Bericht , Nachricht vom 11.07.2014

Integration der FiD-Daten in das SOEP

Da die Finanzierung der Studie 'Familien in Deutschland (FiD)' durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nach vier Wellen ausgelaufen ist, werden die Haushalte aus FiD ab 2014 in das SOEP aufgenommen. Um diesen Schritt zu rechtfertigen, wurde die Sensitivität der Kombination der beiden Samples getestet. Dazu wurde die Verteilung der ausgewählten Variablen im SOEP mit ihrer Verteilung im kombinierten Sample von SOEP und FiD verglichen. Sowohl Haushalte als auch Individuen wurden als Analyseeinheiten genutzt. Unter den analysierten Variablen befanden sich Migrationsstatus, Bildung und  Beschäftigung sowie finanzielle Parameter wie Armutsrate, Einkommen und Rente. Der Vergleich der kategorialen Variablen wurde mit Säulendiagrammen und der metrischen Variablen mit Punktdiagrammen dargestellt. Dabei wurden Mittelwerte und Konfidenzintervalle gegenübergestellt. Die Daten für 2010, 2011 und 2012 sowie für Ost- und Westdeutschland wurden - wo angemessen - separat analysiert.

Die Analyse hat gezeigt, dass keine beachtlichen Unterschiede zwischen den Verteilungen der ausgewählten Variablen im SOEP und im SOEP plus FiD bestehen. Die Konfidenzintervalle haben sich in beiden Samples für alle getesteten Variablen überlappt, was darauf hindeutet, dass die Verteilung kaum sensibel auf die Kombination der beiden Samples reagiert. Zu beobachten ist, dass die große Anzahl von Familien mit Kindern in FiD die Varianz der davon betroffenen Variablen im SOEP-FiD-Datensatz reduziert, wie etwa bei der Armutsrate von Kindern unter drei Jahren.

Zusammenfassend hat die Analyse gezeigt, dass die Integration der FiD-Daten in das SOEP-Core gerechtfertigt ist.
Detaillierte Ergebnisse der Analyse können hier | PDF, 264.28 KB heruntergeladen werden.

Daten zu allen Wellen von FiD (inklusive Welle vier) können Sie auf der FiD-Homepage einsehen.