SOEP Nutzerumfragen

Ergebnisse der Nutzerbefragung 2016

Einleitung

In den letzten beiden Monaten des Jahres 2016 war die Teilnahme an unserer Nutzerbefragung wieder erfreulich hoch. Neben den klassischen Fragen bezüglich unserer Serviceleistungen und Infrastrukturarbeit, ging es in diesem Jahr vor allem auch um die Bekanntheit unserer verschiedenen Studien und wie die SOEP-Daten genutzt werden. Von den insgesamt 713 Personen, die an der Befragung teilnahmen, arbeiteten im Jahr 2016 30% zum ersten Mal mit den SOEP-Daten. Im 6. Jahr in Folge richtete sich unsere Befragung an alle SOEP-VertragsnehmerInnen und DatennutzerInnen.

Bekanntheit der Studien

Unser Fragebogen hat dieses Jahr einen größeren Themenblock zur Bekanntheit und dem Interesse an unseren SOEP-basierten Studien, sowie zu deren Stärken und Schwächen enthalten. Im Zuge dessen konnten wir feststellen, dass etwa die Hälfte der Teilnehmenden bisher noch keine Kenntnisse über die Möglichkeiten von SOEP-IS hatte, diese aber durchaus sehr interessant findet und möglicherweise die Nutzung in Zukunft anstrebt (Abbildungen 1 und 2). Dies beinhaltet die Möglichkeiten, selbst Fragen und Experimente bei SOEP-IS vorzuschlagen, oder auch die Fragen und Experimente anderer Forschender nach einem entsprechenden Embargo auszuwerten.

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Ein erfreulich hohes Interesse wurde an der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten und der Nutzung des im Herbst 2017 erscheinenden Datensatzes angekündigt. (Abbildung 3).

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Nutzung der Daten

Bei der Nutzung unserer Daten wollten wir auch herausfinden, welche Statistikprogramme wie stark vertreten sind (Abbildung 4). „Stata“ wird inzwischen von drei von vier NutzerInnen verwendet und hat sich als das überwiegend genutzte Programm etabliert. Außerdem gibt es einen stetigen Anstieg bei „R“ zu verzeichnen.

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Dank des sehr umfangreichen Feedbacks der Teilnehmenden haben wir außerdem wertvolle Hinweise bekommen, um unsere Arbeit und unseren Service weiterhin zu verbessern. Wir nehmen vor allem die Verbesserungswünsche zur Dokumentation zum Anlass, uns in diesem Punkt übersichtlicher und nutzerfreundlicher aufzustellen. Uns ist bewusst, dass bei der wachsenden „Landscape of SOEP Studies“ die Bereitstellung von geeigneten Hilfsmitteln ein wichtiger Bestandteil für den Einstieg in das SOEP bzw. für eine fortbestehende Nutzung darstellt. Neben der Überarbeitung des Metadatenportals „paneldata.org“ ist daher geplant, die SOEPlong-Dokumentation neu aufzusetzen und bei der Integration der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten sowohl die bestehende SOEP-Datenstruktur fortzuschreiben, als auch zusätzlich und separat rein migrationsbezogene generierte Variablen bereitzustellen und verständlich zu dokumentieren. Über den Stand dieser Aktivitäten werden wir Sie über unsere bekannten Kanäle (u.a. SOEPnewsletter und SOEP-Homepage) auf dem Laufenden halten.

Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich für die Teilnahme an der Nutzerbefragung 2016!


Ergebnisse der Nutzerbefragung 2015

Einleitung

Im Winter 2015 waren wieder 771 SOEP-Nutzerinnen und Nutzer so freundlich, an der Nutzerbefragung teilzunehmen. Neben den klassischen Fragen bezüglich unserer Serviceleistungen und Infrastrukturarbeit wurden dieses Jahr die Themenbereiche „Data Sharing in Academia“ und „Re-Analyse“ erstmals implementiert. Die Einladung zur Teilnahme wurde an die langjährigen Vertragsnehmer*innen, die neuen Untervertragsnehmer*innen im jeweiligen Befragungsjahr, die  Bezieher*innen der Daten via Download und die Mitglieder der SOEP-Mailingliste geschickt. Wir können mit Stolz berichten, dieses Jahr die höchste Teilnehmeranzahl seit Beginn der Nutzerbefragung erreicht zu haben. Im Vergleich zum Jahr 2014 freuen wir uns über einen Anstieg von 13 % (siehe Abbildung 1). Dafür möchten wir uns bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen herzlich bedanken.

