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Wochenbericht des DIW Berlin 26/01

EWU-Konjunktur ohne Dynamik

Bearbeiter Kirsten Lommatzsch
Katja Rietzler
Im ersten Quartal 2001 hat sich die wirtschaftliche Entwicklung im Euro- Raum abgeschwächt. Nach Berechnungen des DIW stieg das reale Bruttoinlands- produkt im ersten Quartal 2001 saisonbereinigt um 0,5 %, d. h. mit einer laufenden Jahresrate von 2 %. Die Abschwächung der Wirtschaftstätigkeit zeigt sich in allen Komponenten des Bruttoinlandsprodukts, mit Ausnahme des privaten Konsums. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen sogar etwas zurück. Nachdem sich die Lage am Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres 2000 deutlich belebt hatte, sank die Arbeitslosenquote in der EWU kaum noch. Die Frühindikatoren lassen erwarten, dass das Wachstum im Euro-Raum im zweiten Quartal noch an Tempo verliert.

Im ersten Quartal 2001 setzte sich die Abschwächung der Konjunktur, die in der zweiten Jahreshälfte 2000 begonnen hatte, fort. Das reale Bruttoinlandsprodukt hat sich um 2,2 % gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres erhöht (Abbildung 1).

Die konjunkturelle Abkühlung hat verschiedene Ursachen. Zunächst sorgten in erster Linie die höheren Ölpreise für einen Kaufkraftentzug der privaten Haushalte und hemmten die Investitionsneigung. Die Folgen der Tierseuchen in Europa haben zusammen mit den Effekten der Ölpreissteigerungen und der weiteren Euro-Abwertung zu einer merklichen Beschleunigung des Preisauftriebs geführt, so dass die Kaufkraft der privaten Haushalte weiter beeinträchtigt wurde. So kam es im Zusammenhang mit den Steuerentlastungen, insbesondere in Deutschland, nicht zu den erwarteten Wachstumsimpulsen. Zunehmend belastet auch die konjunkturelle Schwäche in den USA die wirtschaftliche Entwicklung in Europa.

Auslandsbeitrag nimmt weiterhin zu Der Wachstumsbeitrag der Außenwirtschaft war im ersten Quartal 2001 weiterhin hoch. Dies verdeckt aber, dass die Dynamik im Außenhandel drastisch nachgelassen hat. Zwar stützt der unverändert niedrige Kurs des Euro nach wie vor die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der EWU-Länder, die Ausfuhren werden jedoch durch die schwächere Nachfrage, die mit der weltweiten konjunkturellen Abkühlung einhergeht, beeinträchtigt; sie nahmen nur geringfügig zu. Die Importe gingen dagegen im Zuge der schwächeren Inlandsnachfrage real zurück. Dies führte letztlich zur Zunahme des Außenbeitrags.
Bauinvestitionen rückläufig Die Binnennachfrage ist im ersten Quartal 2001 gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um gut 0,3 % gestiegen; gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr waren es 1,6 %.

Die merklich schwächere Ausweitung der Binnennachfrage zeigt sich bei fast allen Komponenten. Besonders stark hat sich die Investitionstätigkeit verlangsamt. Gegenüber dem vierten Quartal 2000 sind die Anlageinvestitionen sogar leicht zurückgegangen. Die Wachstumsrate von gut 1 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal ist die niedrigste Rate seit fünf Jahren. Neben der Abkühlung der weltwirtschaftlichen Lage und der Eintrübung der Erwartungen ist die Abschwächung der Investitionstätig-keit auch auf den strafferen Kurs der Geldpolitik und die dadurch verschlechterten Finanzierungsbedingungen der Unternehmen im Verlauf des Jahres 2000 zurückzuführen.

Die Ausrüstungsinvestitionen sind im ersten Quartal 2001 gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr real um 4,2 % gestiegen (nach 5,8 % im vierten Quartal 2000). Die Bauinvestitionen verzeichneten im ersten Quartal 2001 einen realen Rückgang (-2,1 % gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres und -0,7 % gegenüber dem letzten Quartal 2000). Der Rückgang ist weiterhin stark durch die Lage der Bauwirtschaft in Deutschland geprägt. Aber auch in anderen Staaten des Euro-Raums war im ersten Quartal 2001 eine retardierende Entwicklung zu verzeichnen. Dort sind die realen Bauinvestitionen im ersten Quartal 2001 saisonbereinigt um nur noch 0,2 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen (Abbildung 2).

