DIW Wochenbericht 14/15 / 2017, S. 263-269
Christian Dreger, Yun Schüler-Zhou, Margot Schüller
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In diesem Bericht wird die chinesische Investitionsstrategie für Europa untersucht. Während die Investoren aus China in Westeuropa vor allem den Zugang zu fortschrittlicher Technologie suchen, geht es in Mittel- und Osteuropa vornehmlich um die Präsenz im Gemeinsamen Markt und den Ausbau von Infrastruktur, auch im Rahmen der Initiative „Neue Seidenstraße“. In einer ökonometrischen Analyse zu den Determinanten dieser Investitionen wird gezeigt, dass sie weitgehend entlang konventioneller Erklärungsmuster stattfinden. Wird zwischen Unternehmensneugründungen und Beteiligungen an bestehenden Unternehmen als zwei Formen des Marktzugangs differenziert, ergeben sich durchaus spezifische Determinanten: Ein hoher Industrieanteil, solide Institutionen und Lohnstückkosten im Zielland haben alle einen negativen Einfluss auf Neugründungen, aber nicht auf Unternehmensbeteiligungen. Unterschiedliche Investitionsmuster sowie die heterogenen Interessenlagen der Mitgliedstaaten erschweren eine koordinierte Antwort auf die chinesische Investitionsoffensive. Im Rahmen eines Investitionsschutzabkommens zwischen der EU und China ließe sich aber zumindest eine gewisse Reziprozität festhalten, die eine wachsende Skepsis chinesischen Investitionen gegenüber abmildern dürfte.
Themen: Unternehmen, Forschung und Entwicklung, Europa
JEL-Classification: F21;E22;C25
Keywords: Chinese foreign investment strategy, knowledge and technology transfer, FDI determinants
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/157328
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