Wir kennen die Charakteristika unserer gesamten Nutzergemeinschaft nicht. Im folgenden verwenden wir den Begriff "Nutzergemeinschaft" für diejenigen Nutzer*innen, die an unserer Befragung teilgenommen haben.

Unsere Nutzergemeinschaft besteht im Jahr 2015 zu 41 % aus Nutzerinnen und zu 59 % aus Nutzern. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 8 Prozentpunkten der Frauen und damit auch die höchste weibliche Teilnehmerzahl seit Beginn der Befragung im Jahr 2004.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Post-Docs bilden mittlerweile 1/3 unserer Antwortenden, wohingegen ein Rückgang der Professor*innen zu verzeichnen ist. Im Zuge dessen konnten wir auch einen Rückgang der Datennutzung für Lehrtätigkeit (von 69 % in 2014 auf 61 % in 2015) feststellen.

Auch in den verschiedenen Fachrichtungen stellten wir Änderungen fest. Die Nutzer*innen, die sich der Ökonomie zugeordnet haben, sind mit insgesamt 45% weniger stark repräsentiert als im Jahr zuvor. Etwa 41% unserer Nutzergemeinschaft sind aus den Sozialwissenschaften/Soziologie.

Datenweitergabe

In der diesjährigen Nutzerbefragung wollten wir die Präferenzen der Nutzergemeinschaft zum Thema Datenweitergabe ermitteln. Die zunehmende Komplexität der Stichprobe erhöht auch den internen Generierungsaufwand, daher wird das Verfahren zur Datenaufbereitung und Datenweitergabe SOEPintern ständig weiterentwickelt. Um die Wünsche der Nutzer*innen bestmöglich umsetzen zu können, wollten wir ihnen die Möglichkeit geben, uns ihre Präferenzen mitzuteilen. Die Dimension „Frühzeitige Bereitstellung“, „Prüfqualität“ und „Vollständigkeit“ konnten per Drag & Drop-Verfahren in eine individuelle Reihenfolge gebracht werden (siehe Abbildung 2). Es hat sich herausgestellt, dass für unsere Nutzer*innen die „Frühzeitige Bereitstellung“ weniger wichtig ist als vielmehr die Prüfqualität und Vollständigkeit der Datenweitergabe. Daraus folgt, dass bei der Datenaufbereitung stärker auf Vollständigkeit und entsprechende Prüfungsverfahren Wert gelegt werden soll, auch wenn dies mit einer eventuellen zeitlichen Verzögerung einherginge. Die Abbildung 2 verdeutlicht, wie unsere Nutzergemeinschaft ihre Prioritäten setzt.

Datendokumentation

Wir nutzen unsere jährliche Befragung auch für eine Evaluation der einzelnen Servicebereiche. Auf einer Skala von 0 bis 10 konnte die Zufriedenheit unserer Serviceleistung in den Bereichen „Vertragsmanagement“, „Daten“, „Download“ und „Dokumentation“ bewertet werden. In allen Bereichen ist die überwiegende Mehrheit der Nutzer zufrieden mit unseren Leistungen. Zum Teil konnten die guten Ergebnisse aus dem Jahr 2014 sogar noch übertroffen werden.

Die Wichtigkeit des Bereichs  Datendokumentation zeigt sich auch in der kritischsten Beurteilung durch unsere Nutzer*innen. Wir sehen uns daher darin bestätigt gerade hier verstärkt an einer weiteren Verbesserung zu arbeiten. Ein wichtiger Schritt dazu ist die schrittweise Einführung eines neuen Metadatenportals. Dass bewährte Arbeitsweisen von unseren Nutzern nicht einfach umgestellt werden können, zeigt sich in Abbildung 3. Viele unserer Nutzer*innen arbeiten nach wie vor regelmäßig mit unserem alten Metadatenportal SOEPinfo, das wir weiterhin parallel zu paneldata.org angebieten.