Konsum gedämpft Das Wachstum der privaten Konsumnachfrage hat sich kaum beschleunigt. Der reale private Konsum stieg im ersten Quartal 2001 gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 0,5 %. Die Steuerreformen, die es in vielen EWU-Ländern in diesem Jahr gegeben hat, haben bislang nicht den erwarteten kräftigen Anstieg des privaten Konsums ausgelöst. Das kann damit erklärt werden, dass die Preisniveausteigerung zusätzliche Einkommen bindet. Zudem ist es seit Ende 2000 zu keiner weiteren Entspannung am Arbeitmarkt im Euro-Raum gekommen: Während die Arbeitslosenquote im Euro-Währungsgebiet im Jahre 2000 deutlich gesunken ist (von 9,6 % im Dezember 1999 auf 8,5 % im Dezember 2000), verharrte sie im ersten Quartal 2001 auf diesem Niveau und betrug Ende März 2001 8,4 %.

Die Eintrübung der konjunkturellen Lage zeigt sich vor allem in der Entwicklung der Industrieproduktion. In den ersten vier Monaten 2001 ist sie im Euro-Raum deutlich gesunken: Zuletzt wurde saisonbereinigt ein Rückgang gegenüber dem jeweiligen Vormonat um 0,3 % (März) bzw. um 0,5 % (April) verzeichnet. Von diesem Rückgang waren insbesondere die Vorleistungsgüter betroffen.

Abschwächung in den meisten Ländern des Euro-Raums Die derzeitige Abschwächung des Wachstums im Euro-Raum spiegelt die Grundtendenz in den meisten Mitgliedstaaten wider. Entgegen der vielfach geäußerten Einschätzung, dass sich hierin vor allem die Entwicklung in Deutschland niederschlägt, deuten die Berechnungen des DIW darauf hin, dass der Rückgang der Wachstumsraten auch in anderen Mitgliedstaaten stark ausgeprägt ist. In Frankreich verringerte sich das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung von 2,5 % im vierten Quartal 2000 auf unter 2 % im ersten Quartal 2001 (Jahresraten des realen und saisonbereinigten BIP); in den Niederlanden halbierte es sich sogar auf 1,2 %. Hingegen verzeichnete Italien im ersten Quartal 2001 ein Wachstum von über 3 %. Bei schwacher Inlandsnachfrage ist dies vor allem auf stärker steigende Exporte bei gleichzeitigem Einbruch der Importe zurückzuführen.
Merklicher Preisschub Die Verbraucherpreise haben auch im ersten Quartal 2001 kräftig angezogen. Der Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) liegt seit über einem Jahr über dem von der EZB mittelfristig angesteuerten Wert von 2 % (Abbildung 3). Im ersten Quartal 2001 stieg der HVPI um 2,6 %. Das ist zwar etwas weniger als im vierten Quartal 2000 (2,7 %), jedoch deutlich mehr als noch im ersten Quartal 2000 (2,1 %). Im zweiten Quartal dieses Jahres dürfte die Inflationsrate noch etwas höher ausfallen. Im Mai 2001 lagen die Konsumentenpreise im Euro-Raum sogar um 3,4 % über denen vom Mai 2000.

Der Anstieg der Energiepreise bleibt dabei ein bedeutender Faktor; der direkte Einfluss auf die Preissteigerungen nimmt jedoch mehr und mehr ab. So lag der Ölpreis im ersten Quartal 2001 bei 28,4 Euro je Barrel, nach 34,5 Euro im vierten Quartal 2000. Auf die Preisentwicklung wirken zunehmend auch andere Faktoren. Erstens kommen mehr und mehr indirekte Effekte der verteuerten Energiepreise zum Tragen, indem Preise derjenigen Güter steigen, bei denen Energie in relativ starkem Ausmaß als Input eingesetzt wird. Zweitens haben sich die Preise unverarbeiteter Nahrungsmittel stark erhöht, was in erster Linie auf eine Änderung des Konsumentenverhaltens nach dem Auftreten von BSE und dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in einer Reihe von EWU-Mitgliedstaaten zurückzuführen ist. Dies zeigt, dass es sich im Wesentlichen um Preisschübe handelt. Sofern diese nicht zu überhöhten Lohnsteigerungen führen, dürfte sich der Preisanstieg wieder zurückbilden.

