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DIW Wochenbericht

12 / 2019 Kaum Effekte einer höheren Pflichtschulzeit bei Müttern auf die psychische Gesundheit ihrer erwachsenen Kinder Daniel Graeber, Daniel D. Schnitzlein S. 205-210

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Abstract:

Psychische Erkrankungen, beispielsweise Depressionen, haben in den vergangenen Jahrzenten weltweit an Bedeutung gewonnen. Da diese nicht nur mit erheblichen Einschränkungen für die Betroffenen selbst verbunden sind, sondern auch einen hohen Kostenfaktor für die Allgemeinheit darstellen, wird die Frage nach potentiellen Einflussfaktoren immer relevanter. Die vorliegende Studie untersucht auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), welche Rolle die Schulbildung der Mutter für die psychische Gesundheit ihrer Kinder im Erwachsenenalter spielt. Konkret wird der Effekt der Erhöhung der Pflichtschulzeit in Westdeutschland um ein Jahr in den 1940er bis 1960er Jahren betrachtet. Das Ergebnis: Die psychische Gesundheit der Töchter im Erwachsenenalter verringerte sich leicht. Für die Söhne und bei Betrachtung aller Kinder zusammen zeigen sich hingegen keine Effekte. Dabei muss beachtet werden, dass die Schulreform – wie andere Studien ergaben – auch positive Effekte hatte, etwa auf die Gesundheit der Mütter oder die Bildung der Kinder.

JEL-Classification:

I10;I21;I26;J62

Keywords:

mental health, education, compulsory schooling, intergenerational transmission