Pressemitteilungen

Aktuelle und ältere Presseinformationen des DIW Berlin
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18.07.2012

Eltern und Kinder: Ähnliche Kompetenzen, unterschiedliche Persönlichkeiten

Intellektuelle Kompetenzen werden stärker von Eltern auf ihre Kinder übertragen als Persönlichkeitseigenschaften. Je älter die Kinder werden, umso mehr nähert sich ihre intellektuelle Leistungsfähigkeit derjenigen ihrer Eltern an.  Unterschiede in der sozialen Mobilität, also dem sozialen und wirtschaftlichen Auf- oder Abstieg von Kindern gegenüber  ihren Eltern, kann die Weitergabe von Fähigkeiten von einer Generation an die nächste aber nicht erklären, wie ein Ländervergleich zeigt. Dies deutet darauf hin, dass die Sozialstruktur einer Gesellschaft für das Ausmaß der intergenerationalen sozialen Durchlässigkeit verantwortlich ist. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf der Basis von repräsentativen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Sie untersucht, in welchem Ausmaß intellektuelle Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale in Deutschland von Eltern an ihre Kinder im Jugend- und jungen Erwachsenenalter weitergegeben werden.

11.07.2012

Vermögensabgaben - ein Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen in Europa

Zwangsanleihen und einmalige Vermögensabgaben auf höhere Privatvermögen könnten zur Refinanzierung und zum Abbau der Staatsschulden in Europa herangezogen werden, ohne dass eine Dämpfung der Konsumnachfrage zu befürchten wäre. Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ergeben für Deutschland ein Aufkommen von etwa 230 Milliarden Euro bei einer Abgabe von 10 Prozent auf private Vermögen über 250 000 Euro. Betroffen wären die reichsten acht Prozent der Bevölkerung. Vermutlich lassen sich in den europäischen Krisenländern auf diesem Weg ebenfalls erhebliche Einnahmen erzielen. „Die Belastung der großen Privatvermögen könnte die Staatsfinanzen in Europa stabilisieren“, sagt DIW-Experte Stefan Bach. Damit wäre ein wichtiger Schritt zu einer Konsolidierung der öffentlichen Haushalte getan, und wachstumsfördernde Reformen würden erleichtert.

04.07.2012

Krise im Euroraum holt die deutsche Wirtschaft ein

Die Krise im Euroraum bremst die deutsche Wirtschaft stärker als zunächst erwartet. Im Jahresdurchschnitt wird die Wirtschaft nur um ein Prozent wachsen. Dabei wird die Konjunktur hauptsächlich von der Binnenwirtschaft gestützt, die deutsche Exportindustrie wird erst um die Jahreswende wieder anziehen. Im nächsten Jahr liegt die Wachstumsrate dann bei knapp zwei Prozent. Die schwache konjunkturelle Entwicklung wird in diesem Jahr vorübergehend zu einem leichten Rückgang der Beschäftigung führen. Die Arbeitslosenquote wird dieses und nächstes Jahr bei knapp sieben Prozent liegen.

Dies sind in Kürze die wichtigsten Ergebnisse der „Sommergrundlinien 2012“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Die Krise im Euroraum holt die deutsche Wirtschaft ein“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Daran werden auch die Gipfelbeschlüsse von vergangener Woche kurzfristig nicht viel ändern.“

03.07.2012

Atomausstieg beeinflusst Strompreise kaum

Der Atomausstieg führt nicht notwendigerweise zu höheren Preisen, insbesondere wenn der Stromverbrauch nicht ansteigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat. Darin untersucht das DIW Berlin, wie sich der Atomausstieg auf die Strompreise, den Klimaschutz und die Kraftwerksinvestitionen in Deutschland und Europa auswirkt. Das Ergebnis: Die Großhandelsstrompreise werden durch den Atomausstieg minimal steigen. Eine wirkungsvolle Effizienzpolitik, die den Energieverbrauch stabil hält, kann diesen Preiseffekt jedoch abfedern und mittelfristig sogar gegenüber der Laufzeitverlängerung senken. Zudem sorgt der Ausbau erneuerbarer Energien dafür, dass sich die Strombörsenpreise trotz steigender Gas- und Kohlepreise kaum erhöhen werden.

