Pressemitteilung/Press Release
Pressemitteilung vom 06.08.2010
Zimmermann verteidigt Prognoseverzicht
Eineinhalb Jahre nach dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise hat DIW-Präsident Klaus Zimmermann abermals seinen Vorschlag eines Verzichts auf Konjunkturprognosen zum damaligen Zeitpunkt bekräftigt. „Man muss auch mal zugeben können, dass man nichts weiß“, sagte Zimmermann der Wochenzeitung ‚Die Zeit’.
Insbesondere mittelfristige Punktprognosen ohne Bandbreiten seien problematisch. Das wüssten alle, die sich mit der Sache beschäftigen - Ökonomen ebenso wie Journalisten. Aber die Ökonomen ordneten sich den Medien unter, die eine konkrete Zahl verlangten, die sich gut verstehen ließe. Als das DIW seine Prognose eine Zeit lang mit Wahrscheinlichkeiten versehen habe, habe das niemanden interessiert. Eine düstere Prognose könne eine Krise schließlich noch verschlimmern: „Mir ging es vor allem darum, die Bürger mit düsteren Prognosen nicht noch mehr zu verunsichern.“
In der aktuellen Zuwanderungsdebatte sprach sich der DIW-Präsident für eine rasche Etablierung Deutschlands als Zuwanderungsland aus. Deutschland werde sonst leer ausgehen, wenn in ein paar Jahren der Kampf um die klugen Köpfe beginne.
Links
Das komplette Interview können Sie hier lesen.
Weitere Pressemitteilungen
Pressestelle
Renate BogdanovicSusanne Marcus
Nicole Walter
Telefon +49-30-897 89-249 oder -252
Mobil +49-174-319-3131
presse@diw.de
Pressereferentin Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)
Monika Wimmer
Telefon +49-30-89789-251
Mail: mwimmer@diw.de

Diese Seite empfehlen