Zur Aussagekraft von Einkommens- und Armutsstatistiken. Ein Kommentar von Gert G. Wagner

Kommentar vom 25. Oktober 2012

Der Entwurf des 4. Armuts- und Reichtumsberichts und auch der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin zur Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland machen deutlich, dass die öffentliche Diskussion in den letzten Jahren über kleine und kleinste Veränderungen in der Einkommensverteilung und den Armutsrisikoquoten methodisch nicht abgesichert waren. Die Messung von Einkommen und der daraus abgeleiteten Armutsgefährdungsquoten sind nur bei größeren Veränderungen – die in mehreren Statistiken konsistent erkennbar sind – aussagekräftig. Sämtliche Datenquellen und Stichproben unterliegen jeweils eigenen Beschränkungen einer Verallgemeinerung, weshalb Veränderungen von Nachkommastellen nicht aussagekräftig sind.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 43/2012 (PDF, 220.09 KB)