Analysen wurden Lehrlinge und sonstige Auszubildende (Personen in Trainee- Programmen, in Volontariaten, Referendariaten oder in einem bezahlten Praktikum) sowie unbezahlt mithelfende Familienangehörige ausgeschlossen. Mit einer solchen Restriktion soll vermieden werden, dass befristete Ausbildungsverträge mit allgemein befristeten Arbeitsverträgen gleichgestellt werden. Das gleiche gilt für unbefristet Vollzeitbeschäftigte und unbezahlt mithelfende Familienangehörige. Dagegen konnten Personen in einem befristeten Arbeitsmarktprogramm (z. B. ABM) und Beamte im ECHP nicht gesondert ausgewiesen werden.

Die Abgrenzung von Vollzeitarbeit gegenüber regulärer Teilzeitarbeit (d. h. mit wenigstens 15 wöchentlichen Arbeitsstunden) wurde für diesen Bericht durch die entsprechende ECHP-Definition mit der Schwelle von 30 wöchentlichen Arbeitsstunden festgelegt. Dies entspricht gleichzeitig der offiziellen (arbeitsstundenbezogenen) OECD- Abgrenzung von Voll- gegenüber Teilzeitbeschäftigung. [3] In einem wesentlichen Punkt unterscheidet sich jedoch die hier verwendete Definition von der OECD-Konvention: Es wurden keine selbständigen Erwerbsformen, sondern nur abhängige Beschäftigungsverhältnisse in die Differenzierung von Voll- und Teilzeit einbezogen. Dies erscheint deswegen sinnvoll, weil Selbständige auftragsbedingt eine stärker schwankende wöchentliche Arbeitsstundenanzahl aufweisen können als abhängig Beschäftigte. Ein direkter Vergleich von abhängig Beschäftigten und Selbständigen müsste demnach unter Angabe der auf ein Geschäftsjahr bezogenen durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von Selbständigen erfolgen. Diese Information steht jedoch im ECHP nicht zur Verfügung.

Schließlich ist anzumerken, dass sich die hier verwendeten Arbeitsstunden pro Woche auf die faktische Stundenanzahl (d. h. einschließlich Überstunden) im Hauptberuf von Haupterwerbstätigen beziehen. Es kommt also nicht darauf, ob eine Person insgesamt in Voll- oder Teilzeit arbeitet oder einen bestimmten Beruf in Voll- oder Teilzeit ausübt, sondern auf den Umstand, ob eine Befragungsperson einen hauptberuflichen Arbeitsplatz inne hat, welcher entweder voll- oder teilzeitig ausgeübt wird. Ein solcher Bezug ist sinnvoll, da es einen Unterschied ausmacht, ob Vollerwerbstätigkeit durch eine - im Fall von Deutschland - regelmäßige unbefristete Stelle mit 38,5 Arbeitsstunden pro Woche definiert wird oder ob sich die Stundenzahl einer vollen Stelle praktisch durch mehrere, evtl. kleine unbefristete, Erwerbsverhältnisse aufsummiert.

Insgesamt ist darauf hinzuweisen, dass die hier verwendete Definition eines standardisierten Erwerbsverhältnisses, welche sich den Referenzpunkt der unbefristeten Vollzeiterwerbstätigkeit zu Nutze macht, auf einer Interpretation von standardisierten Erwerbsverhältnissen im Sinne des im deutschen Sprachgebrauch verwendeten 'Normalarbeitsverhältnisses' beruht.

[1] Als erwerbstätig gilt eine Person bereits bei dem Vorliegen einer Erwerbsstunde innerhalb einer bestimmten Referenzwoche. Vgl. ILO (1983): "Thirteenth International Conference of Statisticians, Geneva, 18-29 October 1982", Appendix "Resolution concerning Statistics of the Economically Active Population, Employment and Unemployment". In: Bulletin of Labour Statistics 3, Geneva, S. ix-xv.

