Die 1.000ste Veröffentlichung in einem (S)SCI- Journal

Bericht vom 28. Oktober 2013

Ein neuer Rekord: Vor kurzem ist der 1.000ste Artikel auf der Basis von SOEP-Daten in einer referierten Zeitschrift erschienen, die im Social Science Citation Index (SSCI) oder Science Citation Index (SCI) gelistet ist.

Der Jubiläums-Aufsatz wurde von dem langjährigen SOEP-Nutzer Prof. Dr. Bernd Fitzenberger zusammen mit zwei Kolleginnen verfasst. Die AutorInnen widmen sich einem aktuellen Thema: Sie untersuchen zum einen, wie sich der Zeitpunkt der ersten Geburt auf die künftige Erwerbsbiografie der Mutter auswirkt und zum anderen, wie eng die Dauer des Ausstiegs mit dem Bildungsniveau korreliert. Das Ergebnis: Nach der Geburt arbeiten Mütter nicht mehr so oft wie vorher und solche Ausstiege wirken sich im weiteren Erwerbsverlauf durchgängig negativ auf den Beschäftigungs- und Einkommensverlauf aus. Selbst lange berufstätige Frauen, insbesondere die mit mittlerem Bildungsabschluss, sind nach einer Geburt seltener wieder auf dem Arbeitsmarkt zu finden als Kolleginnen ohne Kind. Was sich zunächst trivial anhört, widerspricht einer grundlegenden Theorie: Demnach ist der Verlust an Humankapital beim ‚Aussteigen‘ eigentlich für diejenigen, die lange berufstätig waren, höher und zahlt sich deswegen nicht aus. Gemäß Standardmodell müsste man eine kürzere Babypause erwarten. Die AutorInnen haben die Beschäftigungseffekte in Folge einer Geburt auch im zeitlichen Verlauf untersucht. Ihre Analysen lassen erkennen, dass der ‚Verlust von Berufstätigkeit‘ in den Mütterjahrgängen seit 2003 nicht mehr so groß ist wie der, der noch zehn Jahre zuvor gemessen werden konnte.

SOEP-SSCI-Journal Artikel Nr. 1.000:
Fitzenberger, Bernd, Sommerfeld, Katrin, and Steffes, Susanne. 2013. "Causal effects on employment after first birth - A dynamic treatment approach." Labour Economics, 25: December 2013, S. 49-62. http://dx.doi.org/10.1016/j.labeco.2013.05.003
(Vorversion: ROA-RM-2013/10. Maastricht: Research Centre for Education and the Labour Market (ROA))

keyboard_arrow_up