Der Anstieg der Erzeugerpreise im Euro-Raum hat sich seit dem Höhepunkt im vierten Quartal 2000 insgesamt weiter verlangsamt. Gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr betrug er im ersten Quartal 2001 4,5 %, nach 6,1 % im vierten Quartal 2000. Im April 2001 lagen die Erzeugerpreise um 4,1 % über dem Vorjahresniveau.

Lohnentwicklung bisher moderat Die Lohnentwicklung hat bislang auf die steigenden Preise sehr moderat reagiert. Nach dem geringen Anstieg in der ersten Jahreshälfte 2000 haben die Lohnstückkosten seither jedoch wieder stärker zugenommen. Sie waren im ersten Quartal 2001 um 2,6 % höher als im gleichen Quartal des Vorjahres. Das bedeutet eine deutliche Beschleunigung, die jedoch eine Folge der konjunkturellen Abschwächung und damit der Beeinträchtigung der Produktivitätsentwicklung ist. Betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum im dritten Quartal 2000 lediglich 0,2 %, so sind die Lohnstückkosten im ersten Quartal 2001 um 2,6 % gestiegen (Abbildung 3).
Ausblick Die Aussichten für den Euro-Raum haben sich zuletzt stark eingetrübt. Die Konjunktur hängt hier in erheblichem Maße von der Entwicklung in den USA und der Weltwirtschaft ab. Von der Auslandsnachfrage dürften allerdings in den nächsten zwei Quartalen keine Wachstumsimpulse ausgehen.

Eine Stärkung des Vertrauens, insbesondere in der Industrie, wäre erforderlich, damit die Investitionstätigkeit wieder anzieht. Entsprechende Indikatoren der Europäischen Kommission lassen allerdings für Mai 2001 eine weitere Eintrübung des Vertrauens sowohl bei den Konsumenten als auch in den befragten Branchen (Industrie, Bauwirtschaft, Einzelhandel) erwarten.

Auch der Euro-Wachstumsindikator der acht europäischen Wirtschaftsforschungsinstitute zeigt einen weiteren merklichen Rückgang der Wachstumsraten bis in das dritte Quartal 2001 (Abbildungen 4 und 5). Somit deutet alles darauf hin, dass sich die Abschwächung im zweiten Quartal fortsetzen wird.

Kasten-

Zur Berechnung der vierteljährlichen VGR für die Europäische Währungsunion

Die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für die Länder der Europäischen Währungsunion befinden sich im Zuge der Einführung des "Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995" (ESVG95) noch immer im Umbruch. Es stehen noch nicht für alle Länder Vierteljahreswerte zur Verfügung. Auch bei den Jahreswerten gibt es noch Lücken. Für das DIW, das mittelfristig am Aufbau konsistenter vierteljährlicher Gesamtrechnungen arbeitet, bedeutet dies, dass bei der Wahl der Methoden für die Berechnung der EWU-VGR bei der Schätzung Kompromisse gemacht werden müssen. Dies gilt vor allem für die vier kleinsten Volkswirtschaften des Währungsraumes (Griechenland, Portugal, Irland und Luxemburg). So wurden die saisonbereinigten Reihen für die EWU auf der Basis der mit TRAMO/SEATS kalender- und saisonbereinigten Ursprungswerte der nationalen Statistiken für die acht größten Länder, die etwas über 95 % der Wirtschaftsleistung der EWU repräsentieren, sowie der Jahresdaten für die gesamte EWU geschätzt. Dazu wurde das Programm ECOTRIM eingesetzt - eine ökonometrisch fundierte Anwendung zur temporalen Disaggregation von Zeitreihen, die Eurostat entwickelt hat und ebenfalls bei der Schätzung der VGR-Reihen für die EWU einsetzt. [1]

Da nur für Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande die Aggregate der Verwendungsseite bis zum ersten Quartal 2001 vorlagen, wurde das erste Quartal 2001 für Belgien (mit Ausnahme des Bruttoinlandsprodukts, für das bereits eine offizielle Schätzung vorliegt), Österreich und Finnland auf der Basis von aktuellen Indikatoren geschätzt. Für Griechenland und Irland (zusammen knapp 3 % der Euro-Zone) wurden als Jahreswerte für 2000 mangels geeigneter Daten Prognosewerte eingesetzt.

