Dialektkompetenz und Dialektgebrauch in Deutschland

Externe Monographien

Astrid Adler, Albrecht Plewnia, Maria Ribeiro Silveira

Mannheim: IDS-Verlag, 2024,

Abstract

Es gibt im deutschen Sprachraum eine lange zurückreichende Tradition der wissenschaftlichen Befassung mit der sprachlichen Variation im Raum. Die deutsche Sprachlandschaft ist insgesamt außerordentlich gut erforscht. Dabei sind die verschiedenen sprachlichen Ebenen, bei denen areale Variation eine Rolle spielt, von der Systemebene bis zu den sprachsoziologischen Verwendungsbedingungen, sehr gut beschrieben. Weniger gut ist die Datenlage in Bezug auf die Frage, von wie vielen Menschen der Dialekt gegenwärtig beherrscht und im Alltag genutzt wird. Eine mögliche Annäherung besteht in der Durchführung großer, im Idealfall repräsentativer, empirischer Erhebungen, bei denen Probanden zu ihren sprachlichen Kompetenzen und zu ihrem sprachlichen Verhalten befragt werden. Am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) werden seit einigen Jahren mit Regelmäßigkeit solche Repräsentativerhebungen zu Spracheinstellungen und sprachlichem Wissen sowie zu Sprachstatusfragen durchgeführt. Eine neue, bundesweite, repräsentative Umfrage hat das IDS im Winter 2017/18 in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Rahmen der Innovationsstichprobe des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP-IS) des DIW durchgeführt, die Deutschland-Erhebung 2017. Sie besteht aus zwei Teilen, einem direkten Interview (n = 4.380) mit Fragen zu Sprach- und Dialektkompetenz sowie zu Sprach- und Dialektbewertungen und einem Onlinefragebogen (n = 1.439) mit rund vierzig weiteren sprachbezogenen Fragen. In der vorliegenden Darstellung werden die Antworten der Befragten auf die Fragen nach Dialektkompetenz und -gebrauch aufbereitet. Detaillierte Informationen zum Fragebogen und zur Stichprobe sind im Anhang zusammengestellt.

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