Verwandschaft heute und morgen: Bestimmung des Umfangs verwandtschaftlicher Netzwerke 2006 und 2050

Diskussionspapiere extern

Christian Dudel

Bochum: Ruhr-Universität Bochum, 2008,
(Diskussionspapiere aus der Fakultät für Sozialwissenschaft - 08-2)

Abstract

Ein analytisches Modell zur Errechnung der Besetzungszahlen matrilinearer, konsanguiner Verwandtschaftsnetzwerke nach Goodman et al. wird vorgestellt und auf Daten für die BRD angewandt. Zum einen werden aktuelle Daten aus dem Jahr 2006 verwendet, zum anderen eine Projektion bis 2050, wobei in beiden Fällen von einer stabilen Bevölkerung ausgegangen wurde. Unter den Bedingungen von 2050 wird die Zahl der lebenden Verwandten einer Personen über ihren Lebenslauf hinweg zunehmen. Insbesondere die Wahrscheinlichkeit in jüngeren Lebensaltern zeitgleich mit Vorfahrengenerationen zu leben, nimmt deutlich zu, ebenso wie die Wahrscheinlichkeit im hohen Alter zeitgleich mit Nachfahrengenerationen zu leben. Ein Vergleich der eher auf abstrakten Annahmen basierenden Modellrechnung für 2006 mit Daten des SOEP zeigt, dass das analytische Modell zwar nicht exakt die Realität wiedergibt, allerdings nichtsdestotrotz als Anhaltspunkt gesehen werden kann.

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