Anliegen der „Klimastreiks“ sind berechtigt: DIW-ForscherInnen unterzeichnen wissenschaftliche Stellungnahme Scientists4Future

Bericht vom 12. März 2019

Marcel Fratzscher (Präsident des DIW Berlin), Claudia Kemfert (Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt), Karsten Neuhoff (Leiter der Abteilung Klimapolitik) und mehrere andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem DIW Berlin gehören zu den über 19.000 Forscherinnen und Forscher, die in einer deutschsprachigen Erklärung ihr Verständnis für die berechtigten Sorgen der weltweit für den Schutz des Planeten demonstrierenden Schülerinnen und Schüler („Fridays for Future“) kundtun.

Diese Stellungnahme legt wissenschaftlich begründet dar, dass die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Meeres- und Bodenschutz bei weitem nicht ausreichen. Um die international vereinbarten Ziele zu erreichen, muss wesentlich schneller gehandelt und müssen dringend viel wirksamere Maßnahmen ergriffen werden. „In allen deutschsprachigen Ländern werden beim Umbau der Bereiche Energie, Ernährung, Landwirtschaft, Ressourcennutzung und Mobilität die notwendige Größenordnung und Geschwindigkeit nicht erreicht“, so der Text.

An der Erklärung, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterzeichnet haben, haben Kolleginnen und Kollegen u.a. des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der HU Berlin, der ETH Zürich und der Universität Bern gearbeitet, darunter auch Mitautorinnen und Mitautoren von IPCC-Berichten. Ähnliche wissenschaftliche Stellungnahmen wurden bereits in anderen Ländern veröffentlicht.

 

Themen: Klimapolitik