Pressemitteilungen

Pressemitteilungen des DIW Berlin mit dem SOEP
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18.01.2012

Managerinnen-Barometer 2011: Zähes Ringen um mehr Frauen in den Spitzengremien großer Unternehmen und Banken

Im Jahr 2011 hat sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen und Banken in Deutschland kaum verändert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die DIW-Expertinnen Elke Holst und Julia Schimeta konnten im Vergleich zum Vorjahr keinen nennenswerten Anstieg bei der Zahl der Frauen in Top-Positionen beobachten. „Obwohl das Ziel, mehr Frauen in Spitzengremien der Wirtschaft zu berücksichtigen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik immer stärkere Beachtung findet, werden Frauen an den maßgeblichen wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen weiterhin kaum beteiligt“, fasst DIW-Forschungsdirektorin Holst zusammen.

04.11.2011

SOEP-Studie: Westdeutsche profitierten nach der Wende von Ost-Kontakten

Gute Beziehungen zu DDR-Bürgern haben sich für Westdeutsche gelohnt. Das ist das Ergebnis einer Studie auf der Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). „Westdeutsche, die Verwandte in Ostdeutschland hatten, haben nach dem Fall der Mauer 1989 davon häufig auch wirtschaftlich profitiert“, sagt Konrad B. Burchardi, einer der Autoren. „Gleichzeitig ist die Wirtschaftskraft in Regionen gestiegen, in denen vor der Wende besonders viele Menschen mit Ost-Kontakten lebten.“

28.10.2011

SOEP-Studie: Luftverschmutzung schädigt die Gesundheit von Kindern

Vor allem eine verstärkte Kohlenmonoxid-Belastung sowie erhöhte Ozon-Werte schädigen die Gesundheit von Kindern. Das ist das Ergebnis einer jetzt im renommierten „Journal of Health Economics“ veröffentlichten Studie auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). „Eine verstärkte Belastung durch Kohlenmonoxid führt zu einem geringeren Geburtsgewicht von Babys“, sagt die Berliner Familien- und Bildungsökonomin C. Katharina Spieß, eine der Autorinnen. „Kleinkinder, die erhöhten Ozonwerten ausgesetzt sind, leiden häufiger unter Bronchitis oder Atemwegserkrankungen“.

12.10.2011

Migrantenkinder, Frauen, frühkindliche Betreuung: In Deutschland schlummern noch viele ungenutzte Potentiale

In Deutschland bleiben viele Potentiale ungenutzt. Wenn es um die Bildungschancen von Migrantenkindern, um Fehlanreize durch das Ehegattensplitting oder um die Kinderbetreuung geht, werden bislang, zeigt der neue Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), viele Chancen verschenkt. Dabei könnten teilweise bereits kleinere Veränderungen große Wirkung entfalten.

26.09.2011

400 Schlaglichter auf Deutschland: Recherche-Fundgrube des Sozio-oekonomischen Panels feiert Jubiläum

Seit 2007 sind die „SOEPpapers“ eine interdisziplinäre Plattform für den Austausch unter Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern, Demographen, Gesundheitswissenschaftlern und Psychologen. Journalisten können sie als Recherche-Hilfe und Quelle für Themenideen nutzen.

26.09.2011

SOEP-Studie: Nur die Gesunden treiben Sport

Egal ob Herzsportgruppe, Nordic Walking oder Rückenschule – Sport fördert die Gesundheit. Das Problem dabei: Gerade Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun müssten, zieht es relativ selten in die Turnhallen. „Je weniger zufrieden Männer und Frauen mit ihrer Gesundheit sind, desto seltener treiben sie Sport“, sagt die Heidelberger Soziologin Simone Becker. Das ist das Ergebnis ihrer kürzlich als 400. SOEPpaper veröffentlichten Studie.

