Besonders, aber nicht besondernd zu betrachten

Nicht-referierte Aufsätze

Philipp Sandermann, Laura Wenzel, Marek Winkel

In: Soziale Passagen 13 (2021), 2, 389-403

Abstract

Der Beitrag diskutiert kritisch den aktuellen Forschungsstand zum Thema fluchterfahrener Familien in Deutschland und reflektiert diesen für die Weiterentwicklung einer heterogenitätssensiblen Sozialen Arbeit. Dafür gleichen wir den Forschungsstand mit Erkenntnissen der allgemeinen Familienforschung und der Migrationsgesellschaftsforschung ab. Dabei zeigt sich, dass ein Großteil bisher vorliegender Studien zur Familialität fluchterfahrener Personen dazu tendiert, diese besondernd zu erfassen und dabei ordnungs- und sozialpolitisch tradierte Vorstellungen „der geflüchteten Familie“ zu reproduzieren. Wir zeigen auf, welche Optionen einer Vergegenständlichung von Familialitäten fluchterfahrener Personen zugunsten einer heterogenitätssensibel ansetzenden Sozialen Arbeit stärker zu reflektieren sind.

This paper critically discusses the current state of research on the topic of refugee families in Germany and reflects on it for the further development of heterogeneity-sensitive social work. For this purpose, we compare the state of research with findings of broader family research and migration research. We show that the majority of existing studies on refugee families in Germany tend to reproduce traditional conceptions of the “refugee family” in terms of social and regulatory policy. We show which options of reifying the familialities of people who went through forced migration should be reflected more strongly in order to further develop a heterogeneity-sensitive approach to social work.



Keywords: Flucht-Familien-Forschung; Heterogenitätssensible Soziale Arbeit; Normalfamilie; Fluchtregime; Wohlfahrtsstaat
Externer Link:
https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s12592-021-00400-6.pdf

DOI:
https://doi.org/10.1007/s12592-021-00400-6

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