Kommentar , Nachricht vom 16.11.2017

Jamaika und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands: Kommentar von Alexander S. Kritikos

Michael Steden (Copyright)  Berlin Reichstag Bundestag
Copyright: Michael Steden

Vor 34 Jahren, als die Grünen erstmalig in den Deutschen Bundestag einzogen, war eine Koalition zwischen ihnen und den damaligen Koalitionären Union und FDP völlig undenkbar. Weder hätte man die Bedeutung bestimmter Begriffe der anderen Seite verstanden, noch wäre es gelungen, sich auch nur auf Inhalte einer Koalitionsverhandlung zu einigen. Und das entsprach der Verfasstheit des Landes. Deutschland war damals in einer Form gespalten, wie das heute kaum mehr vorstellbar ist.

Heute gibt es zwischen den potenziellen Koalitionären mehr Verbindendes. Diese Parteien wurden etwa mehrheitlich von Menschen mit überdurchschnittlichen Lohneinkünften gewählt, die sich derzeit kaum Sorgen um die eigene oder die allgemeine wirtschaftliche Lage machen. Da erstaunt es nicht so sehr, dass man sich anders als vor 34 Jahren über die Inhalte eines Koalitionsvertrags grundsätzlich einig ist, nicht unwichtig angesichts der anstehenden teils drängenden Herausforderungen. [...]

Der vollständige Kommentar von Alexander S. Kritikos: DIW Wochenbericht 46/2017 | PDF, 0.7 MB