07.09.2011

Internet statt Bankfiliale: Immer mehr und klassische Kunden nutzen Kreditplattformen im Netz

Statt in einer Bankfiliale suchen immer mehr Menschen im Internet nach Möglichkeiten, sich Geld zu leihen. Insgesamt werden 2010 bereits Kredite im Wert von rund einer Milliarde Euro nicht von professionellen Finanzinstituten, sondern von Privatleuten im Netz vergeben - über sogenannte Internet-Kreditplattformen. Zwar machen Online-Kreditplattformen immer noch nur einen sehr kleinen Teil des weltweiten Kreditmarktes aus, aber sie sind kein Sonderphänomen mehr. Einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge erfreuen sich die Plattformen großer Zuwachsraten und locken zunehmend klassische Bankkunden an.

26.08.2011

Neue SOEP-Studie: Lebensereignisse verändern die Persönlichkeit

Die Persönlichkeit eines Menschen ist nicht nur eine Frage der Gene, sondern ändert sich auch durch Lebensereignisse. Das ist das zentrale Ergebnis einer jetzt im Journal of Personality and Social Psychology erschienenen Studie auf der Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). „Menschen verändern sich im Laufe des Lebens, insbesondere bis zu einem Alter von 30 Jahren und ab einem Alter von 70 Jahren“, sagt Jule Specht, eine der Autorinnen und Autoren. Die Ergebnisse der Psychologen stellen die Auffassung infrage, dass die Persönlichkeit eines Menschen von Geburt an weitgehend festgelegt ist.

03.08.2011

Einbürgerung: Verhalten und kulturelle Anpassung sollten entscheidend sein

Neue DIW-Studie zeigt:  Die Deutschen stehen dem Thema Einbürgerung positiver und zugleich differenziert gegenüber

„Wer darf Deutsche oder Deutscher werden?“- Auf diese Frage antworten die Deutschen inzwischen  anders als noch in den 90er Jahren. Immer mehr Bundesbürger ohne Migrationshintergrund („Deutsche“) sind der Meinung, dass vor allem das Verhalten für die Einbürgerung ausschlaggebend sein sollte. Hingegen halten weniger Deutsche die „ethnisch deutsche Abstammung“ für das entscheidende Kriterium. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Der Anteil der Menschen, die sogenannte „zivil-kulturelle“ Voraussetzungen für wichtiger halten – also etwa die Beherrschung der Sprache oder die Anpassung an den Lebensstil – lag 2006 bei 57 Prozent (West) und 54 Prozent (Ost) und ist damit rund drei Mal so hoch wie im Jahr 1996. Im Jahr 2006 hielten nur vier Prozent (West) bzw. drei Prozent (Ost) der Befragten die „ethnisch deutsche Abstammung“ für besonders wichtig.

21.07.2011

Akademiker spenden mehr Geld, aber nicht mehr Blut

DIW-Studie untersucht Geld- und Blutspender nach ökonomischen und sozialen Merkmalen – Glückliche Menschen spenden mehr

Frauen spenden mehr als Männer, Alte mehr als Junge, Menschen in Westdeutschland mehr als in Ostdeutschland, Akademiker am meisten. Das alles, so zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis der Erhebung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), gilt aber nur für Geldspenden. Bei Blutspenden sind soziale und finanzielle Unterschiede viel weniger von Belang. Hier spenden nahezu alle Schichten und Klassen gleich – allerdings auch viel seltener. Während fast 40 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland im Jahr 2009 Geld spendeten, gaben nur sieben Prozent von ihrem Blut ab. Ein Faktor ist jedoch sowohl für Blut- wie auch für Geldspenden höher: „Menschen, die sich als glücklich bezeichnen, spenden generell öfter. Man kann also sagen, dass Spender die glücklicheren Menschen sind“, erläutert SOEP-Leiter Jürgen Schupp. Ob das höhere Glücksgefühl auf das Spenden zurückzuführen ist oder ob glücklichere Menschen eher bereit sind zu spenden, ist allerdings offen.

