Gender Income Gap, Arbeistmarktsegregation und patriarchale Gesellschaftsstruktur bei Führungskräften und Selbständigen

Aufsätze in Sammelwerken 2015

Claudia Gather, Elke Holst

In: Miriam Beblo, Andrea-Hilla Carl, Claudia Gather, Dorothea Schmidt (Hrsg.) , Friederike matters - eine kommentierte Werkschau
S. 26-34
Discussion papers des Harriet Taylor Mill-Instituts für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Abstract

In diesem Beitrag wollen wir uns auf zwei Publikationen von Friederike Maier beziehen. Auf den Beitrag „Arbeitsmarktsegregation und patriarchale Gesellschaftsstruktur“ von 1990, in dem es um Erklärungen für die Ungleichbehandlungen von Frauen im Erwerbsleben geht, sowie das Diskussionspapier von 2007 aus der Reihe des Harriet Taylor Mill-Instituts, in dem sie auf „The Persistence of the Gender Wage Gap in Germany“ eingeht. Wir wollen versuchen, Thesen und Ideen aus den Aufsätzen auf Ergebnisse unserer eigenen Arbeitsbereiche zu beziehen: Es geht dabei zunächst um angestellte Führungskräfte in der Privatwirtschaft, dann um Selbständige, die ja originär auch Führungskräfte sind. Friederike Maier (2007) weist auf die Beharrlichkeit der Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap) hin, die in Westdeutschland 2001 - in zwei der drei von ihr vorgestellten Datenquellen (IAB und SOEP) bei 22-23 Prozent lag. Der Gender Pay Gap hatte sich damit seit 1993 kaum verändert. Auch heute liegt er noch bei 22 Prozent (Statistisches Bundesamt 2014). Damit nimmt Deutschland im europäischen Vergleich den vorletzten Platz ein vor Österreich (Statistisches Bundesamt 2014).