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Wochenbericht des DIW Berlin 13/01

Private Haushalte als Arbeitgeber bleiben beschäftigungspolitisch von geringer Bedeutung

Bearbeiter Jürgen Schupp
"Hausmädchenprivileg" überflüssig

Auf privaten Haushalten ruhen vielfach große Hoffnungen im Hinblick auf die Erschließung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten. [1] Politische Reformvorhaben wie die Einführung von Haushaltsschecks [2] zielten sowohl auf die Stimulierung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten als auch auf die "Legalisierung" bereits bestehender Beschäftigungsverhältnisse. Die im Bericht [3] veröffentlichten Daten über den Umfang und die Entwicklung von personenbezogenen Dienstleistungen in Privathaushalten zeigen, dass beschäftigungsstimulierende Effekte bisher ausgeblieben sind. Vermutlich hat die Regelung in hohem Maße zu Mitnahmeeffekten bei gut verdienenden Haushalten geführt. Deshalb ist die Abschaffung des "steuerlichen Hausmädchenprivilegs" ins Auge zu fassen. Die Schaffung größerer Transparenz über die vermeintlich hohen Grenzsteuerbelastungen bei Mehrverdienerhaushalten, die sich für die Lohnsteuerklassenkombination III/V entschieden haben, könnte ein erster Schritt aus der Schattenwirtschaft sein.

Der Privathaushalt als Arbeitgeber

... in der amtlichen Statistik

In der Bundesrepublik Deutschland ist die statistische Erfassung von Beschäftigungsverhältnissen in Betrieben und Unternehmen recht umfassend und vollständig. Dies soll nicht über bestehende Mängel in Teilbereichen hinwegtäuschen, wie die Schwierigkeiten bei der Messung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, die wiederholte Aufdeckung illegaler Beschäftigung in einigen Branchen (wie dem Baugewerbe) oder die Debatten um die Scheinselbständigen belegen. [4] Die Untererfassung der Beschäftigungsverhältnisse ist bei privaten Haushalten besonders ausgeprägt.

Grundsätzlich sind private Haushalte als Arbeitgeber dazu verpflichtet, auch geringfügig beschäftigte Putz- und Haushaltshilfen bei der gesetzlichen Unfallversicherung anzumelden, sofern diese nicht als Honorarkräfte selbständig tätig sind. Bis zum 1. April 1999 waren Privathaushalte nicht verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge bei Monatseinkommen unter 630 DM abzuführen. Nach der Reform der geringfügigen Beschäftigung [5] müssen in diesen Fällen Pauschalbeiträge zur Renten- und Krankenversicherung entrichtet werden. Dazu benötigen die privaten Haushalte wie andere Arbeitgeber eine Betriebsnummer. Diese muss beim zuständigen Arbeitsamt beantragt werden. Das Haushaltsscheck-Verfahren (vgl. Box) bietet den Privathaushalten eine stark vereinfachte Form, die Melde- und Beitragspflichten als Arbeitgeber zu erfüllen. [6]

Sonderauswertungen der Beschäftigtenstatistik zeigen allerdings, dass 1999 bundesweit lediglich gut 38 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einen privaten Haushalt als Arbeitgeber hatten (Tabelle 1). [7]

Im Jahresdurchschnitt 1999 wurde nur in rund 5 000 Fällen eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausgeübt, bei denen das Haushaltsscheck-Verfahren zur Anwendung kam. Dies entspricht rund 13 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in privaten Haushalten. Die seit 1997 erweiterten steuerlichen Anreize zur Schaffung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse [8] konnten in privaten Haushalten [9] offenkundig zu keiner nennenswerten Steigerung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung beitragen.

Es ist anzunehmen, dass die Mehrzahl der Personen in Privathaushalten sozialversicherungsfrei beschäftigt ist, sei es in Form des kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisses, der selbständigen Honorarkraft oder der Schwarzarbeit. Für die statistische Erfassung kommt als amtliche Datenbasis nach wie vor lediglich der Mikrozensus (MZ) infrage. [10] Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der MZ nur die Zahl der Beschäftigten innerhalb einer festgelegten Berichtswoche (üblicherweise im April eines jeden Jahres) ermittelt. Zudem bestehen beim Mikrozensus bei der Gruppe geringfügig Beschäftigter nach wie vor Erfassungsprobleme, [11] wodurch es wahrscheinlich zu einer systematischen Untererfassung gerade solcher teilweise schattenwirtschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse kommt.

Nach dem seit 1993 gültigen Zuordnungsschema des MZ für Wirtschaftszweige sind private Haushalte eine Teilgruppe des Bereichs "Öffentliche und private Dienstleistungen". Auf sie entfielen mit 141 000 Beschäftigten im Jahre 1999 lediglich 1,8 % aller Erwerbstätigen im Bereich öffentlicher und privater Dienstleistungen (Tabelle 2). Dabei handelt es sich um Beschäftigte in der Haupttätigkeit, unabhängig davon, ob sie eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung ausübten oder nicht. Fast ausnahmslos handelt es sich bei den Erwerbstätigen in privaten Haushalten um Frauen (94 % aller Beschäftigten).

... in der ISG-Studie Vergleicht man die Daten des MZ zum Umfang der Beschäftigungsverhältnisse in privaten Haushalten mit den Daten einer vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung erstmals im Jahre 1987 durchgeführten Studie [12], so werden die Zweifel an der vom Mikrozensus ausgewiesenen Zahl an Beschäftigungsverhältnissen in privaten Haushalten bestätigt. Auf der Basis einer freiwilligen, nichtamtlichen Befragung ermittelte das ISG für 1997 eine siebenfach höhere Zahl an (sozialversicherungsfreien) Beschäftigen mit der Branchenangabe "private Haushalte" (Tabelle 3). Die Analysen zeigen, dass 1997 jeder fünfte sozialversicherungsfrei Beschäftigte in einem Privathaushalt tätig war (dies entspricht rund 1,1 Mill. Personen). Die erhebliche Diskrepanz zwischen beiden Datenquellen lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass die Grenzen zwischen legaler sozialversicherungsfreier Beschäftigung und Schwarzarbeit gerade in privaten Haushalten unscharf sind. Dies liegt daran, dass die Schwelle zur Nutzung von Schwarzarbeit durch Privathaushalte vergleichsweise niedrig ist. So ermittelte eine andere repräsentative Stichprobe privater Haushalte für das Jahr 1997, dass 24 % aller Befragten schon einmal Schwarzarbeiter beschäftigt und bezahlt haben. [13] Dies wird vielfach als Kavaliersdelikt angesehen.

Wirtschaftspolitisch interessanter als der Niveaueffekt (gegenüber dem MZ) ist die Tatsache, dass die Daten der ISG-Studie erkennen lassen, dass der Anstieg der sozialversicherungsfreien Beschäftigungsverhältnisse in privaten Haushalten weit flacher war als im Durchschnitt der Wirtschaft. In Westdeutschland gab es von 1992 bis 1997 sogar einen leichten Rückgang, während in Ostdeutschland - von niedrigem Niveau aus - beinahe eine Verdreifachung der Zahl der in Privathaushalten Beschäftigten beobachtet werden kann.

