Bericht , Nachricht vom 19.12.2012

Neue Immigrationsstichprobe für 2013 geplant

Im Frühjahr 2013 ist ein weiterer wichtiger Ausbau der SOEP-Kernstichproben vorgesehen. Zum dritten Mal in der Geschichte des SOEP soll ein Teilsample in das Stichprobensystem integriert werden, das ausschließlich aus Haushalten besteht, in denen mindestens eine Person ausländischer Herkunft lebt. Bereits in der ersten Erhebungswelle 1984 wurde mit dem Teilsample B eine aus fünf südeuropäischen Nationen zusammengesetzte Einwohnermeldeamts-Stichprobe realisiert. In den Jahren 1945/95 folgte mit dem Zuwanderersample "D" eine zielgerichtete Aufstockung, die die Zuwanderungsdynamik nach Deutschland in den Jahren nach 1984 abbilden sollte.

Die nunmehr geplante Immigrationsstichprobe weicht sowohl vom Umfang als auch vom Stichprobendesign deutlich von den beiden früheren Ausländer-/Zuwanderersamples ab. Der Umfang liegt mit den geplanten rund 3.000 Haushalten deutlich höher als in der Vergangenheit. Möglich wird dies durch eine Kooperation des SOEP mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Diese Kooperation erlaubt es zum einen auf die Integrierte Erwerbsbiografien-Datenbank (IEB) der Bundesagentur für Arbeit als Sampleframe für die Stichprobenziehung zurückzugreifen. Die hohe Fallzahl wird zudem möglich, da sich das IAB an der Finanzierung sowie Ausgestaltung der Immigrationsstichprobe beteiligen wird.

Da wir uns gegenwärtig noch in der Angebotsprüfung zur Durchführung der Erhebung durch TNS Infratest befinden, werden wir im SOEPnewsletter 100 dann ausführlich über die Details der Erhebung berichten und die einzubeziehenden disproportional geschichteten Nationalitäten vorstellen.