Finanzmärkte und realwirtschaftliche Entwicklung

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Abteilung
Makroökonomie

Forschungsbereich

Finanzmärkte und realwirtschaftliche Entwicklung


Kurzportrait

Die Bedeutung der Finanzmärkte für die realwirtschaftliche Entwicklung ist spätestens mit der Finanzkrise evident geworden. Vormals als sicher angesehene Erkenntnisse der Wirtschaftswissenschaften, etwa die, das Finanzinnovationen in aller Regel das realwirtschaftliche Wachstum fördern, sind ins Wanken geraten und bedürfen wie die Rolle von Finanzinstitutionen einer Neubewertung. Die Forschungsarbeiten sind auf den Zusammenhang zwischen Finanzsystem, Effizienz und Wachstum ausgerichtet. Das Verhalten der Akteure im Finanzsektor wird im Kontext von Informationsasymmetrien und Anreizproblemen thematisiert. Empirische Evidenz über die Finanzierungsmuster von Unternehmen und der Struktur des Banken- und Finanzsystems wird genutzt, um die Finanzkrise und ihre Begleiterscheinungen besser zu verstehen. Die Besonderheiten des deutschen Finanzsystems werden relativ zu kapitalmarktorientierten Systemen untersucht. Auf makroökonomischer Ebene werden die Auswirkungen der Triebkräfte der Finanzmarktintegration auf die Leistungsfähigkeit des Finanzsystems und das Wachstum der Volkswirtschaften diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Analyse der Transmission wirtschaftspolitischer Maßnahmen auf zunehmend integrierten Finanzmärkten.