20.07.2011

SOEP-Studie: Risikofreudige Menschen sind zufriedener

Männer wagen mehr als Frauen. Große Menschen sind risikofreudiger als kleine. Wer Eltern mit Abitur hat, geht eher Risiken ein als andere. Und: Wer mehr wagt, ist in seinem Leben zufriedener. Das sind die zentralen Ergebnisse einer kürzlich im „Journal of the European Economic Association“ veröffentlichten Studie über den Umgang mit Risiken. Für ihre Untersuchung hatten die Wissenschaftler Daten der Langzeiterhebung „Sozio-oekonomisches Panel“ (SOEP) ausgewertet.

07.07.2011

Gemeinsames Konto: Wer mehr einbringt, bekommt auch mehr heraus

Neue Fußballschuhe oder eine neue Handtasche? Fürs Haus sparen oder in den Urlaub fliegen? Die meisten deutschen Paare verwalten ihr Haushaltseinkommen auf einem gemeinsamen Konto. Bisher gingen Ökonomen davon aus, dass beide Partner auch gleichermaßen davon profitieren. „Diese Annahme ist nicht richtig“, sagt die Bamberger Sozialwissenschaftlerin Susanne Elsas. „Wer mehr einzahlt, zieht auch den größeren Nutzen aus dem gemeinsamen Einkommen.“ Das ist das Ergebnis ihrer kürzlich veröffentlichten Studie auf Basis von Daten der Langzeiterhebung „Sozio-oekonomisches Panel“ (SOEP).

23.06.2011

Alterssicherung: Zeit für weitere Reformen

Anlässlich des von der Bundesregierung geplanten "Regierungsdialogs Rente" legt das DIW Berlin neueste Analysen zur Einkommensverteilung in Deutschland vor. Die beiden DIW-Forscher Jan Goebel und Markus M. Grabka gingen der Frage nach, ob das Risiko für Altersarmut in Deutschland steigt. Dafür untersuchten sie nicht nur die laufenden Einkommen, sondern auch das Vermögen sowie die Haushaltsstrukturen der Personen ab 65 und verglichen sie mit dem Rest der Bevölkerung. Insgesamt, so zeigt die Studie, ist die gegenwärtige Einkommenssituation der älteren Menschen vergleichsweise positiv zu bewerten. „Noch ist das Armutsrisiko der älteren Menschen insgesamt etwas geringer als das der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Es gibt allerdings erste Anzeichen, die auf eine mögliche Verschlechterung hindeuten“, so die Autoren. Insofern komme der  "Regierungsdialogs Rente" zur rechten Zeit.

07.06.2011

Fairness ist gesund

Ungerechte Löhne begünstigen Herzerkrankungen

Ungerechte Löhne sind schlecht für das Herz. Das ist das Ergebnis der kürzlich vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) veröffentlichten Studie einer Forschergruppe um den Bonner Ökonomen Armin Falk und den Düsseldorfer Soziologen Johannes Siegrist. „Menschen, die ihre Bezahlung als unfair empfinden, geraten schnell unter Stress“, sagt Falk. „Außerdem leiden sie eher unter Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Depressionen.“ Falk hatte mit Hilfe eines Experiments untersucht, wie sich das Gefühl von Ungerechtigkeit auf die Gesundheit auswirkt. Außerdem hatte er Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet.

01.06.2011

Niedrige Verschuldung: Haushalte haben aus der Dotcom-Krise gelernt

Die deutschen Privathaushalte sind ohne Zusatzschulden durch die Krise gekommen – Kaum Reaktionen auf Zinsveränderungen

Die Verschuldung der deutschen Privathaushalte ist während der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht gestiegen. Der seit rund zehn Jahren anhaltende Trend zu weniger Schulden  wurde auch durch die Krise nicht gebrochen, errechneten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

31.05.2011

Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten

Neuer DFG-Sonderforschungsbereich unter Beteiligung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP)