Die sozialversicherungsfreie Tätigkeit in Privathaushalten erfolgt überwiegend als Haupttätigkeit (nur 12 % aller in Privathaushalten Beschäftigten übten diese Tätigkeit als Nebentätigkeit aus; 1992 waren dies noch 27 %).

... im Sozio-oekonomischen Panel Einen methodisch alternativen Weg bei der Ermittlung von Beschäftigungsmöglichkeiten in Privathaushalten beschreitet das Sozio- oekonomische Panel (SOEP). [14] Im Rahmen der jährlichen Befragung wurde in den Jahren 1991, 1994 sowie 1999 im Haushaltsfragebogen eine Frage zur Beschäftigung Dritter [15] gestellt; Personen werden also nicht nach ihrer Erwerbstätigkeit gefragt, sondern private Haushalte nach ihrer Rolle als Arbeitgeber.

Im Frühjahr 1999 gaben 7,2 % der Privathaushalte in Deutschland an, dass sie regelmäßig eine Putz- oder Haushaltshilfe beschäftigen (Tabelle 4), immerhin entspricht dies hochgerechnet mehr als 2,7 Mill. Beschäftigungsverhältnissen in Privathaushalten. Diese Zahl liegt - erwartungsgemäß - über der Zahl der Personen, die eine solche Beschäftigung ausüben, da eine Person mehrere dieser Beschäftigungsverhältnisse innehaben kann. Weitere 4 % aller Haushalte gaben an, zumindest gelegentlich eine Beschäftigung von Haushaltshilfen in Anspruch zu nehmen, so dass zusammengenommen mehr als 4 Mill. Privathaushalte regelmäßig oder zumindest gelegentlich als Arbeitgeber [16] auftreten.

Von 1991 bis 1994 stieg der Anteil der Haushalte mit regelmäßiger Beschäftigung von Putz- und Haushaltshilfen von 6,1 % auf 7,3 % (dies entspricht einer Erhöhung um rund 500 000 Haushalte); danach verharrte die Zahl der Haushalte mit Putz- und Haushaltshilfen etwa auf diesem Niveau. Dabei sank der Anteil der regelmäßig Hilfen beschäftigenden Haushalte geringfügig, während der Anteil der gelegentlich Hilfen beschäftigenden Haushalte leicht stieg.

Bestimmungsfaktoren der Nachfrage nach Haushaltshilfen Inwieweit sich in dieser Stagnation bereits mentalitätsbedingt eine "kulturelle Grenze" der Expansionsmöglichkeiten einfacher und persönlicher Dienstleistungen zeigt, wie dies vielfach für die Bundesrepublik behauptet wird, [17] muss offen bleiben. Denn die Inanspruchnahme solcher Dienstleistungen ist von einer Reihe spezifischer Haushaltsmerkmale abhängig, so dass künftig auch demographisch bedingte Strukturverschiebungen zu einem Anstieg der Nachfrage führen können. Das SOEP zeigt, dass in hohem Maße in Haushalten, die nicht (mehr) am Erwerbsleben teilnehmen, Putz- und Haushaltshilfen beschäftigt werden. [18] Etwa 30 % der allein stehenden Rentnerinnen und Rentner beschäftigen eine Haushaltshilfe. Die Nachfrage nach Haushaltshilfen bleibt somit nicht auf die Erwerbsbevölkerung beschränkt.

Die Alterung der Bevölkerung, aber auch die zunehmende Zahl von Ein- Personen-Haushalten lassen in den nächsten Jahren eine wachsende Nachfrage privater Haushalte nach personenbezogenen Dienstleistungen erwarten. Auch die tendenziell weiter steigende Erwerbsorientierung von Frauen, [19] vor allem in Paar-Haushalten, könnte zu einer Ausweitung der Nachfrage nach haushaltsbezogenen Dienstleistungen führen.

Die Nachfrage nach Haushaltshilfen hängt jedoch auch von den finanziellen Möglichkeiten der Haushalte selbst ab. Die SOEP-Ergebnisse belegen den starken Zusammenhang zwischen der Beschäftigung von Putz- und Haushaltshilfen und der Höhe des verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens (Tabellen 4 und 5). Im Jahre 1999 werden erst bei monatlichen Pro-Kopf- Haushaltsnettoeinkommen [20] von mehr als 3 500 DM deutlich [21] häufiger als in den unteren Einkommensgruppen Putz- und Haushaltshilfen beschäftigt. Von Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von 5 000 DM und mehr beschäftigen mehr als 30 % regelmäßig eine Haushaltshilfe.

Wirtschaftspolitische Bewertung Die zum Teil drastisch divergierenden Ergebnisse der verschiedenen Studien zeigen zweierlei: Es gibt erstens einen anhaltend hohen Bedarf privater Haushalte an einer Beschäftigung von Haushaltshilfen. Es ist zweitens bislang nicht gelungen, dieses Beschäftigungspotential in versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu überführen.

Vergleicht man die seit 1997 geltende Praxis zur Förderung hauswirtschaftlicher Dienstleistungen durch die Gewährung von Steuervorteilen mit der Entwicklung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungen in Privathaushalten, so zeigt sich, dass das Förderziel gescheitert ist. In ähnlicher Weise bewertete dies die Bundesregierung [22] vor zwei Jahren in einer Fragestunde des Bundestages. Auch der Bundesrechnungshof hat in seinem Bericht für das Jahr 1999 die Bundesregierung angemahnt, das Haushaltsscheck-Verfahren wieder aufzuheben. [23]

Wie drei Modellrechnungen zeigen, werden bei mittleren Einkommen des als Arbeitgeber fungierenden Privathaushalts die Sozialversicherungsabgaben etwa durch die Steuerentlastung kompensiert (Tabelle 6). Als Berechnungsgrundlage werden die anfallenden Kosten auf Stundenlohnbasis umgerechnet.

Bei einem Steuersatz von 40 % sind die Arbeitskosten pro Stunde trotz der 43-prozentigen Erhöhung um die kompletten Sozialversicherungsabgaben nach Steuerersparnis um 22,5 % niedriger als die ausgezahlten Löhne (bei einem Steuersatz von 30 % liegen sie um 6 % niedriger). Selbst bei Beschäftigung einer Haushaltshilfe als Halbtagskraft (18,5 Stunden pro Woche) und monatlichen Kosten knapp unter der Höchstgrenze von DM 1 500 überwiegen bei einem Steuersatz von 40 % die Steuerersparnisse.

Beträgt der Steuersatz hingegen etwa 30 %, liegen die Arbeitgeberkosten bei gleichem Arbeitsverhältnis um 8 % über dem ausgezahlten Lohn. Bei einem privaten Arbeitgeber, dessen Steuersatz lediglich bei 20 % liegt, wären die Arbeitskosten immerhin um 20 % höher.

Bei Beziehern mittlerer und niedrigerer Einkommen (wozu auch Alleinerziehende, kinderreiche Familien sowie Rentnerhaushalte zählen) führt das bestehende System zu hohen Zusatzbelastungen, weil die Belastungen mit 43 % an Sozialversicherungsabgaben gegenüber der Steuerersparnis überwiegen. Ein Großteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse auf Basis des Haushaltsscheck-Verfahrens dürfte daher in Privathaushalten anzutreffen sein, die die Vorteile der steuerlichen Absetzbarkeit mitnehmen. [24] Vermutlich würden diese einkommensstarken Haushalte auch ohne diese Steuervergünstigungen Haushaltshilfen beschäftigen.

