Nachhaltige Entwicklung

Die Forschungsgruppe im Überblick

Kurzportrait

Ökonomie des Klimawandels

Extreme Wetterereignisse – wie Dürren, Überschwemmungen und Stürme – prägen die Lebensbedingungen von Haushalten in vielen Entwicklungs- und Transformationsländern. In diesen Ökonomien funktionieren öffentliche Sicherungsnetze und formale Versicherungen häufig nur eingeschränkt. Daher müssen sich private Haushalte meist selbst im Vorfeld gegen extreme Wetterereignisse absichern und die Folgen von einmal eingetretenen Schocks bewältigen. Dies kann im schlimmsten Fall zu einem Teufelskreis aus Armut, Schocks und Unterentwicklung führen. Die Forschungsgruppe Nachhaltige Entwicklung beschäftigt sich mit diesen Themen aus einer angewandten mikroökonomischen Perspektive. Der Zusammenhang zwischen extremen Wetterereignissen und Migration sowie die Verteilungswirkungen von Schocks, also etwa die Auswirkungen auf Einkommen und Besitz, sind ebenfalls Gegenstand der Forschung. Die Datengrundlage für die empirische Forschung bilden Haushalts-Längsschnittdaten, die die Forschungsgruppe zum Teil selbst erhebt.

Evaluierung von Politikmaßnahmen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, welche Wirkung Politikmaßnahmen auf die Lebensqualität von Menschen in Entwicklungs- und Transformationsländern haben. Insbesondere werden Politikmaßnahmen betrachtet, mit denen die Widerstandsfähigkeit von Haushalten gegen extreme Wetterereignisse gestärkt werden soll, wie eine Index-basierte Wetterversicherung und der Zugang zu Wettervorhersagen. Dazu werden sowohl randomisierte Feldexperimente durchgeführt als auch quasi-experimentelle Methoden verwendet.