DIW Konjunkturbarometer September: Industrieschwäche bleibt Hauptproblem

Pressemitteilung vom 26. September 2019

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verharrt im September bei 89 Punkten. Damit signalisiert es für das dritte Quartal weiterhin eine um 0,2 Prozent schrumpfende Wirtschaftsleistung im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Der Abwärtstrend in der Industrie setzt sich zunächst fort: Bis zuletzt hat sich die Stimmung der Unternehmen eingetrübt, die Zahl der Neuaufträge ist mittlerweile jedoch stabiler als noch zuletzt. Unter dem Strich wird die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe aber auch im dritten Quartal zurückgehen.

Die Dienstleistungsbereiche tragen in der Summe dagegen positiv zum Wirtschaftswachstum bei. Während die Industrieflaute mehr und mehr auch die unternehmensnahen Dienstleister erfasst, profitieren die konsumnahen Dienstleister von der spürbar steigenden Kaufkraft der privaten Haushalte. Der Beschäftigungsaufbau hat sich zwar mittlerweile deutlich verlangsamt, insgesamt steigen die Arbeitseinkommen aber noch merklich, bei gleichzeitig relativ moderaten Preissteigerungen. Hinzu kommen kräftige finanzpolitische Impulse, die die verfügbaren Einkommen der Haushalte – und damit den privaten Konsum – ankurbeln.


Copyright: DIW Berlin

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am Mittwoch, den 30. Oktober 2019.

Themen: Konjunktur

Simon Junker

Stellvertretender Abteilungsleiter in der Abteilung Konjunkturpolitik

Claus Michelsen

Abteilungsleiter in der Abteilung Konjunkturpolitik