Zu berücksichtigen ist freilich auch, dass im Falle eines legalen Beschäftigungsverhältnisses der Lohnempfänger steuerpflichtig wird. Die Steuerschuld fällt in den Fällen, in denen der Hauptverdiener sich für die günstige Steuerklasse III entschieden hat, besonders hoch aus, da der Zweitverdiener in der Klasse V keinen Grundfreibetrag mehr in Anspruch nehmen kann und der Splittingvorteil entfällt. Auch wenn die Kombination der Steuerklassen III/V insgesamt zu einer geringeren Steuerschuld führt als die der Steuerklassen IV/IV, wird die Steuerschuld der Steuerklasse V subjektiv häufig als abschreckend hoch empfunden. Dabei wird aber oft übersehen, dass der Steuerabzug vorläufig ist und bei der endgültigen Steuerveranlagung alle Einkommen in Ehepaar-Haushalten gleichmäßig besteuert werden.

Bei einem Monatsverdienst von 1 500 DM fällt in den Steuerklassen I bis IV nach dem geltenden Steuertarif keine Lohnsteuer an, jedoch verringert sich in der Steuerklasse V (verheiratet mit Ehegatten in der Steuerklasse III) der Nettostundenlohn des Beschäftigen von 19 DM auf 15 bis 16 DM/Stunde je nach Modelltyp (Tabelle 7). Der Anreiz zur Schwarzarbeit (bei Akzeptanz vergleichsweise niedriger Stundenlöhne) ist deshalb vor allem beim Arbeitnehmer sehr hoch. Bei einer zweiten Lohnsteuerkarte (Steuerklasse VI) liegen die Differenzen zwischen Brutto- und Nettostundenlöhnen noch höher.

Im Zuge der Änderungen der Steuerreform werden 2003 und 2005 sowohl durch die Senkungen des Eingangssteuersatzes als auch durch die Erhöhung des Grundfreibetrages vor allem die Bezieher niedriger Einkommen entlastet. So verringern sich auch die Grenzbelastungen der nach dem Haushaltsscheck- Verfahren entlohnten Beschäftigten zwar erkennbar, die ausgezahlten Stundenlöhne bleiben gleichwohl auch im Jahre 2001 um bis zu 20 % unter den Bruttolöhnen (Tabelle 7). Die Begründung eines offiziellen Arbeitsverhältnisses mit Lohnsteuerklasse V oder VI ist deshalb aus der Sicht des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin auch weiterhin wenig attraktiv.

Steuersystematisch gibt es wenig Möglichkeiten, hier Abhilfe zu schaffen, solange das Ehegattensplitting in der heutigen Form aufrechterhalten bleibt. [25] Denn dann ist zumindest für Mehrpersonen-Haushalte mit Alleinverdienern die Steuerklasse III erforderlich, in der der doppelte Grundfreibetrag für Ehepaare und der Splittingeffekt berücksichtigt sind. Würde man für Doppelverdiener-Haushalte die Kombination von Steuerklasse III mit Steuerklasse V nicht mehr zulassen, sondern für beide Verdiener die Klasse IV vorschreiben, würde der beklagte Effekt einer kräftigen Besteuerung des Zusatzverdienstes zwar beseitigt. Demgegenüber würde aber gerade bei geringfügig Beschäftigten in Privathaushalten der Anreiz verstärkt, schwarzzuarbeiten. Denn der Wechsel des Hauptverdieners in die ungünstigere Steuerklasse IV würde zu Nettoeinkommenseinbußen führen, die durch die mildere Besteuerung des Zusatzverdienstes bei weitem nicht kompensiert werden könnten. Von einer Legalisierung dieser Arbeitsverhältnisse wäre man dann weiter entfernt denn je.

Eine größere Transparenz über die Wirkungen des Lohnsteuerjahresausgleichs oder der Einkommensteuererklärung könnte negativen Arbeitsanreizen, die in der ausschließlichen Fixierung des Blicks auf die Steuerklasse V begründet sind, entgegenwirken. Vor allem wäre deutlich zu machen, dass ein Einkommensbezieher mit Steuerklasse III im Vergleich zur Steuerklasse IV keine geringeren Steuerabzüge hat, u. a. weil ihm der Grundfreibetrag des Ehepartners zugute kommt. Dieser Vorteil sollte explizit in der Lohnabrechnung ausgewiesen werden, genauso wie der Nachteil der Steuerklasse V gegenüber einer alternativ möglichen Versteuerung gemäß Klasse IV. Die "realen" Grenzbelastungen einer individuellen Erwerbsentscheidung in der Steuereinheit Haushalt könnten auf diese Weise besser sichtbar werden.

Fazit In Deutschland gibt es 2,7 Mill. private Haushalte, die regelmäßig eine Putz- oder Haushaltshilfe beschäftigen; allerdings sind dort nur 38 000 Erwerbstätige uneingeschränkt sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Es dominiert nach wie vor die sozialversicherungsfreie Beschäftigung, insbesondere die Honorartätigkeit und die Schwarzarbeit, nicht zuletzt weil der Lohnsteuerabzug für Zusatzverdienste hoch ist. Die Aufklärung über die wahre Steuerlast, die sich im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleichs oder der Steuerveranlagung ergibt, könnte die negativen Anreize etwas vermindern.

Grundsätzlich ist zu erwarten, dass sowohl aufgrund der Alterung der Bevölkerung als auch der steigenden Frauenerwerbstätigkeit mehr Haushalte sowohl private Putz- und Haushaltshilfen als auch Pflegedienste nachfragen werden. [26] Gleichwohl sollten - im Hinblick auf einen Abbau der immer noch hohen Arbeitslosigkeit - keine allzu hohen Hoffnungen auf eine stärkere Beschäftigung in Privathaushalten gesetzt werden. In der Regel entspricht das Arbeitsvolumen und das Einkommen, das in Privathaushalten erzielt werden kann, nicht den Wünschen von Arbeitslosen. [27]

Die Ausdifferenzierung von professionellen Dienstleistungsangeboten steht einer nachhaltigen Ausweitung der Beschäftigung in Privathaushalten grundsätzlich entgegen. Viele Dienste, die noch zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts von fest angestellten Haushaltshilfen durchgeführt wurden - wie Waschen, Gartenarbeiten, Reparaturen und Kochen -, werden heute mithilfe von Maschinen erledigt oder nach Bedarf eingekauft. Der Kauf von einzelnen Diensten wird im Prinzip regulär besteuert, während die Steuerbegünstigung für fest angestellte Haushaltshilfen steuersystematisch und verteilungspolitisch fragwürdig ist. Die mäßige Inanspruchnahme des "Haushaltsschecks" zeigt, dass auch von einer Ausweitung des "Dienstmädchenprivilegs" keine nachhaltigen Beschäftigungswirkungen zu erwarten sind. Die wenigen einkommensstarken Haushalte mit fest angestelltem Hauspersonal dürften dies auch ohne steuerliche Begünstigung tun. Deshalb sollte die Abschaffung des "Dienstmädchenprivilegs" ins Auge gefasst werden.