Gegenüber der jüngsten Veröffentlichung von Eurostat haben die Zeitreihen des DIW folgende Vorteile: Sie wurden mit einem einheitlichen Verfahren kalender- und saisonbereinigt, und sie weisen eine Untergliederung der Bruttoanlageinvestitionen nach Bauten und Ausrüstungen aus. Zudem wurde die jüngste Entwicklung in Belgien, Österreich und Finnland durch Schätzungen, für die aktuelle Konjunkturindikatoren herangezogen wurden, berücksichtigt.

Die Lohnstückkosten wurden aufgrund der unzureichenden Datenlage auf der Basis der Arbeitnehmerentgelte und des realen Bruttoinlandsprodukts der acht größten EWU-Länder geschätzt. Da nicht für alle Länder die entsprechenden Arbeitsmarktdaten vorliegen, konnten Strukturverschiebungen zwischen abhängig Beschäftigten und Selbständigen nicht berücksichtigt werden; dies ist jedoch für kurzfristige Betrachtungen unerheblich. Dadurch sowie durch die unterschiedlichen Saisonbereinigungsverfahren unterscheiden sich die Ergebnisse des DIW von den Berechnungen der EZB, die zurzeit nur bis zum vierten Quartal 2000 vorliegen.

[1] Vgl.: R. Barcellan und G. L. Mazzi: Methodology for the estimation of totals for the European Economic and Monetary Union (EUR-11) and for the European Union (EU-15). In: Quarterly National Accounts ESA, Fourth Quarter 1997, 1/1998, Eurostat.


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Tabelle 1
Vierteljährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die EWU-Länder

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                      1999    2000     1998    1999                         
                                        IV       I      II     III      IV  

                    Verwendung des Inlandsprodukts in Preisen von 1995
                            (kalender- und saisonbereinigt)
                                      in Mrd. Euro

Privater Konsum (1)  3 327,2 3 415,9   818,2   823,6   827,4   834,9   841,3
Staatskonsum         1 149,8 1 172,2   284,4   285,6   286,8   287,8   289,5
Anlageinvestitionen  1 257,6 1 315,9   302,9   308,1   310,6   317,0   322,0
   Bauten              631,7   644,6   152,5   155,6   156,5   158,8   160,8
   Ausrüstungen        626,0   671,3   150,4   152,5   154,1   158,2   161,1
Vorratsveränderungen    30,3    26,2     9,2     9,3     8,5     5,4     7,0
Inlandsnachfrage     5 764,9 5 930,2 1 414,7 1 426,7 1 433,3 1 445,1 1 459,9
Außenbeitrag            83,0   116,6    20,2    16,8    19,3    22,3    24,5
   Exporte           2 019,6 2 260,0   481,0   482,9   495,0   511,5   530,2
   Importe           1 936,6 2 143,4   460,7   466,1   475,7   489,2   505,7

Bruttoinlandsprodukt 5 847,9 6 046,8 1 435,0 1 443,4 1 452,6 1 467,5 1 484,4

                      Veränderung gegenüber der Vorperiode in %

Privater Konsum (1)      3,0     2,7     0,9     0,7     0,5     0,9     0,8
Staatskonsum             1,5     1,9     0,4     0,4     0,4     0,3     0,6
Anlageinvestitionen      5,2     4,6     0,3     1,7     0,8     2,1     1,6
   Bauten                3,5     2,0    -0,5     2,0     0,6     1,5     1,3
   Ausrüstungen          6,9     7,2     1,2     1,4     1,0     2,7     1,9
Inlandsnachfrage         3,2     2,9     0,8     0,8     0,5     0,8     1,0
Exporte                  4,8    11,9    -0,8     0,4     2,5     3,3     3,7
Importe                  6,8    10,7     0,7     1,2     2,1     2,8     3,4

