„Arbeit der Wirtschaftsnobelpreisträger hat das Leben vieler Menschen konkret verbessert“

Statement vom 14. Oktober 2019

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Michael Kremer für ihre Arbeit zur Linderung globaler Armut. Dazu ein Statement von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

BlockquoteDie Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Michael Kremer ist eine exzellente Wahl. Es hat wohl selten Wirtschaftsnobelpreisgewinner gegeben, die das Leben so vieler Menschen so verbessert haben. Durch konkrete Vorschläge und Programme konnte die Arbeit der Gewinner und der Gewinnerin einen Beitrag leisten, mehrere hundert Millionen Menschen weltweit in den vergangenen 20 Jahren aus der Armut zu holen und ihnen bessere Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Die Arbeit von Banerjee, Duflo und Kremer zeigt, dass die Wirtschaftswissenschaften sehr wohl nicht nur für die Politik, sondern für die Menschen insgesamt hilfreich sein können. Gerade die Makroökonomie und auch die Wirtschaftswissenschaften in Deutschland sollten sich die Praxisorientierung dieser Forschung zum Vorbild nehmen.

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