Box: Haushaltsscheck- Verfahren Eine große Hürde für die Begründung eines neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses ist die Fülle von Pflichten, die normalerweise im Zusammenhang mit den Sozialversicherungsabgaben zu erfüllen sind. Zur Vereinfachung nehmen seit 1997 die Krankenkassen den privaten Arbeitgebern einen Großteil der Arbeit durch das so genannte Haushaltsscheck-Verfahren ab. Beträgt der monatliche Bruttolohn nicht mehr als 1 500 DM, so kann der Privathaushalt der Krankenkasse eine Ermächtigung zum Einzug der Sozialversicherungsbeiträge erteilen. Zwar wird dem Privathaushalt nach diesem Verfahren der gesamte Beitrag zur Sozialversicherung (43 % einschließlich Umlagen für Krankheit und Mutterschutz sowie Unfallversicherung) in Rechnung gestellt. Dafür ist er aber von sämtlichen weiteren Verpflichtungen als Arbeitgeber (Meldungen bei der Rentenversicherung, Anmeldung bei der gesetz-

lichen Unfallversicherung, Berechnung der Beiträge zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie Berechnungen und ggf. Weiterleitung der Umlagebeiträge zur Lohnfortzahlung/ Mutterschutz) befreit.

Bestand das gesamte Jahr über ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis mit einer Haushaltshilfe, so können gemäß Par. 10 Absatz 1 (8) EStG Aufwendungen bis zu maximal 18 000 DM steuerlich abgesetzt werden. Beim Haushaltsscheck-Verfahren bekommt der Arbeitgeber automatisch am Jahresende oder bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Bescheinigung, auf welcher der gesamte steuerlich abzugsfähige Betrag für das Finanzamt bescheinigt wird. Wie bei steuerlichen Vergünstigungen üblich, gilt auch hier, dass bei höheren Einkommen der Haushalte und damit höheren Steuersätzen die Steuerersparnis entsprechend höher ist.

[1] Vgl. Abschnitt I (7) des Koalitionsvertrages vom 20. Oktober 1998. http://www.bundesregierung.de/top/dokument/Schwerpunkte/Koalitionsvertrag/ix431_7615.html

[2] So wurden mit dem Jahressteuergesetz 1997 noch von der christlich- liberalen Regierungskoalition die Rahmenbedingungen für die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Privathaushalten erheblich verbessert. Es wurde der maximale Absetzbetrag der Ausgaben für die Beschäftigung von Haushaltshilfen auf jährlich 18 000 DM erhöht und auf alle Haushalte ausgedehnt.

[3] Der Bericht basiert auf einem Zwischenbericht des DIW Berlin für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Forschungsvorhabens: "Besteht in Deutschland eine Dienstleistungslücke und ein Nachholbedarf an Dienstleistungen", Berlin 2000, S. 19-26.

[4] Vgl. zu einem Überblick Jürgen Schupp et al. (Hrsg.), Arbeitsmarktstatistik zwischen Realität und Fiktion. Berlin 1998 sowie Berndt Keller und Hartmut Seifert (Hrsg.), Atypische Beschäftigung, Köln 1995.

[5] Vgl.: Die Reform der 620-Mark-Jobs: Stückwerk. Bearb.: Gert Wagner. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 49/98, S. 873-877.

[6] Vgl. zu den Zielen die Pressemitteilungen des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung vom 7.1.1997.

[7] Überwiegend Frauen üben solche sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen in privaten Haushalten aus.

[8] Vgl. hierzu auch den Beitrag von Knut Emmerich: Wege zu mehr Beschäftigung - Wann rechnet sich die Haushaltshilfe? IAB-Kurzbericht Nr. 4/1997.

[9] Eine andere Situation - auch statistisch gesehen - besteht in solchen Fällen, wenn die Arbeitgeber von Putz- und Haushaltshilfen selbst Unternehmer oder freiberuflich Tätige sind, die von der Möglichkeit Gebrauch machen, die (Forsetzung siehe S. 202)

(Fortsetzung von S. 201) Haushaltshilfen in ihrem Unternehmen zu beschäftigen und somit auch dort statistisch erfassen zu lassen. Eine solche Situation würde weniger die Gesamthöhe der Beschäftigung einer Volkswirtschaft unterschätzen, jedoch wäre die Beschäftigungsintensität einzelner Sektoren verzerrt.

[10] Zwar unterliegen nach der Reform der 630-Mark-Jobs vom 1. April 1999 an auch ehemals sozialversicherungsfreie Beschäftigungsverhältnisse der Meldepflicht in der Beschäftigtenstatistik, jedoch sind zuverlässige Ergebnisse dieser bislang in einer speziellen Datei registrierten Beschäftigungsverhältnisse erst für Mai 2001 zu erwarten.

[11] Vgl. hierzu Jürgen Schupp et al., Zur Erhebungsproblematik geringfügiger Beschäftigung. Ein Strukturvergleich des Mikrozensus mit dem Sozio-oekonomischen Panel und dem Europäischen Haushaltspanel. In: Paul Lüttinger (Hrsg.), Sozialstrukturanalysen mit dem Mikrozensus, Mannheim, ZUMA 1999, S. 93-118.

[12] Seit 1987 führt das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) in Köln empirische Studien zur sozialversicherungsfreien Beschäftigung in Deutschland durch. Die Befragung wurde 1992 und 1997 wiederholt und für diese Jahre auch in den neuen Bundesländern durchgeführt.

[13] Vgl. hierzu die Studie von Siegfried Lamnek et al., Tatort: Sozialstaat, Opladen 2000, S. 135.

[14] Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung von rund 13 000 erwachsenen Personen in mehr als 7 000 Haushalten, die jährlich seit 1984 in Westdeutschland und seit 1990 in Ostdeutschland durchgeführt wird. Vgl. hierzu auch http://www.diw.de/soep/

[15] Dieses Erhebungsinstrument wird in der Regel vom Haushaltsvorstand beantwortet. Der Fragetext lautet: "Beschäftigen Sie in Ihrem Haushalt regelmäßig oder gelegentlich eine Putz- oder Haushaltshilfe". Die bewusst gewählte Begrifflichkeit von Putz- oder Haushaltshilfe lässt offen, ob die Beschäftigung gegen Bezahlung erfolgte oder als unentgeltliche Hilfe durch andere Personen erbracht wurde, die außerhalb des Haushalts leben. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Frage die Beschäftigung von "Schwarzarbeitern" für Handwerkerarbeiten.

[16] Ein gewisser Anteil davon erfolgt offensichtlich auch durch Beschäftigte, die anderen Wirtschaftszweigen statistisch zugeordnet werden, z. B. im Rahmen von ambulanten Pflegedienstleistungen, die durch private oder öffentliche Einrichtungen am Arbeitsort "Privathaushalt" erbracht werden. Vor diesem Hintergrund dürfte die SOEP-Schätzung eine Obergrenze für die empirische Ermittlung des Beitrages der Privathaushalte zur Beschäftigungsintensität regelmäßiger einfacher persönlicher Dienstleistungen darstellen, wenngleich der Bereich handwerklicher Schwarzarbeit in Privathaushalten in diesen Zahlen nicht enthalten ist.