[2] Es ist anzumerken, dass bei einem Vergleich des Erfassungsgrads von geringfügig Teilzeitbeschäftigten im ECHP mit anderen Datenquellen für Deutschland nachgewiesen werden konnte, das - bedingt durch die jeweils unterschiedlich Filterfragenkonstruktion - das ECHP im Vergleich zum Mikrozensus eine mehr als doppelt so hohe und im Vergleich zum SOEP eine etwas geringere Erfassungsquote bei geringfügig Hauptbeschäftigten aufweist [J. Schupp et al. (1999): Zur Erhebungsproblematik geringfügiger Beschäftigung: Ein Strukturvergleich des Mikrozensus mit dem Sozio- oekonomischen Panel und dem Europäischen Haushaltspanel. In: P. Lüttinger (Hrsg.), Sozialstrukturanalysen mit dem Mikrozensus, Mannheim, S. 93-118 (ZUMA Nachrichten, Spezial Band 6)].

[3] Vgl. dazu A. van Bastelaer, G. Lemaître, P. Marianna (1997): The Definition of Part-Time Work for the Purpose of International Comparisons, Paris (OECD - Labour Market and Social Policy Occasional Papers, No. 22).



[1] Die hier vorgestellte Analyse beruht auf Forschungsarbeiten der European Panel Analysis Group (EPAG), eines europaweiten Forschungskonsortiums, welches von der Universität Essex (GB) koordiniert wird. Zu weiteren Informationen vgl. http://www.iser.essex.ac.uk/epag.

[2] Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den alten und den neuen Ländern; in Ostdeutschland ist bei beiden Geschlechtern der Wunsch nach Überstunden stärker und die Neigung zur Teilzeitbeschäftigung geringer als in Westdeutschland. Vgl. Förderung von Teilzeitarbeit durch gesetzlichen Rechtsanspruch - Reform oder Hindernis für mehr Beschäftigung? Bearb.: Elke Holst und Jürgen Schupp. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 49/2000, Abbildung 1.

[3] Vgl. Elke Holst und Jürgen Schupp, a.a.O., Abbildung 2.

[4] Vgl. OECD (1999): Employment Outlook, Paris, S.36.

[5] Zur Klärung dieses Missverständnisses vgl. Teilzeitbeschäftigung zu Lasten der Vollzeiterwerbstätigkeit? Bearb.: Gert G. Wagner. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 44/98; E. Hoffmann, U. Walwei (1998): Normalarbeitsverhältnis: ein Auslaufmodell? In: MittAB 3, S. 409-425; A. Wagner (2000): Krise des Normalarbeitsverhältnisses? Über eine konfuse Debatte und ihre politische Instrumentalisierung. In: C. Schäfer (Hrsg.), Geringere Löhne - mehr Beschäftigung?, Hamburg, S. 200-246.

[6] Zu der Grundkonzeption des ECHP vgl. EUROSTAT (1996): The European Community Household Panel (ECHP): Survey Methodology and Implementation, Vol 1, Luxembourg; EUROSTAT (1996): European Community Household Panel: Methods, Vol. 1, Luxembourg; A. Clémenceau, V. Verma (1996): Methodology of the European Community Household Panel. In: Statistics in Transition, Vol. 2, No. 7, S. 1023-1062. Siehe auch http://forum.europa.eu.int/Public/irc/dsis/echpanel/library.

[7] Dabei ist zwischen zwei Versionen des ECHP zu unterscheiden. Die sog. Production Database (PDP) steht in erster Linie EUROSTAT und den jeweiligen nationalen Datenproduzenten zur Verfügung. Von EUROSTAT wird eine weitere Version unter der Bezeichnung User Database (UDB) herausgegeben, welche Grundlage für die folgenden Berechnungen ist. Beide Versionen beziehen sich für 1994 auf die EU-12-Länder. Für 1995 kommt Österreich, für 1996 Finnland hinzu.

[8] Die Verzögerung ist durch den erheblichen operativen Aufwand bedingt (Koordination zwischen mittlerweile 14 nationalen Datenproduzenten und Aggregation der entsprechenden nationalen Datensätze zu einer PDB bzw. UDB). Die Aussagekraft der Informationen zu Erwerbsformen dürfte indes unter der Verzögerung kaum leiden, da es auf diesem Gebiet nicht zu sprunghaften Veränderungen kommt.