Knapp die Hälfte der befragten Personen kennt allerdings auch noch nicht unser SOEPinfo-Metadatenportal paneldata.org, jedenfalls nicht unter seinem neuen Namen, den wir jetzt statt SOEPinfo v2 nutzen. Dank des umfangreichen Feedbacks unserer Befragungsteilnehmer*innen haben wir wertvolle Hinweise bekommen, wie wir den Umstieg auf paneldata.org noch einfacher und leichter gestalten können.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, paneldata.org zu optimieren und die Nutzung so komfortabel wie möglich zu machen. Wir möchten alle Nutzer*innen dazu ermutigen, den Umstieg zu wagen, da paneldata.org nicht nur unsere Hauptstudie SOEP-Core abbildet, sondern auch erstmals das praktische neue Format SOEPlong sowie die SOEP Innovationsstichprobe (SOEP-IS) und weitere Studien dokumentiert.

Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich für die Teilnahme an der Nutzerbefragung 2015!


Ergebnisse der Nutzerbefragung 2014

Im Herbst 2014 waren wieder 662 SOEP Nutzer im Rahmen der diesjährigen Nutzerbefragung so freundlich, Feedback zu aktuellen Fragen bezüglich unserer Serviceleistungen und Infrastrukturarbeit zu geben. Wir können uns bei der seit 2011 jährlich bereitgestellten Onlinebefragung an einem stabilen Teilnehmerkreis erfreuen. Die Zahl der Teilnehmer, die die Umfrage vollständig ausgefüllt haben, ist über die letzten vier Jahre kontinuierlich gestiegen (siehe Abbildung 1). 2004 wurde die Befragung noch per schriftlichen Fragebogen durchgeführt. Neben den langjährigen Vertragsnehmern und den neuen Untervertragsnehmern im jeweiligen Befragungsjahr, wird beim Versand der Einladungen neuerdings auch auf die Emailadressen der Downloadbezieher zurückgegriffen.

Abbildung 1

- Professoren zunehmend als Multiplikatoren des SOEP -

Bei der Zusammensetzung der Teilnehmer konnten wir eine Veränderung in Bezug auf den beruflichen Status registrieren. Während sich der Anteil der Studenten von 14,5 % im Jahr 2013 auf 8,7% reduziert hat, haben mit 45,7% nun deutlich mehr Professor_innen teilgenommen (im Vorjahr: 24,7%). Gleichzeitig wächst der Anteil von Befragten, die nicht selbst mit den SOEP-Daten arbeiten oder arbeiteten. Die Abbildung 2 verdeutlicht den Zuwachs von Professor_innen, die die Daten passiv nutzen und eher eine weitervermittelnde Rolle für das SOEP einnehmen. Die zusätzlich gestellte Frage, ob sie Nachwuchswissenschaftler_innen im Rahmen einer SOEP-Arbeit betreuen, beantworteten 63,4 % der Lehrenden mit „Ja“. Wir freuen uns über diesen Trend einer Vervielfältigung der Nutzergemeinschaft über diesem Weg, wenngleich viele Fragen unserer Nutzerbefragung nur mit einer eigenen SOEP-Erfahrung zu beantworten sind.

Abbildung 2

- Datendownload gut angenommen, Dokumentation verbesserungswürdig -

Wir nutzen unsere Befragung jährlich auch für eine Evaluation der einzelnen Servicebereichen. Die aus den SOEP-Erhebungsinstrumenten übernommene 11er-Skala wurde dabei zur Zufriedenheitsmessung angewandt. Für die Auswertung wurde sie auf drei Ausprägungen reduziert, um das Abschneiden der vier großen Servicebereiche zusammenzufassen. Die Abbildung 3 zeigt, dass die Nutzer_innen den Ende 2013 eingeführten Daten-Download positiv angenommen haben. Sowohl die Qualität als auch die vertragliche Abwicklung der Daten können dasselbe Zufriedenheitsniveau vorzeigen.