[17] Vgl. hierzu z. B. Claudia Weinkopf, Von der Dienstleistungslücke zu neuen intelligenten Angebotsformen? In: Claus Schäfer (Hrsg.), Geringe Löhne - mehr Beschäftigung? Hamburg 2000, S. 267-292.

[18] Karsten Hank, The Employment of Domestic Help and Women's Labor Force Participation in Western Germany. In: Schmollers Jahrbuch, Bd. 1/2001 (in Druck).

[19] Vgl. hierzu: Stille Reserve wichtig für die Arbeitsmarktflexibilität in Deutschland. Bearb.: Elke Holst und Jürgen Schupp. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 29/2000, S. 457-465.

[20] Die Pro-Kopf-Rechnung erfolgte mit Hilfe von "Äquivalenzgewichten", die unterstellen, dass mit steigender Haushaltsgröße der Einkommensbedarf nicht proportional wächst.

[21] 12,2 % der Haushalte in der Einkommensgruppe von 3 500 bis 4 000 DM/Monat beschäftigen regelmäßig eine Haushaltshilfe.

[22] "Der [...] Haushaltsscheck hat sich [...] nicht bewährt, nicht den erwarteten Nutzen gehabt und nicht zu dem angestrebten Beschäftigungszuwachs geführt". Bundestagsprotokoll 14/29 vom 24. März 1999.

[23] Vgl. hierzu: http://www.bundesrechnungshof.de/bem1999/bem_31.html

[24] Vgl. Bundestagsprotokoll 14/29, a.a.O.

[25] Siehe z. B.: Ehegattensplitting nicht mehr zeitgemäß. Bearb.: Bernhard Seidel, Dieter Teichmann und Sabine Thiede. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 40/99, S. 713-723.

[26] Vgl. auch: Starker Anstieg der Pflegebedürftigkeit zu erwarten. Bearb.: Erika Schulz, Reiner Leidl und Hans-Helmut König. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 5/2001, S. 65-77.

[27] Auch die Hoffnungen, dass Dienstleistungspools eine bessere Perspektive zum Ausbau haushaltsbezogener Dienste bieten könnten als private Haushalte als Arbeitgeber, müssen aufgrund der bisher vorliegenden Erfahrungen eher skeptisch beurteilt werden. Vgl. hierzu Susanne Bittner und Claudia Weinkopf, Dienstleistungspools am Scheideweg. WSI-Mitteilungen, Jg. 53, Heft 4/2000, S. 256-264.

                                                                             
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Tabelle 1
                                                                       
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in privaten Haushalten (1)            
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1997  I              33 818  3 889  29 929    553   51    502   1,6   1,3   1,7 
      II             34 159  3 853  30 306  1 387  123  1 264   4,1   3,2   4,2 
      III            35 127  3 985  31 142  2 354  177  2 177   6,7   4,4   7,0 
      IV             35 221  3 780  31 441  2 976  216  2 760   8,4   5,7   8,8 
Jahresdurchschnitt(3)34 581  3 877  30 705  1 818  142  1 676   5,3   3,7   5,5 
                                                                                
1998  I              36 322  3 888  32 434  3 863  262  3 601  10,6   6,7  11,1 
      II             36 859  4 051  32 808  4 284  283  4 001  11,6   7,0  12,2 
      III            37 744  4 182  33 562  4 804  304  4 500  12,7   7,3  13,4 
      IV             38 148  4 173  33 975  5 084  315  4 769  13,3   7,5  14,0 
Jahresdurchschnitt(3)37 268  4 074  33 195  4 509  291  4 218  12,1   7,1  12,7 
                                                                                
1999  I              38 041  4 102  33 939  5 227  314  4 913  13,7   7,7  14,5 
      II             37 949  4 781  33 168  4 879  305  4 574  12,9   6,4  13,8 
      III            39 090  4 982  34 108  5 108  303  4 805  13,1   6,1  14,1 
      IV             38 109  4 801  33 308  4 967  296  4 671  13,0   6,2  14,0 
Jahresdurchschnitt(3)38 297  4 667  33 631  5 045  305  4 741  13,2   6,5  14,1 
                                                                                
Veränderung im Jahres-                                                          
durchschnitt(3)                                                                 
1997-1999             3 716    790   2 926  3 228  163  3 065     x     x     x 
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) In der Wirtschaftsklasse 900.                                               
(2) Tätigkeitsschlüssel 924.                                                    
(3) Mittelwert der Quartalsmeldungen.                                           
Quellen: Sonderauswertungen der Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für    
Arbeit; Berechnungen des DIW.                                                   
=============================================================================== 
                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 2
                                                                       
Erwerbstätige im Bereich öffentliche und private Dienstleistungen               
(ohne öffentliche Verwaltung) in Deutschland                                    
------------------------------------------------------------------------------- 
                 April 1995               April 1999             Veränderungen  
                                                                 1995/1999      
                                                                                
            Ins-     Män-  Frau- Frau- Ins-   Män- Frau- Frau-  Ins- Män- Frau- 
            ge-      ner   en    enan- ge-    ner  en    enan-  ge-  ner  en    
            samt                 teil  samt              teil   samt            
                                                                                
                  in 1 000      in %      in 1 000        in %       in %       
                                                                                
Erziehung                                                                       
und                                                                             
Unterricht   1828    654   1174 64,2   1948    697   1251 64,2  6,56  6,57 6,56 
Gesund-                                                                         
heits-,                                                                         
Veterinär-                                                                      
und                                                                             
Sozialwesen  3151    796   2355 74,7   3666    927  2739 74,7 16,34 16,46 16,31 
Sonstige                                                                        
öffent-                                                                         
liche                                                                           
und per-                                                                        
sönliche                                                                        
Dienst-                                                                         
leistungen   1775    784    991 55,8   1879    839   1040 55,3  5,86  7,02 4,94 
Private                                                                         
Haushalte     117      7    110 94,0    141     8    133 94,3 20,51 14,29 20,91 
                                                                                
Öffent-                                                                         
liche                                                                           
und pri-                                                                        
vate                                                                            
Dienst-                                                                         
leistungen                                                                      
insgesamt    6871   2241   4630 67,4   7634   2471   5163 67,6 11,10 10,2 11,51 
                                                                                
Alle Be-                                                                        
schäftigten 36048  20939  15109 41,9  36403  20659  15744 43,2  0,98 -1,34 4,20 
                                                                                
                 Anteil in %                Anteil in %                         
                                                                                
Erziehung                                                                       
und                                                                             
Unterricht    26,6   29,2   25,4    .   25,5   28,2   24,2   .                  
Gesund-                                                                         
heits-,                                                                         
Veterinär-                                                                      
und Sozial-                                                                     
wesen         45,9   35,5   50,9    .   48,0   37,5   53,1   .                  
Sonstige                                                                        
öffentliche                                                                     
und                                                                             
persön-                                                                         
liche                                                                           
Dienst-                                                                         
leistungen    25,8   35,0   21,4    .   24,6   34,0   20,1   .                  
Private                                                                         
Haushalte      1,7    0,3    2,4    .    1,8    0,3    2,6   .                  
                                                                                
