Das SOEP gratuliert seinem DIW-Forschungsprofessor Prof. Dr. Martin Diewald, Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, sowie den beiden Mitantragstellern Rainer Riemann und Frank M. Spinath, zur Bewilligung ihrer ambitionierten Langzeitstudie TWINLIFE durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) („Genetic and social causes of life chances. Establishing a genetically informative, longitudinal study of the life course and individual development”). Prof. Dr. Martin Diewald erfuhr die gute Nachricht während eines Gastaufenthaltes beim Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) in Berlin.
Wie entsteht soziale Ungleichheit? Und wie wirken dabei Gene und Umweltfaktoren zusammen? Zur Klärung der Fragen wie soziale Ungleichheit entsteht und dabei wie dabei Gene und Umweltfaktoren zusammen wirken wird TWINLIFE als „Langfristvorhaben“ von der DFG gefördert. Dabei werden 4000 Zwillingspaare in unterschiedlichen Lebensabschnitten befragt, umso besser zu verstehen, wie aus individuellen Unterschieden soziale Ungleichheit erwächst. Die Daten werden teilweise mit den Daten des SOEP vergleichbar sein, sodass die Zwillinge in TWINLIFE mit normalen Geschwistern im SOEP verglichen werden können. Die Zusammenarbeit zweier großer Längsschnittstudien gehört zu den methodischen Vorzügen von TWINLIFE.
„Wir freuen uns über den Start dieser weltweit einmaligen Längsschnittstudie, blicken mit Spannung auf die geplante Forschungskooperation und erwarten wirklich neue Erkenntnisse im Bereich interdisziplinärer Lebenslaufforschung“ sagte SOEP Leiter Jürgen Schupp. „Durch die Forschungsdaten bei Zwillingen, die TWINLIFE erzeugen wird, werden auch die bereits verfügbaren Geschwister-Daten des SOEP wertvoller“, ergänzt Jürgen Schupp, der bereits seit vielen Jahren mit Martin Diewald gemeinsame sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte bearbeitet.