Postindustrielle oder industrielle Dienstleistungsgesellschaft: Wohin treibt die gesellschaftliche Arbeitsteilung?

Nicht-referierte Aufsätze

Michael Vester

In: WSI Mitteilungen 64 (2011), 12, 629-633

Abstract

Mit den Kräfteverschiebungen der Weltwirtschaft und dem Abbau politischer Regulierungen verschieben sich beschleunigt auch die Proportionen zwischen gering und hochqualifizierter, industrieller und tertiärer, männlicher und weiblicher Arbeit und zwischen privilegierten und prekären Arbeitsverhältnissen. Damit sind auch die bisherigen „Zeitdiagnosen“ herausgefordert, die ein unaufhaltsames Ende der Industriegesellschaft und ihre Ersetzung durch eine Dienstleistungs- oder Wissensgesellschaft oder auch ihre Auflösung in eine zusammenhanglose Vielfalt prophezeit haben. Lineare Trendprognosen und pauschalisierende Dateninterpretationen werden der komplexen, widersprüchlichen Realität der Arbeitsteilung nicht gerecht.

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