Spielraum nach oben wird uns hingegen im Bereich Dokumentation nahegelegt. Wir sind uns der zentralen Bedeutung der Datendokumentation bewusst und arbeiten stets an der Verbesserung dieses Bereiches. Ein Beispiel ist das jetzt wieder aktualisierte Handbuch DTC. Da wir mit all unseren Related Studies (SOEP-RS) weiterhin expandieren, ist eine detaillierte Dokumentation stets auch mit wachsendem Aufwand verbunden. Beispielsweise stellt die Integration der bis 2014 separat gelaufenen FiD-Studie in SOEP Core eine Herausforderung dar. Im Jahr 2015 soll sich u.a. der Anpassung dieser Daten verstärkt gewidmet werden, um eine einheitliche und nutzerfreundliche Dokumentation gewährleisten zu können.

Abbildung 3

- Dokumentation soll durch SOEPinfo v.2 zugänglicher werden -

Darüber hinaus soll sich das neuentwickelte Metadatenportal SOEPinfo v.2 weiter etablieren. Basierend auf dem Open-Source-Projekt „DDI on Rails“, beinhaltet es nicht nur die umfangreiche Dokumentation von SOEP Core aus dem Vorgänger SOEPinfo, sondern bildet auch die SOEPlong-Daten und weitere Studien (BASE II, SOEP-IS ...) ab. Die Nutzerbefragung ergab, dass nur wenige Monate nach der Bereitstellung des Portals bereits knapp ein Drittel der Teilnehmer_innen schon mal mit SOEPinfo v.2 gearbeitet hat (Abbildung 4). Anschließend bewertete diese Gruppe die bislang genutzte Version mit durchschnittlich 7 von 10 möglichen Punkten. In vier von sechs Unterkategorien, nämlich optische Gestaltung, Informationsgehalt, Qualität der generierten Syntax und Antwortgeschwindigkeit, lag die durchschnittliche Bewertung über 7. In der Summe sind die Bewertungspunkte für das neue Angebot auf vergleichbar gutem Niveau wie 2011 die Bewertungen für SOEPinfo in denselben Kategorien.

Abbildung 4

Befragungsteilnehmer_innen, die noch keine Erfahrungen mit dem neuen Metadatenportal gesammelt haben, gaben überwiegend an, dass sie aus Gewohnheit weiterhin auf das alte SOEPinfo zurückgreifen oder dass noch keine Notwendigkeit für einen Wechsel bestand. Der Entwicklung in der Frage, welche Dokumentationsquellen von den Nutzer_innen hauptsächlich herangezogen werden, blicken wir auch im kommenden Befragungsjahr mit großem Interesse entgegen. Bis dahin möchten wir alle dazu ermutigen, das neue Angebot SOEPinfo v.2 und vor allem dessen Feedbackmöglichkeit zu nutzen.

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Ergebnisse der Nutzerbefragung 2013

Auch 2013 wurde das Projekt als Online-Befragung mit dem webbasierten Instrument LimeSurvey© durchgeführt. Befragungsmonat war November 2013, es wurde auf strikte Einhaltung der Datenschutzbestimmungen geachtet. Außer den Unterzeichnern eines SOEP-Datenweitergabevertrages, die zur Teilnahme eingeladen worden waren, hatten auch andere Nutzer die Möglichkeit der Teilnahme, indem sie sich über dei DIW Berlin-Webseite anmeldeten. Insgesamt konnten 585 anonymisierte Antworten für die Analyse genutzt werden.

Bei den Unter-30jährigen gibt es mehr weibliche als männliche Datennutzer_innen. Bei den Nutzer_innen über 30 zeigt die Statistik ein umgekehrtes Ergebnis.
Insgesamt waren 2013 ungefähr 61% aller Nutzer_innen männlich.

Die meisten Nutzer_innen der SOEP-Daten sind wie bisher in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu finden.
2013 verorteten sich mehr als 80% aller Antwortenden in diesen beiden Disziplinen.

¹ Includes public health, other social sciences, and in 2004 also psychology.
² Also includes information science.

Falls Sie an weiteren Ergebnissen Interesse haben: Wir haben sie auf einem englischsprachigen  Poster | PDF, 0.75 MB zusammengefasst.

