Linked-Employer-Employee (LEE) Daten in der Organisationsforschung: Datenangebot, Analysepotenziale und Generierung

Aufsätze in Sammelwerken 2017

Michael Weinhardt, Peter Jacobebbinghaus, Stefan Liebig

In: Stefan Liebig, Wenzel Matiaske, Sophie Rosenbohm , Handbuch Empirische Organisationsforschung
Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden
213-239

Abstract

Verknüpfte Personen-Betriebsdaten bzw. Linked-Employer-Employee-Daten sind eine zunehmend genutzte Grundlage zur Beantwortung einer Reihe von Fragestellungen innerhalb und außerhalb der Organisationsforschung. Der Beitrag beschreibt die Analysepotenziale derartiger Datensätze und stellt die unterschiedlichen Vorgehensweisen zu ihrer Generierung dar. Welche methodischen Herausforderungen sich daraus ergeben, wird am Beispiel von zwei Studien erörtert, die jeweils eine unterschiedliche Vorgehensweise bei der Datenerhebung wählten. In der einen Studie wurde das „Employer-first“ Verfahren angewandt. Dabei wird zunächst eine Stichprobe von Betrieben bzw. Organisationen gezogen, um dann im Anschluss Beschäftigte innerhalb dieser Betriebe zu befragen. Die zweite Studie wählte hingegen den umgekehrten Weg des „Employee-first“ Verfahrens: hier wird mit einer Stichprobe von Beschäftigten gestartet, um daran anschließend deren aktuelle Arbeitgeber (Betrieb) zu befragen. Die methodische Anlage beider Studien und die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile werden detailliert beschrieben und die Nützlichkeit unterschiedlicher LEE-Datenstrukturen für die Organisationsforschung diskutiert. Zusätzlich wird auf Möglichkeiten verwiesen, wie das Analysepotenzial solcher Datensätze weiter ausgebaut werden kann.



Keywords: Linked-Employer-Employee Daten, Sozio-oekonomisches Panel, Employer-first Method, Employee-first Method, Record Linkage
DOI:
https://doi.org/10.1007/978-3-658-08493-6_12

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