27.06.2012

DIW-Konjunkturbarometer Juni 2012: Krise im Euroraum belastet im Sommerhalbjahr die deutsche Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft dürfte im zweiten Quartal deutlich an Fahrt verloren haben. Darauf deutet das DIW-Konjunkturbarometer hin, das einen Anstieg von nur noch knapp 0,2 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr anzeigt. „Die Krise im Euroraum dürfte die Exporte merklich dämpfen und zu einer wieder zunehmenden Zurückhaltung bei der inländischen Nachfrage beitragen“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Die Menschen in Deutschland werden wegen der Krise wieder nervöser. Das schwächt die Konsum- und Investitionsausgaben.“ Kurzfristig könnte sich daher auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder etwas verschlechtern.

21.06.2012

Führende Sicherheits- und Privatsphärenforscher treffen sich in Berlin

Die führenden Forscher im Bereich Ökonomie der Sicherheit und Privatsphäre treffen sich in diesem Jahr in Berlin, um sich beim 11. internationalen Workshop on the Economics of Information Security (WEIS 2012) vom 25. bis 26. Juni 2012 auszutauschen. Der international renommierte Workshop wird in diesem Jahr vom DIW Berlin und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ausgerichtet und vom Berliner Forschungsstaatssekretär Nicolas Zimmer eröffnet.

21.06.2012

Einkommen, Arbeit, Familie und Glück - Die wichtigsten Themen auf der SOEP-Nutzerkonferenz vom 28. bis zum 29. Juni 2012

Neue Forschungsergebnisse auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt vom 28. bis zum 29. Juni 2012 in Berlin. Zentrales Thema der 10. SOEP-Nutzerkonferenz ist die Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen. „Egal ob es um den Zugang zu Arbeit, Bildung und Vermögen geht oder um die persönliche Zufriedenheit – die Chancen in unserer Gesellschaft sind zunehmend ungleich verteilt“, sagt Prof. Dr. Jürgen Schupp, SOEP-Leiter und einer der Organisatoren der Konferenz. 

20.06.2012

"Grüne" Investitionen als Motor für die europäische Konjunktur

„Grüne“ Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Stromnetze könnten in einem Europäischen Wachstumspaket eine zentrale Rolle spielen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit dem Pariser Institut für Nachhaltige Entwicklung und Internationale Beziehungen (IDDRI). Der jährliche zusätzliche Investitionsbedarf in Bezug auf erneuerbare Energien und zu einem größeren Teil Energieeffizienz beläuft sich auf gut zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts von 2008. Das liegt in der Größenordnung der Konjunkturpakete 2008/2009 – und könnte somit einen wichtigen und schnellen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung leisten, insbesondere in den Krisenländern.

18.06.2012

Prognose der EM: Marktwertmethode bewährt sich in der Vorrunde

Obwohl einzelne Spiele durchaus aufregend waren, wurde das Zwischenergebnis der Fußball-Europameisterschaft bisher entscheidend von dem Marktwert der Mannschaften bestimmt. Das ist das Zwischenfazit von DIW Berlin-Chef Gert G. Wagner und Jürgen Gerhards von der Freien Universität Berlin zum laufenden Turnier. Zusammen mit Michael Mutz, ebenfalls von der FU Berlin, haben sie bereits vor Beginn der Europameisterschaft den Sieger mithilfe einer ökonomischen Analyse prognostiziert (siehe Wochenbericht Nr. 24/2012) und sind sich nach der Vorrunde sicher: Spanien und die deutsche Mannschaft bleiben weiterhin die Top-Favoriten der EM. Gerhards und Wagner haben mit dieser Methode bereits die Gewinner der letzten beiden Weltmeisterschaften und der letzten Fußball-Europameisterschaft prognostiziert.

14.06.2012

Regulierung netzbasierter Sektoren: Neues Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung erschienen

Die jüngsten Diskussionen über die Durchleitungspreise im Strom- und Gassektor, die Höhe der Bahn- und Wasserpreise sowie die Regulierung digitaler Netze im Telekommunikationssektor machen deutlich, dass effiziente staatliche Eingriffe an die technologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Sektoren angepasst werden müssen. In dem neuen Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung des DIW Berlin werden die aktuellen Regulierungen und Herausforderungen in den Sektoren Telekommunikation, Strom, Bahn und Wasser diskutiert und Lösungen aufgezeigt.