Bruttoinlandsprodukt     2,5     3,4     0,3     0,6     0,6     1,0     1,2

                      Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %

Privater Konsum (1)      3,0     2,7     3,6     3,3     3,0     2,9     2,8
Staatskonsum             1,5     1,9     1,4     1,3     1,4     1,6     1,8
Anlageinvestitionen      5,2     4,6     4,6     4,4     5,0     5,0     6,3
   Bauten                3,5     2,0     1,1     1,2     3,9     3,6     5,4
   Ausrüstungen          6,9     7,2     8,4     7,8     6,2     6,5     7,1
Inlandsnachfrage         3,2     2,9     3,6     3,4     3,1     3,0     3,2
Exporte                  4,8    11,9     2,6     1,1     2,2     5,5    10,2
Importe                  6,8    10,7     7,1     5,1     5,3     6,9     9,8

Bruttoinlandsprodukt     2,5     3,4     2,2     2,0     2,1     2,5     3,4

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                        2000                            2001
                          I      II     III      IV       I

                     Verwendung des Inlandsprodukts in Preisen von 1995
                             (kalender- und saisonbereinigt)
                                      in Mrd. Euro

Privater Konsum (1)    847,2   855,0   855,1   858,6   862,8
Staatskonsum           291,4   293,3   292,9   294,6   295,6
Anlageinvestitionen    327,5   327,6   329,4   331,4   331,0
   Bauten              163,1   160,5   160,1   160,9   159,7
   Ausrüstungen        164,4   167,0   169,3   170,5   171,3
Vorratsveränderungen     6,5     5,6     7,3     6,8     7,1
Inlandsnachfrage     1 472,7 1 481,5 1 484,6 1 491,4 1 496,6
Außenbeitrag            26,9    26,3    30,2    33,2    36,4
   Exporte             543,5   555,9   573,4   587,3   589,4
   Importe             516,6   529,5   543,1   554,1   553,1

Bruttoinlandsprodukt 1 499,5 1 507,8 1 514,8 1 524,6 1 532,9

                     Veränderung gegenüber der Vorperiode in %

Privater Konsum (1)      0,7     0,9     0,0     0,4     0,5
Staatskonsum             0,6     0,7    -0,2     0,6     0,3
Anlageinvestitionen      1,7     0,0     0,6     0,6    -0,1
   Bauten                1,4    -1,6    -0,3     0,5    -0,7
   Ausrüstungen          2,0     1,6     1,4     0,7     0,5
Inlandsnachfrage         0,9     0,6     0,2     0,5     0,3
Exporte                  2,5     2,3     3,1     2,4     0,4
Importe                  2,2     2,5     2,6     2,0    -0,2

Bruttoinlandsprodukt     1,0     0,6     0,5     0,6     0,5

                     Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in %

Privater Konsum (1)      2,9     3,3     2,4     2,0     1,8
Staatskonsum             2,0     2,3     1,8     1,7     1,5
Anlageinvestitionen      6,3     5,5     3,9     2,9     1,1
   Bauten                4,8     2,6     0,8     0,0    -2,1
   Ausrüstungen          7,8     8,4     7,0     5,8     4,2
Inlandsnachfrage         3,2     3,4     2,7     2,2     1,6
Exporte                 12,6    12,3    12,1    10,8     8,5
Importe                 10,8    11,3    11,0     9,6     7,1

Bruttoinlandsprodukt     3,9     3,8     3,2     2,7     2,2
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen
 ohne Erwerbszweck. 
Quelle: Berechnungen und Schätzungen des DIW.

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Tabelle 2
Vierteljährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die EWU-Länder

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                        1999    2000    1998    1999                        
                                         IV       I      II     III      IV 
  
                        Preisniveau der Verwendungsseite des Inlandsprodukts
                                   (kalender- und saisonbereinigt)
                                             1995 = 100
  
Privater Konsum (1)    107,2   109,6   106,4   106,4   107,0   107,5   108,0
Staatskonsum           108,3   110,3   106,9   107,0   108,0   108,7   109,5
Anlageinvestitionen    104,0   106,4   103,3   102,9   103,6   104,4   104,9
   Bauten              105,9   109,2   105,5   103,8   105,8   106,9   106,9
   Ausrüstungen        102,1   103,6   101,1   102,0   101,3   101,9   102,9
Inlandsnachfrage       106,8   109,4   105,7   105,8   106,5   107,2   107,7
Exporte                102,2   106,8   101,6   101,3   102,0   102,4   103,1
Importe                101,6   109,7    99,7    99,3   100,7   102,4   103,6

