„Der Währungskrieg wird auch Deutschland treffen“

Statement vom 7. August 2019

Zur Abwertung des chinesischen Yuan meint DIW-Präsident Marcel Fratzscher:

BlockquoteDies könnte der Anfang eines unumkehrbaren Handelskriegs zwischen den USA und China sein. China hat immer schon seine Währung manipuliert. Eine Abwertung infolge des Zollstreits - auch wenn China dies bestreitet - muss zwingend zu einer Eskalation mit den USA führen. Der US-Regierung blieb keine andere Wahl, als China als Währungsmanipulator zu deklarieren. Ich befürchte nun, dass andere asiatische Länder dem Beispiel Chinas folgen und ihre Währungen abwerten werden, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. Die Abwertung asiatischer Währungen könnte zu einem stärkeren Euro und weniger Wettbewerbsfähigkeit auch deutscher Exporte führen. Die Folge werden wohl geringere deutsche Exporte und damit ein schwächeres Wachstum in Deutschland sein. In Zeiten, in denen sich die deutsche Wirtschaft in einer milden Rezession befindet, ist die Eskalation im globalen Handelskonflikt das letzte, was wir brauchen. Die schiere Unberechenbarkeit des Handelskriegs richtet den größten Schaden für die Wirtschaft an. Denn Unternehmen können sich kaum auf diese globalen Konflikte vorbereiten, reduzieren ihre Investitionen und damit Beschäftigung und Wachstum. Auch die Konsumenten in Deutschland werden zunehmend verunsichert und reduzieren ihren Konsum und damit das Wirtschaftswachstum.