Öffent-                                                                         
liche und                                                                       
private                                                                         
Dienst-                                                                         
leistungen                                                                      
insgesamt      100    100    100    .    100    100    100   .                  
                                                                                
Anteil der                                                                      
Beschäf-                                                                        
tigten                                                                          
im Bereich                                                                      
öffent-                                                                         
licher                                                                          
und                                                                             
privater                                                                        
Dienst-                                                                         
leistungen                                                                      
an allen                                                                        
Beschäftigen  19,1   10,7   30,6    .   21,0   12,0   32,8   .                  
                                                                                
Alle Be-                                                                        
schäftigten    100    100    100    .    100    100    100   .                  
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Quellen: Mikrozensus, FS 1, Reihe 4.1.1.; Berechnungen des DIW.                 
=============================================================================== 
                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 3
                                                                       
Sozialversicherungsfreie Beschäftigung (1)                                      
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                               Westdeutschland      Ostdeutsch-     Deutschland 
                                                    land            insgesamt   
                           1987    1992    1997    1992    1997   1992    1997  
                                                                                
                                                  in 1 000                      
                                                                                
Sozialversicherungfrei                                                          
Beschäftigte               2 823   3 833   4 910    620    723   4 453   5 633  
  in Haupttätigkeit        2 284   2 616   3 615    363    596   2 979   4 211  
  in Nebentätigkeit          539   1 217   1 295    257    127   1 474   1 422  
                                                                                
Sozialversicherungfrei                                                          
Beschäftigte in                                                                 
Privathaushalten             667     988     960     58    155   1 046   1 115  
  in Haupttätigkeit          570     732     884     29     95     761     979  
  in Nebentätigkeit           97     256      76     29     60     285     136  
                                                                                
Anteil der in                                                                   
Privathaushalten                                                                
geringfügig Beschäftigten                                                       
an allen sozial-                                                                
versicherungsfrei                                                               
Beschäftigten               23,6    25,8    19,6    9,4   21,4    23,5    19,8  
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
(1) Alle Formen legaler und illegaler Beschäftigung ohne Entrichtung von        
Sozialbeiträgen.                                                                
Quellen: Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG);           
Berechnungen des DIW.                                                           
===============================================================================                                            
	
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 4
	
Beschäftigung von Haushaltshilfen (1) nach der Höhe des	
Haushaltseinkommens	
Deutschland insgesamt	
-------------------------------------------------------------------------------
	
                                        1991                     	
	
Monatliches            Beschäftigung von               Struktur	
Haushaltsnetto-        Haushaltshilfen                 der Haus  	
äquivalenz-            Ja          davon:       Nein   halte insg-	
einkommen (2) in DM            regel-  gelegent-                  	
                               mäßig   lich                      	
	
                                                                 	
	
unter 1 000              5,7     2,7     3,0     94,3     12,7   	
1 000 bis unter 1 500    5,5     3,4     2,1     94,5     20,6   	
1 500 bis unter 2 000    4,8     2,3     2,5     95,2     21,2   	
2 000 bis unter 2 500    7,7     4,3     3,4     92,3     15,4   	
2 500 bis unter 3 000   13,3     6,3     7,0     86,7      9,8   	
3 000 bis unter 3 500   13,9     8,0     5,9     86,1      6,1   	
3 500 bis unter 4 000   23,5    16,4     7,1     76,5      3,2   	
4 000 bis unter 5 000   26,8    17,3     9,5     73,2      3,3   	
5 000 und mehr          57,9    42,7    15,2     42,1      1,8   	
	
ohne Einkommens-	
angabe                  25,2    16,3     8,9     74,8      5,9  	
	
Haushalte insgesamt     10,4     6,1     4,3     89,6    100,0  	
	
                                                                	
	
Haushalte insgesamt    3 667   2 151   1 516   31 588   35 255  	
	
-------------------------------------------------------------------------------


-------------------------------------------------------------------------------

                                   1994                           	
	
Monatliches            Beschäftigung von               Struktur	
Haushaltsnetto-        Haushaltshilfen                 der Haus  	
äquivalenz-            Ja          davon:       Nein   halte insg.	
einkommen (2) in DM            regel-  gelegent-                 	
                               mäßig   lich                       	
	
                                         in %	
	
unter 1 000              6,1     2,7     3,4     93,9      5,3 	
1 000 bis unter 1 500    5,3     3,7     1,6     94,7     15,0 	
1 500 bis unter 2 000    7,5     4,3     3,2     92,5     20,7 	
2 000 bis unter 2 500    5,3     3,4     1,9     94,7     19,2 	
2 500 bis unter 3 000   10,3     6,0     4,3     89,7     13,1 	
3 000 bis unter 3 500   10,8     5,5     5,3     89,2      7,5 	
3 500 bis unter 4 000   20,2    10,9     9,3     79,8      4,5 	
4 000 bis unter 5 000   27,2    22,7     4,5     72,8      5,5 	
5 000 und mehr          48,1    37,7    10,4     51,9      3,2 	
	
ohne Einkommens-	
angabe                  22,6    15,7     6,9     77,4      6,0 	
	
Haushalte insgesamt     11,2     7,3     3,9     88,8    100,0 	
	
                                         in 1 000	
	
Haushalte insgesamt     4 110  2 679   1 431   32 585   36 695 	
	
-------------------------------------------------------------------------------


-------------------------------------------------------------------------------
	
                                        1999	
	
Monatliches            Beschäftigung von               Struktur	
Haushaltsnetto-        Haushaltshilfen                 der Haus    	
äquivalenz-            Ja          davon:       Nein   halte insg. 	
einkommen (2) in DM            regel-  gelegent-                   	
                               mäßig   lich                        	
	

	
unter 1 000             14,1     4,2     9,9     85,9       3,3	
1 000 bis unter 1 500    4,4     1,7     2,7     95,6      10,2	
1 500 bis unter 2 000    5,9     2,8     3,1     94,1      15,5	
2 000 bis unter 2 500    7,1     3,3     3,8     92,9      21,5	
2 500 bis unter 3 000    7,6     4,6     3,0     92,4      14,2	
3 000 bis unter 3 500    8,3     5,7     2,6     91,7       9,6	
3 500 bis unter 4 000   17,1    12,2     4,9     82,9       6,2	
4 000 bis unter 5 000   32,7    21,2    11,5     67,3       7,0	
5 000 und mehr          39,1    32,1     7,0     60,9       4,4	
	
ohne Einkommens-	
angabe                  15,4    11,2     4,2     84,6       8,1	
	
Haushalte insgesamt     11,5     7,2     4,3     88,5    100,0	
	
                      	
	
Haushalte insgesamt    4 388   2 747   1 641   33 768   38 156	
	
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Frage: "Beschäftigen Sie in Ihrem Haushalt regelmäßig oder	
gelegentlich eine Putz- oder Haushaltshilfe?"	
(2) Gemäß OECD-Verfahren errechnet als	
Äquivalenzeinkommen = Haushaltsnettoeinkommen/Haushaltsgröße hoch 0.5.	
Quellen: SOEP; Berechnungen des DIW.	
===============================================================================
                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 5
                                                                       
