Fluchtzuwanderung ganz oben auf der Liste der dringenden politischen Prioritäten

Aufsätze in sonstigen Zeitschriften 3 / 2017

Marco Giesselmann, Martin Brümmer, Martin Kroh, Nico A. Siegel, Gert G. Wagner

In: Wirtschaftsdienst 97 (2018), 3, S.192-200

Abstract

Verschiedene repräsentative Erhebungen und methodische Ansätze zeigen, dass gegenwärtig das Thema „Fluchtzuwanderung“ ganz weit oben auf der Liste der politischen Themen steht. Gleichzeitig ist die Bedeutung der Kategorie „Gerechtigkeit“ zurückgegangen. Offenbar verbinden viele Menschen das Thema Fluchtzuwanderung mit Gerechtigkeitsüberlegungen, d.h. viele empfinden die Aufnahme von Geflüchteten im Vergleich mit ihrer eigenen Situation als ungerecht. Ein kleiner Teil hält es allerdings explizit für ungerecht, wie mit Geflüchteten umgegangen wird, und ein relativ großer Anteil macht sich Sorgen um Ausländerfeindlichkeit in Deutschland.

Limiting the number of refugees is not an issue “in itself” for registered voters in Germany. Justice, peace, and social harmony are important to people — and peace and social security are part of the overall quality of life in Germany. Limiting and excluding refugees are by no means important goals for the majority of people — but people also do not want to be adversely affected in their own lives.

Marco Giesselmann

Senior Research Fellow in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel

Martin Kroh

Senior Research Fellow in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel

Gert G. Wagner

Senior Research Fellow in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel

Themen: Migration



JEL-Classification: D72;J1;Z13
DOI:
https://doi.org/10.1007/s10273-017-2107-4