13.06.2012

Nicht nur Autofahren wird teurer: Öffentlicher Verkehr zieht nach

Die Kosten für Mobilität sind in den letzten 20 Jahren deutlich stärker gestiegen als die Lebenshaltungskosten insgesamt. Dabei sind die Kosten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Durchschnitt sogar stärker gestiegen als die Kosten für das Autofahren. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Personenverkehrs-Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung sind die Tarife für Busse und Bahnen um etwa 50 Prozent gestiegen. „Auto und öffentlicher Verkehr ziehen bei den variablen Kosten wie Kraftstoffe und Tickets in etwa gleich“, sagen die DIW-Verkehrsexperten Uwe Kunert und Sabine Radke. Der Vergleich der variablen Kosten sei angemessen, da die meisten Fahrten im öffentlichen Verkehr von Personen getätigt werden, die auch ein Auto zur Verfügung haben und sich deshalb zumindest kurzfristig an diesen Kosten orientieren dürften. Trotz höherer Preise wächst der Anteil des öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in Deutschland.

13.06.2012

Prognose zur Fußball-EM 2012: An Spanien kommt keiner vorbei – außer dem Zufall

Wissenschaftler des DIW Berlin und der FU Berlin prognostizieren Ausgang der Fußball-EM

Aus ökonomischer Sicht hat Spanien die größte Wahrscheinlichkeit, die Fußball-Europameisterschaft 2012 zu gewinnen. Denn die spanische Mannschaft zeichnet sich nicht nur durch den höchsten Marktwert, sondern auch durch die größte Homogenität aus. Zu diesem Ergebnis kommen Gert G. Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sowie Jürgen Gerhards und Michael Mutz von der Freien Universität Berlin in einer gemeinsamen Studie. Gerhards und Wagner haben auf Basis ihrer ökonomischen Analyse bereits den Ausgang der letzten zwei Fußballwelt- und der letzten Europameisterschaft richtig prognostiziert. Neben der spanischen ist die deutsche Mannschaft die stärkste dieser Europameisterschaft und hat daher eine reelle Chance, das Turnier zu gewinnen. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Marktwerte und Spielstärken der Vorrundengruppe B, in der die deutsche Mannschaft spielt, ist allerdings auch das Risiko nennenswert, dass die deutsche Elf noch nicht einmal das Viertelfinale erreicht.

08.06.2012

Einkommen, Bildung, Gesundheit und Glück: neue Ergebnisse der größten Langzeitstudie Deutschlands

10. SOEP-Nutzerkonferenz vom 28. - 29. Juni in Berlin

Welche gesundheitlichen Folgen hat die ungleiche Verteilung von Einkommen? Sind Privatschüler erfolgreicher als andere? Beeinflusst Luftverschmutzung unsere Lebenszufriedenheit? Auf der 10. SOEP-Nutzerkonferenz (SOEP User Conference) präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt ihre Forschungsergebnisse auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), der größten und am längsten laufenden multidisziplinären Langzeitstudie in Deutschland. Die Konferenz findet vom 28. bis zum 29. Juni 2012 in Berlin statt.

06.06.2012

Babyboomer: Brüchigere Erwerbsverläufe mit Auswirkungen auf die Rente

Die Erwerbsverläufe der Babyboomer unterscheiden sich deutlich von denen vorangegangener Jahrgänge. Sie sind häufig geprägt von Phasen der Arbeitslosigkeit oder Teilzeitarbeit, aber auch von einem Rückgang ausschließlicher Tätigkeit im Haushalt. Das wirkt sich auch auf die Rentenanwartschaften aus. In einer neuen Studie, an der unter anderen das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) beteiligt waren, wurden die Folgen fragilerer Erwerbsverläufe auf die Rentenerwartungen untersucht. Vor allem für ostdeutsche Männer der Babyboomer-Jahrgänge dürften die Rentenanwartschaften geringer ausfallen. Während bei älteren Jahrgänge jeder zweite noch fast 43 Entgeltpunkte erreichte, werden die ostdeutschen Männer der Babyboomer-Jahrgänge bei Rentenbeginn lediglich noch über knapp 33 Entgeltpunkte verfügen. Für ostdeutsche Frauen und westdeutsche Männer sind hingegen nur geringe Abnahmen zu erwarten. Die erwarteten Rentenanwartschaften westdeutscher Frauen bleiben stabil, allerdings auf relativ niedrigem Niveau. Die Babyboomer sind allerdings auch die erste Generation, die in nennenswertem Umfang Leistungen aus der geförderten Zusatzvorsorge (zum Beispiel „Riester-Renten“) erwarten kann. Die bestehende Datenlage lässt hierzu aber noch keine konkreten Abschätzungen zu.

