„Eine Corona-Kreditlinie des ESM wäre ein Zeichen der Solidarität in Europa “

Statement vom 24. März 2020

13 europäische ÖkonomInnen befürworten Corona-Kreditlinien vom Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. DIW Präsident und Co-Autor des Vorschlags Marcel Fratzscher kommentiert:

BlockquoteEuropa braucht eine gemeinsame wirtschaftspolitische Antwort auf die Corona-Krise. Wir, 13 europäische ÖkonomInnen, schlagen eine Kreditlinie des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM für alle EU-Mitgliedsstaaten vor, eine sogenannte Covid Credit Line, mit der sich die Risiken für die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität aller EU-Länder effektiv verringern lassen. Diese zweckgebundene Kreditlinie würde eine sehr lange Laufzeit mit einer geringen Konditionalität für alle Mitgliedsländer haben. Sie ermöglicht den EU-Staaten, ihre Maßnahmen gegen die Pandemie und dessen wirtschaftliche Auswirkungen zu intensivieren - zu geringen Kreditkosten, die unabhängig von der individuellen Haushaltssituation sind. Das schafft Solidarität und begrenzt den wirtschaftlichen Schaden für alle EU-Mitgliedsländer. Die derzeit diskutierten Eurobonds wären zwar ein ebenfalls effektives Mittel. Im Gegensatz zur Kreditlinie könnten Eurobonds aber nicht schnell genug eingeführt und wirksam werden. Den gemeinsamen Vorschlag (auf Englisch) von Agnès Bénassy-Quéré, Arnoud Boot, Antonio Fatás, Marcel Fratzscher, Clemens Fuest, Francesco Giavazzi, Ramon Marimon, Philippe Martin, Jean Pisani-Ferry, Lucrezia Reichlin, Dirk Schönmaker, Pedro Teles und Beatrice Weder di Mauro können Sie unter "Links" lesen und herunterladen.