Verbriefungen: eine Finanzinnovation und ihre fatalen Folgen

DIW Wochenbericht 43 / 2008, S. 668-677

Georg Erber

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Abstract

Die weltweite Finanzmarktkrise beruht zu einem wesentlichen Teil auf dem Handel mit Verbriefungen, deren Risiken aufgrund manipulierter Ratings erheblich unterschätzt wurden. Die Ursachen der Krise sind demnach weitgehend unstrittig; das Ausmaß der Krise lässt sich aber gegenwärtig kaum vorhersagen. Dies liegt unter anderem an der fatalen Datensituation. Obwohl seit der Asienkrise die Finanzmarktstatistiken verbessert wurden, bestehen noch immer erhebliche Lücken in der statistischen Erfassung gerade von grenzüberschreitenden Zahlungsströmen. Die Erfahrungen der aktuellen Finanzmarktkrise zeigen, dass die internationale Koordination der Finanzmarktinterventionen nicht nur auf eine Vereinheitlichung der Regulierung moderner Finanzmarktprodukte, kurzfristige Liquiditätsbereitstellung und Insolvenzabwendung zielen muss. Zur Risikoprävention gehört auch eine deutliche Verbesserung der Datenlage. In Deutschland wären dafür vor allem die Bundesbank und die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen zuständig.

Themen: Finanzmärkte



JEL-Classification: G21;G24;G28
Keywords: Securitization, Financial market crisis, Covered bonds market, Regulatory framework
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151689