[9] Den Bezeichnungen "standardisiert" und "entstandardisiert" wurde der Vorrang vor dem Begriffspaar "Normalarbeitsverhältnis" und "atypisches Beschäftigungsverhältnis" gegeben, da im internationalen Vergleich gleiche oder zumindest ähnliche Erwerbsformen für einige Länder typischer, für andere wiederum weniger typisch sind. Desgleichen kann in einem zwischengeschlechtlichen Vergleich die Bedeutung von 'normal und atypisch' nicht einheitlich verwendet werden, da z. B. Teilzeitbeschäftigung für Männer eher atypisch, für Frauen hingegen eher als normal einzustufen wäre. Zur international vergleichenden Definition von Erwerbsformen vgl. ausführlicher R. Dekker, L.C. Kaiser (2000): Atypical or Flexible? - How to Define Non-Standard Employment Patterns - The Cases of Germany, the Netherlands and the United Kingdom. EPAG Working Paper 14. Colchester: University of Essex, http://www.irc.essex.ac.uk/epag/pubs/pdf/2000-14.pdf.

[10] Die Anteile der verschiedenen Erwerbsformen sind dabei stets auf der Basis der Erwerbstätigenquote in den jeweiligen Ländern zu interpretieren. Dementsprechend weist Tabelle 1 den Anteil der Erwerbstätigen in Bezug auf die Erwerbsbevölkerung aus.

[11] Unterschiedliche Bildungs- und Verrentungssysteme in den einzelnen Ländern prägen die Erwerbsbeteiligung stark, wodurch auch die Zusammensetzung der Erwerbstätigen beeinflusst wird. Um diesen Effekt zu verringern, ist eine ausschließliche Betrachtung der "Kernaltersgruppe" des Arbeitsmarktes (25-54 Jahre) sinnvoll. Dabei zeigt sich, dass nur in Dänemark bei Frauen wie bei Männern der Anteil der standardisierten Erwerbsformen in der Kernaltersgruppe erheblich (um rund 6 Prozentpunkte) höher liegt, als in der gesamten Alterspanne der 16-64-Jährigen.

[12] Die Kombination von hohen Anteilen standardisierter Erwerbsformen und hoher Erwerbsbeteiligung von Frauen in Finnland, Dänemark und Frankreich dürfte mit der Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen bzw. Müttern in diesen Ländern zusammenhängen. Bei einem solchen Vergleich liegt Deutschland eher im unteren Mittelfeld. Vgl. dazu J.C. Gornick et al. (1997):Supporting the Employment of Mothers: Policy Variation across Fourteen Welfare States. In: Journal of European Social Policy, Vol. 7, No. 1, S. 45-70.

[13] Die Angaben in den Tabellen 2 und 3 beziehen sich auf Gesamtdeutschland, um genügend Fallzahlen für die detaillierte Ausweisung der Anteile im Bereich der entstandardisierten und selbständigen Erwerbsformen zu erhalten. Der Vergleich von Gesamtdeutschland mit anderen europäischen Ländern ist jedoch nicht zwangsläufig unzulässig. Auch in anderen europäischen Ländern gibt es große regionale Unterschiede, z. B. zwischen Nord- und Süditalien oder zwischen Nordirland und Großbritannien.

[14] Vgl. dazu G. Schmid, K. Schömann (Hrsg.) (1999): Von Dänemark lernen - Learning from Denmark (WZB Discussion Paper FS I 99-201, Wissenschaftszentrum Berlin).

[15] Reformvorschläge für eine qualitäts- und bedarfsgerechte institutionelle Kinderbetreuung liegen bereits vor. Vgl. M. Kreyenfeld, C.K. Spieß, G.G. Wagner (2001): Finanzierungs- und Organisationsmodelle institutioneller Kinderbetreuung. Analysen zum Status quo und Vorschläge zur Reform, Neuwied.

[16] Vgl. E. Hoffmann, U. Walwei (2000): Ländervergleich Dänemark - Deutschland. Erosion oder Renaissance der Normalarbeit? (IAB Kurzbericht Nr. 16/2000).

[17] Vgl. dazu R.v. Berkel, H. Spies (2001): Workfare in the Netherlands - Young Unemployed People and the Jobseekers's Employment Act. In: I. Lødemel, H. Trickey (Hrsg.), 'An Offer you can't refuse'. Workfare in International Perspective, Bristol. Einen guten Überblick über arbeitsmarktpolitische Programme in den Niederlanden bietet auch H. Hackenberg (2001): Niederländische Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Mythos- Modell-Mimesis, Wiesbaden, Kap. 7 und 8 (im Erscheinen).

