Die Lange Nacht der Wissenschaften 2010 im DIW Berlin

Die Lange Nacht der Wissenschaften lockt von Jahr zu Jahr ein immer größeres Publikum an die Orte von Wissenschaft und Forschung. Das DIW Berlin hat sich in diesem Jahr erstmals an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligt - mit großem Erfolg: 500 Besucher kamen. Bei dem größtenteils jungen Publikum stießen besonders die Vorträge auf großes Interesse. Einige der Präsentationen finden Sie auf dieser Seite.

Unser Programm

Feierliche Eröffnung der Ausstellung: Gelehrtenrepublik und Denkfabrik - Die Geschichte des DIW Berlin 1925-2010
im Foyer (Erdgeschoss) des DIW Berlin

Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Instituts im Spiegel der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands - von der Wirtschaftskrise der Weimarer Republik über die Kriegswirtschaft des Nationalsozialismus zu Wirtschaftswunder und Planwirtschaft, Ölkrise, Wiedervereinigung und der Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2009. An all diesen Wendepunkten der deutschen Wirtschaftsgeschichte hat das DIW Berlin eine Rolle als Berater, Gutachter, Kommentierer und oft unbequemer Kritiker gespielt. Und hat gleichzeitig sein eigenes Angesicht immer wieder geändert: Von der „Gelehrtenrepublik" unter Ferdinand Friedensburg hin zum modernen „Think Tank". DIW-Präsident Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann und DIW- Vizepräsident Prof. Dr. Alexander S. Kritikos eröffneten die Ausstellung feierlich.


Forschen am sozialen Leben

Die Zahl der Armen ist gewachsen. Frauen verdienen weniger als Männer. Wer sich sozial engagiert, ist glücklicher. Diese Ergebnisse basieren auf Daten des SOEP - der größten und am längsten laufenden sozial-wissenschaftlichen Erhebung in Deutschland. Wie entsteht so eine Studie? Wer denkt sich die Fragen aus? Was wird damit erforscht? Jährlich beantworten etwa  20 000 Personen Fragen zu ihrer Arbeit und Gesundheit, zu ihrem Einkommen, ihrer Familie und ihrer Lebenszufriedenheit. Wir zeigten Ihnen, wie die Studie entsteht, wer sich die Fragen ausdenkt und was mit den Antworten erforscht werden kann.

Präsentation | PDF, 1.22 MB


Der Referent


Prof. Dr. Jürgen Schupp ist Survey Manager und Stellvertretender Leiter der Abteilung Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin sowie seit 2006 Honorarprofessor für Soziologie am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin. Seit April 2009 ist Jürgen Schupp außerdem als Vice Dean of Graduate Studies am DIW Graduate Center of Economic and Social Research tätig.

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Klimaschutz: jetzt erst recht! Vortrag von Claudia Kemfert

Klimaschutz ist DER Wirtschaftsmotor für unser Land. Gerade in der Krise muss es daher heißen „jetzt erst recht" statt „erstmal nicht". Durch gezielte Investitionen kann der Klimaschutz drei Krisen meistern: Wirtschaftskrise, Klimakrise, Energiekrise. Warum es wichtig ist, schon heute damit zu beginnen, erklärte Umweltökonomin Claudia Kemfert.

Präsentation | PDF, 0.57 MB


Die Referentin


Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin und ist seit April 2009 Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance (HSoG).

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Lernen aus der griechischen Krise: Europa braucht mehr Governance. Vortrag von Ansgar Belke

Griechenlands Schuldenproblem ist noch lange nicht gelöst. Dennoch verdienen die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung Vertrauen, meint Wirtschaftsforscher Ansgar Belke. Er erläuterte Vor- und Nachteile einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftsregierung, eines Europäischen Währungsfonds und die Frage, ob die Krise auch uns bedrohen kann.

Präsentation | PDF, 3.48 MB


Der Referent


Univ-Prof. Dr. Ansgar Belke ist Forschungsdirektor Makroökonomie der Abteilungen Konjunktur, Staat und Weltwirtschaft am DIW Berlin. An der Universität Duisburg-Essen hat er den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik, inne.

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Schulden, Steuern, Staatsfinanzen: Wie der Staat seine Finanzen in Ordnung bringen kann und was wir davon haben. Vortrag von Stefan Bach

Die Steuereinnahmen brechen weg, die Staatsausgaben steigen. In diesem Jahr steigen die Staatsschulden kräftig, obwohl die Wirtschaft wieder wächst. Wer das bezahlt? Natürlich wir alle - über höhere Steuern und weniger öffentliche Leistungen. Wirtschaftsforscher Stefan Bach erläuterte wie Steuern, Staatsfinanzen und Staatsschulden zusammenhängen.

