Interregionale Zusammenarbeit: Notwendigkeit und Herausforderung für informelle "Erneuerbare-Energie-Regionen"

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 4 / 2016, S. 115-125

Dorothee Keppler

Abstract

Erneuerbare Energie-Regionen werden als Treiber der Energiewende von unten wertgeschätzt. Sie sind aber bisher weder in der horizontalen, interregionalen Abstimmung regionaler Ziele in nennenswertem Umfang aktiv, noch haben sie eine Stimme in vertikalen, handlungsebenenübergreifenden energiepolitischen Abstimmungsprozessen (Mehrebenen-Governance). Dieser Tatbestand wird in der Forschung zu Erneuerbare-Energie-Regionen bisher nicht angemessen problematisiert und bearbeitet. Der Beitrag zeigt, welche Handlungsbedarfe und -möglichkeiten für eine strategisch-politische interregionale Zusammenarbeit bestehen und beleuchtet die möglichen Hemmnisse einer solchen Zusammenarbeit. Abschließend werden Konsequenzen für die zukünftige Forschung formuliert.

Renewable energy regions are valued as important drivers of the German energy transition. Nevertheless they are hardly engaged in interregional coordination processes of goals and activities, and they are a missing voice in vertical coordination processes of energy related multi-level governance. This fact has been neglected by research for a long time. The article shows needs and possibilities for action of a strategic cooperation of renewable energy regions and also examines its obstacles. Finally, consequences for future research on renewable energy regions are derived.



JEL-Classification: O35;R59;Q48
Keywords: Renewable energy regions, regional governance, inter-regional cooperation
DOI:
https://doi.org/10.3790/vjh.85.4.115
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/180143