Männlich oder weiblich, jung oder alt, dick oder dünn – Menschen sind verschieden. Sie unterscheiden sich auch in ihrer Bildung, ihren Vorlieben und ihren Weltanschauungen. Wie entstehen aus solchen Heterogenitäten soziale Ungleichheiten? Welche sozialen Mechanismen stehen dahinter? Diesen Fragen geht der neue Sonderforschungsbereich (SFB) „Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten“ an der Universität Bielefeld unter Beteiligung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW nach. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Sonderforschungsbereich 882 am 25. Mai bewilligt. Es ist seit zehn Jahren der erste neue soziologische SFB.

12.05.2011

Statistikdebatte: Kinder- und Jugendarmut ist nach wie vor das drängendste Problem

Unterschiedliche Berechnungsmethoden erklären jüngste Ergebnisunterschiede

Kinder und junge Erwachsene waren auch im Jahr 2009 die am stärksten von Armut betroffene Gruppe in Deutschland. Das zeigen neueste Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Das DIW Berlin weist Vorwürfe zurück, es habe Zahlen zur Armutsstatistik  manipuliert oder zurückgehalten. „Diese Vorwürfe sind falsch“, sagt Gert G. Wagner, Vorsitzender des Vorstands. „Im Gegenteil haben wir aktiv thematisiert, dass wir unsere Berechnungsmethoden weiterentwickelt haben und dass sich dadurch auch die Armutszahlen verändert haben.“ Dies belegen unter anderem auch Zeitungsberichte und eine von der Bundesregierung beantwortete Große Anfrage (BT-Drucksache Nr. 17/4332).

06.05.2011

DIW Berlin: Unsere Zahlen wurden durch die neuen Methoden besser

Bereits vor drei Jahren hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) seine Erhebungsmethoden für die Einkommensstatistik verändert, sie der sinkenden Antwortbereitschaft der Bevölkerung angepasst und die Zahlen damit massiv verbessert. „Eine Datenpanne hat es nicht gegeben. Im Gegenteil: Unsere Zahlen wurden durch die neuen Methoden genauer und gehören damit zu den besten, die zur Verfügung stehen“, sagt Prof. Dr. Gert G. Wagner, Vorstandsvorsitzender des DIW zu den Vorwürfen, das Institut habe falsche Daten zur Kinderarmut veröffentlicht. „Auf die verbesserte Methodik und ihre Konsequenzen haben wir in einem Wochenbericht Ende 2009 ausdrücklich hingewiesen und sie in einem weiteren Wochenbericht Anfang 2010 ausführlich erklärt.“ Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die neue Methodik bereits in seinem Jahresgutachten 2009 benutzt und veröffentlicht. International vergleichende Statistiken werden immer mit einer Zeitverzögerung veröffentlicht. Deswegen bezieht sich der OECD-Bericht auf Ergebnisse, die bereits vor eineinhalb Jahren in Deutschland veröffentlicht wurden.

03.05.2011

Gesunde Eltern haben gesunde Kinder

Die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten der Eltern überträgt sich schon auf die Gesundheit von Kleinkindern. Das ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie. „Je älter die Kinder sind, desto stärker hängt ihre Gesundheit von der Gesundheit beider Eltern ab“, sagt C. Katharina Spieß, eine der beiden Autorinnen. C. Katharina Spieß ist Familien- und Bildungsökonomin am Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) im DIW Berlin.

18.04.2011

Im Laufe ihres Lebens werden die Deutschen immer religiöser – aber die Kirchenbänke werden trotzdem nicht voller

Im Laufe Ihres Lebens werden die Deutschen immer religiöser. Das ist das zentrale Ergebnis einer kürzlich in der „Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie“ veröffentlichten Studie des Chemnitzer Soziologen Daniel Lois. „Mit zunehmendem Alter besuchen vor allem die Westdeutschen immer häufiger einen Gottesdienst“ sagt Lois.

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