Industrietagung
Veranstaltungen des DIW BerlinDialog mit Unternehmen und Verbänden
Der direkte Austausch zwischen Repräsentanten aus Wirtschaft und Wissenschaft ist das Ziel der Industrietagung, die von der Vereinigung der Freunde des DIW Berlin unterstützt wird. Im Mittelpunkt der Industrietagung stehen zwei Aspekte: „Wie entwickelt sich die deutsche Wirtschaft?" und „Welches sind die Trends im produzierenden Gewerbe?" Das sind die zentralen Fragen, mit der sich die Industrietagung traditionell seit 1960 beschäftigt.
Rückblick: Industrietagung 2011 vom 27. - 28. Oktober
Der seit Anfang des Jahres 2011 amtierende Vorstand des DIW Berlin will die forschungsbasierte Politikberatung verstärken. Für den Vorstandsvorsitzenden, Prof. Gert G. Wagner, ist die Industrietagung ein wichtiger Bestandteil des Dialogs zwischen dem DIW Berlin mit der Vereinigung der Freunde des DIW Berlin.
In seiner Anmoderation machte Dr. Josef Auer (Deutsche Bank Research), der gemeinsam mit Ralf Messer (DIW Berlin) die Industrietagung moderierte, deutlich, dass das Schwerpunktthema „Indien - Standort mit Potential" hoch aktuell ist. Denn die Bedeutung Indiens ist unübersehbar und bezogen auf den Bankensektor gewinnt Indien immer mehr an Bedeutung und gilt bereits heute als Global Player.
In seinem einleitenden Vortrag skizzierte Heinrich Schuster von der KSB AG die wirtschaftlichen Stärken und Schwächen des mit über 1 Milliarde Menschen zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde. Indien gehört zum Kreis der 10 größten Volkswirtschaften weltweit. Das Wachstumspotential sei allein aufgrund der Größe des Marktes enorm und bietet auch große Chancen für deutsche Unternehmen. Die KSB AG ist seit 50 Jahren in Indien vor Ort und engagiert sich dort im Umweltschutz.
Dr. Simon Junker (DIW Berlin) ging in seinem Vortrag auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und der deutschen Konjunktur ein, während Dr. Dorothea Lucke ein Bild von der industriellen Entwicklung in Deutschland, Europa und den USA zeichnete. Die Vorträge der Branchenreferenten enthielten ein differenziertes Bild der Lage in ihren Branchen. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung ist das Vorkrisenniveau noch längst nicht erreicht. Bezogen auf die Aktivitäten am Standort wurde beispielsweise deutlich, dass Indien im Maschinenbau heute zu den TOP 10 der Welt gehört und auch für den Stahlmarkt eine herausragende Bedeutug hat.
Eine hochkarätig besetzte öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema „Europa - quo vadis" mit Dr. Markus Kerber (BDI) und Stefan B. Schneider (Deutsche Bank Research) sowie Prof. Dr. Gert G. Wagner (DIW Berlin) rundete den ersten Tag ab. Die Diskutanten reflektierten die Ergebnisse des aktuellen „Krisengipfels", die grundsätzlich begrüßt wurden und stritten über die Idee einer „Europäischen Wirtschaftsregierung".
Mit der Präsentation der Industrieprognose des DIW Berlin, die für das Jahr 2012 pessimistischer ausfällt als die Vorausschätzungen der Branchenvertreter, endete die DIW-Industrietagung 2011.

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