Beschäftigung von Haushaltshilfen (1) nach der Höhe des                         
Haushaltseinkommens                                                             
Westdeutschland                                                                 
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                       1991                                     
                                                                                
Monatliches             Beschäftigung von              Struktur                 
                        Haushaltshilfen                der Haus-                
Haushaltsnetto-          Ja         davon:       Nein  halte insg.              
äquivalenzeinkommen (2)        regel-  gelegent-                                
in DM                          mäßig   lich                                     
                                                                                
                                                                                
                                                                                
unter 1 000              4,1     1,4     2,7     95,9      6,2                  
1 000 bis unter 1 500    7,7     4,9     2,8     92,3     15,7                  
1 500 bis unter 2 000    5,2     2,5     2,7     94,8     23,3                  
2 000 bis unter 2 500    8,0     4,5     3,5     92,0     18,3                  
2 500 bis unter 3 000   13,5     6,3     7,2     86,5       12                  
3 000 bis unter 3 500   13,9     8,0     5,9     86,1      7,3                  
3 500 bis unter 4 000   23,8    16,6     7,2     76,2      3,9                  
4 000 bis unter 5 000   26,3    16,7     9,6     73,7      4,1                  
5 000 und mehr          57,9    42,7    15,2     42,1      2,3                  
                                                                                
ohne Einkommens-                                                                
angabe                  26,0    16,6     9,4     74,0      6,9                  
                                                                                
Haushalte insgesamt     11,9     7,1     4,8     88,1      100                  
                                                                                
                                                                                
                                                                                
Haushalte insgesamt    3 401   2 029   1 372   25 182   28 583                  
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                        1994                                    
                                                                                
Monatliches             Beschäftigung von              Struktur                 
                        Haushaltshilfen                der Haus-                
Haushaltsnetto-          Ja         davon:       Nein  halte insg.              
äquivalenzeinkommen (2)        regel-  gelegent-                                
in DM                          mäßig   lich                                     
                                                                                
                                        in %                                    
                                                                                
unter 1 000              5,8     1,7     4,1     94,2      4,6                  
1 000 bis unter 1 500    6,4     4,4     2,0     93,6     13,1                  
1 500 bis unter 2 000    9,4     5,5     3,9     90,6     18,4                  
2 000 bis unter 2 500    6,3     3,9     2,4     93,7     19,1                  
2 500 bis unter 3 000   11,7     6,8     4,9     88,3     14,1                  
3 000 bis unter 3 500   11,7     6,1     5,6     88,3      8,4                  
3 500 bis unter 4 000   21,1    11,3     9,8     78,9      5,3                  
4 000 bis unter 5 000   28,1    23,5     4,6     71,9      6,6                  
5 000 und mehr          48,9    38,2    10,7     51,1      3,8                  
                                                                                
ohne Einkommens-                                                                
angabe                  24,0    16,9     7,1     76,0      6,6                  
                                                                                
Haushalte insgesamt     13,1     8,6     4,5     86,9      100                  
                                                                                
                                     in 1 000                                   
                                                                                
Haushalte insgesamt    3 918   2 572   1 346   25 989   29 907   4              
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                        1999                                    
                                                                                
Monatliches             Beschäftigung von              Struktur                 
                        Haushaltshilfen                der Haus-                
Haushaltsnetto-          Ja         davon:       Nein  halte insg.              
äquivalenzeinkommen (2)        regel-  gelegent-                                
in DM                          mäßig   lich                                     
                                                                                
                                                                                
                                                                                
unter 1 000             18,6     5,4    13,2     81,4      3,0                  
1 000 bis unter 1 500    5,7     2,2     3,5     94,3      9,4                  
1 500 bis unter 2 000    7,5     3,7     3,8     92,5     13,8                  
2 000 bis unter 2 500    8,2     3,4     4,8     91,8     20,4                  
2 500 bis unter 3 000    9,1     5,7     3,4     90,9     14,2                  
3 000 bis unter 3 500    9,1     6,2     2,9     90,9     10,3                  
3 500 bis unter 4 000   17,7    12,5     5,2     82,3      7,0                  
4 000 bis unter 5 000   33,1    21,1    12,0     66,9      7,9                  
5 000 und mehr          39,4    33,3     6,1     60,6      5,1                  
                                                                                
ohne Einkommens-                                                                
angabe                  16,9    12,7     4,2     83,1      8,9                  
                                                                                
Haushalte insgesamt     13,4     8,4     5,0     86,6      100                  
                                                                                
                                                                                
                                                                                
Haushalte insgesamt    4 162   2 609   1 553   26 895   31 057                  
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Frage: "Beschäftigen Sie in Ihrem Haushalt regelmäßig oder                  
gelegentlich eine Putz- oder Haushaltshilfe?"                                   
(2) Gemäß OECD-Verfahren errechnet als                                          
Äquivalenzeinkommen = Haushaltsnettoeinkommen/Haushaltsgröße0.5.                
Quellen: SOEP; Berechnungen des DIW.                                            
=============================================================================== 
                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 6
                                                                       
Arbeitskosten vor und nach Steuern bei Beschäftigung                            
nach dem Haushaltsscheck-Verfahren                                              
in DM                                                                           
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                             Modell A                       Modell B            
                                                                                
                    Typ I     Typ II     Typ III   Typ I     Typ II     Typ III 
                                                                                
Ausgezahlter                                                                    
Stundenlohn         15,00      19,00      19,00     15,00      19,00      19,00 
Wöchentliche                                                                    
Arbeitszeit                                                                     
in Stunden            3,0        8,0       18,5       3,0        8,0       18,5 
Monatliche                                                                      
Lohnkosten         189,00     638,40   1 476,30    189,00     638,40   1 476,30 
Jährliche                                                                       
Lohnkosten       2 268,00   7 660,80  17 715,60  2 268,00   7 660,80  17 715,60 
Sozialver-                                                                      
sicherungs-                                                                     
beiträge (43 %)    975,24   3 294,14   7 617,71    975,24   3 294,14   7 617,71 
Jährliche                                                                       
Lohnkosten                                                                      
insgesamt        3 243,24  10 954,94  25 333,31  3 243,24  10 954,94  25 333,31 
Lohnkosten                                                                      
pro Stunde          21,45      27,17      27,17     21,45      27,17      27,17 
Lohnkosten/Std.                                                                 
nach Steuer-                                                                    
ersparnis           11,63      15,70      18,33     14,08      18,57      20,54 
                                                                                
Differenz                                                                       
Arbeits-                                                                        
kosten/Std.                                                                     
nach Steuer-                                                                    
ersparnis zu                                                                    
ausgezahltem                                                                    
Stunden-                                                                        
lohn (in %)          22,5       17,3        3,5       6,1        2,3       -8,1 
                                                                                