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Ergebnisse der Nutzerumfrage 2012


Insgesamt nahmen 574 NutzerInnen an der Befragung, die im Frühjahr 2012 durchgeführt wurde, teil, was einer Response Rate von 21 % entspricht. Die meisten unserer User kommen weiterhin aus der Ökonomie (49%) und der Soziologie (36 %).

Da das SOEP als Längsschnittstudie konzipiert wurde, war es uns besonders wichtig, mehr darüber zu erfahren, ob diese Eigenschaft der Daten auch für Analysen genutzt wird. Hier zeigt sich, dass nur 19 % der User, die uns antworteten, die Daten ausschließlich im Querschnitt nutzen, 22 % nutzen sie ausschließlich im Längsschnitt. Die Mehrheit (59%) nutzte die Daten sowohl im Querschnitt als auch im Längsschnitt.

Eine deutliche Veränderung zeigt sich bei der Nutzung statistischer Software. Im Jahr 2004 war SPSS die meistgenutzte Software (66 %), gefolgt von Stata (28 %) und SAS (5 %). Im Jahr 2012 belegt Stata den ersten Platz (55 %), SPSS den zweiten (26 %) und auf Platz drei wird SAS von der Open Source Software R mit 9 % abgelöst.

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Ergebnisse der Nutzerumfrage 2011

Um einen umfassenden Überblick zur Zufriedenheit der SOEP-NutzerInnen mit den verschiedenen Bereichen wie Datenqualität, Datenzugang und Dokumentation zu bekommen, werden im SOEP regelmäßig Befragungen unserer nationalen wie internationalen Datennutzer durchgeführt. So war es auch das zentrale Anliegen des im letzten Sommer durchgeführten „User-Survey 2011", wichtige Hinweise und Anregungen zur Verbesserung unseres Services zu erhalten.

Wir verschickten 1996 Emails an unsere Vertrags- und UntervertragsnehmerInnen. Von 443 Usern (22,2 %) erhielten wir eine Antwort. Diese Zahl entspricht ziemlich genau der Anzahl der „aktiven" SOEP-NutzerInnen, die im Jahr 2010 eine Daten-DVD angefordert haben und ausgeliefert bekamen (N = 420). Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unserer Einladung gefolgt sind und den Fragebogen ausfüllten.


Großteil der SOEP Nutzer aus der Ökonomie und Soziologie

Wie schon in der Vergangenheit stammt auch diesmal der größte der Teil der Antwortenden aus den Disziplinen Ökonomie (50%)und Soziologie (33%). Es folgen NutzerInnen aus dem Bereich Psychologie (6 %), Statistik (4 %) und Politikwissenschaft (2%). Die restlichen 6 % stammen aus der Medizin, Pädagogik und Geografie. Die meisten Antwortenden leben in Deutschland (70 %) und der europäischen Union (20%). Aus Nordamerika und anderen Teilen der Welt erhielten wir 6 % bzw. 4 % der Antworten.

Insgesamt lässt sich eine hohe Zufriedenheit der User feststellen: Im Mittel betrug die Zufriedenheit mit den Daten 8,3, mit dem Datenzugang 8,6 und mit der Dokumentation 7,9 (möglicher Wertebereich von 0 bis 10). Nur fünf Antwortende gaben an, unzufrieden zu sein (Werte zwischen 0 und 4).


Vier von fünf nutzen den Längsschnittaspekt der SOEP Daten - ein Fünftel bereits SOEPlong

Die Ergebnisse zur Datennutzung zeigen, dass mehr als 80 % auch den Längsschnittaspekt der Daten nutzen. Für uns ist das sehr erfreulich, denn damit haben wir einen Hinweis erhalten, dass die Bereitstellung unseres neuen Datenformats SOEPlong der richtige Weg ist und die Arbeit mit dem SOEP für viele NutzerInnen erleichtern wird. SOEPlong reduziert die Anzahl der Datensätze extrem, da alle ähnlichen Datensätze zusammengefasst werden. Weiterhin wird durch SOEPlong das Problem der von Welle zu Welle unterschiedlichen Variablennamen gelöst. Trotz seines Beta Stadiums wird das neue Datenformat bereits von 20 % der Antwortenden genutzt. In der neuen Datenlieferung dieses Jahres stellen wir bereits die zweite, verbesserte Beta-Version dieses Formats zur Verfügung.
Über Rückmeldungen und Anregungen sind wir nach wie vor dankbar.


