75 Jahre Bauvolumen – ein Klassiker der DIW-Forschung

O-Ton von Laura Pagenhardt
Martin Gornig

75 Jahre Bauvolumen - ein Klassiker der DIW-Forschung

Seit 75 Jahren veröffentlicht das DIW Berlin die jährlichen Daten zum Bauvolumen in Deutschland – eine der traditionsreichsten Berechnungen des Instituts. In dieser Podcastfolge sprechen Laura Pagenhardt, Wissenschaftlerin in der Abteilung Makroökonomie, und Martin Gornig, Forschungsdirektor für Industriepolitik, mit Host Erich Wittenberg über die Geschichte, die aktuelle Bedeutung und die Zukunft des Bauvolumens.

Die Bauwirtschaft – unterschätzter Motor der Volkswirtschaft

Die Bauwirtschaft bildet eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft. Laura Pagenhardt erklärt in der Podcastfolge: „Gut fünf bis sechs Prozent der Bruttowertschöpfung werden in der Bauindustrie erwirtschaftet – das ist mehr als in großen Industriesektoren wie dem Maschinenbau oder der Chemie“. Zudem machen Bauinvestitionen über zehn Prozent der Wirtschaftsleistung aus  – ein Wert, der zeigt, wie sehr Bauaktivitäten Konjunktur, Beschäftigung und Wohlstand beeinflussen.

Martin Gornig und Laura Pagenhardt im bei der Podcastaufnahme für „Wirtschaft bewegt – 100 Jahre DIW Berlin“
© DIW Berlin

Seit 75 Jahren berechnet das DIW das Bauvolumen

Wichtig ist auch, auf aktuelle Situationen, Daten und Methoden in der Berechnung des Bauvolumens zu reagieren. Martin Gornig sagt in der Podcastfolge: „Das Bauvolumen gäbe es nicht 75 Jahre lang, wenn es nicht permanent immer wieder neu erfunden worden wäre.“ Seit 1950 liefert das DIW damit eine unverzichtbare Grundlage für Politik, Verwaltung, Unternehmen und Forschung.

Von Wiederaufbau bis Baukrise

In der Folge werfen Pagenhardt und Gornig auch einen Blick zurück: Von den prägenden Jahren des Wiederaufbaus über die Rezession nach der Jahrtausendwende bis hin zur aktuellen Baukrise durch hohe Preise und gestiegene Zinsen – das Bauvolumen spiegelt seit Jahrzehnten zentrale Entwicklungen der deutschen Wirtschaft.

Die neue Folge von Wirtschaft bewegt – 100 Jahre DIW Berlin zeigt: Hinter den nüchternen Zahlen steckt eine lange Tradition, viel methodisches Know-how und jede Menge aktuelle Relevanz.

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