Präsentation | PDF, 347.65 KB


Der Referent


Dr. Stefan Bach ist stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung Staat am DIW Berlin und Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam. Stefan Bach ist seit 1992 am DIW Berlin als Wissenschaftler tätig.

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Diagnose Berlin: Zwischen industriellem Aderlass und neuem Wachstum. Vortrag von Martin Gornig

20 Jahre nach der Einheit hinkt Berlin noch anderen deutschen und europäischen Metropolen hinterher. Jetzt gibt es Anzeichen für eine Trendwende. Von dem Regionalforscher Martin Gornig konnten Sie erfahren, wie die Berliner Kreativwirtschaft, aber auch die Berliner Industrie zu Wachstumsmotoren der Stadt werden kann.

Präsentation | PDF, 483.39 KB


Der Referent


Prof. Dr. Martin Gornig ist stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung Innovation, Industrie, Dienstleistung am DIW Berlin und Honorarprofessor für Stadt- und Regionalökonomie an der Technischen Universität Berlin. Martin Gornig arbeitet seit 1988 als Wissenschaftler am DIW Berlin.

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Richtig investieren. Vortrag von Georg Weizsäcker

Finanzielle Entscheidungen, die wir treffen - oder versäumen zu treffen - können erhebliche Folgen für unser Leben haben. Trotzdem machen wir viele vermeidbare Fehler. Verhaltensökonom Georg Weizsäcker erklärte, welche dies sind, und ludt Sie ein, mit ihm zu experimentieren und nach Herzenslust Fehler zu machen - garantiert ohne böse Verluste.


Der Referent


Dr. Georg Weizsäcker unterstützt als Forschungsdirektor im Vorstandsbereich das DIW Berlin beim Aufbau eines Forschungsumfeldes in den Arbeitsbereichen Experimental Economics, Spieltheorie, Behavioral Economics, Entscheidungstheorie, Finanzierungstheorie, Mikrooekonomische Theorie und Empirie der Mikrooekonomie.

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Innovationsindikator: Wie innovativ ist Deutschland? Vortrag von Jens Schmidt-Ehmcke

Warum wächst die Wirtschaft? Das Zauberwort heißt: Innovation. Was ist damit gemeint? Wie lässt sich die Innovationskraft eines Landes messen? Die Wirtschaftsforscher zeigten Ihnen, wie sie komplexe Fragen mit Indikatoren beantworten können, wo die Stärken und Schwächen deutscher Innovationen liegen und warum einige Länder noch innovativer sind.


Der Referent


Dr. Jens Schmidt-Ehmcke unterstützt das DIW Berlin seit 2003 als Referent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Innovation, Industrie, Dienstleistung.

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Wer wird Fußballweltmeister? Zur Ökonomie des Sports (mit Bekanntgabe des Fussball_Weltmeisters 2010).
Vortrag von Gert Wagner, DIW Berlin, und Jürgen Gerhards, FU Berlin

Können Wirtschafts- und Sozialforscher auch Sport-Ergebnisse im Voraus berechnen? Gert G. Wagner und Jürgen Gerhards traten den Beweis an: Auf der Basis ökonomischer Modelle,prognostizierten sie den Ausgang der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika - und zeigten, dass Sport und Wirtschaft mehr verbindet, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Jürgen Gerhards und Gert Wagner haben sowohl bei der letzten EM als auch bei der letzten WM den Sieger richtig prognostiziert.

Geld : Zufall = Spanien wird Fußballweltmeister | PDF, 167.56 KB

Money : Chance = Spain Wins 2010 Football World Cup | PDF, 165.87 KB


Die Referenten


Univ.-Prof. Dr. Gert G. Wagner leitet das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) am DIW Berlin, ist Lehrstuhlinhaber für Empirische Wirtschaftsforschung und Wirtschaftspolitik an der TU Berlin sowie Max Planck Fellow am MPI für Bildungsforschung (Berlin). Als Faculty Member unterstützt Gert G. Wagner sowohl das DIW Graduate Center als auch die Max Planck Research School LIFE.



Univ.-Prof. Dr. Jürgen Gerhards  ist Professor und Geschäftsführender Direktor am Institut für Soziologie in Berlin. Er ist außerdem Forschungsprofessor am DIW Berlin und Faculty Member des DIW Graduates Centers.

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