Private Vermögen in Ost- und Westdeutschland gleichen sich nur langsam an

DIW Wochenbericht 40 / 2014, S. 959-966

Markus M. Grabka

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Abstract

Auch rund 25 Jahre nach dem Mauerfall verfügen private Haushalte in Ostdeutschland mit im Durchschnitt 67 400 Euro über nicht einmal halb so hohe Vermögen wie die in Westdeutschland, wo es rund 153 200 Euro sind. In beiden Landesteilen ist der Immobilienbesitz die quantitativ wichtigste Vermögensform. Der Anteil der Eigentümerhaushalte hat zwar in beiden Landesteilen seit 1990 deutlich zugenommen, in Ostdeutschland sind aber nur rund ein Drittel aller Haushalte selbstnutzende Eigentümer, wohingegen im Westen knapp die Hälfte aller Haushalte eine selbstgenutzte Immobilie besitzt. Auch der Verkehrswert des Immobilienbesitzes fällt in Ostdeutschland nur halb so hoch aus wie im Westen. Sowohl hinsichtlich der durchschnittlichen Wohnfläche als auch bezüglich der Ausstattung der Immobilien erfolgtehingegen seit dem Mauerfall eine deutliche Angleichung.

Very nearly 25 years after the fall of the Wall, households in eastern Germany have average assets of 67,400 euros which is less than half of their counterparts in western Germany with average assets of 153,200 euros. In both parts of the country, real estate ownership is quantitatively the most important asset type. Although the share of owner-occupiers has increased significantly in both regions since 1990, only one-third of all households in eastern Germany are owner occupied whereas the corresponding proportion in the west is almost half. Further, the market value of the real estate owned in eastern Germany is only half of that in the west. There has, however, been a significant convergence both in terms of average living space and property furnishings since the fall of the Wall.

Markus M. Grabka

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel



JEL-Classification: D31;I31;R31
Keywords: net worth, EVS, East and West Germany, Transition
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/104055