[18] Vgl. Die Niederlande: Beschäftigungspolitisches Vorbild? Bearb.: Reinhard Pohl und Joachim Volz. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 16/1997. Vor einer vorschnellen Übertragung niederländischer Verhältnisse auf den deutschen Arbeitsmarkt, aber auch vor einer (aus niederländischer Perspektive kritisch gesehenen) starken Beschäftigungssteigerung durch den übermäßigen Einsatz von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen warnt auch L. Delsen (2000): Das niederländische Bündnis für Arbeit und seine Wirkungen. In: Arbeit, Heft 4, Jg. 9, S. 119-132.

                                                                             
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Tabelle 1
                                                                       
Erwerbsformen (1) in der EU 1996                                                
Anteile an der Gesamtbeschäftigung in %                                         
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                 Nachrichtlich: 
Land                    Rangfolge (2) Standar- Entstandar- Selbständig Erwerbs- 
                                           disiert              tätigenquote(3) 
                                                                                
                                                 Frauen                         
                                                                                
Belgien                        8        53,4       36,3       10,4        43,3  
Dänemark                       3        63,6       32,2        4,3        68,3  
Deutschland                    9        49,9       44,4        5,7        58,8  
  Ost                          /        72,2       24,1        3,7        57,1  
  West                         /        44,5       49,3        6,2        59,2  
Finnland                       1        68,1       22,2        9,7        54,4  
Frankreich                     2        66,1       27,3        6,6        51,7  
Griechenland                  10        48,5       27,4       24,1        33,7  
Irland                        12        47,6       44,9        7,5        43,1  
Italien                        6        55,4       26,9       17,7        31,9  
Luxemburg                      4        61,1       31,9        7,0        45,4  
Niederlande                   14        35,2       59,0        5,8        55,2  
Österreich                     7        54,1       35,0       10,9        57,1  
Portugal                       5        55,6       22,4       22,0        55,5  
Spanien                       13        40,5       42,5       17,0        32,5  
Vereinigtes Königreich        11        47,7       43,2        9,1        63,4  
                                                                                
EU 14                                   53,0       35,2       11,8        47,1  
                                                                                
                                                  Männer                        
                                                                                
Belgien                        5        72,4       11,9       15,7        66,6  
Dänemark                       6        72,3       19,2        8,5        79,6  
Deutschland                    2        76,8       14,2        9,0        77,6  
  Ost                          /        79,0       14,2        6,8        73,3  
  West                         /        76,3       14,2        9,5        78,6  
Finnland                       8        67,2       15,8       17,0        61,6  
Frankreich                     4        74,8       11,7       13,5        69,4  
Griechenland                  13        43,6       16,1       40,3        71,2  
Irland                         9        60,5       15,5       24,0        68,2  
Italien                       11        59,3       11,3       29,5        63,4  
Luxemburg                      1        85,2        5,2        9,6        73,5  
Niederlande                    2        76,8       15,8        7,4        78,1  
Österreich                     3        75,6       11,8       12,6        77,6  
Portugal                      10        60,3       13,6       26,1        76,0  
Spanien                       12        48,7       27,6       23,6        63,3  
Vereinigtes Königreich         7        70,0       11,5       18,5        78,5  
                                                                                
EU 14                                   64,8       15,1       20,1        70,5  
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Definitionen siehe Boxen 1 und 2.                                           
(2)  Rangfolgeplatz nach dem Anteil von standardisierten Erwerbsformen.         
(3) Anteil der Erwerbstätigen an der Erwerbsbevölkerung in der Altersspanne     
der 16-64-Jährigen.                                                             
Quellen: Benutzerdatenbasis-Europäisches Haushaltspanel (UDB-ECHP);             
Berechnungen des DIW.                                                           
=============================================================================== 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 2
                                                                       
Entstandardisierte Erwerbsformen (1) in der EU 1996                             
Anteile an der gesamten entstandardisierten abhängigen Beschäftigung in %       
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
Land                     Befristete    Unbefristete    Befristete  Geringfügige 
                   Vollzeitbeschäftigung  Teilzeitbeschäftigung   Beschäftigung 
                                                                                
                                                 Frauen                         
                                                                                
Belgien                     18,9           49,7            11,2            20,2 
Dänemark                    26,4           38,4             9,5            25,7 
Deutschland                 18,2           46,6             6,6            28,6 
Finnland                    52,8           18,7            10,5            18,1 
Frankreich                  20,7           62,2            13,3             3,8 
Griechenland                45,9           26,3            21,8             6,1 
Irland                      22,6           32,1            20,4            24,8 
Italien                     28,3           50,5            11,3             9,9 
Luxemburg                   14,1           56,9             9,9            19,1 
Niederlande                  7,2           43,1             8,5            41,1 
Österreich                  20,0           53,1            10,1            16,8 
Portugal                    59,5           19,4            10,9            10,1 
Spanien                     57,1           10,2            17,1            15,5 
Vereinigtes Königreich      12,4           48,6            14,8            24,2 
                                                                                
