Klimapolitik

Die Abteilung im Überblick.

Kurzportrait

Die Abteilung analysiert, wie sich der Übergang zu einer Wirtschaft mit geringem Kohlendioxidausstoß und aktuelle wirtschaftliche Ziele durch einen Wandel in der Politik wechselseitig unterstützen können.

Dazu werden die nationalen Umsetzungen von regulatorischen Rahmenbedingungen untersucht und verglichen. Der Fokus liegt zum einen auf Politiken zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden und im Industriebereich und zum anderen auf den regulatorischen Rahmenbedingungen zur Öffnung und Gestaltung der Europäischen Energiemärkte für die Integration erneuerbarer Energien. Aus der Perspektive beider Themenbereiche wird den Fragen der Finanzierung von Investitionen und der Weiterentwicklung des EU Emissionshandels besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Methodisch wenden wir die qualitative Analyse und die Bewertung von Kompromissen / Quantifizierung an. Unser Forschungsansatz gewährleistet eine robuste und relevante Analyse, geprägt von frühzeitigem Dialog mit Interessengruppen, unabhängiger Prüfung der Methodik und Branchenkompetenz, sowie einem kooperativen Ansatz als Teil eines internationalen Experten-Netzwerks. Angesichts der kurzen historischen Erfolgsbilanz von vielen Instrumenten, die analysiert werden, erhalten länderübergreifende Vergleiche eine besondere Aufmerksamkeit.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Graduate Center und die internationale Zusammenarbeit in vielen Projekten bietet die Möglichkeiten methodische und institutionelle Kenntnisse durch den Austausch von Wissenschaftlern zu vertiefen.

Mit der Organisation des monatlichen „Berlin Seminars on Energy and Climate Policy" (mit Unterstützung von TU-Berlin, PIK, Öko-Institut und SWP) trägt die Abteilung weiterhin zur engeren Vernetzung zwischen politikrelevanter Forschung in Berlin und verschiedenen Ministerien und Stakeholdern bei. Dabei werden Fragestellungen im nationalen und europäischen Kontext sowohl aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht als auch aus der Perspektive öffentlicher Entscheidungsträger beleuchtet.

Schwerpunktthema "Investment in Energieeffizienz"

Zur Förderung von Investitionen in Energieeffizienz im Gebäudebereich werden sowohl verschiedene Mechanismen der nationalen und europäischen finanziellen Förderung von energetischen Sanierungen bewertet, als auch die Wechselwirkungen mit Informations-, Beratungs- und Trainingsprogrammen sowie Effizienzstandards analysiert. Zu Fragen der Investition in Energieeffizienz im Industriebereich werden die gegenwärtig von der EU-Kommission entwickelten sektoralen Roadmaps den Rahmen für die Bewertung von nationalen und europäischen Politiken bilden. Weiterhin werden die Verteilungseffekte der verschiedenen Politiken in Zusammenarbeit mit der Abteilung Staat und die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen in Zusammenarbeit mit der Abteilung Konjunkturpolitik bewertet.

Schwerpunktthema "EU Strommarkt/Erneuerbare Energien"

Im Strombereich muss bis 2014 die Umsetzung des dritten EU-Pakets zum Energiebinnenmarkt abgeschlossen werden. Es zeigt sich bereits jetzt, dass weitere Schritte notwendig sind, damit der Strommarkt die für eine effektive Integration von erneuerbaren Energien notwendige Flexibilität bietet. Dazu werden Analysen in enger Kooperation mit den nationalen und Europäischen Regulierungsbehörden und Systembetreibern durchgeführt. Eine weitere Fragestellung betrifft die Investitionsrahmenbedingungen für Erzeugung, Speicher und Netze. Hierzu wird die Entwicklung im Europäischen Emissionshandel modelliert und darauf aufbauend Politikvorschläge zum Backloading und struktureller Reform bewertet. Weiterhin werden Instrumente zur Förderung Erneuerbarer Energien analysiert und modelliert.