Solarenergie am Ende? Nein, am Anfang! Kommentar von Claudia Kemfert

Kommentar vom 14. August 2013

Gleich mehrere Nachrichten aus der Solarbranche machten in den vergangenen Tagen Schlagzeilen. Einem der größten und wichtigsten Unternehmen der Solarindustrie geht es schlecht: Die Gläubiger von Solarworld mussten einem kräftigen Schuldenschnitt zustimmen, damit das Unternehmen überlebensfähig bleibt. Fast zeitgleich war zu lesen, dass in Brandenburg einer der größten Solarparks in Europa eröffnete. Wie passt dies zusammen? Solarenergie wird immer preiswerter, daher steigt – wenn auch in deutlich geringerem Umfang – die Nachfrage. Der Solarbranche hilft das derzeit aber wenig: Sie leidet vor allem unter einem enormen Kosten- und Wettbewerbsdruck und sehr hohen Überkapazitäten. Die Branche ist stark gewachsen. Waren es im Jahr 2004 noch knapp 25 000 Beschäftigte in der Solarindustrie in Deutschland, lag die Zahl im Jahr 2011 bereits bei über 125 000 Beschäftigten. Dieses rasante Wachstum konnte nicht von Dauer sein. Durch den starken Zuwachs von Firmen auch im Ausland – insbesondere in Asien – hat der Wettbewerbsdruck noch weiter drastisch zugenommen. Aber auch dort macht der erhebliche Kostendruck den Firmen vor Ort zunehmend zu schaffen.

Der vollständige Kommentar im DIW Wochenbericht 33/2013 (PDF, 74.53 KB)