Steuerersparnis                                                                 
bei einem                                                                       
Steuersatz von ...        Modell A 40 %                  Modell B 30 %          
Einkommensteuer  1 297,30   4 381,98   7 200,00    972,97   3 286,48    5400,00 
Solidaritäts-                                                                   
zuschlag (5,5%)1)   71,35     241,01     396,00     53,51     180,76     297,00 
Kirchen-                                                                        
steuer (9 %) (1)   116,76       -        648,00     87,57        -       486,00 
Steuerersparnis                                                                 
pro Jahr in DM   1 485,40   4 622,99   8 244,00  1 114,05   3 467,24   6 183,00 
nachrichtlich:                                                                  
Differenz von                                                                   
Sozialver-                                                                      
sicherungs-                                                                     
beiträgen zu                                                                    
Steuerer-                                                                       
sparnis           -510,16  -1 328,84    -626,29   -138,81    -173,10   1 434,71 
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                            Modell C                                            
                                                                                
                   Typ I      Typ II     Typ III                                
                                                                                
Ausgezahlter                                                                    
Stundenlohn         15,00      19,00      19,00                                 
Wöchentliche                                                                    
Arbeitszeit                                                                     
in Stunden            3,0        8,0       18,5                                 
Monatliche                                                                      
Lohnkosten         189,00     638,40   1 476,30                                 
Jährliche                                                                       
Lohnkosten       2 268,00   7 660,80  17 715,60                                 
Sozialver-                                                                      
sicherungs-                                                                     
beiträge (43 %)    975,24   3 294,14   7 617,71                                 
Jährliche                                                                       
Lohnkosten                                                                      
insgesamt        3 243,24  10 954,94  25 333,31                                 
Lohnkosten                                                                      
pro Stunde          21,45      27,17      27,17                                 
Lohnkosten/Std.                                                                 
nach Steuer-                                                                    
ersparnis           16,54      21,44      22,75                                 
                                                                                
Differenz                                                                       
Arbeits-                                                                        
kosten/Std.                                                                     
nach Steuer-                                                                    
ersparnis zu                                                                    
ausgezahltem                                                                    
Stunden-                                                                        
lohn (in %)         -10,3      -12,8      -19,7                                 
                                                                                
Steuerersparnis                                                                 
bei einem                                                                       
Steuersatz von ...        Modell C 20 %                                         
Einkommensteuer    648,65   2 190,99   3 600,00                                 
Solidaritäts-                                                                   
zuschlag (5,5%)1)   35,68     120,50     198,00                                 
Kirchen-                                                                        
steuer (9 %) (1)    58,38        -       324,00                                 
Steuerersparnis                                                                 
pro Jahr in DM     742,70   2 311,49   4 122,00                                 
nachrichtlich:                                                                  
Differenz von                                                                   
Sozialver-                                                                      
sicherungs-                                                                     
beiträgen zu                                                                    
Steuerer-                                                                       
sparnis            232,54     982,65   3 495,71                                 
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Jeweils in % der Einkommensteuer.                                           
Quelle: Berechnungen des DIW.                                                   
=============================================================================== 
                                                                             
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 7
                                                                       
Brutto- und Nettoentlohnung von Beschäftigten vor und nach Steuer (1)           
nach Haushaltsscheck-Verfahren                                                  
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
              Typ I  Typ II  Typ III Typ I Typ II Typ III Typ I  Typ II Typ III 
                                                                                
                Steuertarif 1999      Steuertarif 2000      Steuertarif 2001    
                                                                                
Stundenlohn                                                                     
brutto, in DM  15,00  19,00   19,00  15,00  19,00   19,00  15,00  19,00   19,00 
Wöchentliche                                                                    
Arbeitszeit,                                                                    
in Stunden       3,0    8,0    18,5    3,0    8,0    18,5    3,0    8,0    18,5 
Monatslohn                                                                      
brutto, DM       189    638    1476    189    638    1476    189    638    1476 
                                                                                
Steuerklassen                                                                   
I bis IV                                                                        
Lohnsteuer,                                                                     
in DM           0,00   0,00    0,00   0,00   0,00    0,00   0,00   0,00    0,00 
Solidaritäts-                                                                   
zuschlag                                                                        
(5,5%) (1),                                                                     
in DM           0,00   0,00    0,00   0,00   0,00    0,00   0,00   0,00    0,00 
Kirchen-                                                                        
steuer                                                                          
(9 %)(1),                                                                       
in DM           0,00    -      0,00   0,00    -      0,00   0,00    -      0,00 
ausge-                                                                          
zahlter                                                                         
Monatslohn                                                                      
in DM         189,00 638,40 1476,30 189,00 638,40 1476,30 189,00 638,40 1476,30 
Stundenlohn                                                                     
netto, in DM   15,00  19,00   19,00  15,00  19,00   19,00  15,00  19,00   19,00 
Differenz                                                                       
Bruttostundenlohn                                                               
zu ausgezahltem                                                                 
Stundenlohn,                                                                    
in %             0,0    0,0     0,0    0,0    0,0     0,0    0,0    0,0     0,0 
                                                                                
Steuer-                                                                         
klasse V                                                                        
Lohnsteuer,                                                                     
in DM           4,25 111,83  311,83   4,08 107,16  298,83   4,00  92,66  260,08 
Solidaritäts-                                                                   
zuschlag                                                                        
(5,5%) (1),                                                                     
in DM           0,00   0,00   17,15   0,00   0,00   16,44   0,00   0,00   14,30 
Kirchensteuer                                                                   
(9 %) (1),                                                                      
in DM           0,38     -    28,06   0,37     -    26,89   0,36     -    23,41 
ausgezahlter                                                                    
Monatslohn,                                                                     
in DM         184,37 526,17 1118,95 184,56 530,84 1133,84 184,64 545,34 1178,21 
Stundenlohn                                                                     
netto, in DM   14,63  15,66   14,40  14,65  15,80   14,59  14,65  16,23   15,16 
Differenz                                                                       
Brutto-                                                                         
stundenlohn                                                                     
zu ausge-                                                                       
zahltem                                                                         
Stundenlohn,                                                                    
in %             2,5   17,6    24,2    2,4   16,8    23,2    2,3   14,6    20,2 
                                                                                
Steuer-                                                                         
klasse VI                                                                       
Lohnsteuer,                                                                     
in DM          44,00 151,58  388,83  42,25 145,25  350,58  37,08 125,75  300,25 
Solidaritäts-                                                                   
zuschlag                                                                        
(5,5%) (1),                                                                     
in DM           0,00   0,00   21,39   0,00   0,00   19,28   0,00   0,00   16,51 
Kirchensteuer                                                                   
(9 %) (1),                                                                      
in DM           3,96     -    34,99   3,80     -    31,55   3,34    -     27,02 
ausgezahlter                                                                    
Monatslohn,                                                                     
in DM         141,04 486,42 1030,79 142,95 492,75 1074,59 148,58 512,25 1132,21 
Stundenlohn                                                                     
netto, in DM   11,19  14,48   13,27  11,35  14,67   13,83  11,79  15,25   14,57 
Differenz                                                                       
Brutto-                                                                         
stundenlohn                                                                     
zu ausge-                                                                       
zahltem                                                                         
Stundenlohn,                                                                    
in %            25,4   23,8    30,2   24,4   22,8    27,2   21,4   19,8    23,3 
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Jeweils in % der Einkommensteuer.                                           
Quelle: Berechnungen des DIW.                                                   
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Wochenbericht 13/01