Schlechte Evaluierung rentiert sich kaum: Lehren aus dem Bereich der finanziellen Bildung

Bericht vom 27. Juni 2017

Die Verbesserung finanzieller Bildung ist inzwischen weltweit ein etabliertes Ziel der Wirtschaftspolitik, das über vielfältige Initiativen erreicht werden soll. Es verfügen aber nur wenige Wirkungsevaluierungen über den wissenschaftlich wünschenswerten Stand, um die Leistungen dieser Initiativen sicher bewerten zu können. Dieser Bericht erläutert die verschiedenen praktizierten Formen der Evaluierung und zeigt, dass „schlechte“ Evaluierung, zum Beispiel in Form von bloßen Vorher-Nachher-Vergleichen, zu verzerrten Bewertungen führt und typischerweise das Ergebnis beschönigt. Diese Schwächen bedeuten, dass die Träger finanzieller Bildungsmaß- nahmen und die wirtschaftspolitisch Verantwortlichen die Wirkung ihrer Aktion eventuell überschätzen und die wahren Probleme nicht gut erkennen. Von methodisch schlechten Evaluierungen sollte abgesehen werden, um stattdessen fachgerechte Evaluierungsmethoden zu definieren und einzusetzen. [...]

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Tim Kaiser

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Weltwirtschaft