Warum Gemeinschaft glücklich macht

Wie misst man Glück? Und was macht Menschen wirklich zufrieden? In dieser Folge des Podcasts „Wirtschaft bewegt – 100 Jahre DIW Berlin“ spricht Erich Wittenberg mit Prof. Dr. Jürgen Schupp, langjähriger Leiter des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin, über die Glücksforschung am DIW Berlin und über die große Frage, was Menschen wirklich glücklich macht.

O-Ton von Jürgen Schupp
Gemeinschaft macht zufrieden - Glücksforschung am DIW Berlin

Bei der Forschung zu Glück und Zufriedenheit am DIW Berlin spielt das SOEP eine wichtige Rolle. „Es war weltweit die erste Panelstudie, die auch die subjektiven, selbstbewerteten Fragen aufgenommen hat“, erklärt Schupp in der Podcastfolge. Seit 1984 fragt das SOEP jährlich: „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Leben insgesamt?“ – und liefert damit eine einzigartige Datenbasis für die Erforschung von Lebensqualität und Zufriedenheit von Menschen. Weil die Stichprobe des SOEPs repräsentativ ist, lassen sich aus den Antworten Erkenntnisse für die Allgemeinheit der Menschen in Deutschland ableiten.

Gemeinschaft macht glücklich

Was macht denn nun Menschen glücklich? „Glücklich ist alles, was mit Vergemeinschaftung zu tun hat“, erklärt der Wissenschaftler. Ereignisse wir Partnerschaft, Heirat, gemeinschaftliche Aktivitäten – all das steigere die Lebenszufriedenheit. Was macht besonders unglücklich? Arbeitslosigkeit sei einer der stärksten negativen Faktoren, beschreibt Schupp, und hinterlasse oft einen „Narbeneffekt“, selbst wenn später wieder eine Beschäftigung gefunden werde.

Jürgen Schupp bei der Podcastaufzeichnung zur Glücksforschung.
© DIW Berlin

Bei dem Geld ist der Zusammenhang nicht ganz so einfach, erklärt Schupp. Zwar seien Menschen glücklicher, wenn sie mehr Geld hätten, aber dieser Effekt sei nicht nachhaltig. Ab einem bestimmten Einkommen steige zudem die Zufriedenheit kaum noch. Wichtiger seien vielen Menschen soziale Kontakte und die eigene Gesundheit.

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