Diskussionspapiere extern
Robert Maderitsch
Berlin:
DIW Berlin,
2011,
(SOEPpapers 371)
In dieser Arbeit kommt ein neuer ökonometrischer Ansatz für Paneldaten zum Einsatz, welcher den Umgang mit persistenter, unbeobachtbarer Heterogenität in allgemeinen nichtseparablen und nonparametrischen Konstellationen ermöglicht. Der Ansatz geht zurück auf Hoderlein und White (2009). Diese untersuchen für die USA, welchen Einfluss marginale Einkommenszuwächse auf die Wahrscheinlichkeit, Wohneigentum zu besitzen, haben. Für die Jahre kurz vor der Immobilienkrise zeigen sie, dass der Erwerb von Wohneigentum vom laufenden Einkommen unabhängig wird. Die Rede ist von einer verschwindenden Liquiditätsbeschränkung. In dieser Arbeit wird mit Hilfe der SOEP-Daten untersucht ob der gleiche Zusammenhang auch für deutsche Haushalte festgestellt werden kann. Es zeigt sich, dass der durchschnittliche marginale Effekt des Einkommens auf die Wahrscheinlichkeit, Wohneigentum zu besitzen, durchweg positiv und über die Zeit hinweg nahezu konstant ist. Im Gegensatz zu den USA, ist der Effekt jedoch nicht über alle Einkommensbereiche hinweg, sondern nur im Bereich der mittleren Einkommen festzustellen. Besonders ausgeprägt scheint er außerdem für jüngere Haushalte zu sein. Für ein Verschwinden oder eine Reduktion der Liquiditätsbeschränkung findet sich insgesamt keine Evidenz.
Keywords: Wohneigentum, Haushalte, Nonparametrisch, Panel Daten, Fixed Effects
Externer Link:
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.371818.de/diw_sp0371.pdf