Lehrversion der SOEP-Daten

Ebenfalls sehr interessant sind die Ergebnisse zur Nutzung der SOEP-Daten in der Lehre. Obwohl 68 % der Antwortenden Lehrveranstaltungen durchführen, wird die spezielle Lehrversion der SOEP-Daten nur von 17 % der in der Lehre tätigen Antwortenden eingesetzt. Die Existenz einer speziellen Lehrversion war sogar 42% der User unbekannt. Daher werden wir in Zukunft stärker über die Lehrversion der SOEP-Daten informieren.


SOEPinfo fast allen bekannt

Auch in Bezug auf SOEPinfo hat die Nutzerbefragung Erkenntnisse geliefert. So zeigte sich zwar, dass nur 13% der antwortbereiten SOEP-NutzerInnen SOEPinfo nicht kennen. Dennoch wollen wir in Zukunft SOEPinfo auf unserer Homepage noch sichtbarer machen. Weiterhin wollen wir die Möglichkeiten von SOEPinfo noch weiter verbessern. Ein Ziel ist es beispielsweise, in Zukunft auch Metadaten-Informationen über das SOEPlong-Format in SOEPinfo einzubinden.


Rund zwei Drittel der SOEP-NutzerInnen verwenden Stata

Im Vergleich mit der NutzerInnen-Befragung des Jahres 2004 lässt sich eine Veränderung in der für die Arbeit mit den SOEP-Daten eingesetzten Software erkennen. Anders als im Jahr 2004 wird nun von den meisten Antwortenden Stata eingesetzt, SPSS hat seine Führungsposition verloren. Die Open-Source Software R wird von 8 % der Antwortenden eingesetzt. Mplus (3%), SAS (3 %) und TDA (2 %) werden kaum für die Arbeit mit den SOEP-Daten verwendet.

Die Stata-NutzerInnen wurden darüber hinaus nach der eingesetzten Stata-Version befragt. Die Befragung zeigte, dass drei Viertel der Stata-NutzerInnen über die Stata Versionen SE oder MP verfügen. Die begrenzte Intercooled Version von Stata, die nur eine limitierte Anzahl der nutzbaren Variablen innerhalb eines Datensatz erlaubt und daher den Personen-Datensatz von SOEPlong nicht komplett öffnen kann, wird von einer deutlich kleineren Gruppe genutzt (Hinweis: Es ist allerdings möglich über eine Auswahl der Variablen direkt mit dem `use' Befehl dennoch die benötigten Variablen in STATA IC zu laden: `use HID PID varlist using pl.dta'.)  


Danke für Ihre Teilnahme!

Wie wichtig die regelmäßige „Kommunikation" mit Ihnen, den SOEP-NutzerInnen ist, zeigt unter anderem die Tatsache, dass uns auf dem Wege der Befragung zwei kleinere Fehler in den Daten mitgeteilt wurden, die wir bereits mit der neuen Datenlieferung SOEP.v27 beheben konnten (ein Fehler in der Variablenkorrespondenz und ein Fehler in einem englischen Label). Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen TeilnehmerInnen und werden die uns auf den Weg gegebenen Anregungen bestmöglich umsetzen.


Der nächste SOEP User Survey kommt bestimmt

In der Zukunft werden wir Sie erneut befragen. Wir planen das jährlich zu tun und zwar in der vorlesungsfreien Zeit, in der Hoffnung, dass das Ihren Bedürfnissen entgegenkommt und noch mehr NutzerInnen an der Befragung teilnehmen. Zudem wollen wir die Befragung noch nutzungsfreundlicher gestalten und den Umfang reduzieren. Der nächste SOEP User Survey kommt also bestimmt. Wir hoffen, dass Sie dann (wieder) dabei sind!

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