EU 14                       27,4           39,4            12,3            20,9 
                                                                                
                                                  Männer                        
                                                                                
Belgien                     58,8           19,0              /             19,0 
Dänemark                    60,3            5,4             8,2            26,1 
Deutschland                 71,1            7,0             2,7            19,2 
Finnland                    65,4           11,8             6,6            16,3 
Frankreich                  60,5           22,2            12,2             5,2 
Griechenland                73,2           16,7             6,5             3,6 
Irland                      60,6           14,6            11,2            13,6 
Italien                     60,6           18,8             9,6            11,0 
Luxemburg                   70,4             /               /               /  
Niederlande                 41,8           18,7             6,1            33,4 
Österreich                  70,6           12,8              /             14,3 
Portugal                    88,6            3,9             2,5             5,0 
Spanien                     88,0            2,4             4,6             4,9 
Vereinigtes Königreich      60,4           11,1            12,9            15,6 
                                                                                
EU 14                       69,4           11,4             6,5            12,6 
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Definition siehe Box 1.                                                     
(/) Aufgrund geringer Fallzahl (weniger als 10 Fälle) nicht ausgewiesen.        
Quellen: Benutzerdatenbasis-Europäisches Haushaltspanel (UDB-ECHP);             
Berechnungen des DIW.                                                           
=============================================================================== 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 3
                                                                       
Selbständige Erwerbsformen (1) in der EU 1996                                   
Anteile an der gesamten selbständigen Beschäftigung in %                        
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                   >= 15 wöchentliche >= 15 wöchentliche        
Land             Selbständigkeit in der       Arbeitsstunden  < 15 wöchentliche 
                         Landwirtschaft      mit/ohne Beschäftigte  Arbeitsstd. 
                                                                                
                                                 Frauen                         
                                                                                
Belgien                         /           35,6           25,0           35,4  
Dänemark                        /           40,5           31,4             /   
Deutschland                     /           39,5           28,9           28,0  
Finnland                      30,9          20,4           46,4             /   
Frankreich                    15,3          24,3           34,5           25,9  
Griechenland                  16,6          27,3           45,4           10,6  
Irland                        14,4          30,3           39,6           15,8  
Italien                       12,4          46,7           23,3           17,6  
Luxemburg                       /             /              /              /   
Niederlande                   11,0           9,7           39,6           39,7  
Österreich                    43,4          25,4           16,9           14,3  
Portugal                      37,5          19,5           24,0           19,1  
Spanien                       15,9          24,2           43,2           16,7  
Vereinigtes Königreich          /           25,7           28,4           47,3  
                                                                                
EU 14                         20,5          27,6           32,0           19,9  
                                                                                
                                                  Männer                        
                                                                                
Belgien                       13,6          43,3           23,2           19,8  
Dänemark                      27,6          46,1           23,2             /   
Deutschland                    9,2          62,4           18,5            9,8  
Finnland                      30,0          33,5           35,4             /   
Frankreich                    21,8          27,5           28,1           22,6  
Griechenland                  24,8          36,0           35,5            3,7  
Irland                        40,9          32,2           23,7            3,3  
Italien                       10,9          55,4           21,6           12,1  
Luxemburg                     36,4          53,0             /              /   
Niederlande                   25,8          20,4           43,5           10,3  
Österreich                    37,8          41,9           17,6             /   
Portugal                      23,6          40,1           27,6            8,7  
Spanien                       18,3          34,3           41,1            6,1  
Vereinigtes Königreich         9,1          26,3           29,2           35,3  
                                                                                
EU 14                         21,5          39,4           29,4            9,7  
                                                                                
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(1) Definition siehe Box 1.                                                     
(/) Aufgrund geringer Fallzahl (weniger als 10 Fälle) nicht ausgewiesen.        
Quellen: Benutzerdatenbasis-Europäisches Haushaltspanel (UDB-ECHP);             
Berechnungen des DIW.                                                           
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Wochenbericht 9/01