Bruttoinlandsprodukt   106,9   108,3   106,3   106,4   106,9   107,1   107,4

                        Veränderung gegenüber der Vorperiode in %

Privater Konsum (1)      1,1     2,2     0,1     0,1     0,6     0,4     0,5
Staatskonsum             2,2     1,9     0,4     0,1     1,0     0,7     0,7
Anlageinvestitionen      0,9     2,3     0,0    -0,3     0,6     0,8     0,5
   Bauten                1,6     3,1     0,8    -1,5     1,9     1,0     0,0
   Ausrüstungen          0,3     1,5    -0,9     0,9    -0,7     0,6     1,0
Inlandsnachfrage         1,3     2,5     0,0     0,0     0,6     0,7     0,5
Exporte                 -0,4     4,5    -0,6    -0,3     0,7     0,3     0,7
Importe                 -0,2     8,1    -1,8    -0,4     1,4     1,7     1,2

Bruttoinlandsprodukt     1,2     1,3     0,4     0,1     0,4     0,2     0,3

                        Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in % 

Privater Konsum (1)      1,1     2,2     0,8     0,8     0,9     1,1     1,5
Staatskonsum             2,2     1,9     1,6     1,9     2,4     2,2     2,5
Anlageinvestitionen      0,9     2,3     0,7     0,0     1,1     1,1     1,6
   Bauten                1,6     3,1     1,4     0,7     2,1     2,2     1,4
   Ausrüstungen          0,3     1,5     0,0    -0,7     0,1    -0,1     1,8
Inlandsnachfrage         1,3     2,5     0,7     0,7     1,1     1,4     1,9
Exporte                 -0,4     4,5    -1,6    -2,2    -1,1     0,2     1,6
Importe                 -0,2     8,1    -4,1    -4,1    -1,8     0,9     4,0
Bruttoinlandsprodukt     1,2     1,3     1,5     1,4     1,4     1,2     1,1

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                        2000                            2001
                          I      II     III      IV       I
                       Preisniveau der Verwendungsseite des Inlandsprodukts
                                   (kalender- und saisonbereinigt)
                                             1995 = 100
  
Privater Konsum (1)    108,6   109,1   110,1   110,7   111,1
Staatskonsum           109,3   109,9   110,9   111,3   112,0
Anlageinvestitionen    105,3   105,7   107,0   107,5   108,1
   Bauten              107,7   108,4   110,1   110,6   110,7
   Ausrüstungen        102,9   103,1   104,0   104,6   105,8
Inlandsnachfrage       108,3   108,9   110,1   110,5   111,0
Exporte                105,0   106,6   107,2   108,3   108,0
Importe                106,5   108,9   110,9   112,4   111,0
Bruttoinlandsprodukt   107,7   108,0   108,7   109,0   109,8

                       Veränderung gegenüber der Vorperiode in %

Privater Konsum (1)      0,6     0,5     0,9     0,5     0,4
Staatskonsum            -0,1     0,5     0,9     0,4     0,6
Anlageinvestitionen      0,3     0,4     1,2     0,5     0,6
   Bauten                0,7     0,6     1,6     0,5     0,0
   Ausrüstungen          0,0     0,2     0,9     0,6     1,2
Inlandsnachfrage         0,5     0,5     1,1     0,4     0,5
Exporte                  1,9     1,4     0,6     1,0    -0,2
Importe                  2,8     2,2     1,9     1,3    -1,2

Bruttoinlandsprodukt     0,2     0,3     0,6     0,3     0,8

                       Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in % 

Privater Konsum (1)      2,1     2,0     2,5     2,5     2,3
Staatskonsum             2,2     1,7     2,0     1,6     2,4
Anlageinvestitionen      2,3     2,0     2,5     2,5     2,7
   Bauten                3,7     2,4     3,0     3,5     2,8
   Ausrüstungen          0,8     1,7     2,1     1,6     2,8
Inlandsnachfrage         2,4     2,3     2,7     2,6     2,5
Exporte                  3,7     4,4     4,7     5,0     2,9
Importe                  7,3     8,1     8,3     8,4     4,2

Bruttoinlandsprodukt     1,2     1,1     1,5     1,5     2,0

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(1) Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen
 ohne Erwerbszweck.
Quelle: Berechnungen und Schätzungen des DIW.

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© 26/01