31.05.2012

EU-Ölembargo gegen Iran wenig wirksam

Das am 1. Juli in Kraft tretende Embargo der Europäischen Union gegen Ölimporte aus dem Iran wird weitgehend wirkungslos bleiben, da der Iran seine Exporte nach Asien umlenken kann. Dies berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer aktuellen Studie. Europa ist vom Ausfall iranischer Rohölimporte nur wenig betroffen und könnte diese kurzfristig durch andere Lieferungen aus der Golfregion ersetzen. Gravierend wären allerdings die Auswirkungen einer Sperre der Straße von Hormus, die aber wenig wahrscheinlich ist.

31.05.2012

DIW Berlin: Neue Methode misst Einfluss der Einkommensverteilung auf die Konjunktur

Konjunkturforscher am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) haben ein neues Verfahren  entwickelt, um die Sparquote in Deutschland zu schätzen. Sie nutzen dafür Daten über die Verteilung der Haushaltseinkommen und ziehen daraus Rückschlüsse auf die Sparquote und damit auch auf die Höhe des privaten Konsums. So können die Treffsicherheit und die Konsistenz von Konjunkturprognosen verbessert werden.

30.05.2012

Konjunkturbarometer Mai 2012: Deutsche Wirtschaft bleibt auf Kurs

Nach dem überraschend starken Auftaktquartal dürfte der Aufschwung im zweiten Vierteljahr anhalten. Das DIW-Konjunkturbarometer zeigt mit 0,3 Prozent jedoch ein im Vergleich zur Vorquartal leicht gedämpftes Tempo an. „Die Unternehmensstimmung hat sich zuletzt zwar eingetrübt, die Industrie wird ihre Produktion aber wohl weiter ausdehnen“, so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner, „und nach dem kräftigen witterungsbedingten Plus am Bau wird dort die Produktion sogar deutlich über dem Niveau des ersten Quartals liegen“.

16.05.2012

Stromnetze in Deutschland behutsam erneuern

DIW Berlin: Deutsche und europäische Pläne für den Ausbau können in aller Ruhe diskutiert werden

Die Modernisierung und der Ausbau der Stromübertragungsnetze kommen in Deutschland langsam, aber kontinuierlich voran. Kurzfristig wird es keine Netzlücken geben, trotz des Atomausstiegs. „Es ist genug Zeit, den weiteren Netzausbau gründlich zu planen“, sagt Christian von Hirschhausen, Forschungsdirektor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Ohne Eile kann der Netzausbau in Deutschland und Europa auf den Prüfstand gestellt werden.“ Am 1. Juni 2012 wollen die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland einen neuen Netzentwicklungsplan vorstellen und in die öffentliche Diskussion einbringen.

15.05.2012

DIW Berlin: Deutsche Wirtschaft überrascht mit kräftigem Jahresauftakt

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal überraschend kräftig um 0,5 Prozent gewachsen. Dieser Zuwachs gleicht den Rückgang der Wirtschaftsleistung im Schlussquartal mehr als aus. Nach Auffassung von Ferdinand Fichtner, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dürfte sich die spürbare Belebung fortsetzen: „Vor allem die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt stützt die deutsche Wirtschaft: Die Haushalte profitieren von der gestiegenen Arbeitsplatzsicherheit und Lohnzuwächsen, die oberhalb der Inflationsrate liegen werden. Der private Verbrauch wird das Wachstum in Deutschland spürbar anschieben.“

09.05.2012

Gewinnverlagerungen multinationaler Unternehmen: Zinsschranke greift trotz Freigrenze

Die seit dem Jahr 2008 geltende Zinsschranke ist trotz der Freigrenze von drei Millionen Euro grundsätzlich geeignet, die Gewinnverlagerungen multinationaler Unternehmen einzudämmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer aktuellen Studie. „Obwohl aufgrund der Freigrenze von drei Millionen Euro nur eine geringe Anzahl der Unternehmen mit einer ausländischen Muttergesellschaft betroffen ist, weisen diese jedoch den überwiegenden Anteil des investierten Vermögens und damit wahrscheinlich auch der Gewinne dieser Unternehmensgruppe auf“, sagen die DIW-Experten Martin Simmler und Hermann Buslei. Die Zinsschranke wurde mit der Unternehmenssteuerreform 2008 eingeführt und soll die Gewinnverlagerung und damit den Verlust von Steuereinnahmen für den deutschen Fiskus begrenzen.

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